Deutsche Oper Berlin Saison 2016/2017: Klaus Florian Vogt, Evelyn Herlitzius, Sonya Yoncheva, Ain Anger

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Die Spielzeit 2016/2017 an der DOB steht im Zeichen der letzten Aufführung des Götz-Friedrich-Rings aus dem Jahre 1984. GMD Donald Runnicles dirigiert. Stefan Vinke ist Siegfried, Evelyn Herlitzius und Ricarda Merbeth sind Brünnhilde, Thomas J. Mayer singt Wotan, Samuel Youn den Wanderer.

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Semperoper Dresden Saison 2016/2017: Thielemann Rheingold Siegfried Otello

Die Semperoper hat die Saisonvorschau für 2016/2017 veröffentlicht. Während der Mozart-Tage 2017 vom 14. bis 28. April 2017 zeigt die Semperoper fünf Mozartopern. Im Zentrum der kommenden Saison werden auch die Aufführungen von Rheingold und Siegfried unter der Leitung von Christian Thielemann stehen.

Hier ist der Überlick über die wichtigsten Vorstellungen.

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Oper München Saison 2016/2017: Jonas Kaufmann Stolzing und Andrea Chenier, Anna Netrebko Lady Macbeth

Die Saisonvorschau 2016/2017 der Bayerischen Staatsoper München ist da. Es lohnt, einen Blick auf die Premieren zu werfen: Wagner, russische Moderne, Belcanto, Verismo, deutscher Expressionismus, deutsche Romantik und – Zeitgenössisches. Interessant sind die Akzentsetzungen.

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DSO Sokhiev: Prokofjew Reimann Tarde Claudia Barainsky

Doch ein ganz gutes Konzert.

Das DSO spielt Prokofjew, Reimann, Mendelssohn Bartholdy. Den Prokofjew – die Symphonie Nr. 1 –  scharf, hell, rasch. Das ist lebendig bis in den warmen Nacken jedes Notenhalses hinein. Prokofjews melodisch-rhythmische Einfälle strahlen Knackschärfe aus. Womit angedeutet sei, dass öde Verschlimmharmlosung von Prokofjews Klassiker-Imitatio Tugan Sokhievs Sache nicht ist. Das DSO dankt’s und liefert lupenreine Präzision. Und doch, im soften Federn dieser Musik wird ihr latenter Ernst, ihre Qualität hörbar. Sokhiev macht einfach Musik. Beispiel Satz Numero eins: Die Streicher klingen im zweiten, lebhaften Teil der Durchführung so fröhlich, als würden sie jodeln. Der Schlussakkord ist ein Juchzer. Beispiel Satz zwei: Der fanatische, sachliche Einstieg ist nicht von schlechten Eltern (och, die Triller da). Weiterlesen

Die Liebe der Danae: Manuela Uhl, Mark Delavan, Raymond Very

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Die Liebe der Danae Deutsche Oper Berlin Manuela Uhl Mark Delavan

Baby, lass den Flügel runter: Die Liebe der Danae, Deutsche Oper Berlin / Foto: Barbara Aumüller / deutscheoperberlin.de

Jaja, Die Liebe der Danae. Komponist: Richard Strauss. Komponiert: 38 bis 40.

Die dreistündige Oper variiert das Thema „Geld oder Liebe?“ – ähnlich wie im Ring. Der Thrill-Faktor ist indes gleich Null. Danae ist so unrettbar altmodisch, dass sie auf eine monströse Art sogar drollig ist. Angereichert wird das Ganze mit ironischer Antike (Offenbach machte das 80 Jahre früher aufregender) plus einem Schuss Opera seria. Weiterlesen

Kritik Berliner Philharmoniker Jansons: Tout un monde lointain Truls Mørk, Schostakowitsch 10

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Mariss Jansons bewahrt auch im – gerade erst beginnenden – Alter jungenhafte Drahtigkeit. Nur das Haar ist silbern.

Truls Mørk spielt Tout un monde lointain. So heißt das Cellokonzert von Henri Dutilleux, einem der gewissenhaftesten Genies, das die Musik gekannt hat. Das Cellokonzert mit dem philosophischen Titel ist kein Action-Blockbuster. Doch es ist zugleich unendlich raffiniert und einfach. Weiterlesen

Kritik Berliner Philharmoniker Rattle: Roussel Le Festin de l’Araignée, Szymanowski Violinkonzert 2 Stabrawa, Les Boréades

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Ein gelungener Abend.

Wer alle Stücke des heutigen Abends zum zweiten Mal in seinem Leben hört, darf sich nach der anstehenden Wahl zum Abgeordnetenhaus als legitimen Kandidaten für den Posten des Kultursenators betrachten. Ich höre alle zum ersten Mal.

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Kritik Frank Martin Le Vin herbé: Anna Prohaska, Marcel Reijans

Le Vin herbé Staatsoper Berlin Anna Prohaska

Tod im Kerzenschein: Anna Prohaska stirbt stilvoll in Le Vin herbé / Foto: Matthias Baus / staatsoper-berlin.de

Kammeroperfestival, Staatsoper Berlin.

Le Vin herbé von Frank Martin. Ein „Weltliches Oratorium“ für kleinen Apparat, sieben Streicher, Klavier. 12 Singstimmen. Komponiert 1938 bis 1941. Weiterlesen

Kritik Staatsoper Berlin The Turn of the Screw: Maria Bengtsson

The Turn of the Screw, Britten, Berlin Oper, Thomas Lichteneck, Maria Bengtsson

The Turn of the Screw: Thomas Lichteneck und Maria Bengtsson vor totem Karnickel / Foto: Monika Rittershaus / staatsoper-berlin-de

Ein britischer Abend.

Ein Kammeroperabend.

Brittens The Turn of the Screw ist ein Gewächs der 1950er Jahre. Minimalismus plus komprimierte Sachlichkeit. Leichtbau-Musik plus psychologische Metaebenen. Weiterlesen