Zeit für die Wittener Tage 2026.
Lassen wir Motto und konzeptuelles Einframen des Neue-Musik-Festivals mal beiseite und gucken, was in Witten wummert.
Klangforum Wien: Illés, Mundry, Czernowin
Sei so fesch. Den Start macht im Theatersaal des Saalbaus das Klangforum aus Wien unter der Leitung von Elena Schwarz. Die bringen mit Illés, Mundry und Czernowin drei bekannte Namen mit an die Ruhr. Zuerst Four sketches von Márton Illés, wo die Klangideen flitzen und sich zu rokokohaft beschwingten Klangräumen fügen (2026, 28′, UA). Das ist nicht jener rhythmisch explosive, dauerenergetische Stil, den man von Illés kennt. Die Vier Skizzen sind verspielter, bis zum Arabeskenhaften. Widerstandslos taucht der Zuhörer in glitzernde Farbräume ein. Das hat die überperfekte Neatness von iPhone-Pics. Stellenweise gut, aber immer schlecht, wenn die Musiker auch noch keuchen. Es folgt Isabel Mundry mit The I’s (2026, 25′, UA). Das „Die Ichs“-Stück positioniert sich zwischen von Lautsprechern eingespielten Aufnahmen von Menschengruppen und live gesungenem Text (Hélène Fauchère, Mezzosopran). Es ist angenehm locker gefügt, leistet sich aber Länge. Und wirkt beliebig. Wozu akrobatisch gesungener Text (französisch), wenn ich kaum eine Silbe verstehe?
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