Thielemann ist bei Rosenkavalier angekommen. Premiere war unter Mehta, dann dirigierte Mallwitz, zuletzt Kober.
Zu den Festtagen gibts Blumen im Foyer und Teppich auf dem Trottoir. Es singen Kleiter, Nolz, Hillebrand, Trekel, der Ochs ist Peter Rose.
Sängerisch lassen die drei Frauen kaum Wünsche offen. Drei klare, genau geführte, von feinem Klang bestimmte Stimmen. Niemand markiert oder machts pauschal. Es wird vokalgenau und vibratofein bis in den Silbenklang gesungen. Die Fürstin der Julia Kleiter wirkt verletzlicher, einsamer als vor Jahr und Tag die – bayerisch – handfestere Damrau. Federleicht der Monolog, Klang gewordene innere Entwicklung Die Zeit, die ist ein sonderbar. Die sich ganz natürlich bewegende Stimme oben und unten komplett. Große Momente: Allein, man muss sich auch vor ihr nicht fürchten. Im Terzett sticht Da steht der Bub weniger als sonst heraus. Kleiters Spiel derzeit konkurrenzlos, oder?
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