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Opern- & Konzertkritik Berlin

~ Klassik-Blog für Konzertberichte und Opernkritiken aus Berlin

Opern- & Konzertkritik Berlin

Archiv des Autors: Schlatz

RSB & Carolin Widmann

09 Freitag Nov 2018

Posted by Schlatz in Carolin Widmann, Dima Slobodeniouk, RSB

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Ach, wie schön ist das Programm!

Das RSB spielt Reimann, Schumann, Beethoven. Weiterlesen →

Andreas Schager: Lied-Recital

05 Montag Nov 2018

Posted by Schlatz in Andreas Schager, Liederabend

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Andreas Schager, der zur Zeit Lohengrin in Wien singt (am Freitag zuletzt, erneut übermorgen), gastiert im Apollosaal der Staatsoper Berlin. Auf dem Programm stehen Lieder von Wagner, Beethoven und Strauss. Seine Frau, die Geigerin Lidia Baich, steuert im Reißverschlussverfahren Stücke von Wagner, Prokofjew und Strauss bei. Es ist ein gelungenes Lied-Recital. Weiterlesen →

Komische Oper: Cendrillon von Massenet

03 Samstag Nov 2018

Posted by Schlatz in Ainārs Rubiķis, Jules Massenet, Karolina Gumos, Mirka Wagner

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Komische Oper

Wiederaufnahme von Cendrillon, Massenets quirliger Aschenputtel-Oper von 1899 – und Wiedergutmachung an Jules Massenet, den in Deutschland immer noch sträflich vernachlässigten Opernmagier der Belle Époque. Die Geschichte vom armen Aschenputtel hüllt Massenet in zärtliche, sinnliche, wunderbar glitzernde Musik, was Regisseur Damiano Michieletto aber nicht davon abhält, den Märchen-Stoff in einer schmuddligen Ballettschule mit viel VHS-Charme abzuspulen.

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Deutsche Oper: Lohengrin

29 Montag Okt 2018

Posted by Schlatz in Anna Smirnowa, Camilla Nylund, Dong-Hwan Lee, Günther Groissböck, Kaspar Holten, Klaus-Florian Vogt, Martin Gantner

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Deutsche Oper Berlin

Mit viel Vorfreude gehe ich in den Lohengrin (hört man ja sooo selten), um Groissböck, Vogt, Nylund und Smirnowa mal wieder zu hören.

Aufällig sind die Gemeinsamkeiten von Vogt, Nylund und Gantner, der den Telramund singt. Alle drei singen expressiv zurückhaltend, geben der Musik den Vorrang vor der Deklamation, haben helle Stimmen, kolorieren behutsam, und besonders Vogt und Nylund phrasieren mit viel Erfahrung. Als Fitnessprogramm kann Klaus Florian Vogt die Rolle des Lohengrin (ganz brav mit Ansteck-Flügel) kaum nutzen. Mehr als gemessenes Schreiten sieht die Regie (Kasper Holten) nicht vor. Man kennt Vogts Lohengrin, man hat’s schon öfters gehört. Dennoch verblüfft der radikal liedhafte Zugang aufs Neue, Vogt singt 

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Staatsoper: Il Trovatore

28 Sonntag Okt 2018

Posted by Schlatz in Corinna Scheurle, Eun Sun Kim, Grigory Shkarupa, Il Trovatore, Krassimira Stoyanova, Linard Vrielink, Stefano La Colla, Violeta Urmana, Vladislav Sulimsky

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Wiederaufnahme Der Troubadour an der Staatsoper.

Liebe, Hass, Rache und die Allgegenwart des Todes, das ist der Stoff, aus dem Der Troubadour ist, Verdis finsteres Nachtstück von 1853. Das war dem Regisseur Philipp Stölzl offensichtlich zu plan. Stölzl kapituliert vor dem berühmt-berüchtigten Libretto und konterkariert das düstere dramma lirico mit der geheimnislosen Taghelle seines Bretterbudenwürfels. Verdis Leidenschaften erstarren zu Gesten von Spielzeugfiguren, und 

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Dudamel und Berliner Philharmoniker: Mahler 5

26 Freitag Okt 2018

Posted by Schlatz in Gustavo Dudamel

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Berliner Philharmoniker

Die Berliner Philharmoniker spielen Mahler und Bernstein. Gustavo Dudamel gastiert.

Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 5.

Dudamel fährt in sinnenfrohem Mahler-Fahrwasser. Rotbackig und diesseitig ist dieser Mahler-Klang – und das bei der zerrissenen Fünften! Linien und Zusammenhang sind locker. Der Gestus ist eher theatralisch als tragisch. Die Sinfonie klingt quietschbunt wie Pop-Art.

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Staatsoper: Figaro

14 Sonntag Okt 2018

Posted by Schlatz in Anna Prohaska, Corinna Scheurle, Dorothea Röschmann, Evelin Novak, Florian Hoffmann, Ildebrando D'Arcangelo, Katharina Kammerloher, Lauri Vasar, Linard Vrielink, Otto Katzameier, Pablo Heras-Casado, Peter Maus, Sónia Grané

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Jürgen Flimm konnte ganz schön lustige Sachen inszenieren. Doch Flimms temporeicher, amüsanter Figaro, in dem jeder mit jedem flirtet, ist nur vordergründig vordergründig. Hinter Pleiten-Kurzweil und Pannen-Leichtigkeit tut sich eine Ernsthaftigkeit auf, Weiterlesen →

Staatskapelle mit Nikos Skalkottas und Kian Soltani

09 Dienstag Okt 2018

Posted by Schlatz in Daniel Barenboim, Kian Soltani

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Staatskapelle Berlin

Die Staatskapelle spielt ihr erstes Abonemmentkonzert der Saison. Auf dem Programm stehen Werke von Beethoven, Dvořák, Ravel und dem Schönbergschüler Skalkottas.

Die Heimkehr des Odysseus (1942, UA 1969) von Nikos Skalkottas ist eine Entdeckung. Die Klarheit dieser Musik ist bestechend. Weiterlesen →

Premiere Staatsoper: Sonya Yoncheva als Medea

08 Montag Okt 2018

Posted by Schlatz in Charles Castronovo, Corinna Scheurle, Elsa Dreisig, Iain Paterson, Marina Prudenskaya, Sarah Aristidou, Sonya Yoncheva

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Medea Elsa Dreisig Sonya Yoncheva

Medea schreit, Medea wütet, Medea zetert. Medea schreit ihren Schmerz heraus. Aber in der Oper wird natürlich gesungen, nicht geschrien. Arien und Ensembles bändigen den archaischen Ausdruck zu kunstvollem Furor, zumal in Luigi Cherubinis klassizistischer Version. Die stammt von 1797, ist aber bei weitem nicht die Ur-Medea, jedoch, auch dank Maria Callas, die bekannteste Version. Nun lädt die Staatsoper Berlin zum Medea-Experiment. Das furiose Antikendrama um die verstoßene Zauberin aus Kolchis  inszeniert Andrea Breth. Die Neuinszenierung ist glänzend besetzt, aber Breth verordnet strenge Diät. Das Ergebnis ist zwiespältig. Zwar zeigt die Drehbühne eine moderne Lagerhalle mit Lüftungskanälen, Industrierolltor und rostig versifftem Außenklimagerät

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Premiere Deutsche Oper: Tandbergs kühler Wozzeck

06 Samstag Okt 2018

Posted by Schlatz in Annika Schlicht, Burkhard Ulrich, Donald Runnicles, Elena Zhidkova, Johan Reuter, Seth Carico, Thomas Blondelle, Tobias Kehrer

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Deutsche Oper Berlin

93 Jahre Wozzeck, und Alban Bergs rasante Büchner-Oper klingt druckfrisch wie am ersten Uraufführungstag. In Berlin verlegt Ole Anders Tandberg an der Deutschen Oper den Wozzeck in eine skandinavisch-norwegische Gegenwart. Weiterlesen →

Komische Oper: Die tote Stadt

01 Montag Okt 2018

Posted by Schlatz in Ainārs Rubiķis, Die tote Stadt, Erich Wolfgang Korngold, Günter Papendell, Maria Fiselier, Marta Mika, Sara Jakubiak

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Komische Oper

Korngoldianer haben in Berlin derzeit gut lachen. Nach der Premiere von Das Wunder der Heliane im Frühjahr an der Deutschen Oper eröffnet die Komische Oper ihre Premierensaison mit Korngolds bekanntestem Bühnenwerk Die tote Stadt. Die äußere Handlung ist schnell erzählt. Paul trauert um seine tote Frau Marie. Er verliebt sich in die Tänzerin Marietta. Paul kann Marie nicht vergessen. Marietta verspottet Pauls Kult um die Tote. Paul erwürgt Marietta. Doch dann – April! April! – war alles nur ein fiebriger Traum. Die innere Handlung erzählt von Obsession, von Begehren und Tod. Und von der Kraft der Liebe. Traumfabrik Oper oder die Oper als Trauerarbeit, der Zuhörer hat die Wahl. Unterfüttert von einer fabelhaft überhitzten Musik, wurde die fin-de-sièclige Künstleroper (uraufgeführt 1920) zu einer der aufregendsten Bühnenwerke der 1920er Jahre.

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Die Frau ohne Schatten

30 Sonntag Sept 2018

Posted by Schlatz in Adam Kutny, Boaz Daniel, Camilla Nylund, Claus Guth, Elena Pankratova, Evelin Novak, Michael Volle, Michaela Schuster, Richard Strauss, Simon O'Neill, Simone Young, Slávka Zámečníková

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Das Werk ist ein Opernsolitär. Heißgeliebt und selten gespielt, extrem fordernd zu singen und heikel, sehr heikel zu inszenieren. Und dabei so ungeniert affirmativ, dass Die Frau ohne Schatten schon immer der röhrende Hirsch unter den Strauss’schen Opern war. Claus Guth hat inszeniert 

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Robin Ticciati mit Bruckner & Violinkonzert von Lera Auerbach

25 Dienstag Sept 2018

Posted by Schlatz in Claude Debussy, DSO, Leonidas Kavakos, Robin Ticciati

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Domingos Bayreuther Walküre

01 Mittwoch Aug 2018

Posted by Schlatz in Alexandra Petersamer, Catherine Foster, Christiane Kohl, Greer Grimsley, John Lundgren, Mareike Morr, Marina Prudenskaya, Plácido Domingo, Stephen Gould, Tobias Kehrer

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Und ewig singen die Wälsungen.

Zumindest solange Plácido Domingo Die Walküre dirigiert. Kaum etwas in der Musik ist dem einstigen Tenor-Tausendsassa ja fremd. So machen die Bayreuther Festspiele möglich, was  vor Kurzem unmöglich schien: Castorfs Öl-Drama geht in sein sechstes, aber mit einiger Wahrscheinlichkeit nun wirklich allerletztes Jahr.

Was stellt Plácido Domingo im Bayreuther Graben an? Das Resultat ist zwiespältig. Der Reihe nach. Domingos Dirigat ist eine Reise zu nie gehörten Wagnerklängen.

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Der neu-alte Bayreuther Fliegende Holländer mit Greer Grimsley

31 Dienstag Jul 2018

Posted by Schlatz in Axel Kober, Christa Mayer, Greer Grimsley, Peter Rose, Ricarda Merbeth, Tomislav Mužek

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Jan-Philipp Glogers unter antikapitalistischer Flagge segelnder Finanz-Holländer zählt gewiss nicht zu den beliebtesten Bayreuther Inszenierungen. Doch die im kühlen Business-Milieu angesiedelte Inszenierung ist so schlecht gar nicht. Jetzt sticht sie zum vermutlich letzten Mal in Bayreuth in See.

Ich höre BR Klassik.

Vokal ist es keinesfalls eine herausragende Vorstellung, auch musikalisch liegt das eine oder andere im Argen.

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