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Opern- & Konzertkritik Berlin

~ Klassik-Blog für Konzertberichte und Opernkritiken aus Berlin

Opern- & Konzertkritik Berlin

Archiv des Autors: Schlatz

Staatsoper: Il Trovatore

28 Sonntag Okt 2018

Posted by Schlatz in Corinna Scheurle, Eun Sun Kim, Grigory Shkarupa, Il Trovatore, Krassimira Stoyanova, Linard Vrielink, Stefano La Colla, Violeta Urmana, Vladislav Sulimsky

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Wiederaufnahme Der Troubadour an der Staatsoper.

Liebe, Hass, Rache und die Allgegenwart des Todes, das ist der Stoff, aus dem Der Troubadour ist, Verdis finsteres Nachtstück von 1853. Das war dem Regisseur Philipp Stölzl offensichtlich zu plan. Stölzl kapituliert vor dem berühmt-berüchtigten Libretto und konterkariert das düstere dramma lirico mit der geheimnislosen Taghelle seines Bretterbudenwürfels. Verdis Leidenschaften erstarren zu Gesten von Spielzeugfiguren, und 

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Dudamel und Berliner Philharmoniker: Mahler 5

26 Freitag Okt 2018

Posted by Schlatz in Gustavo Dudamel

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Berliner Philharmoniker

Die Berliner Philharmoniker spielen Mahler und Bernstein. Gustavo Dudamel gastiert.

Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 5.

Dudamel fährt in sinnenfrohem Mahler-Fahrwasser. Rotbackig und diesseitig ist dieser Mahler-Klang – und das bei der zerrissenen Fünften! Linien und Zusammenhang sind locker. Der Gestus ist eher theatralisch als tragisch. Die Sinfonie klingt quietschbunt wie Pop-Art.

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Staatsoper: Figaro

14 Sonntag Okt 2018

Posted by Schlatz in Anna Prohaska, Corinna Scheurle, Dorothea Röschmann, Evelin Novak, Florian Hoffmann, Ildebrando D'Arcangelo, Katharina Kammerloher, Lauri Vasar, Linard Vrielink, Otto Katzameier, Pablo Heras-Casado, Peter Maus, Sónia Grané

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Jürgen Flimm konnte ganz schön lustige Sachen inszenieren. Doch Flimms temporeicher, amüsanter Figaro, in dem jeder mit jedem flirtet, ist nur vordergründig vordergründig. Hinter Pleiten-Kurzweil und Pannen-Leichtigkeit tut sich eine Ernsthaftigkeit auf, Weiterlesen →

Staatskapelle mit Nikos Skalkottas und Kian Soltani

09 Dienstag Okt 2018

Posted by Schlatz in Daniel Barenboim, Kian Soltani

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Staatskapelle Berlin

Die Staatskapelle spielt ihr erstes Abonemmentkonzert der Saison. Auf dem Programm stehen Werke von Beethoven, Dvořák, Ravel und dem Schönbergschüler Skalkottas.

Die Heimkehr des Odysseus (1942, UA 1969) von Nikos Skalkottas ist eine Entdeckung. Die Klarheit dieser Musik ist bestechend. Weiterlesen →

Premiere Staatsoper: Sonya Yoncheva als Medea

08 Montag Okt 2018

Posted by Schlatz in Charles Castronovo, Corinna Scheurle, Elsa Dreisig, Iain Paterson, Marina Prudenskaya, Sarah Aristidou, Sonya Yoncheva

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Medea Elsa Dreisig Sonya Yoncheva

Medea schreit, Medea wütet, Medea zetert. Medea schreit ihren Schmerz heraus. Aber in der Oper wird natürlich gesungen, nicht geschrien. Arien und Ensembles bändigen den archaischen Ausdruck zu kunstvollem Furor, zumal in Luigi Cherubinis klassizistischer Version. Die stammt von 1797, ist aber bei weitem nicht die Ur-Medea, jedoch, auch dank Maria Callas, die bekannteste Version. Nun lädt die Staatsoper Berlin zum Medea-Experiment. Das furiose Antikendrama um die verstoßene Zauberin aus Kolchis  inszeniert Andrea Breth. Die Neuinszenierung ist glänzend besetzt, aber Breth verordnet strenge Diät. Das Ergebnis ist zwiespältig. Zwar zeigt die Drehbühne eine moderne Lagerhalle mit Lüftungskanälen, Industrierolltor und rostig versifftem Außenklimagerät

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Premiere Deutsche Oper: Tandbergs kühler Wozzeck

06 Samstag Okt 2018

Posted by Schlatz in Annika Schlicht, Burkhard Ulrich, Donald Runnicles, Elena Zhidkova, Johan Reuter, Seth Carico, Thomas Blondelle, Tobias Kehrer

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Deutsche Oper Berlin

93 Jahre Wozzeck, und Alban Bergs rasante Büchner-Oper klingt druckfrisch wie am ersten Uraufführungstag. In Berlin verlegt Ole Anders Tandberg an der Deutschen Oper den Wozzeck in eine skandinavisch-norwegische Gegenwart. Weiterlesen →

Komische Oper: Die tote Stadt

01 Montag Okt 2018

Posted by Schlatz in Ainārs Rubiķis, Die tote Stadt, Erich Wolfgang Korngold, Günter Papendell, Maria Fiselier, Marta Mika, Sara Jakubiak

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Komische Oper

Korngoldianer haben in Berlin derzeit gut lachen. Nach der Premiere von Das Wunder der Heliane im Frühjahr an der Deutschen Oper eröffnet die Komische Oper ihre Premierensaison mit Korngolds bekanntestem Bühnenwerk Die tote Stadt. Die äußere Handlung ist schnell erzählt. Paul trauert um seine tote Frau Marie. Er verliebt sich in die Tänzerin Marietta. Paul kann Marie nicht vergessen. Marietta verspottet Pauls Kult um die Tote. Paul erwürgt Marietta. Doch dann – April! April! – war alles nur ein fiebriger Traum. Die innere Handlung erzählt von Obsession, von Begehren und Tod. Und von der Kraft der Liebe. Traumfabrik Oper oder die Oper als Trauerarbeit, der Zuhörer hat die Wahl. Unterfüttert von einer fabelhaft überhitzten Musik, wurde die fin-de-sièclige Künstleroper (uraufgeführt 1920) zu einer der aufregendsten Bühnenwerke der 1920er Jahre.

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Die Frau ohne Schatten

30 Sonntag Sept 2018

Posted by Schlatz in Adam Kutny, Boaz Daniel, Camilla Nylund, Claus Guth, Elena Pankratova, Evelin Novak, Michael Volle, Michaela Schuster, Richard Strauss, Simon O'Neill, Simone Young, Slávka Zámečníková

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Das Werk ist ein Opernsolitär. Heißgeliebt und selten gespielt, extrem fordernd zu singen und heikel, sehr heikel zu inszenieren. Und dabei so ungeniert affirmativ, dass Die Frau ohne Schatten schon immer der röhrende Hirsch unter den Strauss’schen Opern war. Claus Guth hat inszeniert 

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Robin Ticciati mit Bruckner & Violinkonzert von Lera Auerbach

25 Dienstag Sept 2018

Posted by Schlatz in Claude Debussy, DSO, Leonidas Kavakos, Robin Ticciati

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Domingos Bayreuther Walküre

01 Mittwoch Aug 2018

Posted by Schlatz in Alexandra Petersamer, Catherine Foster, Christiane Kohl, Greer Grimsley, John Lundgren, Mareike Morr, Marina Prudenskaya, Plácido Domingo, Stephen Gould, Tobias Kehrer

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Und ewig singen die Wälsungen.

Zumindest solange Plácido Domingo Die Walküre dirigiert. Kaum etwas in der Musik ist dem einstigen Tenor-Tausendsassa ja fremd. So machen die Bayreuther Festspiele möglich, was  vor Kurzem unmöglich schien: Castorfs Öl-Drama geht in sein sechstes, aber mit einiger Wahrscheinlichkeit nun wirklich allerletztes Jahr.

Was stellt Plácido Domingo im Bayreuther Graben an? Das Resultat ist zwiespältig. Der Reihe nach. Domingos Dirigat ist eine Reise zu nie gehörten Wagnerklängen.

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Der neu-alte Bayreuther Fliegende Holländer mit Greer Grimsley

31 Dienstag Jul 2018

Posted by Schlatz in Axel Kober, Christa Mayer, Greer Grimsley, Peter Rose, Ricarda Merbeth, Tomislav Mužek

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Jan-Philipp Glogers unter antikapitalistischer Flagge segelnder Finanz-Holländer zählt gewiss nicht zu den beliebtesten Bayreuther Inszenierungen. Doch die im kühlen Business-Milieu angesiedelte Inszenierung ist so schlecht gar nicht. Jetzt sticht sie zum vermutlich letzten Mal in Bayreuth in See.

Ich höre BR Klassik.

Vokal ist es keinesfalls eine herausragende Vorstellung, auch musikalisch liegt das eine oder andere im Argen.

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Der Lohengrin im E-Werk: Bayreuth-Premiere mit Thielemann, Sharon, Beczała, Harteros

26 Donnerstag Jul 2018

Posted by Schlatz in Anja Harteros, Bayreuther Festspiele, Christian Thielemann, Egils Silins, Georg Zeppenfeld, Piotr Beczala, Roberto Alagna, Waltraud Meier

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Drei Jahre nach der letzten Vorstellung von Hans Neuenfels‘ Ratten-Lohengrin öffnet sich in Bayreuth der Vorhang für einen neuen Lohengrin. Der junge US-Regisseur Yuval Sharon inszeniert. Für knisternde Spannung sorgten im Vorfeld jedoch andere Namen. So war der Leipziger-Schule-Maler Neo Rauch als Bühnenbilder angekündigt, und dass nun nach Roberto Alagnas schnöder Absage Piotr Beczała, einer der führenden Interpreten im italienischen Repertoire und trotz umjubelten Dresden-Debüts als Lohengrin noch Wagner-Novize, die Titelpartie singt, hat die Erwartungen weiter gesteigert. Bei Neuenfels‘ ätzend scharfer Deutung dirigierte Andris Nelsons, es sangen Jonas Kaufmann und Annette Dasch. Wenn heuer das Team aus Thielemann, Beczała und Anja Harteros besteht, so steht zu vermuten, dass an Stelle des geschärften Ausdrucks der Jahre 2010 bis 2015 in 2018 seidenweicher Legato-Schönklang tritt.

Genau so kam es auch – jedenfalls fast.

Ich höre BR Klassik.

Bayreuth 2018 Lohengrin 3. Akt Thielemann

Wenn Regie-Jungspund Yuval Sharon jetzt eine halb mythische, halb extraterrestrische Gesellschaft von Brabantern auf die Bühne stellt, zusammengewürfelt aus Comic, Science-Fiction und Rembrandtkostümen (Antwerpen! Schelde!!), so zielt der US-Amerikaner mit israelischen Wurzeln in eine andere Richtung. Bei Sharon trägt man Puffärmel, weiße Kragen, Sportstreifen am Ärmel, ergeht sich in

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Staatsoper Berlin Premiere: Ti vedo, ti sento, mi perdo

08 Sonntag Jul 2018

Posted by Schlatz in David Oštrek, Laura Aikin, Lena Haselmann, Olivia Stahn, Otto Katzameier, Sarah Aristidou, Sónia Grané, Thomas Lichtenecker, Ulf Dirk Mädler

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Premiere und deutsche Erstaufführung von Ti vedo, ti sento, mi perdo von Salvatore Sciarrino.

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Trois Femmes: Ibert, Poulenc, Ravel an der UdK

07 Samstag Jul 2018

Posted by Schlatz in Francis Poulenc, Jacques Ibert, Maurice Ravel

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Der Sommer fängt gut an. Erst die lustig-freche Viaggio a Reims an der Deutschen Oper, dann die turbulente Nase an der Komischen, jetzt drei prickelnde Kurzopern aus Frankreich an der Universität der Künste.

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La Gioconda Berlin Deutsche Oper

05 Donnerstag Jul 2018

Posted by Schlatz in Alfred Kim, Byung Gil Kim, Daniela Barcellona, George Gagnidze, Hui He, Ievgen Orlov, James Kryshak, Judit Kutasi, Philipp Jekal

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Deutsche Oper Berlin

Die traditionellen Zutaten der italienischen Oper sind Liebeschaos und Intrigenwirrwarr. Bei La Gioconda, mit der Amilchare Ponchielli 1876 seinen einzigen nachhaltigen Opernhit landete, verfeinern weitere Zutaten das Werk: echte Volkstypen etwa, regionales Liedgut oder Grand-Opéra-Einsprengsel (die berühmte Ballettszene). Weiterlesen →

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