Simon Rattle Götterdämmerung Wien Staatsoper 2015

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Simon Rattle dirigiert. Das Zwischenspiel vor dem ersten Akt betont das Pittoreske. Die Musiker schmettern die Hornmotive lustvoll. Rattles Götterdämmerung hat weiche Kontur, übt Stimmen-Splitting.

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Kritik Lulu München Staatsoper: Marlis Petersen, Bo Skovhus, Daniela Sindram, Pavlo Hunka

Wie oft ich Alban Bergs Lulu-Suite auch schon gehört habe, die Lulu-Oper ist immer wieder aufs Neue unbekannt.

Es kann sein, dass erster und zweiter Akt das beste Operntheater der ersten Jahrhunderthälfte sind- in der Post-Parsifal-Ära, die vielleicht immer noch andauert. Das Drama mit dem dritten Akt kennt man. Komponist stirbt. Witwe sucht Vollender. Schönberg will nicht. Webern auch nicht. Weiterlesen

Bayreuther Festspiele Spielplan & Besetzung 2015

Inzwischen stehen die Besetzungen für die Bayreuther Festspiele 2015 fest. Prominente Umbesetzungen hat es u.a. im Ring gegeben. Statt Lance Ryan singt Stefan Vinke den Siegfried. Mime singt Andreas Conrad statt Burkhard Ulrich. Die Freia übernimmt Allison Oakes anstelle von Elisabet Strid. Allison Oakes wird auch als Gutrune zu hören sein. Andreas Hörl ist der neue Fafner. Er ersetzt Sorin Coliban.

2015

Tristan und Isolde (Dirigent Christian Thielemann/Regie Katharina Wagner)

Besetzung: Tristan Stephen Gould, Isolde Evelyn Herlitzius (anstelle von Eva-Maria Westbroek und kurzfristig für Anja Kampe), Marke Georg Zeppenfeld, Kurwenal Iain Paterson, Brangäne Christa Mayer, Melot Raimund Nolte Weiterlesen

Bayreuth Besetzungen 2016

Die Bayreuther Festspiele präzisieren den Spiel- und Besetzungsplan für die Festspiele 2016. Die als Kundry angekündigte Petra Lang steht nicht mehr für Bayreuth zur Verfügung. Kundry singt nun Elena Pankratova. Dafür steht Lang auf dem Spielplan 2016 als Isolde. Zudem steht der Name des Sänger von Fafner und Titurel fest. Es ist Karl-Heinz Lehner. Außerdem tauschen Thomas J. Mayer und John Lundgren nun ihre Rollen: Mayer singt Holländer statt Wanderer und Lundgren Wanderer statt Holländer. Letzte Besetzungsänderung: An Stelle von Jennifer Wilson singt Heidi Melton die Sieglinde. In Götterdämmerung springt kurzfristig Albert Pesendorfer für Stephen Milling ein. Und Andreas Schager singt in der Vorstellung am 6. 8. 2016 anstelle von Klaus Florian Vogt die Titelrolle in Wagners gleichnamigem Bühnenwerk.

Bayreuther Festspiele Spielplan 2016

Tristan und Isolde (Dirigent Christian Thielemann, Regie Katharina Wagner) Weiterlesen

Vorschau Saison Staatsoper Berlin 2015/2016: Anna Netrebko, Vittorio Grigolo, Plácido Domingo, Joseph Calleja

Die Staatsoper Berlin veröffentlicht den Spielplan für die Saison 2015/2016. Die Zeit rennt. Es ist bereits die fünfte Saison im Schillertheater. Auch wenn offiziell von 2017 die Rede ist, ist es nach menschlichem und speziell Berliner Ermessen äußerst unklar, wann die Staatsoper wieder nach Unter den Linden umzieht. Angesichts des Provisoriums Schillertheater setzt sich die in den letzten Spielzeiten verstärkt zu beobachtende Tendenz fort, sich auf Kernstücke des Repertoires zu konzentrieren.

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Kritik Elektra München Staatsoper: Iréne Theorin, Ricarda Merbeth, Waltraud Meier, Günther Groissböck

Elektra ist Krach, Steinzeit-Gefühl, Krawall, Hysterie. Die Gewaltphantasien, die die Hauptperson dieser Oper entwickelt, haben ISIS-reife Dimensionen.

Die Inszenierung von Herbert Wernicke aus dem Jahre 1997 will dem entgegensteuern. Sie will kanalisieren, nicht befördern. Indes, sie leidet an einer gipsernen Stoffeligkeit. Sie erstickt. Sie setzt nicht frei. Das Auge sieht statt Anregendem bleierne Statik, dass Gehirn findet statt Aufregendem Einheitsbrei.

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Berliner Philharmoniker: Nachfolger Rattles noch nicht gewählt

Es zieht sich. Unerwarteterweise steht der Nachfolger für Berliner-Philharmoniker-Chef Simon Rattle um 21.06 Uhr immer noch nicht fest.

Die Bekanntgabe des Nachfolgers für Simon Rattle war im Laufe des Tages immer wieder verschoben worden. Zuletzt sollte das Wahlergebnisses um 19.30 Uhr bekannt gegeben werden. Zuvor ließen die Philharmoniker weitere angekündigte Termine für die Bekanntgabe um 14 Uhr, um 16 Uhr, um 18:30 Uhr und um 19.30 Uhr verstreichen. Im Laufe des Spätnachmittages gab es erste Gerüchte, dass der lettische Dirigent Andris Nelsons gewonnen habe. Unter andrem twitterte der Account von Sarah Willis, Hornistin der Philharmoniker, dass „Nelsons did it.“ Kurze Zeit später dementierten die Philharmoniker eine Einigung („disregard rumours“). Kurz nach 19 Uhr twitterten Alban Gerhardt und Lang Lang Gratulationen an Nelsons. Gerhardt dementierte kurze Zeit später. Lang Lang und Willis löschten ihre diesbezüglichen Posts. Willis‘ Account war wohl Opfer einer Hacker-Attacke geworden.

Keep you posted? Papperlapapp.

Keep you posted? Papperlapapp.

Kein Wunder, dass es die ersten Falschmeldungen gab. Weiterlesen

Kritik Ring des Nibelungen München Staatsoper 2015 – Petrenko, Gould, Herlitzius, Thomas J. Mayer, Elisabeth Kulman

Der Münchener Ring wird länger und länger und runder und runder. Und Elisbeth Kulman postet an Ringruhetagen immer so nette Fotos. Weiterlesen

Kritik Berliner Philharmoniker Hélène Grimaud Valery Gergiew Beethoven 4. Klavierkonzert, Prokofjew Sinfonie Nr. 6

Das Konzert war besuchenswert wegen der Sechsten von Prokofjew, aber auch wegen des vierten Klavierkonzerts.

Beethoven Opus 58.

Hélène Grimauds Anschlag ist leuchtend hell. Ein Sonnenscheinanschlag. Ein Rita-Streich-Anschlag. Sie spielt bezwingend spritzig. Sehr flüssig. Aber ich stehe Grimauds Spiel teilweise ratlos gegenüber.

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Kritik Berliner Philharmoniker Christian Thielemann: Henze Sebastian, Liszt Orpheus, Beethoven Eroica

Die Herren heute mit Fliege.

Wir lieben Christian Thielemann wegen seiner Programme. Orpheus und Henze. Kann ich mehr verlangen?

Liszts Orpheus stammt aus jenen paar Jahren, als die musikalische Romantik die unangefochtene Herrschaft über Europa ausübte. Das war kurz bevor Antikapitalismus (Wagner), Realismus (Verdi) und Klassizismus (Brahms) ihr diskret zuerst zwar, aber doch immer vernehmlicher ans Bein zu pinkeln begannen.

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Kritik Berliner Philharmoniker Rattle Brahms- & Schumann-Zyklus Sinfonien Nr. 4

Schumann Sinfonie Nr. 4 in der ersten Fassung

Mein bisheriger Eindruck von Brahms-Schumann-Zyklus ist der: Schumann ist wagemutiger, spannender.

Grob gesagt, kann man sagen, dass Schumann ein Romantiker war und Brahms ein Komponist, der sein Handwerk beherrschte.

Die Schumannsinfonien sind ebenso hitzig wie energetisch, irgendwie dichter wie die von Brahms. 

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Kritik Simon Rattle Schumann-Brahms-Zyklus: Sinfonien Nr. 1

Es ist Herbst.

Simon Rattle dirigiert einen Schumann-Brahms-Zyklus. Er pflegt den philharmonischen Markenkern. Auch wenn  zum philharmonischen Markenkern inzwischen auch Ligeti gehört. Also besser formuliert: Die Berliner Philharmoniker hauen auf die Pflöcke, die ihre Kollegen vor Urzeiten eingeschlagen haben. Karajan ist da nur philharmonisches Paläozoikum. Furtwängler ist Proterozoikum.

Schumanns Sinfonie Nr. 1. Das ist grandioser Schwung und viel punktierter Rhythmus.

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