Musikfest Berlin Royal Danish Orchestra: Carl Nielsen Sinfonie Nr. 5

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Das Royal Danish Orchestra.

Besser: Det Kongelige Kapel. Wow. Die Kapelle gibt es schon seit 1488. 1488 tendierte die Zahl der Berliner, die Noten lesen konnten, wohl gegen Null. Aha. Hier also war Carl Nielsen ab 1889 Geiger. Für Kenner dänischen Orchesterklanges mag Nielsens Geige bis heute durch das Orchester geistern. Und sicherlich zählte Prinz Hamlet seinerzeit zu den bevorzugten Dirigenten der Abo-Reihe.

Es ist nicht schlecht, neben Nielsens Fünfter ein Werk eines weiteren Dänen zu hören. Weiterlesen

Die Philharmoniker: Pintscher mit Schönberg Kammersymphonie Nr. 2

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Musikfest. Matthias Pintscher dirigiert die Berliner Philharmoniker mit einem Programm ohne den Musikfest-Fokus Nr. 1 Nielsen, dafür aber mit Musikfest-Fokus Nr. 2 Schönberg, sodann noch mit Pintscher und einem kleinen Frankreich-Schwerpunkt.

Am besten dirigiert Pintscher heute Abend Pintscher. Dem Violinkonzert, es trägt den Titel Mareh, möchte man wieder begegnen. Das Werk ist eher streng strukturiert. Weiterlesen

Kritik Staatskapelle Barenboim Schönberg Musikfest Berlin 2015

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Das Musikfest Berlin gruppiert 2015 seine Veranstaltungen um Werke von Schönberg, Nielsen und Mahler.

Die Begegnung mit Nielsen und Schönberg ist aufschlussreich. Doch Mahler hätte die künstlerische Leitung weglassen können. Ihn höre ich jede Saison. Stattdessen wäre es angezeigt gewesen, die kompletten Sinfonien Nielsens aufzuführen.

Zu Barenboim. Zur Staatskapelle. Zu Schönberg. Weiterlesen

Kritik Götterdämmerung Bayreuth 2015: Catherine Foster Brünnhilde, Stefan Vinke Siegfried

BR Klassik live.

In besonders ehrlichen Stunden weiß es jeder Wagnerliebhaber. Die Götterdämmerung ist der bescheuertste Tag des Rings.

Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Bayreuth Götterdämmerung Rheintöchter Julia Rutigliano
Bayreuth Götterdämmerung: Hilfe, die Rheintöchter kommen. Mit Julia Rutigliano, Anna Lapkovskaja, Mirella Hagen / Quelle: facebook.com
  • Erstens der Liebestrank. Ein Liebestrank ist im Uraufführungsjahr 1876 ein hoffnungslos altmodisches Theatermotiv. Bayer ist zu diesem Zeitpunkt ein gutes Dutzend Jahre alt, Pfizer schon älter als ein Vierteljahrhundert.
  • Punkt zwei. Brünnhilde ist von einer frischen Geländereiterin zu einer Dame gereift, die salbungsvolle Schlussansprachen hält.
  • Drittens. Lebemann Wotan fehlt. Glaubt man Waltraute, ist er sogar tief depressiv.
  • Punkt vier. Siegfried hat als ausgewachsener Mann die Neigung, in schlechtem Deutsch weitschweifig Schwänke aus seiner Jugend zu schildern, nicht verloren. Das ist tragisch für ihn, mehr aber noch für uns Zuhörer.
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Kritik Siegfried Bayreuth 2015

Dritte Etappe und zweiter Tag in der Bayreuther Königsdisziplin, dem Ring des Nibelungen.

Siegfried, Bayreuth, Hitze. Der Versuch, Wagner zu überleben, eint Sänger und Publikum.

Castorfs Ring ist eine erfrischende Ansammlung rüder Gags.

Andreas Conrad (Mime), Einspringer für Burkhard Ulrich, macht aus dem

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Kritik Walküre Bayreuth 2015

Bayreuth Walküre 2015.

Die Walküre, diese unkaputtbare Inzestverherrlichung.

Hartgesottene Wagnerianer schätzen an der Walküre die Kreuzung aus Pathos und sanfter Erotik.

Unmusikalischen erklärt man die Walküre am besten so: Wo der Bruder mit der eigenen Schwester.

Warum lohnt sich Frank Castorfs Ring? Gekonnt geschmackloser war noch keine Bayreuther Inszenierung.

Musikalisch bietet die diesjährige Bayreuther Walküre Licht und Schatten. Im Licht

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Kritik Fidelio Salzburg 2015: Jonas Kaufmann, Adrianne Pieczonka, Franz Welser-Möst

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Der neue Salzburger Fidelio live auf BR.

Apropos Fidelio.

Out sind: Sprechpassagen in Opern und junge Frauen, die in der ersten Szene Wäsche plätten. In sind: Freiheit, Festspiele, Franz Welser-Möst.

Claus Guth hat das alles erkannt.

Fidelio Salzburg Pizarro

Schattenspiele eines notorischen Bösewichts: Tomasz Konieczny ist Pizarro in Claus Guth Salzburger Neuinszenierung / Foto: Monika Rittershaus, salzburgerfestspiele.at

Seine Neuinszenierung des Fidelio verzichtet auf gesprochene Dialoge. Stattdessen setzt Guth auf Knistersound-Intermezzi. Auf Gebärdensprache. Auf harte Schatten. Schön und gut. Weiterlesen

Kritik Der fliegende Holländer Bayreuth 2015 mit Axel Kober

Bayreuth. Fliegender Holländer. Ich höre BR.

HIER GIBT’S DIE KRITIK ZUM FLIEGENDEN HOLLÄNDER 2018!

Der fliegende Holländer: eine Sinfonie des Sturmes, gemalt in norwegischem Kolorit. Eine Biedermeieroper. Im Zentrum steht ein uralter jüdischer Hokuspokus. Eine einsame Dame, die den Kopf voller Flausen hat. Und ein komplett humorloser Bräutigam mit dubioser Vergangenheit.

Was machen die Sänger und Musiker daraus?

Kwangchul Youn ist ein Sänger, der allein schon dadurch, dass sein Name auf einem Besetzungszettel erscheint, eine Aura differenzierter Kantabilität verbreitet. Weiterlesen

Kritik Rheingold Bayreuth: Ring des Nibelungen 2015

Da ist sie wieder, jene von Bayreuth so sehr geprägte Zeit, da man beim Wasserlassen das Wellenmotiv, beim Bad im Wannsee das Naturmotiv und vor dem Einschlafen das Schlafmotiv pfeift.

Kirill Petrenko: Er ist besser als 2014. Besser als beim Münchener Ring vom Anfang diesen Jahres. Das Festspielorchester steht wie eine 1. Hingegeben dem lebhaften Detail.

Was ich vermisse, ist die Gewalt leiser Stellen.

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Kritik Tristan und Isolde Bayreuth 2015: Thielemann, Herlitzius, Gould

Bayreuther Festspiele Tristan und Isolde Merkel
Thielemann? Herlitzius? Pffff. Der eigentliche Aufreger ist doch das hier. Merkel nimmt Platz. Foto: twitter.com

Wozu sind Hochsommersamstagnachmittage anders da als Bayreuth zu hören?

Neuer Tristan. Thielemann dirigiert. Gould und Herlitzius singen. Die Urenkelin inszeniert.

BR Klassik.

Was macht Christian Thielemann? Er ist zügig. Straffe Linienführung. Klares, präzises Klangbild. Kein Klangzauber. Kein Hyperlyrismus à la Barenboim. Nebenstimmen sind fest integriert. Thielemann akzentuiert das Stockende nicht. Aber es gibt auch lange Fermaten (vor „Trug des Herzens“). Thielemanns Pianissimi sind so wenig mystisch wie sein Scheitel.

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Kritik Premiere Pelléas et Mélisande Opernfestspiele München: Elena Tsallagova, Elliot Madore, Constantinos Carydis

Einer der größten Seufzer: Warum hat Debussy keine zweite Oper geschrieben? Pelléas et Mélisande ist einfach perfekt. Jede einzelne Note ist ein kleiner Gott. Und doch ist Pelléas ziemlich anti-oper. Und so hyperintelligent, dass Wagners Siegfried sich im Vergleich anhört wie sächsische Blutwurst.

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Berliner Philharmoniker & Rattle-Nachfolge: Petrenko Chefdirigent

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Kirill Petrenko wird Nachfolger von Simon Rattle. Das gaben die Berliner Philharmoniker bekannt. Die Entscheidung sei mit deutlicher Mehrheit gefallen, heißt es. Petrenko ist seit zwei Jahren Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper München. Der 43-Jährige leitet ab 27. Juli bei den Bayreuther Festspielen den Ring des Nibelungen. Kirill Petrenko ist gebürtiger Russe und gilt als eher introvertiert.

Simon Rattle leitet das Berliner Orchester seit 2002. Rattles Vertrag läuft im Sommer 2018 aus. Die Berliner Philharmoniker hatten sich in einer geheimen Abstimmung am 11. Mai nicht auf einen Nachfolger Rattles einigen können und angekündigt, sie würden sich im Laufe der nächsten Monate erneut zur Wahl treffen. 2002 bis 2007 war Petrenko musikalischer Leiter der Komischen Oper Berlin. Kirill Petrenko hat bislang drei Konzertserien in der Philharmonie dirigiert, 2006, 2009 und zuletzt 2012. Im Dezember 2014 sagte Petrenko ein Konzert kurzfristig ab. In der Saison 2015/2016 war bislang kein Konzert mit dem designierten Chefdirigenten geplant. Zu den Kandidaten um den Chefdirigentenposten hatten zuletzt auch Christian Thielemann und Andris Nelsons gehört. Glückwunsch und toi, toi, toi.