Berliner Philharmoniker 2012/2013: Rattle Lutoslawski, Dutilleux, Beethoven, Thielemann Brahms, Dudamel Debussy

Wie gewohnt sagen die Philharmoniker als eines der letzten Berliner Ensembles, was 2012/13  los ist.

Rattle: Lutoslawski, Dutilleux, Beethoven, Strawinsky, Bruckner, Widmann, Gershwin, Britten

Zuerst zu den Rattle-Konzerten. Der programmatische Wille zu konsequenten Zyklen ist leider passé (siehe die einstigen Pärchen Sibelius-Beethoven, Beethoven-Webern, Brahms-Schönberg sowie Mahler). Aber Gott sei Dank findet der Ligeti- und Berio-Strang Weiterlesen

Ancora una volta: Claudio Abbado Schumann 2. Sinfonie

Noch mal Claudio Abbado. Sonntag Abend. Es wird einem warm ums Herz, wenn er erscheint. Hager, hochgewachsen, mit schlenkernden Armen. Angedeutete Verbeugung, die Linke aufs Herz gelegt. Habe eine Karte fürs Podium bekommen.

Zu Alban Berg und Isabelle Faust und Anne Sofie von Otter siehe den vorangegangenen Artikel. Beide dürften Leute im K-Block übrigens kaum gehört haben.

Ich bleibe dabei. Claudio Abbado schafft einiges Gutes bei der Zweiten. Aber auch einiges weniger Gutes. Bis aufs Finale hinterlässt mich kein Satz im Zustand der Erleuchtung. Bei Satz Nr. 2 denk ich wehmütig an Rattles Insistieren. Bei Nr. 1 an Barenboims Gaucho-Glut. Melancholie der Erinnerung.

Weiterlesen

Kritik Berliner Philharmoniker Abbado: Schumann & Berg Violinkonzert, Isabelle Faust

Vorher Gewitter und Platzregen, dann leichtes Tröpfeln, aus dem Tiergarten weht frische Luft rüber.

Kein Auftritt in der Philharmonie wird herzlicher zur Kenntnis genommen als der Claudio Abbados. Es ist langer, von Herzen kommender Applaus. Die erste Programmhälfte rechtfertigte ihn.

Weiterlesen

Kritik Dudamel Berliner Philharmoniker: Korngold Violinkonzert (Kavakos) & Also sprach Zarathustra

Schau an. Leonidas Kavakos hat lange Haare. Meiner Begleiterin gefällt das wenig („unmännlich“). Ich denke, Kavakos lange Haare haben was. Kavakos sieht aus wie der Sergio Ramos von Real Madrid, nur dass er eine Geige unterm Arm trägt und keinen Fußball, als er reinkommt. Was die Länge der Haare angeht, dürfte Kavakos in Kürze zu Anne-Sophie Mutter aufgeschlossen haben. Fehlt nur noch das Extra Strong Hold Spray von Frau Mutter. Doch jetzt zur Musik.

Weiterlesen

Deutsche Oper Berlin 2013/2014: Simon Rattle Ring des Nibelungen

DIE AKTUELLEN KRITIKEN FÜR DEN RATTLE-RING:

SIMON RATTLE DIRIGIERT RHEINGOLD DOB 2013

SIMON RATTLE DIRIGIERT WALKÜRE DOB 2013

SIMON RATTLE DIRIGIERT SIEGFRIED DOB 2013

SIMON RATTLE DIRIGIERT GÖTTERDÄMMERUNG DOB 2013

Hat’s die Deutsche Oper doch geschafft. Simon Rattle wird an der DOB dirgieren. Allerdings erst in der übernächsten Saison. Dann soll es aber gleich der Ring des Nibelungen sein. Rattle dirigiert den kompletten Ring im September 2013, Donald Runnicles einen weiteren Ring im Januar 2014.

Weiterlesen

Deutsche Oper Berlin 2012/2013: Klaus-Florian Vogt Parsifal & Lohengrin, Anja Harteros Tosca

Auch die Deutsche Oper hats geschafft. Die Saisonvorschau 2012/2013 ist da. Die Premieren fallen interessanter aus als gewohnt: Lachenmanns Mädchen mit den Schwefelhölzern und Prokofjews Liebe zu den drei Orangen sind echte Knaller. Auch ein neuer Peter Grimes tut Berlin gut. Na also: Simon Rattle dirigiert auch mal an der DOB: und gleich den Ring des Nibelungen – aber erst im September 2013.

Weiterlesen

Kritik Rattle Berliner Philharmoniker: Berio, Schumann Klavierkonzert Perahia, Fauré Requiem

Simon Rattle Berliner Philharmoniker / Barbara Kind, Kate Royal, Christian Gerhaher / Murray Perahia / Rundfunkchor Berlin

Ach herrje. Es war der Abend der kleinen Stücke. Die beiden Berio-Stücke – E vó für Sopran (Barbara Kind) und Instrumente und O King für Mezzosopran und fünf Spieler (Kate Royal) – waren ebenso attraktiv, wie es Schumanns dunkel fließendes Nachtlied war.

Weiterlesen

Staatsoper Berlin Saison 2012/2013: Rattle Rosenkavalier, Domingo Parsifal, Shicoff Cavaradossi

Matzukaze // Foto: Bernd Uhlig / staatsoper-berlin.de

Matzukaze: Führt krasse Schieflage zu operativer Hektik? // Foto: Bernd Uhlig / staatsoper-berlin.de

Barenboim und Flimm haben es geschafft. Premieren, Repertoire & Konzerte der Staatsoper Berlin für die kommende Saison sind raus. Die Überraschungen: Simon Rattle dirigiert den Rosenkavalier, Neil Shicoff singt Cavaradossi an der Seite von Oksana Dyka, Rolando Villazón will mit Mozartliedern brillieren. Und sonst? Plácido Domingo singt Parsifal – aber nur konzertant. Weiterlesen

Kritik Manon MET: Anna Netrebko Manon, Piotr Beczala Des Grieux

Osternacht in Berlin. Es schneit. Ich höre Manon auf Ö1.

Man könnte seinen Osterhasen drauf verwetten, dass Massenets Manon eine der derzeitigen Lieblingsrollen Anna Netrebkos ist. 2007 sang Netrebko Manon in Berlin Unter den Linden an der Seite Villazóns (die „Räkel-Manon“), 2010 in London an der Seite Vittorio Grigolos.

Weiterlesen

Wiener Staatsoper 2012/2013: Anna Netrebko Tatjana, Vittorio Grigolo Alfredo, Jonas Kaufmann Parsifal

Schlagwörter

München hat es hinter sich, Wien hat es hinter sich. Nur in Berlin wartet man noch auf das Coming-Out der Opernsaisons. Liegt es am kühlen Berliner Frühling?

Zur Wiener Opernsaison 2012/2013. Die Premiere von Tristan und Isolde ist mit Nina Stemme und Peter Seiffert besetzt. Kennt man irgendwie von Berlin her…

Weiterlesen

Kritik Lulu Staatsoper Berlin: Mojca Erdmann, Andrea Breth, Barenboim

Mojca Erdmann // Foto: Bernd Uhlig / staatsoper-berlin.de
Gruppenbild mit Boxer: Mojca Erdmann greift in den Berliner Theaterhimmel // Foto: Bernd Uhlig / staatsoper-berlin.de

Es fehlen der Prolog („Hereinspaziert in die Menagerie…“) sowie je eine Szene aus Akt I bzw. III. Richard Coleman hat die zweite Szene des dritten Akts neu bearbeitet. Macht nichts. Warum nicht?

Weiterlesen

Staatsoper Berlin Festtage 2013: 1 x Ring, 2 x Pollini, 1 x Anja Harteros, 2 x Rolando Villazón

Schlagwörter

Barenboim und Flimm sind soweit. Die Staatsoper Berlin sagt, wie die kommenden Festtage aussehen werden. Die Festtage 2013 bringen den kompletten Ring (23. März – 1. April 2013) sowie drei Orchesterkonzerte.

Die Besetzung für Siegfried ist Lance Ryan (Siegfried), Iréne Theorin (Brünnhilde), Peter Bronder (Mime), Juha Uusitalo (Der Wanderer), Johannes Martin Kränzle (Alberich), Anna Larsson (Erda), Mikhail Petrenko (Fafner), Rinnat Moriah (Waldvogel). Die Besetzung für Götterdämmerung ist Ian Storey (Siegfried), Iréne Theorin (Brünnhilde), Peter Bronder (Mime), Gerd Grochowski (Gunther), Johannes Martin Kränzle (Alberich), Mikhail Petrenko (Hagen) sowie u.a. Waltraud Meier, Anna Samuil, Marina Prudenskaja und Aga Mikolaj.

Den Ring gibts drei Mal zu sehen. Innerhalb der Festtage kostet das ganze Vernügen 250 – 840 Euro, nach den Festtagen jeweils 186 – 527 Euro – ohne Champagner wohlgemerkt.

Barenboim leitet die Staatskapelle Berlin im Mozartrequiem sowie in einem Verdi-Strawinsky-Programm. Solisten sind Maria Bengtsson, Bernarda Fink, Rolando Villazón, René Pape bzw. nochmals Rolando Villazón. In zwei weiteren Konzerten spielen Orchester und Chor der Scala jeweils das Verdirequiem. Die Solisten sind Anja Harteros, Daniela Barcellona, Fabio Sartori und René Pape. Die Leitung hat ebenfalls Daniel Barenboim. Zudem ist Maurizio Pollini in zwei Konzerten mit seinen „Perspektives Pollini“ zu hören. Das Programm kombiniert Beethovensonaten mit Musik von Lachenmann und Sciarrino.

Kritik Berliner Philharmoniker Carmen: Jonas Kaufmann, Magdalena Kozena, Genia Kühmeier, Kostas Smoriginas

Jonas Kaufmann Don José
Jonas Kaufmann, Magdalena Kozena: Wie, isse jetzt tot oder was? // Foto: Forster / salzburgerfestspiele.at

Was tun im vorösterlich kalten, von Schneeschauern heimgesuchten Berlin?

In Ö1 die Übertragung aus Salzburg hören. Simon Rattle dirigiert, die Berliner Philharmoniker spielen bei den Osterfestspielen.

Weiterlesen