Rheingold Staatsoper Berlin: Da schaugst

Johannes Martin Kränzle hat wenig Spaß mit den Rheintöchtern (Aga Mikolaj, Marina Prudenskaja, Maria Gortsevskaya)

Rheingold zwischen Spree und Panke // Foto: Monika Rittershaus / staatsoper-berlin.de

Rheingold 1: Martin Kränzle, Aga Mikolaj, Marina Prudenskaja, Maria Gortsevskaya // Foto: Monika Rittershaus / staatsoper-berlin.de

Kwangchoul Youns blaue Stunde: Timo Riihonen (Fafner) und Kwangchul Youn (Fasolt) in Tanzpose, Stephan Rügamer (Loge) ahnt Böses

Rheingold 2: Kwangchoul Youn, Timo Riihonen, Stephan Rügamer // Foto: Monika Rittershaus / staatsoper-berlin.de

Rheingold 2: Kwangchoul Youn, Timo Riihonen, Stephan Rügamer // Foto: Monika Rittershaus / staatsoper-berlin.de

Riesentreffen unter Retro-Leuchte: Kwangchoul Youn und Timo Riihonen haben was zu besprechen

Kwangchul Youn & Timo Riihonen // Foto: Monika Rittershaus / staatsoper-berlin

Rheingold 3: Kwangchul Youn & Timo Riihonen // Foto: Monika Rittershaus / staatsoper-berlin

Hier Videotrailer anschauen.

München schneller als Berlin: 2012/2013 Weißwurst mit Vittorio Grigolo, Anja Harteros, Jonas Kaufmann, Klaus Florian Vogt

Jonas Kaufmann München

Jonas Kaufmann in angespannter Diskussion mit Karita Mattila // Foto: k.A. / bayerische.staatsoper.de

Die Staatsoper München ist früh dran. Während die Berliner Häuser sich noch in Schweigen hüllen, hat das Münchener Haus seine Premieren- und Repertoirebesetzungen der Saison 2012/2013 veröffentlicht.

Da schaugst. Münchener können sich in der nächsten Saison nicht nur auf Weißbier und Weißwurst freuen, sondern – sofern sie Opernfreunde sind – auch auf zahlreiche Vorstellungen mit Jonas Kaufmann. Weiterlesen

Kritik RSB-Tristan, Marek Janowski: Nina Stemme Isolde, Stephen Gould Tristan, Michelle Breedt Brangäne

Marek Janowski / RSB / Rundfunkchor Berlin / Nina Stemme Isolde / Stephen Gould Tristan / Kwangchul Youn Marke / Johan Reuter Kurwenal / Michelle Breedt Brangäne / Simon Pauly Melot / Clemens Bieber Hirte / Timothy Fallon Seemann / Arttu Kataja Steuermann

Ein konzertanter Tristan mit dem RSB und einer ansprechenden Besetzung. Wie wars?

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Jonas Kaufmann: satte Mezzosopranistin? Ja. Emanzipierte Anti-Carmen? Ja. Bayreuth? Jein. Salzburg: Jaaa!

Jonas Kaufmann, Magdalena Kozena: "Küss mich, oder ich sing meine drei letzten CDs in einem durch!" // Foto: Forster / salzburgerfestspiele.at

Tenor Jonas Kaufmann will in Zukunft am Bühnenausgang keine Autogramme mehr geben, zumindest im Winter. Als Grund nannte Herr Kaufmann die Infektionsgefahr. Außerdem will sich Tenor Jonas Kaufmann nicht auf einen bestimmten Carmentyp festlegen. Weiterlesen

Kein Barenboim, kein Tristan, keine Isolde

Nein, nein, nein. Ich war nicht in Daniel Barenboims Tristan & Isolde. Ich habe in den letzten sechs Jahren keine Vorstellung des Barenboimschen Tristan ausgelassen – eine Vorstellung ausgenommen, und diese nur aus dringenden allgemein-familiären Gründen (kein Trauerfall). Ich war reif für ein Jahr ohne Tristan und Isolde in der Staatsoper, was mich nicht daran hindern wird, morgen mal in den RSB-Tristan reinzuschnuppern. Danke.

Pollini krank: Festtage 2012 ohne Pollini

Schade. Die Ostereiersuche 2012 läuft ohne kulturellen Flankenschutz von Pollini ab. Maurizio Pollini ist erkrankt. Er sah im Herbst auch nicht so gut aus, ehrlich gesagt. Pollini muss die höllisch interessanten Klavierrecitals mit Beethovensonaten und zeitgenössischer Musik absagen. Die Konzerte sollten am 2. und 8. April stattfinden. Ich hatte meine Ostereiersuche schon verschoben, um das Konzert am Vormittag des Ostersonntags besuchen zu können.

Zu lesen auf staatsoper-berlin.de .

Kritik SWR Sinfonieorchester, Lothar Zagrosek, Maerzmusik: Wolfgang Rihm, Christian Wolff, Morton Feldman

Wolfgang Rihm 3. Doppelgesang (2004) / Morton Feldman Coptic Light (1986) / Christian Wolff John, David (1998) / Wolfgang Rihm Magma (1973)
SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg / Lothar Zagrosek / Jörg Widmann / Antoine Tamestit / Robyn Schulkowsky

Das SWR Sinfonieorchester ist jenes Orchester, mit dessen Beseitigung der SWR sich in die erste Reihe der irrelevanten deutschen Sendeanstalten zu stellen beabsichtigt. Weiterlesen

Staatsoper: Liebestrank Rolando Villazón Anna Samuil

Rolando Villazón Berlin

"In diesem Pulli bekomm' ich jede Frau!" Rolando Villazón im Liebestrank an der Berliner Staatsoper // Foto: Monika Rittershaus / staatsoper-berlin.de

Wer vor zwei oder drei Jahren den Eugen Onegin in Berlin mit Villazón gehört hat, dürfte das Wiederhören mit Rolando Villazón herbeigesehnt und zugleich gefürchtet haben. Villazóns Stimme befand sich in einem labilen, fragilen Zustand, auch wenn sie größter Zartheit und Feuers fähig war. Weiterlesen

Barenboim: Brahms Klavierkonzert Radu Lupu, Berg Lulu-Suite Rinnat Moriah. Und Strauss

Staatskapelle Berlin, Philharmonie. Schönes Konzert.

Radu Lupus Understatement fällt auf. Er sitzt auf einem Orchestermusikerstuhl. Seine Körperhaltung ist nachlässig zu nennen, gekrümmter Rücken, betont zufällige Beinhaltung. Lupu reduziert Bewegungen, wo es nur geht. Ich höre nach 2 Minuten auf, die Grifffehler zur Kenntnis zu nehmen.

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Kritik Berliner Philharmoniker Thielemann: Bruckner 4., Strauss

Ich mach’s kurz. Es gab zwei Stars des Abends. Der eine war Albrecht Mayer, der andere die Stellen bei Bruckner, die richtig laut sind.

Albrecht Mayer spielt Strauss‘ Oboenkonzert. Das Konzert ist unvorstellbar sicher gearbeitet und überhaupt eine etwas mysteriöse Sache. Es ist sachlich und rätselhaft zugleich. Im subtilen Fließen ähnelt es Strauss‘ wunderbaren Metamorphosen. Albrecht Mayer spielt präzise, konzentriert und unendlich wandelbar im Ton. Christian Thielemann lässt die Philharmoniker entzückend begleiten. Manchmal spielen die Berliner Philharmoniker nur, wenn sie begleiten. Thielemann brachte die Musiker dazu, zu begleiten.

Bruckner, 4. Sinfonie. Zuerst das Schlechte.

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Die schöne Stimme: Kritik Anna Netrebko Philharmonie mit Strauss, Boito, Verdi, Tschaikowskij

Das Konzert war ebenso kurz wie der diesjährige Berliner Winter, und Frau Netrebko ebensowenig krank wie beim letzten Konzert mit Barenboim.

Daniel Barenboim dirigiert einen hübschen Till Eulenspiegel, in dem die Holzbläser durch Charme und Flatterhaftigkeit auffielen, einen schmissigen Ungarischen Marsch aus Berlioz‘ Faust und eine grimmige Ouvertüre zu Verdis I Vespri Siciliani. Barenboim dirigiert in bester Laune.

Das Publikum lässt sich Weiterlesen

Le Nozze di Figaro, Staatsoper: Dorothea Röschmann, Anna Prohaska, Christine Schäfer, Vito Priante, Abdellah Lasri

Die Kritik zu Le Nozze die Figaro 2014 mit Dorothea Röschmann, Anna Prohaska und anderen hier lesen sowie die Premierenkritik zu Jürgen Flimms neuer Inszenierung am Schillertheater hier lesen.

Seit Monaten einmal wieder in der Staatsoper im Schillertheater. Nachmittagsvorstellung. Daniel Barenboim dirigiert. Die Ouvertüre hinterließ keinen besonderen Eindruck, vielleicht wegen des mittleren Tempos oder vielleicht weil man weiß, dass es 100 Arten gibt, wie die Ouvertüre gespielt werden kann. Oder weil 15 Uhr keine Zeit für einen Figaro ist, oder weil die Musiker noch das Mittagessen verdauten. Im Laufe des ersten Aktes war ich dann zufrieden. Hinter mir bemerkte eine Dame (vorwurfsvoller Unterton), dass das Orchester mit stattlichen 50 Leuten spiele. Weiterlesen