Vorhang auf für Otello. München, Staatsoper. Petrenko, Kaufmann, Harteros, Finley.
Ich sehe den Livestream der Bayerischen Staatsoper. Weiterlesen
02 Sonntag Dez 2018
Posted in Anja Harteros, Evan Leroy Johnson, Jonas Kaufmann, Kirill Petrenko
Vorhang auf für Otello. München, Staatsoper. Petrenko, Kaufmann, Harteros, Finley.
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24 Samstag Nov 2018
Premiere Otello an der Bayerischen Staatsoper München. Super-Superstar Jonas Kaufmann durchlebt als Otello schwere Verdi-Stunden. Am Ende muss der geflügelte Tenor-Löwe (der alata Leon der Eingangsszene) vokale Wunden lecken. An seiner Seite singen Anja Harteros und Gerald Finley. Otello wird wohl nicht die Kaufmann-Oper par excellence werden. Weiterlesen
29 Freitag Jun 2018
Kaum ist der Sommer da, beginnen für gewöhnlich die Münchner Opernfestspiele. So auch dieses Jahr. Während überall in der Republik die Opernhäuser dem Saisonende zutrudeln (hier in Berlin mit Netrebko), lockt die Bayerische Staatsoper mit illustren Namen die Schönen und die Reichen und die Opernliebhaber an. Und heute gar, am heil’gen Tag der ersten Festspielpremiere, da ich Parsifal von Richard Wagner auf BR Klassik höre. Der Besetzungszettel führt die Namen Kaufmann, Stemme und Pape.
13 Freitag Apr 2018
Posted in Kirill Petrenko, Yuja Wang
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Der Designierte ist da.
Kirill Petrenko dirigiert Dukas, Prokofjew, Franz Schmidt.
Vom feinen, selten zu hörenden Paul Dukas erklingt La Péri, diese flüchtige, glühende, so intelligente Ballettmusik, die die Berliner Philharmoniker zeichnerisch fein und rhythmisch geschmeidig spielen. Der Gesamtduktus ist flüssig, agil, biegsam. Weiterlesen
11 Dienstag Jul 2017
Ein merkwürd’ger Fall, dieser Neu-Münchner Tannhäuser.
Gehört auf arte.tv.
Romeo Castellucci, der Regisseur aus Italien, verpasst Wagners Sorgenkind-Oper zweifelsohne einen Facelift. Wie das? Castelluccis Regie zielt auf opulent-üppiges Tableau-Theater ohne jede dramatische Unterfütterung.
Dabei fängt es gut an. Ja, die Regie schafft bildmächtige Szenerien. Zu nennen sind das fidele Bogenschießen eines Rudels von Amazonen, das die Venusbergmusik vielsagend begleitet. Aber schon im zweiten Akt stehen mystisch wehende Gardinen im Zentrum, und der Sängerkrieg vollzieht sich als Look-Alike einer Zen-Zeremonie in blendend weißen Karate-Outfits. Dazu formen weißbezopfte Balletteusen rätselhafte Menschenmuster. Das ist so blässlich wie konventionell und enträt jeden dramaturgischen Pepps. Unter den Chorsängern befürchtet man infolge Dauerstehens gar bleibende Gesundheitsschäden. Die faustdicke Überraschung hält indes der dritte Akt bereit.
Weiterlesen24 Freitag Mär 2017
Posted in Georg Nigl, Kirill Petrenko
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Da ist er. Kirill Petrenko.
Knapp-kompakt das Kraushaar, darunter die fliehende Stirn, dazu die irgendwie ausgemergelte Gestalt. Dirigiert er, beherrscht ein komplizierter Teppich aus Falten die Stirn.
Die Philharmoniker spielen Tschaikowskys Sechste, erster Satz.
Es klingt so locker gefügt und verblüffend genau ausgehört. Selten wurde in der Philharmonie in den letzten Jahren Spätromantik so besessen diszipliniert gespielt. Selten hört man die weiträumigen Spannungs- und Entspannungsfelder so hochbewusst ausgefeilt. Ist das nicht die Strategie Karajans: Überwältigen durch Schönspielen und Formbewusstsein? Den elegischen Kulminationspunkt der Coda spielen die Musiker jedenfalls mit karajanesk schöner Entfaltung der Linien. Erstaunlich andererseits, wie frei virtuos die Holzbläser (Moderato mosso) spielen dürfen. Weiterlesen
28 Montag Nov 2016
Petrenko und Kupfer bringen in München Lady Macbeth von Mzensk heraus.
Öffnet das grellrohe Meisterwerk des 20. Jahrhunderts ein Panoptikum menschlicher Niederträchtigkeiten? Was das Wesen dieser Oper ist, getraut man sich nicht zu bestimmen. Hat Schostakowitsch hier mit zynischem Komponistenhändchen eine Gogol’sche Farce komponiert? Eine sarkastische Gesellschaftskritik? Einen Horrortrip ins Innere der Nacht? Weiterlesen
17 Dienstag Mai 2016
Premierenkritik Die Meistersinger, Bayerische Staatsoper. Live auf BR Klassik.
Weiterlesen01 Montag Feb 2016
Posted in Kirill Petrenko, Mojca Erdmann, Rolando Villazón, Tara Erraught, Thomas Hampson
Seltsame Opernwelt.
Kann man sich den heißblütigen Spaßvogel Rolando Villazón am Südpol vorstellen? Den kultivierten Gentleman Thomas Hampson in der Antarktis? Weiterlesen
15 Samstag Aug 2015
BR Klassik live.
In besonders ehrlichen Stunden weiß es jeder Wagnerliebhaber. Die Götterdämmerung ist der bescheuertste Tag des Rings.
Dafür gibt es verschiedene Gründe.

11 Dienstag Aug 2015
Dritte Etappe und zweiter Tag in der Bayreuther Königsdisziplin, dem Ring des Nibelungen.
Siegfried, Bayreuth, Hitze. Der Versuch, Wagner zu überleben, eint Sänger und Publikum.
Castorfs Ring ist eine erfrischende Ansammlung rüder Gags.
Andreas Conrad (Mime), Einspringer für Burkhard Ulrich, macht aus dem
Weiterlesen09 Sonntag Aug 2015
Bayreuth Walküre 2015.
Die Walküre, diese unkaputtbare Inzestverherrlichung.
Hartgesottene Wagnerianer schätzen an der Walküre die Kreuzung aus Pathos und sanfter Erotik.
Unmusikalischen erklärt man die Walküre am besten so: Wo der Bruder mit der eigenen Schwester.
Warum lohnt sich Frank Castorfs Ring? Gekonnt geschmackloser war noch keine Bayreuther Inszenierung.
Musikalisch bietet die diesjährige Bayreuther Walküre Licht und Schatten. Im Licht
Weiterlesen28 Dienstag Jul 2015
Da ist sie wieder, jene von Bayreuth so sehr geprägte Zeit, da man beim Wasserlassen das Wellenmotiv, beim Bad im Wannsee das Naturmotiv und vor dem Einschlafen das Schlafmotiv pfeift.
Kirill Petrenko: Er ist besser als 2014. Besser als beim Münchener Ring vom Anfang diesen Jahres. Das Festspielorchester steht wie eine 1. Hingegeben dem lebhaften Detail.
Was ich vermisse, ist die Gewalt leiser Stellen.
Weiterlesen22 Montag Jun 2015
Posted in Kirill Petrenko
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Kirill Petrenko wird Nachfolger von Simon Rattle. Das gaben die Berliner Philharmoniker bekannt. Die Entscheidung sei mit deutlicher Mehrheit gefallen, heißt es. Petrenko ist seit zwei Jahren Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper München. Der 43-Jährige leitet ab 27. Juli bei den Bayreuther Festspielen den Ring des Nibelungen. Kirill Petrenko ist gebürtiger Russe und gilt als eher introvertiert.
Simon Rattle leitet das Berliner Orchester seit 2002. Rattles Vertrag läuft im Sommer 2018 aus. Die Berliner Philharmoniker hatten sich in einer geheimen Abstimmung am 11. Mai nicht auf einen Nachfolger Rattles einigen können und angekündigt, sie würden sich im Laufe der nächsten Monate erneut zur Wahl treffen. 2002 bis 2007 war Petrenko musikalischer Leiter der Komischen Oper Berlin. Kirill Petrenko hat bislang drei Konzertserien in der Philharmonie dirigiert, 2006, 2009 und zuletzt 2012. Im Dezember 2014 sagte Petrenko ein Konzert kurzfristig ab. In der Saison 2015/2016 war bislang kein Konzert mit dem designierten Chefdirigenten geplant. Zu den Kandidaten um den Chefdirigentenposten hatten zuletzt auch Christian Thielemann und Andris Nelsons gehört. Glückwunsch und toi, toi, toi.
04 Donnerstag Jun 2015
Posted in Bo Skovhus, Daniela Sindram, Kirill Petrenko, Marlis Petersen, Pavlo Hunka
Wie oft ich Alban Bergs Lulu-Suite auch schon gehört habe, die Lulu-Oper ist immer wieder aufs Neue unbekannt.
Es kann sein, dass erster und zweiter Akt das beste Operntheater der ersten Jahrhunderthälfte sind- in der Post-Parsifal-Ära, die vielleicht immer noch andauert. Das Drama mit dem dritten Akt kennt man. Komponist stirbt. Witwe sucht Vollender. Schönberg will nicht. Webern auch nicht. Weiterlesen