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Opern- & Konzertkritik Berlin

~ Klassik-Blog für Konzertberichte und Opernkritiken aus Berlin

Opern- & Konzertkritik Berlin

Archiv des Autors: Schlatz

Kritik Festtage: Wiener Philharmoniker Barenboim Mahler 7.

25 Sonntag Mär 2018

Posted by Schlatz in Daniel Barenboim

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Wiener Philharmoniker

Die Wiener Philharmoniker sind in Berlin. Sie eröffnen die Festtage der Staatsoper Unter den Linden. Im Gepäck haben sie Mahlers Sinfonie Nr. 7.

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Kritik Wunder der Heliane Deutsche Oper

23 Freitag Mär 2018

Posted by Schlatz in Brian Jagde, Christof Loy, Das Wunder der Heliane, Erich Wolfgang Korngold, Okka von der Damerau, Sara Jakubiak

≈ 13 Kommentare

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Deutsche Oper Berlin

Die Neuinszenierung von Das Wunder der Heliane weitet den Blick auf die Oper neben Wozzeck, Turandot, spätem Strauss, Weill, Strawinsky, auf die vergessenen Nebenströmungen des Musiktheaters der 1920-Jahre, die einst Hauptströmungen waren. Die Deutsche Oper Berlin bietet dazu das Anschauungsmaterial.

Das Wunder der Heliane Deutsche Oper Berlin Premiere Sara Jakubiak
Sara Jakubiak in gefährlicher Schräglage / Foto: Monika Rittershaus

Korngolds „Heliane“ hat das Zeug zum Publikumsrenner. Die Musik schillert wagemutig bunt, im Zentrum steht eine Liebesgeschichte, die berührt und schockiert. Selbst die Story wirkt vor Ort, also bei neugierig hörendem Nachvollzug, gar nicht mehr so haarsträubend hanebüchen. Besonders das unglücklich einander zugewandte königliche Paar gewinnt im Laufe der drei langen, zuletzt auch ereignisreichen Akte tragische Größe.  

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Liederabend Marina Prudenskaya

21 Mittwoch Mär 2018

Posted by Schlatz in Liederabend, Marina Prudenskaya

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Marina Prudenskaya, Ensemblemitglied der Staatsoper Berlin, singt im Apollosaal   Lieder von Rimski-Korsakow, Berlioz, Strauss und Mussorgsky. Darunter sind mit Berlioz‘ Nuits d’Été und Mussorgskys Liedern und Tänzen des Todes zwei kühne Gipfelwerke der Liedkunst des 19. Jahrhunderts.

Marina Prudenskaya Recital Berlin 2018

Am Beginn des Recitals stehen aparte Lieder Rimsky-Korsakows nach Gedichten von Puschkin, A. Tolstoi und Lermontow. Die Lieder pendeln zwischen elegischer Liebesmelancholie und hitzigem Gefühlsausbruch. Prudenskaya, gebürtig aus St. Petersburg, verbindet gekonnt beide Ausdruckssphären. In Oh, könntest du nur (О если б ты могла хоть на единый миг) löst sie die von Schmerz erfüllte

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Kammerkonzert DSO: Streichquintette in der Villa Elisabeth

17 Samstag Mär 2018

Posted by Schlatz in Annemarie Moorcroft, DSO, Mischa Meyer

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Kammerkonzert des DSO in der Villa Elisabeth mit Streichquintetten von Martin und Schubert.

Seit die Staatsoper Frank Martins Tristan-und-Isolde-Oratorium Le Vin herbé aufgeführt hat (mit der famosen Anna Prohaska als Isolde), halte ich den in Genf geborenen  Komponisten Frank Martin für unterschätzt. Wie Le Vin herbé ist auch die in der Villa Elisabeth erklingende Pavane Couleur du temps“ in einer Sphäre Weiterlesen →

Das Amaryllis Quartett im Konzerthaus: Lutosławski, Brahms, Haydn

16 Freitag Mär 2018

Posted by Schlatz in Witold Lutosławski

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Das Amaryllis Quartett spielt im Konzerthaus Berlin Haydn, Lutosławski und Brahms.

Es sind samt und sonders Werke höchster Dignität.

Amaryllis QuartettIm Zentrum steht das Streichquartett von Lutosławski, das durch  Konzentration und Kraft der Machart unmittelbare Aufmerksamkeit erzwingt. Trotz kleinteiliger Gliederung in 51 Abschnitte oder Sektionen vermittelt das Werk großen Atem und logische Kraft. Weiterlesen →

Anna Samuils Liederabend

06 Dienstag Mär 2018

Posted by Schlatz in Anna Samuil, Liederabend

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Anna Samuils Recital im Apollosaal bringt Lieder von Schubert, Wagner, Liszt und Schostakowitsch. Neben Allbekanntem (Schubert, Wagner) steht seltener Gehörtes, doch mitnichten Minderbedeutendes (Liszt, Schostakowitsch).

Anna Samuil Liederabend Apollosaal Staatsoper Unter den LindenFür Franz Schuberts Liedkunst findet Samuil den seelenvollen Ton, etwa in Gretchen am Spinnrade oder  Weiterlesen →

Neuenfels & Stundyte in Salome: Kritik Premiere Staatsoper Berlin

05 Montag Mär 2018

Posted by Schlatz in Adam Kutny, Annika Schlicht, Arttu Kataja, Ausrine Stundyte, Corinna Scheurle, David Oštrek, Dominic Barberi, Gerhard Siegel, Linard Vrielink, Marina Prudenskaya, Michael Smallwood, Richard Strauss, Thomas Guggeis, Thomas J. Mayer

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Premiere von Richard Strauss‘ Salome. Hans Neuenfels inszeniert.

Kaum eine Oper bietet dem Regisseur mehr Spielwiese. Der Plot: ein rasanter Sexthriller. Die Hauptfigur: ein durchgeknallter Rotzlöffel. Das Libretto: ein komprimiertes Meisterwerk (von Oscar Wilde). Die Musik: 100 Minuten Hochspannung.

Hans Neuenfels inszeniert die Salome-Oper in asketischem Schwarz-Weiß. Der Regisseur kappt alles, was an Fin-de-siècle-Dekadenz erinnern könnte.

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Philharmoniker: Harding Alpensinfonie, Gerald Finley Schubertlieder

02 Freitag Mär 2018

Posted by Schlatz in Daniel Harding, Gerald Finley, Richard Strauss

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Berliner Philharmoniker

Wenn der Bassbariton Gerald Finley in der Philharmonie Berlin Schubertlieder  vorträgt, sieht sein Gesicht immer etwas zerknautscht aus. Getreu spiegelt es Lust und Mühen der Interpretation, so wie seine Stimme zwischen Ausdeutungsfuror und Schönklang changiert.

Berliner Philharmoniker Daniel Harding Gerald Finley Schubert AlpensinfonieDass Finley eher dramatische Lieder vorträgt, verwundert anfangs. Nach Temperament und Stimme ist Finley kein Sänger des deklamatorischen Pathos, ist ein lyrischer Sänger.

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Kritik Dvořák Bartók Janáček: Rattle und Barenboim bei den Berliner Philharmonikern

23 Freitag Feb 2018

Posted by Schlatz in Antonín Dvořák, Daniel Barenboim, Simon Rattle

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Schlagwörter

Berliner Philharmoniker

Simon Rattle kehrt zu den Slawischen Tänzen op. 72 von Antonín Dvořák zurück.

Der strukturelle Reichtum verblüfft bei neuerlichem Hören aufs Neue. Simon Rattle betrachtet die Slawischen Tänze offenbar als Datenspeicher für 1001 Formen des Tänzerischen. Das Orchester

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L‘ Arlesiana konzertant Deutsche Oper

22 Donnerstag Feb 2018

Posted by Schlatz in Byung Gil Kim, Dolora Zajick, Joseph Calleja, Markus Brück, Meechot Marrero, Paolo Arrivabeni, Seth Carico

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Deutsche Oper Berlin

Die Deutsche Oper gönnt sich eine konzertante Premiere der hierzulande einigermaßen unbekannten L’Arlesiana. Komponist ist der Süditaliener Francesco Cilea. Uraufführungsjahr ist 1897. Weiterlesen →

Kritik DSO Ticciati Karen Cargill: Berg frühe Lieder Bruckner 6

13 Dienstag Feb 2018

Posted by Schlatz in Alban Berg, DSO, Genia Kühnmeier, Karen Cargill, Magnus Lindberg, Robin Ticciati

≈ Ein Kommentar

Das DSO mit einem Doppelkonzert am Sonntag und Montag.

Das Konzert in der Philharmonie beginnt mit Magnus Lindbergs sehr kurzem Chorale. Das Stück variiert die bekannte Bach’sche Choralmelodie aus Alban Bergs Violinkonzert und steht zwischen Ruhe und zarter Zersplitterung.

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Kritik Premiere Tristan & Isolde Staatsoper Berlin: Tscherniakow Barenboim Schager Kampe

12 Montag Feb 2018

Posted by Schlatz in Adam Kutny, Andreas Schager, Anja Kampe, Boaz Daniel, Daniel Barenboim, Dmitri Tcherniakov, Ekaterina Gubanova, Linard Vrielink, Stephan Rügamer, Stephen Milling

≈ 30 Kommentare

Hier die Kritik von Tristan und Isolde Juni 2019.

Das ist doch das Widerwärtigste was ich noch in meinem Leben gesehen und gehört. Wer da so über Richard Wagner vom Leder zog, war Clara Schumann. Die Notiz  entstammt ihrem Tagebuch, Datum ist der 8. September 1875. Clara Schumann hatte in München eine Vorstellung von Tristan und Isolde besucht.

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Kritik La Traviata Staatoper Berlin 2018: Elsa Dreisig Liparit Avetisyan

05 Montag Feb 2018

Posted by Schlatz in Adam Kutny, Alfredo Daza, Corinna Scheurle, David Oštrek, Elsa Dreisig, Grigory Shkarupa, Massimo Zanetti, Slávka Zámečníková

≈ 7 Kommentare

Dieter Dorns La Traviata in der Wiederaufnahme an der Staatsoper Berlin.

HIER BESPRECHUNG VON La Traviata MIT KATERINA TRETYAKOVA!

Die erneute Wiederbegegnung mit Dorns Neuproduktion macht diese nicht besser. Dorns Traviata ist statisch. Wie auf einem niederländischen Stillleben arrangiert der Regisseur Memento-Mori-Utensilien: rieselnder Sand, der Totenkopf als lebendes Bild, ein Spiegel mit Trübung und Sprung. Eine Kerze brennt dem Ende entgegen. Vanitas-Bild folgt auf Vanitas-Bild. Der Chor lungert quietschvergnügt in grellbunten Kostümen herum. Statt Symbol einer gefährlich repressiven Gesellschaft ist er nichts als ein lahmes Feierkollektiv, das so wenig Feierlaune verbreitet wie eine Ölsardine.

La Traviata Staatsoper Berlin Elsa DreisigVerdi erzählt die traurige Geschichte in knappen Bildern.

Eine Arie jagt die nächste. Das Personal jagt dem Abgrund entgegen.

Bei Dieter Dorn jagt nichts. Stattdessen schleppt sich die Inszenierung dahin, als wäre sie selbst schwindsüchtig. Zwischendurch räkelt sich Violetta auf ihrem Kissenkuschelplätzchen. Allenthalben hebt Dorn mahnend den Vanitas-Finger. Bedeutungsschwer umzingeln lehmige Ballett-Lemuren Violetta. So entschleunigt man Verdis Liebe-Tod-und-Schwindsucht-Drama zu lamentuöser Stilllebenstatik.

Gott sei Dank wird in Verdis Kurtisanendrama von der Seine auch gesungen.

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Kritik Vogler Quartett Konzerthaus: Haydn Debussy Brahms Streichsextett

04 Sonntag Feb 2018

Posted by Schlatz in Annemarie Moorcroft, DSO, Mischa Meyer

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Das Vogler Quartett setzt seinen Konzertzyklus im Kleinen Saal des Konzerthauses fort.

Das Programm bringt Wiener Klassik, jungen, makellosen Debussy und jungen, wilden Brahms.

Im Vogler Quartett lebt musikalischer Geist.

In Joseph Haydns Streichquartett op. 74 Nr. 1 wird das Allegro von stetig vorwärts treibenden Impulsen Weiterlesen →

Die Gezeichneten Komische Oper Calixto Bieito Kritik

02 Freitag Feb 2018

Posted by Schlatz in Ausrine Stundyte, Calixto Bieito, Franz Schreker, Michael Nagy, Peter Hoare

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Komische Oper

Die Komische Oper Berlin zeigt Die Gezeichneten von Franz Schreker.

Die Gezeichneten mausern sich zur Trendoper. Im Sommer 2017 wagte sich gar die große Bayerische Staatsoper an die Lust-und-Laster-Oper. Erst Ende der Siebziger leiteten M. Gielen und H. Neuenfels die Wiederentdeckung ein. Zuvor hatten die Nazis Schreker mit deutscher Gründlichkeit aus den Spielplänen gekärchert. Komponiert wurde die dreiaktige Oper während des 1. Weltkriegs. Schreker war damals der letzte Schrei, Schrekers Opern waren gleichbedeutend mit wuchernden Klangräuschen und auratischen Textbüchern.

Schon das Libretto von Die Gezeichneten schillert. Die Mischung aus Thrill, Eros und Jugendstil-Ästhetik ist 100% Schreker.

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