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Opern- & Konzertkritik Berlin

~ Klassik-Blog für Konzertberichte und Opernkritiken aus Berlin

Opern- & Konzertkritik Berlin

Kategorien-Archiv: Ausrine Stundyte

Deutsche Oper Berlin: Premiere Fliegender Holländer Milo Rau

25 Sonntag Okt 2026

Posted by Schlatz in Ausrine Stundyte, Tomasz Konieczny

≈ Ein Kommentar

Richard Wagners Der Fliegende Holländer hat an der Deutschen Oper Berlin Premiere, zwei Vorgängerinszenierungen waren eher kurzlebig. Jetzt wollen die DO und Regisseur Milo Rau Berlin zeigen, wie man Wagner anders, besser inszeniert.

Und an der Deutschen Oper ist wirklich alles anders. Hier wird Wagners Holländer zur Allegorie der deutsch-israelischen Beziehungen. Die Ouvertüre spielt während der Shoa, der 1. Akt in den 60ern (Aufnahme diplomatischer Beziehungen), der 2. Akt in München 1972. Typisches Regietheater halt. Doch dann wird es tricky. Denn der Holländer repräsentiert das aufgrund der Shoa schuldbewusste Deutschland, Senta verkörpert Israel, Erik einen israelischen Araber.

Fotos: instagram.com/deutscheoperberlin/

Senta und ihre Israel-Girls werden adrett in Blau-Weiß gekleidet, liegen optisch zwischen Finnair-Stewardess und Eretz-Israel-Pionierin, mit Schlips und Käppi (Kostüme Silvie Nauheim). Daland ist ein Kibbuz-Chef (sieht aus wie Ben Gurion im Military-Look), der mit seiner Truppe in den 50ern Palästina aufbaut. Während der Holländer, bundesrepublikanisch korrekt, Anzug trägt.

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Die Guggeis-Salome

14 Samstag Dez 2019

Posted by Schlatz in Annika Schlicht, Ausrine Stundyte, Erik Rosenius, Peter Sonn, Richard Strauss

≈ 17 Kommentare

Auf in die Salome von Hans Neuenfels in einer Besetzung, die im Wesentlichen die der Premiere ist.

Diese kühle, geheimnisvolle, sehr genaue Regiearbeit zählt zu den derzeit triftigsten zwischen Spree und Havel, Panke und Teltowkanal.

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Neuenfels & Stundyte in Salome: Kritik Premiere Staatsoper Berlin

05 Montag Mär 2018

Posted by Schlatz in Adam Kutny, Annika Schlicht, Arttu Kataja, Ausrine Stundyte, Corinna Scheurle, David Oštrek, Dominic Barberi, Gerhard Siegel, Linard Vrielink, Marina Prudenskaya, Michael Smallwood, Richard Strauss, Thomas Guggeis, Thomas J. Mayer

≈ 13 Kommentare

Premiere von Richard Strauss‘ Salome. Hans Neuenfels inszeniert.

Kaum eine Oper bietet dem Regisseur mehr Spielwiese. Der Plot: ein rasanter Sexthriller. Die Hauptfigur: ein durchgeknallter Rotzlöffel. Das Libretto: ein komprimiertes Meisterwerk (von Oscar Wilde). Die Musik: 100 Minuten Hochspannung.

Hans Neuenfels inszeniert die Salome-Oper in asketischem Schwarz-Weiß. Der Regisseur kappt alles, was an Fin-de-siècle-Dekadenz erinnern könnte.

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Die Gezeichneten Komische Oper Calixto Bieito Kritik

02 Freitag Feb 2018

Posted by Schlatz in Ausrine Stundyte, Calixto Bieito, Franz Schreker, Michael Nagy, Peter Hoare

≈ 2 Kommentare

Schlagwörter

Komische Oper

Die Komische Oper Berlin zeigt Die Gezeichneten von Franz Schreker.

Die Gezeichneten mausern sich zur Trendoper. Im Sommer 2017 wagte sich gar die große Bayerische Staatsoper an die Lust-und-Laster-Oper. Erst Ende der Siebziger leiteten M. Gielen und H. Neuenfels die Wiederentdeckung ein. Zuvor hatten die Nazis Schreker mit deutscher Gründlichkeit aus den Spielplänen gekärchert. Komponiert wurde die dreiaktige Oper während des 1. Weltkriegs. Schreker war damals der letzte Schrei, Schrekers Opern waren gleichbedeutend mit wuchernden Klangräuschen und auratischen Textbüchern.

Schon das Libretto von Die Gezeichneten schillert. Die Mischung aus Thrill, Eros und Jugendstil-Ästhetik ist 100% Schreker.

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