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Opern- & Konzertkritik Berlin

~ Klassik-Blog für Konzertberichte und Opernkritiken aus Berlin

Opern- & Konzertkritik Berlin

Archiv des Autors: Schlatz

Berliner Philharmoniker Andris Nelsons: Barbara Hannigan Uraufführung Hans Abrahamsen Let me tell yo

21 Samstag Dez 2013

Posted by Schlatz in Andris Nelsons, Barbara Hannigan, Hans Abrahamsen, Johannes Brahms

≈ 10 Kommentare

Gibt es ein besseres Programm, um kurz vor den festlichen Tagen den Ball flach zu halten? Nö.

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Kritik Berliner Philharmoniker Harding Schumann Faust: Dorothea Röschmann, Christian Gerhaher

17 Dienstag Dez 2013

Posted by Schlatz in Andrew Staples, Anna Prohaska, Christian Gerhaher, Daniel Harding, Dorothea Röschmann, Franz-Josef Selig

≈ 2 Kommentare

Ich äußere keine Kritik an der wunderlichen, sorgfältigen, bühnenun- und mäßig podiumstauglichen Vormärz-Komposition. Es lohnt, deren charakteristische Kennzeichen zu nennen.

Der Schumannsche Ton herrscht: Schumanns milde Glut, der allgegenwärtige subjektive Ausdruck. Die Fanfaren (Trompeten, Tarkövi) wirken neben den zeitgleichen Bombasto-Fanfaren des Lohengrin wie blasse allegorische Gestalten. Weiter: Es ist da diese sinfonische Dichte, deren Spannungen sich nicht in glücklich gefundenen thematischen Schlagzeilen lösen.

Zuerst die Solisten.

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Kritik RSB Skrowaczewski: Bruckner 4., Mozart Klarinettenkonzert Martin Fröst

16 Montag Dez 2013

Posted by Schlatz in RSB, Stanislaw Skrowaczewski

≈ 4 Kommentare

Mein Bekannter: „15. Musste hin. Skrowaczewski. Bruckner. Vierte.“
Ich: „15.? Ist doch 3. Advent.“
Er: „Macht nüscht. Um Vier gehts los.“
Ich: „Vier? Oh Scheiße.“

Der Mozart steigert nicht meine Adventsfreude.

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Kritik Fliegender Holländer Staatsoper Daniel Harding 2013

14 Samstag Dez 2013

Posted by Schlatz in Daniel Harding, Emma Vetter, Michael Volle, Tobias Schabel

≈ 5 Kommentare

Der Abend war einer der besten der Staatsoper der letzten Jahre.

Am meisten überraschte das Dirigat Daniel Hardings. Bei der Premiere im April leitete Harding nervös und ansatzweise brillant. Heute Abend leitet Harding durchgehend brillant und so souverän, dass einem die Ohren schlackern. Harding gibt Hardingsche Schlankheit. Das Orchester gibt Barenboimsche Farbe. Höhere Wesen befehlen: hingehen und anhören.

Michael Volle: imponierende Kraft, prägnante Deklamation, die vielen Höhen im Monolog mit sehr guter Klangkonzentration. Schärfe der Charakteristik. Glaubwürdige Schmerzakzente.

Emma Vetter: Die Stimme klingt satter und souveräner in der Höhe als im April. Vetters Sopran lässt die Elsa in der Senta anklingen. Für das zwei Halbe lang gehaltene hohe H, mit der die Oper endet, fehlt ihr die Kraft – geschenkt.

Tobias Schabel: Elegante Kantabilität. Leichter Ton. Schlaksiger Daland.

Stephan Rügamer: Erik.

Simone Schröder: Mary (schöner Sopran).

Philipp Stölzls Inszenierung ist unschlagbar. Auch seine Textgenauigkeit ist gut.

Kritik La Scala Inaugurazione: La Traviata Daniele Gatti, Diana Damrau, Piotr Beczala, Zeljko Lučić

07 Samstag Dez 2013

Posted by Schlatz in Daniele Gatti, Diana Damrau, Piotr Beczala

≈ 6 Kommentare

Inaugurazione 2013. Ich sitze in Kreuzberg und höre BR Klassik. Mein Nachbar gegenüber hat eine Kerze angezündet und redet mit einem anderen Nachbarn. Hier Kritik zu Inaugurazione 2015 lesen.

Daniele Gatti, Dirigent milder Meistersinger in Salzburg und eines milden New Yorker Parsifal, leitet die Saisoneröffnung. Das Vorspiel zeichnet sich durch Geigen aus, die über gemütvoll ploppenden Vierteln entschweben. Celli erheben sich über schwermütigen Geigen.

Es ist immer wieder ein Erlebnis, wie die Moderatorin des RAI alle Künstlernamen und Verwicklungen vor dem unaufhaltsam nahenden Einsetzen der Musik an den Mann bringt, indem sie kontinuierlich schneller und leiser wird, bis sie den letzten Satz flüsternd 3 Sekunden vor Beginn des Vorspiels zu Ende bringt.

Dass Piotr Beczala nicht der feurigste aller Liebhaber ist, ist in Berlin bekannt.

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Kritik Berliner Philharmoniker Dudamel: Beethoven 4. Sinfonie, Strawinsky Suiten, Schubert 4.

06 Freitag Dez 2013

Posted by Schlatz in Gustavo Dudamel, Igor Strawinsky

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Strawinskys Suiten Nr. 1 und 2.  – sehr schön. Das ist Musik, die keine Kommunikationsbarrieren aufbaut. Sie huldigt hier einem angeschrägten Dadaismus, dort einem zärtlichen Kubismus. Das Ganze kommt mit einer Bombeninstrumentation. Das bunte, disziplinierte Orchester wiegt noch jeden Bruckner auf.

Gustavo Dudamel dirigert.

Beethoven.

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Kritik Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin Marek Janowski: Bruckner 9., Messiaen

17 Sonntag Nov 2013

Posted by Schlatz in Marek Janowski, Olivier Messiaen

≈ 7 Kommentare

Wir alle sind Bruckner-Fans. Ich, du, Sie, jeder. Meine Frau nicht. Hat noch nie Bruckner gehört.

Die harmonische Strategie der Fünf Motetten a Capella klingt ein bissl harmlos – oder nazarenisch. Aber die Stücke machen besonderen Spaß. Im 3. Stück singen die hohen Tenöre die absteigenden Sekundstufen (kratz, kratz, waren das Sekunden?) des abschließenden Halleluja wie ein Gute-Nachtlied. Marek Janowski leitet lebendig, fast unruhig akzentuiert. Der Rundfunkchor singt. Die hohen Soprane singen makellos, mit einer Note fröhlicher Aggressivität. Die Bässe gut gelaunt und selbstbewusst. Wer kann mir sagen, ob diese Brucknermotetten naive Hochromantik oder raffinierter Historismus sind?

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Kritik Berliner Philharmoniker Simon Rattle: Schumann Sinfonien Nr. 1 & 4, Prokofjew Violinkonzert

02 Samstag Nov 2013

Posted by Schlatz in Simon Rattle

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Simon Rattle, Berliner Philharmoniker.

Die 4. Schumannsinfonie (frühe Version) finde ich langweilig. Zum Rattles Schumann-Brahmszyklus 2014 siehe hier.

Dann kommt Prokofjews Konzert für Violine und Orchester Nr. 1.

Daishin Kashimoto, 1. Konzertmeister, ist der Solist. Es ist ein Sieg in Etappen.

Erste Reaktion: och je. Null Rassigkeit. Kein Standing, der Mann.

Zweite Reaktion: Daishin Kashimoto spielt tonschön. Technisch makellos. Dann: der Ton? hellglänzend, strahlend-lyrisch, scheu glühend, schlank, empfindsam.

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Kritik Staatskapelle Barenboim: Tschaikowsky Klavierkonzert Nr. 1 Yefim Bronfman, Elgar Sinfonie Nr. 2

29 Dienstag Okt 2013

Posted by Schlatz in Daniel Barenboim, Yefim Bronfman

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Die Staatskapelle spielt in der Philharmonie ein schwächeres Tschaikowskykonzert. Sie spielt eine gelungene Elgarsinfonie.

Frage: Welcher Musiker setzt sich nach getaner Arbeit in der ersten Konzerthälfte in den Zuschauerraum, um die zweite Konzerthälfte zu hören? Yefim Bronfman. Heute sitzt er nach der Pause auf dem Platz, auf dem Rattle gerne sitzt, wenn er Lust hat, sich ein Konzert der Philharmoniker anzuhören, das er nicht dirigiert.

Yefim Bronfman.

Bronfman lässt sich Zeit für das erste Thema, das er gewichtig und ehern nimmt. Weiterlesen →

Kritik Simon Rattle Berliner Philharmoniker: Gurre-Lieder Schönberg Soile Isokoski, Karen Cargill, Burkhard Ulrich, Stephen Gould, Lester Lynch

27 Sonntag Okt 2013

Posted by Schlatz in Burkhard Ulrich, Karen Cargill, Simon Rattle, Stephen Gould

≈ 4 Kommentare

Schönbergs Gurre-Lieder. Die Berliner Philharmoniker, Simon Rattle dirigiert.

Soile Isokoski, Stephen Gould, Karen Cargill, Burkhard Ulrich, Lester Lynch sowie MDR Rundfunkchor Leipzig, WDR Rundfunkchor Köln und Rundfunkchor Berlin singen.

Das Wunder ist, dass die Gurre-Lieder bei aller extremen Buntheit von großer Klarheit sind. Arnold Schönberg setzt Farben mit sicherster Hand. Schon das Vorspiel inszeniert seinen sinnlichen Schmelz traumwandlerisch sicher. Weiterlesen →

Kritik Premiere Staatsoper Berlin Sacre: Sasha Waltz, Daniel Barenboim

27 Sonntag Okt 2013

Posted by Schlatz in Daniel Barenboim, Sasha Waltz

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Sacre Sasha Waltz Berlin // Foto: Monika Rittershaus / staatsoper-berlin.de

Zügellose Rudelbildung, experimentelle Gruppendynamik: Sasha Waltz macht Sacre in Berlin // Foto: Bernd Uhlig / staatsoper-berlin.de

Ja, ja, ja.

Es ist eine gute Idee, Sasha Waltz ranzulassen.

Premiere Staatsoper Berlin. Der Abend heißt Sacre. Zu sehen sind Debussys L’Après-Midi d’un Faune, Berlioz‘ Scène d’Amour und Strawinskys Sacre. Was übertragen so viel heißt wie: Erst regt sich die Natur, dann die Liebe, dann kommt die Katastrophe. Nüscht is, wie der Berliner sagt. Sasha Waltz war zwischenzeitlich extrem hip. Spätestens seit Dido & Aeneas ist sie in der Höhenluft der Hochkultur daheim. Weiterlesen →

Kritik Don Giovanni Staatsoper: Röschmann, Schäfer, Villazón, Maltmann, Sâmpetrean, Prohaska

19 Samstag Okt 2013

Posted by Schlatz in Adrian Sâmpetrean, Anna Prohaska, Christine Schäfer, Christopher Maltman, Daniel Barenboim, Dorothea Röschmann, Rolando Villazón

≈ 5 Kommentare

Da ist er wieder, der umjubelte Salzburg-Berliner Don Giovanni.

Jetzt erstrahlt Barenboims und Guths Don Giovanni im Licht der herbstlichen Wiederaufnahme. Und strahlt womöglich noch heller. Dieser Giovanni hat Saft und Kraft, Bilder und Background. Wobei das Thema das allgemeine Schwinden der Lebens- und Liebeskraft ist, das alle betrifft, Dissoluto und Rächer. Nur der Komtur gräbt in tödlichem Gleichmut Giovannis Grab. Weiterlesen →

Kritik Wozzeck Staatsoper Berlin: Barenboim, Waltraud Meier, Roman Trekel

05 Samstag Okt 2013

Posted by Schlatz in Andrea Breth, Daniel Barenboim, Katharina Kammerloher, Roman Trekel, Waltraud Meier

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Roman Trekel // Foto: Monika Rittershaus / staatsoper-berlin.de
Roman Trekel alias Wozzeck geht’s dreckig // Foto: Monika Rittershaus / staatsoper-berlin.de

Bergs Wozzeck.

Die düsterste aller Opern präsentiert sich wie eh und je in makelloser, schlackenlos ausdifferenzierter Form. Nie lohnt sich große Aufmerksamkeit mehr als bei Wozzeck. Eine dunkle, meisterhafte Inszenierung von Andrea Berth. Die Staatskapelle spielt Bergs Partituren wunderbar weich, solistisch pointiert. Ich kann mir einiges klarer vorstellen, aber gut. Die Intermezzi gelingen fließend und glühend.

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Kritik Premiere Zarenbraut Staatsoper Berlin: Barenboim, Peretyatko, Kotscherga, Rachvelishvili, Černoch

04 Freitag Okt 2013

Posted by Schlatz in Anatoli Kotscherga, Anita Rachvelishvili, Anna Lapkovskaja, Johannes Martin Kränzle, Olga Peretyatko, Pavel Černoch

≈ 2 Kommentare

Rumhängen nützt auch nichts mehr: Anita Rachvelishvili, Olga Peretyatko // Foto: Monika Rittershaus / staatsoper-berlin.de

Die steht nicht mehr auf: Olga Pereyatko schmiegt sich an Anita Rachvelishvili // Foto: Monika Rittershaus / staatsoper-berlin.de

Die Zarenbraut. Oper von Rimski-Korsakow. Eine gute Premiere. Hier lesen Sie die Kritik der Aufführung 2016 im Schillertheater.

1. Akt.

Ich bin erleichtert. Die Handlung ist viel einfacher als im Programmheft steht. Grjasnoi liebt Marfa. Ljubascha liebt Grjasnoi. Grjasnoi liebt Ljubascha nicht mehr. Lykow liebt Marfa. Marfa liebt Lykow. Der Zar liebt Marfa. Marfa wird Zarin. Grjasnoi setzt Zauberpulver ein. Ljubascha setzt Zauberpulver ein. Marfa stirbt. Ljubascha stirbt. Grjasnoi stirbt. Eine klassische Konstellation aus Intrige und Eifersucht, wie wir sie aus der italienischen Oper kennen und lieben. Nu wot i wcjo? Weiterlesen →

Kritik Götterdämmerung Deutsche Oper Rattle

30 Montag Sept 2013

Posted by Schlatz in Anne Sofie von Otter, Dana Beth Miller, Eric Owens, Hans-Peter König, Heidi Melton, Lance Ryan, Markus Brück, Martina Welschenbach, Ronnita Miller, Simon Rattle, Ulrike Helzel

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Schlagwörter

Deutsche Oper Berlin

Ich fasse zusammen.

Walküre = Mount Everest. Siegfried = Teufelsberg (für Nicht-Berliner: 120 m Höhe über Normalnull). Götterdämmerung = Himalaya, mindestens Nanga Parbat („deutscher Schicksalsberg“).

Hans-Peter König: ganz finstere Männlichkeit. Gibt den Hagen im bulligen Leder-Suit – bester Wagner-Chic. König verbreitet Autorität und sonore vokale Breite. Königs Hagen ist kein fieser Sadist, Weiterlesen →

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