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Opern- & Konzertkritik Berlin

~ Klassik-Blog für Konzertberichte und Opernkritiken aus Berlin

Opern- & Konzertkritik Berlin

Archiv des Autors: Schlatz

Kritik Bayreuth Meistersinger Premiere 2017: Barrie Kosky

26 Mittwoch Jul 2017

Posted by Schlatz in Andreas Hörl, Anne Schwanewilms, Barrie Kosky, Bayreuther Festspiele, Daniel Behle, Günther Groissböck, Johannes Martin Kränzle, Karl-Heinz Lehner, Klaus-Florian Vogt, Michael Volle, Paul Kaufmann, Raimund Nolte, Tansel Akzeybek, Timo Riihonen, Wiebke Lehmkuhl

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Die Meistersinger-Premiere bei den Bayreuther Festspielen 2017.

Der wilde, assoziative Berliner Regiestil schwappt von Zeit zu Zeit als unvorhersehbare Flutwelle nach Bayreuth. Erst Castorf mit dem Ring, jetzt Kosky mit den Meistersingern.

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Kritik Tannhäuser München: Romeo Castellucci Anja Harteros Petrenko

11 Dienstag Jul 2017

Posted by Schlatz in Anja Harteros, Christian Gerhaher, Dean Power, Elena Pankratova, Georg Zeppenfeld, Kirill Petrenko, Klaus-Florian Vogt, Romeo Castellucci, Ulrich Reß

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Ein merkwürd’ger Fall, dieser Neu-Münchner Tannhäuser.

Gehört auf arte.tv.

Romeo Castellucci, der Regisseur aus Italien, verpasst Wagners Sorgenkind-Oper zweifelsohne einen Facelift. Wie das? Castelluccis Regie zielt auf opulent-üppiges Tableau-Theater ohne jede dramatische Unterfütterung.

Dabei fängt es gut an. Ja, die Regie schafft bildmächtige Szenerien. Zu nennen sind das fidele Bogenschießen eines Rudels von Amazonen, das die Venusbergmusik vielsagend begleitet. Aber schon im zweiten Akt stehen mystisch wehende Gardinen im Zentrum, und der Sängerkrieg vollzieht sich als Look-Alike einer Zen-Zeremonie in blendend weißen Karate-Outfits. Dazu formen weißbezopfte Balletteusen rätselhafte Menschenmuster. Das ist so blässlich wie konventionell und enträt jeden dramaturgischen Pepps. Unter den Chorsängern befürchtet man infolge Dauerstehens gar bleibende Gesundheitsschäden. Die faustdicke Überraschung hält indes der dritte Akt bereit.

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Rihm Jakob Lenz: Staatsoper Berlin

09 Sonntag Jul 2017

Posted by Schlatz in Georg Nigl

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Im Rahmen des hauseigenen Neue-Musik-Festivals Infektion! zeigt die Staatsoper Berlin Jakob Lenz von Wolfgang Rihm.

Georg Nigl ist der Schmerzensmann Lenz. Lenz, in Berlin Träger eines genialischen Haarwuschels, teilt seine besudelte Nacktheit mit dem Publikum, trudelt in psychisch bedenkliche Situationen, schmiert in tragische Isolation ab, krümmt sich wie eine ins Feuer geworfene Schnecke. Rihms Oper im Schillertheater: das Moritat vom Leiden und Sterben des Georg Nigl. Die Welt: ein undurchdringliches Dickicht aus Wirklichkeit und Traum. Das menschliche Elend als Opern-Rohstoff – das kam dem jungen Rihm 1977, 78 gelegen. Ein Bühnenweihtrauerspiel in einem Akt. Gut 70 Minuten und 13 Szenen lang. Weiterlesen →

Don Carlo Deutsche Oper

02 Sonntag Jul 2017

Posted by Schlatz in Etienne Dupuis, Ievgen Orlov, Markus Brück, Siobhan Stagg, Teodor Ilincai

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Deutsche Oper Berlin

Die Deutsche Oper Berlin zeigt Verdis blutig dunklen Don Carlo nach Schillers „dramatischem Gedicht“ in hörenswerter Besetzung.

DonCarlo_DeutscheOperBerlin_IevgenOrlov

Verdis Don Carlo: Der Großinquisitor sorgt für seine Schäfchen / Foto: Bettina Stöß

Wie schlagen sich die Sänger in Verdis längster Oper, in der der Komponist dem Menschen das Daseinsglück so schmählich verweigert? Weiterlesen →

Die Gezeichneten Staatsoper München

02 Sonntag Jul 2017

Posted by Schlatz in Alastair Miles, Catherine Naglestad, Christopher Maltman, Dean Power, Heike Grötzinger, Ingo Metzmacher, John Dashak, Tomasz Konieczny

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Sex sells. Das gilt auch auf der Opernbühne.

Franz Schrekers Die Gezeichneten funktionieren nach dem gleichen Rezept wie Schrekers andere Erfolgsopern. Der Mix heißt: Eros, Kunst, Gewalt. Das Werk sei „in Problemen der Sexualpsychologie verankert“, schrieb Paul Bekker 1922. Thematisch zehren Die Gezeichneten noch von der Vorliebe des 19. Jahrhunderts für die verruchte Renaissance – die Oper spielt in Genua, tiefstes Cinquecento -, im Künstler- und Eros-Thema schließt sie ans Fin de Siècle an. Musikalisch lässt Schreker es krachen, breit strömt das Orchester, meisterhaft ausdifferenzierte Klangwogen verwischen die Grenzen von Gut und Böse, der turbulente Modernismus seiner Partituren entfaltet auch hier seine berühmt-berüchtigte Sogwirkung. Weiterlesen →

Kritik DSO Sokhiev: Jelena Firssowa Konzert für Violine, Violoncello und Orchester Tschaikowsky Sinfonie 4

01 Samstag Jul 2017

Posted by Schlatz in DSO, Tugan Sokhiev

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Ein russischer Abend beim DSO. Tugan Sokhiev kehrt erstmals nach seinem Abschied als Chefdirigent zum Orchester zurück.

Nikolai Rimski-Korsakows selten zu hörende Russische Ostern (1888) ist halb Konzertouvertüre, halb Sinfonische Dichtung. Durchweg aufgebaut auf den aus gegensätzlichen Sphären stammenden Themen, bewährt sich das Stück in seiner farbigen Instrumentation, der deskriptiven, meist bunt flatternden Thematik und dem lebhaften Kolorit. Weiterlesen →

Kritik Perlenfischer Premiere Staatsoper Berlin: Wim Wenders Barenboim Peretyatko Demuro

25 Sonntag Jun 2017

Posted by Schlatz in Daniel Barenboim, Francesco Demuro, Georges Bizet, Gyula Orendt, Olga Peretyatko, Wolfgang Schöne

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Es ist eine alte Opern-Geschichte, doch bleibt sie immer neu.

Besser mit Bizet gesagt: Es ist eine alte Dreiecksgesichte, nur geht’s hier um edlen Triebverzicht und ewige Männerfreundschaft. Das Libretto von Les pêcheurs de perles erzählt von sanften Seelen. Die Liebe lässt die singenden Personen – laut Textbuch wohnhaft in Sri Lanka – wie Espenlaub erzittern. Nadir, der Fischer, und Zurga, der Clan-Chef, lieben die selbe Priesterin. Bizet gab in seiner ersten großen Oper alles: Das Melos der Liebenden erhebt sich in betörende Höhen. Dank dem vielgeschmähten Libretto (Carré & Cormon) sind die Perlenfischer eine herrlich simple Orient-Schmonzette, die sich sinnreich aus dem alten Opern-Konflikt von Religion und Liebe speist.

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Kritik Ludovic Morlot Berliner Philharmoniker: Joyce DiDonato La Mort de Cléopâtre

17 Samstag Jun 2017

Posted by Schlatz in Joyce DiDonato, Ludovic Morlot, Yannick Nézet-Séguin

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Berliner Philharmoniker

Yannick Nézet-Séguin sagt ab. Er ist krank. C’est dommage, c’est dommage.

Aber Ludovic Morlot, der Programm und Solistin übernimmt, ist auch nicht ganz schlecht.

Berlioz, das musikalische Master Mind der französischen Romantik, hatte es selten leicht im Leben. Schon gar nicht am Anfang seiner Karriere. Die Kantate La Mort de Cléopâtre war Berlioz‘ dritter und immerhin vorletzter Versuch, den begehrten Rompreis zu gewinnen. Gounod gewann 1839, Bizet 1857, Massenet 1863, Debussy 1884. Und Ravel gewann gar nicht. Zurück zu Berlioz. In der „Scène lyrique“, dieser in heutigen Konzertsälen hochspeziellen Kuriosität, überzuckert Berlioz klassisches Pathos mit romantischer Glut. Wenn Joyce DiDonato sodann ihren Luxus-Mezzo für Berlioz‘ spektakuläres Frühwerk ins Feld führt, dann singt die US-Amerikanerin mit metallischem, reichem, brillantem Timbre, innig leuchtender Höhe, ausgeglichenen Registern und schier unendlich reicher Farbe. Da ist dann alles in bester Mezzo-Butter. Weiterlesen →

Kritik Katja Kabanowa Staatsoper Berlin Simon Rattle

15 Donnerstag Jun 2017

Posted by Schlatz in Adriane Queiroz, Andrea Breth, Anna Lapkovskaja, Arttu Kataja, Eva-Maria Westbroek, Florian Hoffmann, Katja Kabanova, Leoš Janáček, Pavlo Hunka, Simon O'Neill, Simon Rattle, Stephan Rügamer

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War da nicht was?

Die Oper Katja Kabanowa nach Alexander Ostrowskis Drama Gewitter, komponiert vom 65-jährigen Leoš Janáček, ist ein Fanal gegen provinzielle Hartherzigkeit.

Auch und besonders an der Staatsoper Berlin.

Dafür sorgt schon die Regie in Person von Andrea Breth, die um die „Katja“ eine schiefergraue Tristesse baut, die kaum zu toppen ist. Plätschernder Dauerregen, Echtwasserrinnsale und postsozialistischer Matratzenmüll schaffen beklemmend detailreiche Trostlosigkeit. Willkommen im symbolisch verdichteten Bühnen-Realismus. Nur wenn die Kabanicha es sich und Dikoj besorgt, wird’s bissig drastisch.

Katja Kabanowa Eva-Maria Westbroek Berlin Staatsoper
Der Sopran, der aus dem Kühlschrank kam: Eva-Maria Westbroek als Katja Kabanowa / Foto: Matthias Baus

Wie das zu dem feinverwobenen Motiv-Staccato passt, das sich kleinteilig und eindringlich, aber auch in Ausdrucks-Aufschwüngen gipfelnd durch dieses Präzisions-Uhrwerk von einer Partitur zieht?

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Kritik Komische Oper: Jahrmarkt von Sorotschinzi

11 Sonntag Jun 2017

Posted by Schlatz in Henrik Nánási, Jens Larsen, Mirka Wagner

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Komische Oper

Jahrmarkt von Sorotschinzi_Mussorgski_Komische Oper Berlin

Schwein gehabt: Mussorgskis Jahrmarkt von Sorotschinzi / Foto: Monika Rittershaus

Barrie Kosky inszeniert Mussorgskis unvollendeten Dreiakter Jahrmarkt von Sorotschinzi als farbenfrohe Säuferoper.

Das Werk ist angefüllt mit den Archetypen des ländlichen Lebens. Es gibt den Säufer, die rachsüchtige Frau, die unschuldige Dorfschönheit. Und den Teufel.

Das Paar des Abend besteht aus Saufkopf Tscherewik (Jens Larsen raumfüllend und charakterstark) und dessen explosiver Gattin Chiwrja (Agnes Zwierko).

Selten so einen minimalistischen Plot gesehen: Ein Paar will heiraten, die Mutter erlaubt’s nicht, der Vater schon. Dank Teufel klappt’s dann aber doch.  Weiterlesen →

Kritik Berliner Philharmoniker Dudamel: John Adams City Noir Dvořák Sinfonie 9

10 Samstag Jun 2017

Posted by Schlatz in Gustavo Dudamel, John Adams

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Berliner Philharmoniker

Inzwischen bin ich der Meinung, dass die Bewertung der Qualität von Stücken von John Adams entscheidend von der jeweiligen Laune des Hörers abhängt. Heute Abend gefällt mir Adams‘ City Noir (2009, Uraufführungsdirigent: Dudamel) ausnehmend gut.

Das jazz- und filmfixierte City Noir ist zuerst einmal eine gut halbstündige, dreiteilige Hommage an Los Angeles. Auf zu neuen Jazz- und Hollywood-Ufern also in der Philharmonie Berlin? So einfach ist es nicht.

Obwohl, zunächst einmal schon. Denn Mister Minimalism frickelte viel luxurierende Streichereleganz unter opalisierendem Bläser-Goldstaub in seine Partitur. Es leben die Westküsten-Clichés! Ich höre suggestiven Schwung, rhythmische Exuberanz, Eleganz und Komplexität. Und doch, bei allen atmosphärischen Anleihen ans Kino-Los Angeles der Vierziger ist City Noir womöglich nicht nostalgischer als Brahms kontrapunktische Vierte. Weiterlesen →

Kritik Deutsche Oper Nabucco

09 Freitag Jun 2017

Posted by Schlatz in Alexei Botnarciuc, Attilio Glaser, Dalibor Jenis, Ievgen Orlov, Jörg Schörner, Judit Kutasi, Liudmila Monastyrska, Paolo Arrivabeni, Seyoung Park

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Deutsche Oper Berlin

Nabucco Berlin Deutsche Oper Judit Kutasi Liudmyla Monastyrska
Expeditionen ins frühe Verdi-Œuvre sind so spannend wie selten. Italien kennt seinen Risorgimento-Verdi. Aber Berlin? Zumindest den prominenten Nabucco hat man so ungefähr im Ohr.

Verdis drittes Bühnenwerk hat alles, was Italiener in den frühen 1840ern von der Oper verlangten: eine gefährlich missgünstige Nebenbuhlerin (hier: eine feurige Assyrerin), ein Dignität verbürgendes historisches Milieu (hier: die Juden im babylonischen Exil), musikalische Magie („Va, pensiero!“) und ein Happy End. Da vergisst man rasch das grotesk gestraffte Libretto. Weiterlesen →

Kritik Premiere La Damnation de Faust Staatsoper Berlin Simon Rattle Terry Gilliam

28 Sonntag Mai 2017

Posted by Schlatz in Charles Castronovo, Florian Boesch, Jan Martiník, Magdalena Kozena, Simon Rattle

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Damnation de Faust Staatsoper Berlin Terry Gilliam Simon Rattle

Rákoczi-Marsch mal anders: Méphistophélès mit dem Kuchenmesser oder der Streit um den Weltkriegskuchen / Foto: Matthias Baus / staatsoper-berlin.de

Terry Gilliams Damnation de Faust ist wunderbar leicht und hat auch Schwächen.

Terry Gilliam, Trickfilmer, Regisseur und Comic-Schaffender, lässt sich nicht lumpen. Er zündet im Schillertheater Berlin eine Regie-Rakete nach der anderen. Von einem kleinen szenischen Feuerwerk zu sprechen wäre eine Untertreibung. So britisch Gilliams bunte Bilderkanonade auch wirkt, so sehr fußt die Regie-Idee auf Thomas Mann: Dessen Doktor Faustus versinnbildlicht bekanntlich den Niedergang der deutschen Geistesgeschichte von Goethe bis Göring. Bei Gilliam geht das besonders stracks: Kaum sinniert Faust in urdeutscher Seelen-Landschaft (Bühnenbild Hildegard Bechtler), da singt Marguerite ihre Romanze als KZ-Abtransports-Kommentar sozusagen in eigener Sache. Das ist britisch-flott, das ist Nazi-fesch. Merke: Wenn die SA-Männer auf der Bühne tanzen, hauste dir vor Lachen auf den Ranzen.  Weiterlesen →

Kritik Berliner Philharmoniker Riccardo Muti: Tschaikowsky Sinfonie 4 Schubert Sinfonie 4

25 Donnerstag Mai 2017

Posted by Schlatz in Riccardo Muti

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Berliner Philharmoniker

Riccardo Muti Berliner Philharmoniker 2017

Ein vorzügliches Konzert.

Riccardo Muti ist ein älterer Herr, gediegene Maestro-Aura umweht ihn, Beweis und Zeichen dessen: der wallende Mittelscheitel. Die Brille (großes Sichtfeld) deutet auf Abwesenheit von Eitelkeit- bis man die gelbe Tönung bemerkt. Der dezente Hüftschwung eines Fünfundsiebzigjährigen! Ist das Mutis sinnenfrohe Altersmilde? Aber es gibt auch Momente kompromissloser Dirigier-Strenge, einen Geste der Rechten, ein ungnädiger Blick. Charakteristisch ist die breite Mundpartie.

Wie Barenboim tritt auch er mitten im Stück zurück, pausiert, lässt die Arme sinken, lässt die Musiker spielen, folgt dem Treiben der Musik. Das sind die Privilegien älterer Herren. Weiterlesen →

Kritik Premiere Medea Reimann Komische Oper Berlin: Nicole Chevalier

22 Montag Mai 2017

Posted by Schlatz in Günter Papendell, Ivan Turšić, Nadine Weissmann, Nicole Chevalier, Steven Sloane

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Komische Oper

Die Handlung ist klar. Medea, aus Kolchis am Schwarzen Meer gebürtig, wird am Hof von Korinth verflucht und verbannt. Ehemann Jason, Zauderer und Feigling, hilft nicht. Medea geht, aber als Kindsmörderin und als flammender Fluch für Kreusa, Jasons Neue.

Medea ist uraltes Tragödien-Terrain. Auch Grillparzer griff sich den Stoff. Und, vermittels Grillparzer, auch Aribert Reimann, der Berliner, Jahrgang 34, neben und mit Wolfgang Rihm Deutschlands führender Musikdramatiker. Weiterlesen →

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