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Opern- & Konzertkritik Berlin

~ Klassik-Blog für Konzertberichte und Opernkritiken aus Berlin

Opern- & Konzertkritik Berlin

Archiv des Autors: Schlatz

Spectrum Concerts: Panufnik Bartók Elgar Hartmann

06 Montag Jan 2020

Posted by Schlatz in Béla Bartók, Edward Elgar

≈ Ein Kommentar

Die Spectrum Concerts widmen ihren ersten Auftritt im neuen Jahrzehnt Werken von den Repertoirerändern. Das Konzert ist mit vier Neben- und Hauptwerken, mit Früh- und Spätwerken von Großen und ganz Großen bestückt, schlägt einen Radius von der Protomoderne des Engländers Elgar bis zur klugen Spätmoderne des Polen Panufnik.

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Eine gediegenere Werkauswahl scheint kaum möglich. 22 Musiker ist das Spectrum-Ensemble heute Abend stark – junge Talente sind in Vielzahl dabei.

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Prokofjew: Die Verlobung im Kloster

05 Sonntag Jan 2020

Posted by Schlatz in Andrey Zhilikhovsky, Anna Goryachova, Bogdan Volkov, Goran Jurić, Lauri Vasar, Violeta Urmana

≈ 3 Kommentare

Die Staatsoper startet mit Prokofjews Lustspiel-Rarität Die Verlobung im Kloster ins nagelneue Jahrzehnt. Handlung und Personal (Entstehung 1940, Uraufführung 1946) schlachten genüsslich die Stereotypen der komischen Oper aus. Ein starrsinniger Vater will seine Tochter zu einer Verbindung mit einem reichen Fischhändler zwingen (dem nicht mit Minderwertigkeitskomplexen geschlagenen Mendoza), doch die patente Tochter ergattert mittels turbulenten Verwechslungen ihren mittellosen, aber wohlgestalteten Geliebten. Die besondere Volte besteht darin, dass die Amme (wunderbar matronenreif: Violeta Urmana) sich zu guter Letzt den ausgebooteten Fischhändler angelt.

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Staatskapelle: Elīna Garanča mit Elgars Sea Pictures

18 Mittwoch Dez 2019

Posted by Schlatz in Elīna Garanča

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Elīna Garanča singt im 3. Abonnementkonzert die Sea Pictures von Elgar (1899). Beides, Lieder und Interpretation, überzeugen.

Beim ersten, Sea Slumber-Song, und zweiten, In Haven (Capri), scheint die Singstimme nach innen gewandt. Das Schlaflied ist eine bestrickende Fantasie, das Capri-Lied stellt die Treue der Geliebten dem unbeständigen Meer gegenüber. Die zurückhaltende Instrumentation erhöht nur den Reiz. Elīna Garanča interpretiert mit ebensolcher Zurückhaltung und ist darin ganz die große Interpretin. Nuancen und Farben passieren en passant. Weiterlesen →

Ticciati und DSO mit Bruckner und Carter

16 Montag Dez 2019

Posted by Schlatz in Elliott Carter, Robin Ticciati

≈ 4 Kommentare

Den dritten Advent feiert man beim DSO mit dem Ostamerikaner Elliott Carter und dem Oberösterreicher Joseph Anton Bruckner.

Bruckner Sinfonie Nr. 9 d-Moll Berlin Philharmonie

Carters sechzehnminütiges Adagio Tenebroso ist ein Beispiel einer wunderbar entspannten Erzähl- und Komponierhaltung: Die Faktur ist locker und durchsichtig, dabei stets klar, die Bewegung fließend.

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Die Guggeis-Salome

14 Samstag Dez 2019

Posted by Schlatz in Annika Schlicht, Ausrine Stundyte, Erik Rosenius, Peter Sonn, Richard Strauss

≈ 17 Kommentare

Auf in die Salome von Hans Neuenfels in einer Besetzung, die im Wesentlichen die der Premiere ist.

Diese kühle, geheimnisvolle, sehr genaue Regiearbeit zählt zu den derzeit triftigsten zwischen Spree und Havel, Panke und Teltowkanal.

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Jurowski + RSB: Haydn Bruckner 3. Sinfonie

10 Dienstag Dez 2019

Posted by Schlatz in Joseph Haydn, Wladimir Jurowski

≈ 5 Kommentare

Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin spielt im Konzerthaus am Gendarmenmarkt und Jurowskis Weg zu Bruckner führt über Haydn.

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Komische Oper: Traviata

09 Montag Dez 2019

Posted by Schlatz in Ainārs Rubiķis, Günter Papendell, Ivan Magrì, Ivan Turšić, Maria Fiselier, Vera-Lotte Böcker

≈ 4 Kommentare

Mit der kühlen La Traviata an der Komischen Oper hat Berlin nun wieder drei Traviatas, eine an der Bismarckstraße, eine Unter den Linden, und seit letzten Sonntag eine an der Behrensstraße, was Verdi-Fans nicht nur in Berlin freuen dürfte.

La Traviata Komische Oper Berlin Iko Freese

Am schönsten an der Neuproduktion an der Komischen Oper von Nicola Raab sind die Bilder, Bilder, die überzeugend von Vergnügungsgier, von Vereinsamung und vom verlöschenden Leben erzählen. Nichts Neues allerdings bei den Kostümen: Die stammen inzwischen Regie-Usus-üblich aus der Entstehungszeit des Werks. Nur Germont Vater (Günter Papendell als Gevatter Tod) trägt modernes Schwarz, und auch der Chor darf im heutigen Anzug ran. Plötzlich stürzt Herbstlaub rostrot vom Himmel. Schön anzuschauen ist das.

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Kritik Tristan und Isolde Deutsche Oper Berlin

03 Dienstag Dez 2019

Posted by Schlatz in Byung Gil Kim, Daniela Sindram, Jörg Schörner, Martin Gantner, Matthew Newlin, Nina Stemme, Peter Maus

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Ist der Deutschen Oper bewusst, dass ein Vorstellungsbeginn von 16 Uhr 1.800 Berliner Familien das nachmittägliche Plätzchenessen unmöglich macht?

Das Haus an der Bismarckstraße zahlt es bei der Wiederaufnahme von Tristan und Isolde den Besuchern allerdings heim, zwar nicht in Form von Vanillekipferln, aber – immerhin – in feinen Gesangskipferln. In der Inszenierung von Graham Vick, die aus Wagners Liebessehnsuchtswerk eine Wohnzimmeroper ohne Trost und Illusion macht. Öd das Bungalow-Heim, in dem ein Sarg und tropfnasse Terrassentüren dominieren (Bühne: Paul Brown).

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Staatsoper Berlin: noch mal die lustige Sharon-Zauberflöte

02 Montag Dez 2019

Posted by Schlatz in Albina Shagimuratova, Julian Prégardien, Roman Trekel, Serena Sáenz Molinero, Victoria Randem

≈ 12 Kommentare

Flugs noch in die Sharon-Zauberflöte. Mozarts rätselhaftes Werk präsentiert sich unverbraucht und freigewischt vom Klischeeballast der Rezeptionsgeschichte. 

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Lux:NM in der Villa Elisabeth: Eres Holz hautwärts

01 Sonntag Dez 2019

Posted by Schlatz in Eres Holz

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Drei Uraufführungen auf einen Streich in der Villa Elisabeth an der Invalidenstraße. Sie werden betreut von den Neue-Musik-Experten von LUX:NM.

Den Anfang des Novitätenreigens macht hautwärts für Saxofon, Cello, Posaune, Akkordeon und Klavier von Eres Holz. Weiterlesen →

Britten: Death in Venice

28 Donnerstag Nov 2019

Posted by Schlatz in Alexandra Hutton, Flurina Stucki, Ian Bostridge

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Brittens sprödes Lebensabschiedsopus Death in Venice feiert Wiederaufnahme an der Deutschen Oper. Zu mehr als einem zwiespältigen Eindruck reichen Regie (Graham Vick) und musikalische Aufführung nicht, da kann die Bühne in noch so suggestivem Leuchtstiftgelbgrün strahlen (Stuart Nunn).

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Kritik Premiere Staatsoper Berlin: Samson et Dalila

25 Montag Nov 2019

Posted by Schlatz in Brandon Jovanovich, Camille Saint-Saëns, Damián Szifron, Michael Volle, Samson et Dalila

≈ 10 Kommentare

War die Schwert-und-Sandalen-Oper (unübertroffen: Callas als Norma, del Monaco als Pollione) eigentlich nicht so tot wie Alexander der Große? Jetzt wagt die Staatsoper Berlin eine Wiederbelebung. Für Samson et Dalila von Camille Saint-Saëns greift Regisseur und Opernneuling Damián Szifron ganz tief in die Trickkiste der Breitwandoper. Szifron zeigt Bibelspektakel pur. Man traut seinen Augen kaum. Samson wandelt im Heiligen Land in Jesuslatschen. Die Philisterkrieger stecken unter scharfgezackten Helmen und in Rüstungen aus Metallschuppen, während die geknechteten Israeliten sich in antike Wallegewänder hüllen (Kostüme: Gesine Völlm).

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DSO Ticciati: 3 Mozartsinfonien

17 Sonntag Nov 2019

Posted by Schlatz in DSO, Robin Ticciati

≈ Ein Kommentar

Samstagabendkonzert des DSO mit Mozart. Robin Ticciati dirigiert die drei Sinfonien Es-Dur, g-Moll, C-Dur, Nummern 39 – 41. Weiterlesen →

Kritik Deutsche Oper: Chaya Czernowin Heart Chamber

16 Samstag Nov 2019

Posted by Schlatz in Chaya Czernowin, Johannes Kalitzke

≈ 15 Kommentare

Freundlicher Applaus, ein Buh für Czernowin, dazu der übliche lautstarke Enthusiasmus von Fan-Grüppchen. Wie war die jährliche Uraufführung an der Deutschen Oper? Claus Guth liefert eine passgenaue, hyperklare Regiearbeit, die fast für sich alleine bestehen kann. Und Chaya Czernowin schafft mit Heart Chamber eine Oper, die anmutet wie eine mikroskopisch genaue Autopsie der Liebe. Herzkammer ist leidenschaftlich und illusionslos, irre intim und kühlkontrolliert. Weiterlesen →

Staatskapelle Berlin: Saint-Saëns, Lisa Batiashvili 

13 Mittwoch Nov 2019

Posted by Schlatz in Camille Saint-Saëns, Lisa Batiashvili

≈ 3 Kommentare

Die Berliner Konzertsaison hat gerade einmal zwei Monate hinter sich, da wirft die Staatskapelle Berlin ihren Saint-Saëns-Abend in den Ring. Es gibt weniger Saint-Saëns-Abende als wünschenswert wäre.

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