• Opernkritik/Konzertkritik
    • Bayreuther Festspiele News & aktuell
      • Bayreuther Festspiele Spielplan 2016
      • Bayreuther Festspiele Spielplan 2017
      • Bayreuther Festspiele Spielplan 2018
      • Bayreuther Festspiele Spielplan 2019
      • Bayreuther Festspiele Spielplan 2020
  • Die besten Orchester der Welt – oder doch nicht?
  • Anton Schlatz
  • Impressum

Opern- & Konzertkritik Berlin

~ Klassik-Blog für Konzertberichte und Opernkritiken aus Berlin

Opern- & Konzertkritik Berlin

Archiv des Autors: Schlatz

Ultraschall Berlin I: Nemtsov, Widmann, Clara Iannotta, Trio Accanto

17 Freitag Jan 2020

Posted by Schlatz in Carolin Widmann, Clara Iannotta, Georges Aperghis, Jörg Widmann, Johannes Kalitzke, Johannes Schöllhorn, Sarah Nemtsov

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Ultraschall Berlin zieht an Tag 2 in den Südostteil der Stadt und macht im Heimathafen Neukölln Halt. Das Programm bringt ein Komponistinnenporträt und einen Trio-Abend.

Im heimeligen Stucksaal des Heimathafens präsentiert das JACK Quartet vier Streichquartette der in Berlin lebenden Italienerin Clara Iannotta. Die vier Werke ähneln dank eines ausgeprägten Personalstils einander stark. Sie tönen leise, arbeiten mit präparierten Instrumenten und klingen, als lausche man einer tektonischen Plattenverschiebung. Von allen geht die Faszination des Fremden aus. Beim Hören werden allerdings auch Unterschiede deutlich. Dead wasps in the jam jar (iii) beschreibt rätselhafte Vorgänge, von denen man als Hörer gleichsam nur entfernte Schatten bemerkt. Die für Iannotta konstituierenden, unheimlich körperlichen Reibprozesse schaffen dabei äußerste Ferne und verstörende Gegenwart.

Carla Iannotta Ultraschall Berlin 2020
Clara Iannotta: Die Komponistin stürmt die Bühne

Doch im folgenden A failed Entertainment wirken die Spielfiguren plötzlich plastischer, die Aktionen schärfer gefasst, ist der Klang gläserner, die Faktur lockerer. Die so entstehenden Gebilde scheinen von mikroskopisch ausdifferenzierter Plastizität und Haptik. Das JACK Quartet agiert vorbildlich konzentriert.

Weiterlesen →

Staatskapelle: Pinchas Zukerman mit Elgar

15 Mittwoch Jan 2020

Posted by Schlatz in Lahav Shani

≈ 9 Kommentare

Schlagwörter

Staatskapelle Berlin

Über 70 ist der Geiger Pinchas Zukerman.

Wenn Zukerman Unter den Linden das Violinkonzert des Briten Edward Elgar spielt, dann ist der Unterschied zur jüngeren Geigengeneration schon mit dem Einsetzen des so elgarisch weitläufigen, freundlich gelösten Themas in der Solostimme mit Händen und Ohren greifbar. Zukermans Klang ist voll. Dunkel singend, insistierend und elegisch zugleich der Ton. Gelassen tönt das Portamento. Zukerman klingt plötzlich wie von einem anderen Stern. Weit weg ist da die mathematische Klarheit der Damen Hahn und Fischer, das gewollt Rabiate bei Kopatschinskaja oder das Auktoriale bei Zimmermann.  Weiterlesen →

Spectrum Concerts: Panufnik Bartók Elgar Hartmann

06 Montag Jan 2020

Posted by Schlatz in Béla Bartók, Edward Elgar

≈ Ein Kommentar

Die Spectrum Concerts widmen ihren ersten Auftritt im neuen Jahrzehnt Werken von den Repertoirerändern. Das Konzert ist mit vier Neben- und Hauptwerken, mit Früh- und Spätwerken von Großen und ganz Großen bestückt, schlägt einen Radius von der Protomoderne des Engländers Elgar bis zur klugen Spätmoderne des Polen Panufnik.

Bildschirmfoto 2020-01-06 um 09.21.24.png

Eine gediegenere Werkauswahl scheint kaum möglich. 22 Musiker ist das Spectrum-Ensemble heute Abend stark – junge Talente sind in Vielzahl dabei.

Weiterlesen →

Prokofjew: Die Verlobung im Kloster

05 Sonntag Jan 2020

Posted by Schlatz in Andrey Zhilikhovsky, Anna Goryachova, Bogdan Volkov, Goran Jurić, Lauri Vasar, Violeta Urmana

≈ 3 Kommentare

Die Staatsoper startet mit Prokofjews Lustspiel-Rarität Die Verlobung im Kloster ins nagelneue Jahrzehnt. Handlung und Personal (Entstehung 1940, Uraufführung 1946) schlachten genüsslich die Stereotypen der komischen Oper aus. Ein starrsinniger Vater will seine Tochter zu einer Verbindung mit einem reichen Fischhändler zwingen (dem nicht mit Minderwertigkeitskomplexen geschlagenen Mendoza), doch die patente Tochter ergattert mittels turbulenten Verwechslungen ihren mittellosen, aber wohlgestalteten Geliebten. Die besondere Volte besteht darin, dass die Amme (wunderbar matronenreif: Violeta Urmana) sich zu guter Letzt den ausgebooteten Fischhändler angelt.

Bildschirmfoto 2020-01-03 um 08.46.04.png

Weiterlesen →

Staatskapelle: Elīna Garanča mit Elgars Sea Pictures

18 Mittwoch Dez 2019

Posted by Schlatz in Elīna Garanča

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Elīna Garanča singt im 3. Abonnementkonzert die Sea Pictures von Elgar (1899). Beides, Lieder und Interpretation, überzeugen.

Beim ersten, Sea Slumber-Song, und zweiten, In Haven (Capri), scheint die Singstimme nach innen gewandt. Das Schlaflied ist eine bestrickende Fantasie, das Capri-Lied stellt die Treue der Geliebten dem unbeständigen Meer gegenüber. Die zurückhaltende Instrumentation erhöht nur den Reiz. Elīna Garanča interpretiert mit ebensolcher Zurückhaltung und ist darin ganz die große Interpretin. Nuancen und Farben passieren en passant. Weiterlesen →

Ticciati und DSO mit Bruckner und Carter

16 Montag Dez 2019

Posted by Schlatz in Elliott Carter, Robin Ticciati

≈ 4 Kommentare

Den dritten Advent feiert man beim DSO mit dem Ostamerikaner Elliott Carter und dem Oberösterreicher Joseph Anton Bruckner.

Bruckner Sinfonie Nr. 9 d-Moll Berlin Philharmonie

Carters sechzehnminütiges Adagio Tenebroso ist ein Beispiel einer wunderbar entspannten Erzähl- und Komponierhaltung: Die Faktur ist locker und durchsichtig, dabei stets klar, die Bewegung fließend.

Weiterlesen →

Die Guggeis-Salome

14 Samstag Dez 2019

Posted by Schlatz in Annika Schlicht, Ausrine Stundyte, Erik Rosenius, Peter Sonn, Richard Strauss

≈ 17 Kommentare

Auf in die Salome von Hans Neuenfels in einer Besetzung, die im Wesentlichen die der Premiere ist.

Diese kühle, geheimnisvolle, sehr genaue Regiearbeit zählt zu den derzeit triftigsten zwischen Spree und Havel, Panke und Teltowkanal.

Weiterlesen →

Jurowski + RSB: Haydn Bruckner 3. Sinfonie

10 Dienstag Dez 2019

Posted by Schlatz in Joseph Haydn, Wladimir Jurowski

≈ 5 Kommentare

Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin spielt im Konzerthaus am Gendarmenmarkt und Jurowskis Weg zu Bruckner führt über Haydn.

Weiterlesen →

Komische Oper: Traviata

09 Montag Dez 2019

Posted by Schlatz in Ainārs Rubiķis, Günter Papendell, Ivan Magrì, Ivan Turšić, Maria Fiselier, Vera-Lotte Böcker

≈ 4 Kommentare

Mit der kühlen La Traviata an der Komischen Oper hat Berlin nun wieder drei Traviatas, eine an der Bismarckstraße, eine Unter den Linden, und seit letzten Sonntag eine an der Behrensstraße, was Verdi-Fans nicht nur in Berlin freuen dürfte.

La Traviata Komische Oper Berlin Iko Freese

Am schönsten an der Neuproduktion an der Komischen Oper von Nicola Raab sind die Bilder, Bilder, die überzeugend von Vergnügungsgier, von Vereinsamung und vom verlöschenden Leben erzählen. Nichts Neues allerdings bei den Kostümen: Die stammen inzwischen Regie-Usus-üblich aus der Entstehungszeit des Werks. Nur Germont Vater (Günter Papendell als Gevatter Tod) trägt modernes Schwarz, und auch der Chor darf im heutigen Anzug ran. Plötzlich stürzt Herbstlaub rostrot vom Himmel. Schön anzuschauen ist das.

Weiterlesen →

Kritik Tristan und Isolde Deutsche Oper Berlin

03 Dienstag Dez 2019

Posted by Schlatz in Byung Gil Kim, Daniela Sindram, Jörg Schörner, Martin Gantner, Matthew Newlin, Nina Stemme, Peter Maus

≈ 14 Kommentare

Ist der Deutschen Oper bewusst, dass ein Vorstellungsbeginn von 16 Uhr 1.800 Berliner Familien das nachmittägliche Plätzchenessen unmöglich macht?

Das Haus an der Bismarckstraße zahlt es bei der Wiederaufnahme von Tristan und Isolde den Besuchern allerdings heim, zwar nicht in Form von Vanillekipferln, aber – immerhin – in feinen Gesangskipferln. In der Inszenierung von Graham Vick, die aus Wagners Liebessehnsuchtswerk eine Wohnzimmeroper ohne Trost und Illusion macht. Öd das Bungalow-Heim, in dem ein Sarg und tropfnasse Terrassentüren dominieren (Bühne: Paul Brown).

Weiterlesen →

Staatsoper Berlin: noch mal die lustige Sharon-Zauberflöte

02 Montag Dez 2019

Posted by Schlatz in Albina Shagimuratova, Julian Prégardien, Roman Trekel, Serena Sáenz Molinero, Victoria Randem

≈ 12 Kommentare

Flugs noch in die Sharon-Zauberflöte. Mozarts rätselhaftes Werk präsentiert sich unverbraucht und freigewischt vom Klischeeballast der Rezeptionsgeschichte. 

Weiterlesen →

Lux:NM in der Villa Elisabeth: Eres Holz hautwärts

01 Sonntag Dez 2019

Posted by Schlatz in Eres Holz

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Drei Uraufführungen auf einen Streich in der Villa Elisabeth an der Invalidenstraße. Sie werden betreut von den Neue-Musik-Experten von LUX:NM.

Den Anfang des Novitätenreigens macht hautwärts für Saxofon, Cello, Posaune, Akkordeon und Klavier von Eres Holz. Weiterlesen →

Britten: Death in Venice

28 Donnerstag Nov 2019

Posted by Schlatz in Alexandra Hutton, Flurina Stucki, Ian Bostridge

≈ 5 Kommentare

Brittens sprödes Lebensabschiedsopus Death in Venice feiert Wiederaufnahme an der Deutschen Oper. Zu mehr als einem zwiespältigen Eindruck reichen Regie (Graham Vick) und musikalische Aufführung nicht, da kann die Bühne in noch so suggestivem Leuchtstiftgelbgrün strahlen (Stuart Nunn).

Weiterlesen →

Kritik Premiere Staatsoper Berlin: Samson et Dalila

25 Montag Nov 2019

Posted by Schlatz in Brandon Jovanovich, Camille Saint-Saëns, Damián Szifron, Michael Volle, Samson et Dalila

≈ 10 Kommentare

War die Schwert-und-Sandalen-Oper (unübertroffen: Callas als Norma, del Monaco als Pollione) eigentlich nicht so tot wie Alexander der Große? Jetzt wagt die Staatsoper Berlin eine Wiederbelebung. Für Samson et Dalila von Camille Saint-Saëns greift Regisseur und Opernneuling Damián Szifron ganz tief in die Trickkiste der Breitwandoper. Szifron zeigt Bibelspektakel pur. Man traut seinen Augen kaum. Samson wandelt im Heiligen Land in Jesuslatschen. Die Philisterkrieger stecken unter scharfgezackten Helmen und in Rüstungen aus Metallschuppen, während die geknechteten Israeliten sich in antike Wallegewänder hüllen (Kostüme: Gesine Völlm).

Weiterlesen →

DSO Ticciati: 3 Mozartsinfonien

17 Sonntag Nov 2019

Posted by Schlatz in DSO, Robin Ticciati

≈ Ein Kommentar

Samstagabendkonzert des DSO mit Mozart. Robin Ticciati dirigiert die drei Sinfonien Es-Dur, g-Moll, C-Dur, Nummern 39 – 41. Weiterlesen →

← Ältere Beiträge
Neuere Beiträge →

Kommentar

Avatar von SchlatzSchlatz bei RSB, Brahms, Hough, Walküre, R…
Avatar von SchlatzSchlatz bei Thielemann Staatskapelle: Stra…
Avatar von Wolfgang EckWolfgang Eck bei Staatsoper Barbier von Sevilla…
Avatar von Wolfgang EckWolfgang Eck bei Premiere Maskenball Staatsoper…

Top-Kritiken

Die besten Orchester der Welt - oder doch nicht?
Wittener Tage für neue Kammermusik 2026 I
Ariadne: Nylund, Wallroth, Jentzsch, Trekel, Sáenz
Anton Schlatz

Klassik-Tweets aus Berlin

Meine Tweets

Orchester / Ensemble

Berliner Philharmoniker Deutsche Oper Berlin Komische Oper Konzerthausorchester Musikfest Berlin Staatskapelle Berlin Staatsoper Wien Wiener Philharmoniker

Bloggen auf WordPress.com.

  • Abonnieren Abonniert
    • Opern- & Konzertkritik Berlin
    • Schließe dich 137 anderen Abonnenten an
    • Du hast bereits ein WordPress.com-Konto? Melde dich jetzt an.
    • Opern- & Konzertkritik Berlin
    • Abonnieren Abonniert
    • Registrieren
    • Anmelden
    • Melde diesen Inhalt
    • Website im Reader anzeigen
    • Abonnements verwalten
    • Diese Leiste einklappen

Kommentare werden geladen …