• Opernkritik/Konzertkritik
    • Bayreuther Festspiele News & aktuell
      • Bayreuther Festspiele Spielplan 2016
      • Bayreuther Festspiele Spielplan 2017
      • Bayreuther Festspiele Spielplan 2018
      • Bayreuther Festspiele Spielplan 2019
      • Bayreuther Festspiele Spielplan 2020
  • Die besten Orchester der Welt – oder doch nicht?
  • Anton Schlatz
  • Impressum

Opern- & Konzertkritik Berlin

~ Klassik-Blog für Konzertberichte und Opernkritiken aus Berlin

Opern- & Konzertkritik Berlin

Kategorien-Archiv: Johannes Kalitzke

Wo die Trompeten flitzen: Wittener Tage für neue Kammermusik 2026

28 Dienstag Apr 2026

Posted by Schlatz in Enno Poppe, Johannes Kalitzke

≈ 5 Kommentare

Zeit für die Wittener Tage 2026.

Lassen wir Motto und konzeptuelles Einframen des Neue-Musik-Festivals mal beiseite und gucken, was in Witten wummert.

In eigener Sache: Funny Google sperrt diesen Bericht über Witten. Deshalb erneut, d.h. zum zweiten Mal hochgeladen.

Klangforum Wien: Illés, Mundry, Czernowin

Den Start macht im Theatersaal des Saalbaus das Klangforum aus Wien unter der Leitung von Elena Schwarz. Die bringen mit Illés, Mundry und Czernowin drei bekannte Namen mit an die Ruhr. Zuerst Four sketches von Márton Illés, wo die Klangideen flitzen und sich zu rokokohaft beschwingten Klangräumen fügen (2026, 28′, UA). Das ist nicht jener rhythmisch explosive, dauerenergetische Stil, den man von Illés kennt. Die Vier Skizzen sind verspielter, bis zum Arabeskenhaften. Widerstandslos taucht der Zuhörer in glitzernde Farbräume ein. Das hat die überperfekte Neatness von iPhone-Pics. Stellenweise gut, aber immer schlecht, wenn die Musiker auch noch keuchen. Es folgt Isabel Mundry mit The I’s (2026, 25′, UA). Das „Die Ichs“-Stück positioniert sich zwischen von Lautsprechern eingespielten Aufnahmen von Menschengruppen und live gesungenem Text (Hélène Fauchère, Mezzosopran). Es ist angenehm locker gefügt, leistet sich aber Länge. Und wirkt beliebig. Wozu akrobatisch gesungener Text (französisch), wenn ich kaum eine Silbe verstehe?

Interessanter ist Seltene Erde: alchimia communicationis von Chaya Czernowin, der Porträtkünstlerin des Festivals (2022, 27′). Auch für dieses Werk, das man grob vereinfachend ein Kontrabasskonzert nennen könnte (Solist Evan Hulbert), muss man Geduld mitbringen. Doch hier gibt es konstrastär geprägte Entwicklungen, Dramatik, solistische Exponierung und Gefährdung. Wenn auch kein ausfahrendes Tutti. Stattdessen Sirenen-Cluster, Fädengespinste, subtile Unterböden. Und Kontinuität, aus Fragilität geboren. Freilich bleibt die Formorganisation auch beim zweiten (Nach-)hören unüberblickbar. Für die jeweilige E-Zuspielung sorgt das Pariser IRCAM.

Ich höre drei Tage über WDR3. Vier Konzerte gibt es live direkt von der Ruhr, etliche weitere zeitverzögert.

Weiterlesen →

Ultraschall III: LUX:NM, Yiran Zhao, Schöllhorn, DSO

24 Montag Jan 2022

Posted by Schlatz in Clara Iannotta, Enno Poppe, Eun Sun Kim, Johannes Kalitzke, Johannes Schöllhorn, Mirela Ivičević, Yiran Zhao, York Höller

≈ 4 Kommentare

Entspannt und locker geht es auch bei den letzten zwei Tagen von Ultraschall Berlin zu. Maske, 2G+Booster, Ausweiskontrolle, ausreichend Platz, Leute, die vernünftig sind – dann klappt das auch mit dem Festival, selbst wenn das Virus durch Berlin schwappt. Gut auch, dass es anders als bei den diesbezüglich arg gebeutelten Berliner Opern nicht zu Veranstaltungsabsagen kommt.

Weiterlesen →

Ultraschall Berlin 2020 III: Verunelli, Ratkje, Guerrero, Lévy

20 Montag Jan 2020

Posted by Schlatz in Clara Iannotta, DSO, Francesca Verunelli, Johannes Kalitzke, RSB, Vito Žuraj

≈ Ein Kommentar

Schluss. Aus. Vorbei. Ultraschall Berlin 2020 ist Geschichte.

Zuvor gibt es jedoch an den Spielstätten des finalen Ultraschalltags noch jede Menge Neues und Neuestes. Wie fällt das Tagesfazit aus? Zwiespältig. Macht aber nichts. Die zeitgenössische Musiklandschaft mitsamt ihren unterschiedlichen Musikkonzeptionen ist eben unendlich vielfältig.

Ultraschall Abgesang partitur
Ultraschall 2020
Weiterlesen →

Ultraschall Berlin I: Nemtsov, Widmann, Clara Iannotta, Trio Accanto

17 Freitag Jan 2020

Posted by Schlatz in Carolin Widmann, Clara Iannotta, Georges Aperghis, Jörg Widmann, Johannes Kalitzke, Johannes Schöllhorn, Sarah Nemtsov

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Ultraschall Berlin zieht an Tag 2 in den Südostteil der Stadt und macht im Heimathafen Neukölln Halt. Das Programm bringt ein Komponistinnenporträt und einen Trio-Abend.

Im heimeligen Stucksaal des Heimathafens präsentiert das JACK Quartet vier Streichquartette der in Berlin lebenden Italienerin Clara Iannotta. Die vier Werke ähneln dank eines ausgeprägten Personalstils einander stark. Sie tönen leise, arbeiten mit präparierten Instrumenten und klingen, als lausche man einer tektonischen Plattenverschiebung. Von allen geht die Faszination des Fremden aus. Beim Hören werden allerdings auch Unterschiede deutlich. Dead wasps in the jam jar (iii) beschreibt rätselhafte Vorgänge, von denen man als Hörer gleichsam nur entfernte Schatten bemerkt. Die für Iannotta konstituierenden, unheimlich körperlichen Reibprozesse schaffen dabei äußerste Ferne und verstörende Gegenwart.

Carla Iannotta Ultraschall Berlin 2020
Clara Iannotta: Die Komponistin stürmt die Bühne

Doch im folgenden A failed Entertainment wirken die Spielfiguren plötzlich plastischer, die Aktionen schärfer gefasst, ist der Klang gläserner, die Faktur lockerer. Die so entstehenden Gebilde scheinen von mikroskopisch ausdifferenzierter Plastizität und Haptik. Das JACK Quartet agiert vorbildlich konzentriert.

Weiterlesen →

Kritik Deutsche Oper: Chaya Czernowin Heart Chamber

16 Samstag Nov 2019

Posted by Schlatz in Chaya Czernowin, Johannes Kalitzke

≈ 15 Kommentare

Freundlicher Applaus, ein Buh für Czernowin, dazu der übliche lautstarke Enthusiasmus von Fan-Grüppchen. Wie war die jährliche Uraufführung an der Deutschen Oper? Claus Guth liefert eine passgenaue, hyperklare Regiearbeit, die fast für sich alleine bestehen kann. Und Chaya Czernowin schafft mit Heart Chamber eine Oper, die anmutet wie eine mikroskopisch genaue Autopsie der Liebe. Herzkammer ist leidenschaftlich und illusionslos, irre intim und kühlkontrolliert. Weiterlesen →

Kommentar

Avatar von Wolfgang EckWolfgang Eck bei Ariadne: Nylund, Wallroth, Jen…
Avatar von Wolfgang EckWolfgang Eck bei Ariadne: Nylund, Wallroth, Jen…
Avatar von Wolfgang EckWolfgang Eck bei Wo die Trompeten flitzen: Witt…
Avatar von Wolfgang EckWolfgang Eck bei Wo die Trompeten flitzen: Witt…

Top-Kritiken

Die besten Orchester der Welt - oder doch nicht?
Schlamassel mit Ansage: Staatsoper Berlin Schweigsame Frau Premiere
Premiere Maskenball Staatsoper Berlin: Netrebko, Castronovo
Kritik Wunder der Heliane Deutsche Oper

Klassik-Tweets aus Berlin

Meine Tweets

Orchester / Ensemble

Berliner Philharmoniker Deutsche Oper Berlin Komische Oper Konzerthausorchester Musikfest Berlin Staatskapelle Berlin Staatsoper Wien Wiener Philharmoniker

Bloggen auf WordPress.com.

  • Abonnieren Abonniert
    • Opern- & Konzertkritik Berlin
    • Schließe dich 137 anderen Abonnenten an
    • Du hast bereits ein WordPress.com-Konto? Melde dich jetzt an.
    • Opern- & Konzertkritik Berlin
    • Abonnieren Abonniert
    • Registrieren
    • Anmelden
    • Melde diesen Inhalt
    • Website im Reader anzeigen
    • Abonnements verwalten
    • Diese Leiste einklappen

Kommentare werden geladen …