Thielemann: Neujahrskonzert 2019

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Die Wiener Philharmoniker mit dem Neujahrskonzert aus dem Großen Musikvereinssaal. Heuer dirigiert Christian Thielemann, der musikalische Chef von Semperoper und Bayreuther Festspielen.

Ein gebürtiger Berliner schwingt am Neujahrstag in Wien das Taktstöckerl. Kann das gut gehen?

Wie immer bietet das Neujahrskonzert eine bunte Mischung aus Bekanntem und weniger Bekanntem, aus Polka (schnell und langsam), Marsch, Ouvertüre und Konzertwalzer, den Paradedisziplinen gehobener Wiener Unterhaltungsmusik.

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Wiener Philharmoniker Berlin: Welser-Möst und Brahms

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Das Interessante waren das Doppelkonzert und die Zugaben.

Brahms – und Johann Strauss Sohn – spielen die Wiener Philharmoniker im Konzerthaus Berlin.

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Blumen für die Wiener Philharmoniker, hier vor der Pause…

Im Konzert für Violine und Violoncello (1887) gehören die Solisten nicht nur dem Orchester an, ihr Klang wächst geradezu organisch aus dem Orchester hervor. Volkhard Steude (Violine) und Peter Somodari (Violoncello) vollbringen dieses Meisterstück im selten gehörten Brahms-Doppelkonzert. 

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Falstaff: Volle, Frittoli, Barcellona, Daza

Da ist sie, die vorweihnachtliche Wiederaufnahme von Falstaff in der beherzt zupackenden Regie von Mario Martone, in der das Personal spektakulär im Poolwasser planscht, und weil alles an Falstaff so unwiderstehlich italienisch ist, spielt die Oper auch nicht im englischen Windsor, sondern auf einer Dachterrasse in Rom, Palermo oder Napoli oder vielleicht doch in Berlin.

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Deutsche Oper: Les contes d’Hoffmann

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Die Premiere an der Deutschen Oper ist ein spätgeborener Nachzügler. Laurent Pelly inszeniert zwar Les Contes d’Hoffmann, doch Premiere hatte diese Produktion schon 2003 im schweizerischen Lausanne. 15 Jahre sind eine lange Zeit, auch in der Welt der Oper, wo die Uhren mitunter noch anders ticken, und so fühlt sich der Offenbach-Abend in der Bismarckstraße an wie eine hochverspätete Wiederaufnahme. Dennoch, was man sieht, ist eine kluge, behutsam historisierende, handwerklich tadellose, in Bühne und Personenführung fast konservativ zu nennende und zugleich überzeugend klare Inszenierung zu Hoffmanns phantastischer Oper, die Laurent Pelly im Zwischenbereich von Silisierung und Realismus angesiedelt hat. Nur dass der heimelige Premierenzauber diese Mal schon leicht nach oller Kamelle duftet.

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Andrea Chénier: Martin Muehle, Siri, Burdenko

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Das große Opernsterben an der Deutschen Oper Berlin. Was wird und wurde nicht alles abgesetzt! Der Troubadour: das Aus im Mai. Lady Macbeth von Mzensk: im Oktober ersoffen in Sibirien. Die Sache Makropulos: das Aus im November. Andrea Chénier: Die letzten drei Vorstellungen (Regie: John Dew) laufen. Weiterlesen

Kritik Premiere Staatsoper: Hippolyte et Aricie

Die Premiere von Hippolyte et Aricie geht mit Pauken und Trompeten unter. Aletta Collins macht aus Rameaus Götterdrama eine Geschichte, die gefährliche Längen hat, nicht mitreißt und auch sonst keine neuen Erkenntnisse bringt. Die Liste der Fehltritte ist lang: schwer verständliche Ballettnummern, Kostüme à la Raumschiff Enterprise, endlose Lichterspielchen, null Personenregie. Weiterlesen

Barocktage: L’Incoronazione di Poppea

Drei ausgewachsene Bühnenwerke schickt die Staatsoper Berlin ins Getümmel der Barocktage 2018. Als erstes wagt sich Monteverdis rätselhaft pralles Spätwerk L’Incoronazione di Poppea in der Regiearbeit von Eva-Maria Höckmayr aus der Deckung. Eine minimalistisch aufgebogene Bühnengoldfolie als Tummelplatz für Eros, Eifersucht und Ekstase,  Weiterlesen