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Bevor die Berliner Philharmoniker im philharmonischen Sommerloch verschwinden, haben sie noch zwei Aufgaben zu verrichten. Einer, dem letzten Konzertdoppelpack der Saison, entledigen sie sich heute Abend. Weiterlesen
23 Donnerstag Jun 2016
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Bevor die Berliner Philharmoniker im philharmonischen Sommerloch verschwinden, haben sie noch zwei Aufgaben zu verrichten. Einer, dem letzten Konzertdoppelpack der Saison, entledigen sie sich heute Abend. Weiterlesen
18 Samstag Jun 2016
Posted in Emmanuel Ax, Simon Rattle
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Berliner Philharmoniker Simon Rattle Debussy Varèse Betsy Jolas Emanuel Ax Percy Grainger / Foto: twitter.com
Die Herren tragen heute Fliege.
Herr Rattle, folgen Sie dieser Logik. Wenn Brexit = ja, dann Sie = deutscher Pass. Wie soll das gehen ab 2018 ? Sie LSO-Boss, aber gleichzeitig im Häuschen Nähe Grunewald wohnen bleiben? Wollen Sie, dass Berliner Grenzer, Weiterlesen
13 Montag Jun 2016
Posted in Frank Peter Zimmermann, Marek Janowski, RSB
Liebe Klassik-Fans. Machen Sie es nicht so wie ich. Jahrelang habe ich Rachmaninow, Tschaikowsky, Skrijabin, Prokofjew gemieden. Sie wissen schon, diese spätromantische bis pseudomoderne russische Musik. BPO, RSB, DSO spielen Rachmaninow? Nee danke, ich höre RBB, Fricsay, Webern. Weiterlesen
11 Samstag Jun 2016
Posted in Darius Milhaud
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Das Konzerthausorchester Berlin spielt unter Dimitri Kitajenko Werke von Milhaud, Prokofjew und Mussorgski. Die programmatische Linie des Konzertabends lässt sich grob mit den Worten „russischer Hackfleischtopf plus französisches Kleingemüse“ umreißen.
Ich bin wegen Kitajenko und Prokofjew hier.

Herr Kitajenko ist ein freundlicher, weißhaariger Herr. Kitajenko trägt weiße Welle mit Seitenscheitel. Dieser Typ Frisur ist westlich der Wolga selten. Kitajenkos Rechte schlägt den Takt. Seine Linke gibt in aller Ruhe die nötigen Einsätze. Freundlich überwacht der Russe die Aktionen des Konzerthausorchesters.
Prokofjews Sinfonie Nr. 7, Spätwerk und Schwanengesang zugleich, verunsichert durch Sowjet-Serenität. Aber nur leicht. Die 7. füttert den Zuhörer nicht NUR mit Bildern fröhlich ausschreitender Komsomolzen. Prokofjews Melos funktioniert subtiler. Die Themen mixen melancholischen Klang mit transparenter Linie und subtexteln miteinander um die Wette. Es gibt weiterhin kleine, aber tückische Manipulationen des motivischen Grundmaterials. Der alternde Prokofjew ist und bleibt ein Fuchs. Kitajenko sorgt für die ruhige Ausbreitung in die Horizontale. Das macht seine Klasse aus. Kitajenko macht erlebbar, wie präzise die Formen in der „Siebten“ gefasst sind. Und sonst? Das Tempo ist relaxt. Kitajenko dirigiert „leidenschaftlich und unsentimental“.
Von Kitajenkos weiträumig disponierendem Dirigat profitieren auch Mussorgskis düsterdunkle Bilder einer Ausstellung, deren Lapidarstil stets aufs Neue beeindruckt. Ravels Orchestrierung der ursprünglichen Klavierfassung ist auch martialische Aufpäppelung und virtuose Verpackung, aber eben immer auch mehr. Sie macht den Rang der „Bilder“ auf dem Orchesterpodium klar.
Zu Beginn stimmt das Konzerthausorchester Berlin mit Milhauds Suite La Creation du Monde auf den Abend ein.
09 Donnerstag Jun 2016
Posted in Antonín Dvořák, Edward Elgar, Krystian Zimerman, Simon Rattle
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Das ist ein schönes Programm. Es gibt eine Uraufführung, wat Kleinet von Elgar, was Großes von Beethoven und die beschließenden
Weiterlesen06 Montag Jun 2016
Posted in Daniel Barenboim, Martha Argerich
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Das Geburtstagskonzert. Martha Argerich und die Staatskapelle.
Spontaner Eindruck: Die Staatskapelle ist sehr gut gelaunt. Und Martha Argerich merkt man das Alter an. Behend vom Podium eilen, das sind tempi passati.

Das immer noch störrische Haar lässt sie frei und grau fließen. Sie spielt die Klavierkonzerte Nr. 1 und 2. Beide hat Argerich öfters mit der Staatskapelle gespielt. Die Konzerte Nr. 3, 4 oder 5 wären auch schön gewesen.
Ich rede im Folgenden hauptsächlich über das Klavierkonzert Nr. 1, op. 15. Nr. 2 habe ich aufgrund von Sonntagsnachmittagsmüdigkeit nur halbwegs wach verfolgen können.
Drei Dinge fallen zunächst auf an Argerichs Spiel: Lässigkeit, Freiheit, Temperament.
Weiterlesen05 Sonntag Jun 2016
Posted in Florian Hoffmann, Simon Rattle, Sylvia Schwartz
Ein Late-Night-Konzert mit dem unschlagbaren Debussy, der französischen Komponistin Betsy Jolas und Altmeister de Falla.
Debussy ist nie verkehrt. Debussys Sonate für Flöte, Viola und Harfe ist eines jener Stücke, bei dem Einfachheit und Vollkommenheit eine so enge Verbindung eingehen wie derzeit nur noch Yusif Eyvazov und Anna Netrebko. Die Sonate wiegt eine Mahlersinfonie auf. Mathieu Dufour, Ignacy Miecznikowski (an der Bratsche, war er das?), Marie-Pierre Langlamet spielen.
Der großartige Bratscher Máté Szűcs spielt Betsy Jolas‘ Épisode sixième für Viola solo so nuancensüchtig wie präszisionsversessen. Nebenbei gelingt ihm auch noch erfolgreich die Zündung der nervösen Substanz des Werks. Jolas, Jahrgang 1926, war Schülerin Milhauds und Messiaens. Und da kommt auch schon Simon Rattle mit einem Notenblatt in der Hand. Er eilt zum Klavier. Szűcs und Rattle spielen Betsy Jolas Ruht wohl, das seinen Klang nun entspannter in der Horizontale ausbreitet. Simon Rattle führt die noch taufrisch wirkende Komponistin eigenhändig aus den schummerigen Tiefen von Block A vor das Podium.
Zuletzt Manuel de Fallas Zwanzigerjahre-Opus El retablo de maese Pedro. Das Stück ist von diskreter Buntheit, und überklar ausgeleuchtet durch solistische Aktionen. Besonders schön ist dann die Violine Laurentius Dincas. Hier singt der Tenor Florian Hoffmann, morgen in Berlin wieder in Martinus Juliette zu hören, den Part des Maese Pedro. Parallel macht sich Sylvia Schwartz‘ Sopran durch silbrige Höhensicherheit bemerkbar. Und Josep-Miquel Ramón liefert einen sanft kantablen Don Quixote ab. Simon Rattle dirigiert. Die Musiker spielen kongenial.
Schönes Konzertchen. An programmtechnischer Knackigkeit sind die Late Nights den regulären Konzerten der Philharmoniker noch stets die eine oder andere Nasenlänge voraus.
05 Sonntag Jun 2016
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03 Freitag Jun 2016
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Juliette.
Komponist: Bohuslav Martinů (geboren 1890, lernt ab 1923 bei Roussel in Paris). Die Oper komponiert: 1938. Weiterlesen
28 Samstag Mai 2016
Posted in Claude Debussy
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Das Programm bietet entspannte, iberische Werk-Perspektivik.
Weiterlesen26 Donnerstag Mai 2016
Alvis Hermanis inszeniert nicht eine, sondern zwei Toscas. Eine Bühnen-Tosca, und eine Comic-Tosca. Die Bühnen-Tosca spielt Anno 1900. Die Comic-Tosca spielt
Weiterlesen19 Donnerstag Mai 2016
Posted in Anna Netrebko, Christian Thielemann, Piotr Beczala
Diese Galerie enthält 5 Fotos.
Mehr Informationen unter Facebook Anna Netrebko, Facebook Semperoper und Twitter Semperoper.
17 Dienstag Mai 2016
Premierenkritik Die Meistersinger, Bayerische Staatsoper. Live auf BR Klassik.
Weiterlesen14 Samstag Mai 2016
Posted in DSO, Gautier Capuçon, Konstanze von Gutzeit, Sennu Laine, Tugan Sokhiev
Ein gestaltenreich angelegter Abend mit Tugan Sokhiev und dem DSO.
Prokofjews Leutnant Kische-Suite ist eines jener Stücke, die beim ersten Hören oft den Eindruck von Unerheblichkeit machen. Das Problem sind – besser: scheinen – motivische Dünnsuppigkeit und satztechnischer Simplizismus. Aber Vorsicht! Schon klar, die Suite ist in etwa so wenig symphonisch konzipiert wie Schumanns „Am Kamin“. Prokofjew hielt bei dem Thema der Suite – die zweifelhaften Segnungen des Bürokratismus – offenbar ein Amalgam aus Sowjet-Schneid und motivischer Klarheit für angebrachter als trotzigen Bartókismus. Die Melodik ist nun einmal von so kalkulierter Einfachheit, die auch den unmusikalischsten Komsomolzenstiefel zum Mitwippen veranlasst haben dürfte. Man muss Leutnant Kische hören wie eine Mozartklaviersonate. Kurz und gut, wer die Suite heute Abend nicht umwerfend genial fand, sollte die morgige Wiederholung des Konzerts besuchen. Weiterlesen
10 Dienstag Mai 2016
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Barenboim in den Tiefen des Orchesters / Foto: Anton Schlatz
Ein subtiler Debussy-Leckerbissen, ein oller Ravel-Schlager, dazwischen ein filigran abgetöntes Konzert von Dutilleux.
In Ravels Antiken-Schnulze Daphnis et Chloé (wie meist als Suite Nr. 2) ist die Staatskapelle des Tempos voll. Daniel Barenboim steuert die Höhepunkte an wie ein erfahrener Sturmpilot das Auge des Hurricans. Barenboim gönnt sich im Eifer des Gefechts – gegen Schluss – zwei, drei Fußstampfer. Die Gefahr einer alle Nebenstimmen überstrahlenden, schimmernden Monochromie bannt Barenboim durch eine lebhaft expressive Ausdeutung der Orchesterpalette.
Nicht an Eingängigkeit, doch an Schwung der Phantasie ist Debussy Ravel wie eh und je überlegen. Wenn Debussy wie in der Orchesterversion der Images Landschaftseindrücke und Reiseerinnerungen nutzt, um ein Meisterwerk zu schreiben, so findet Debussy zu einer Sprache der Leidenschaft, die Ravel fern ist. An dreidimensionaler Tiefenschärfe und übersinnlicher Strahlkraft der Farben wird Debussy sowieso jedem Hightech-Fernseher der nächsten 2000 Jahre überlegen sein. Klug, wie Debussy ist, lässt er die Schwierigkeiten der Komposition hinter einer folkloristischen Einfachheit verschwinden. Im Konzert in der Philharmonie stellt mich die Staatskapelle Berlin durch die verschwenderische Kraft der Spannungsmarken, durch dichte Staffelung ebenso kleinräumiger wie knackiger Crescendo-Module und last not least durch die glutvollen Bläsersoli zufrieden.
Ich bin wegen Dutilleux‘ Tout un monde lointain gekommen. Das Cellokonzert des Franzosen (Fertigstellung 1970) steht für das traurige Aufblühen kurzer, aber umso intensiverer Kantilenen und für präzise, aber umso heftigere Ausbrüche der Solistin. Solo-Cellistin Sennu Laine meistert den Solopart. Von den Cello-Solisten, die während der bisherigen Saison mit Tout un monde lointain in Berlin zu hören waren, ist die Interpretation Sennu Laines die expressiv-sprachähnlichste, nachdem Truls Mørk mit den Philharmonikern seltsam verhalten spielte und Konstanze von Gutzeit mit dem RSB das Konzert in erregter Strenge ausspielte.
Das DSO spielt das Dutilleux-Konzert ebenfalls diese Woche. Solist wird Gautier Capuçon sein.
Gleichzeitig nebenan im Kammermusiksaal das Hagen-Quartett.