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Opern- & Konzertkritik Berlin

~ Klassik-Blog für Konzertberichte und Opernkritiken aus Berlin

Opern- & Konzertkritik Berlin

Archiv des Autors: Schlatz

Kritik Berliner Philharmoniker Riccardo Muti: Tschaikowsky Sinfonie 4 Schubert Sinfonie 4

25 Donnerstag Mai 2017

Posted by Schlatz in Riccardo Muti

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Berliner Philharmoniker

Riccardo Muti Berliner Philharmoniker 2017

Ein vorzügliches Konzert.

Riccardo Muti ist ein älterer Herr, gediegene Maestro-Aura umweht ihn, Beweis und Zeichen dessen: der wallende Mittelscheitel. Die Brille (großes Sichtfeld) deutet auf Abwesenheit von Eitelkeit- bis man die gelbe Tönung bemerkt. Der dezente Hüftschwung eines Fünfundsiebzigjährigen! Ist das Mutis sinnenfrohe Altersmilde? Aber es gibt auch Momente kompromissloser Dirigier-Strenge, einen Geste der Rechten, ein ungnädiger Blick. Charakteristisch ist die breite Mundpartie.

Wie Barenboim tritt auch er mitten im Stück zurück, pausiert, lässt die Arme sinken, lässt die Musiker spielen, folgt dem Treiben der Musik. Das sind die Privilegien älterer Herren. Weiterlesen →

Kritik Premiere Medea Reimann Komische Oper Berlin: Nicole Chevalier

22 Montag Mai 2017

Posted by Schlatz in Günter Papendell, Ivan Turšić, Nadine Weissmann, Nicole Chevalier, Steven Sloane

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Komische Oper

Die Handlung ist klar. Medea, aus Kolchis am Schwarzen Meer gebürtig, wird am Hof von Korinth verflucht und verbannt. Ehemann Jason, Zauderer und Feigling, hilft nicht. Medea geht, aber als Kindsmörderin und als flammender Fluch für Kreusa, Jasons Neue.

Medea ist uraltes Tragödien-Terrain. Auch Grillparzer griff sich den Stoff. Und, vermittels Grillparzer, auch Aribert Reimann, der Berliner, Jahrgang 34, neben und mit Wolfgang Rihm Deutschlands führender Musikdramatiker. Weiterlesen →

Kritik Berliner Philharmoniker Andrés Orozco-Estrada: Rachmaninow Klavierkonzert Nr. 4 Andsnes Schostakowitsch

19 Freitag Mai 2017

Posted by Schlatz in Andrés Orozco-Estrada, Leif Ove Andsnes

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Berliner Philharmoniker

Andrés Orozco-Estrada Berliner Philharmoniker

Andrés Orozco-Estrada debütiert mit Schostakowitschs Fünfter.

Vor die Fünfte setzen die Programmgötter jedoch das Klavierkonzert Nr. 4 von Rachmaninow.

Da ist die Überraschung. Orozco-Estrada und Andsnes nehmen den Beginn des vierten Klavierkonzert von Rachmaninow sehr rasch, quasi rubatolos. Wenn Leif Ove Andsnes das Klavierkonzert Nr. 4 mit kantig modelliertem Ton, nordisch schnörkellos und ohne nennenswerte Schattierungen der Dynamik, der Farbe, des Klangs spielt, dann klingt das so anti-russisch wie möglich. Statt Rubato-Selbstherrlichkeit herrscht Kunst-Ernst. Ausdruck wird zurückgehalten. Melodielinien wirken ungewöhnlich gedrängt. Wärme? Extrovertiertheit? Jamais, never, никогда. Feinheiten des rhythmischen Gefühls verschmäht Andsnes. Dafür tischen Orozco-Estrada und Andsnes uns ein sehnig gestrafftes Klavierkonzert auf. Inneres, Inniges gelingt weniger leicht: Für die Höhepunkte hat Andsnes wenig Ekstase. Das Finale gerät in seiner unbedingten Klarheit am besten. Weiterlesen →

Kritik Don Carlo Schillertheater Berlin: Lianna Haroutounian Pape Sartori Trekel

16 Dienstag Mai 2017

Posted by Schlatz in Evelin Novak, Fabio Sartori, Jan Martiník, Marina Prudenskaya, Massimo Zanetti, Miloš Bulajić, Narine Yeghiyan, René Pape, Roman Trekel

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Don Carlo Verdi Staatsoper Berlin

In Don Carlo erwischt man Giuseppe Verdi ja fast auf dem Weg zum (Opern-)Kunstwerk der Zukunft. Solch stockende Grübel-Arien, solch messerscharf ausgeprägte Bühnencharaktere und vor allem so sprechtheateraffin hat Verdi nie wieder komponiert.

Und wie kaum ein anderer „Verdi“ ist Don Carlo Familienaufstellung pur.

Da ist der einsame Spanierkönig Philipp II., ein schwer an der Bürde der Macht Tragender, von René Pape mit weniger imposant strömender Basskraft Weiterlesen →

Andrea Chénier: Marcelo Álvarez María José Siri George Gagnidze

16 Dienstag Mai 2017

Posted by Schlatz in Annika Schlicht, Attilio Glaser, Dong-Hwan Lee, Ievgen Orlov, Judit Kutasi, Marcelo Álvarez, Maria José Siri, Paolo Carignani, Ronnita Miller

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Deutsche Oper Berlin

Andrea Chénier, das ist die klassische Dreiecksgeschichte in der Variante Revolutionsdrama. Die Moral von der Geschichte? Im Schatten der Guillotine ist schlecht lieben. Und der Brite John Dew inszenierte Umberto Giordanis Verismo-Meisterwerk an der Deutschen Oper Berlin grell und unmissverständlich. Der erste Akt ist eine fulminante Leistungsschau der Kostümbildnerei.

HIER BESPRECHUNG DES CHÉNIER VOM 28. NOVEMBER 2018 LESEN!

Für den standhaften und hitzigen Dichter Chénier bringt Tenor Marcelo Álvarez viel virilen Verve und Leidenschaft mit: Der Argentinier strahlt hinreichend revolutionäre Persönlichkeit aus und singt sich mit Caramba und Karacho durch seine zahlreichen Arien. Gut, der Mann lässt sich von seinem Temperament bisweilen zu äußerlichen Effekten (man höre die Partitur-fremden Noten am Schluss von „Un dì all’azzuro spazio“) hinreißen, womit er

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Staatskapelle Berlin Lahav Shani: Prokofjew Violinkonzert 1 Lisa Batiashvili, Sinfonien 1 & 5

08 Montag Mai 2017

Posted by Schlatz in Lahav Shani, Lisa Batiashvili

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Staatskapelle Berlin

Der Dirigent Lahav Shani ist eine auffällige Erscheinung.

Über dem kleinen Körper erhebt sich ein Kopf, der durch eine widerspenstige Frisur noch vergrößert wird. Die Dirigierbewegung kommt aus der Hüfte, der Oberkörper zieht es vor, steif zu bleiben. Dafür kreisen die Arme in einem begrenzten Bereich vor Brust und Hals, wobei die Schultern starr wirken, was natürlich auch an einem zu großen Jackett gelegen haben kann. Typisch ist das anfeuernde Armrollen. In den Bewegungen des jungen Israelis steckt noch Schlaksiges.

Kurz und gut, Lahav Shani scheint ein Dirigent mit vielversprechenden Karriereaussichten zu sein.

Das kapriziöse Programm bietet drei Mal Prokofjew.

Staatskapelle Berlin Lahiv Shani

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Kritik Konzerthausorchester Iván Fischer: Kit Armstrong Beethoven Klavierkonzert Nr. 2

07 Sonntag Mai 2017

Posted by Schlatz in Bernd Alois Zimmermann, Ivan Fischer

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Konzerthausorchester

Es ist ein weites Land zwischen Beethoven, Mauricio Kagel und Bernd-Alois Zimmermann, das da im Konzerthaus durchmessen wird. Beethoven als seriöser Substanzsetzer, Kagel und Zimmermann als Flankengott.

Da ist es für alle Moderne-Angsthasen gut, dass man sich bei Beethovens Klavierkonzert Nr. 2 auf festem sinfonischem Terrain befindet.

Wie spielt er nun, der noch immer von früher Wunderkindaura Umwehte?

Ohren aufmachen, hinhören. Erstaunen: Bei Kit Armstrong klingt noch nicht alles hasenrein. Im Konzert muss der US-Amerikaner ja wie jeder andere erst mal zeigen, was er kann. Anfangs ist er mehr Pianist als Musiker: Der Einstieg in die Solo-Exposition ist uninteressant. Staccati spielt Armstrong überdeutlich, Sforzati (dadurch entsteht überscharf Gezeichnetes) stellt er deutlich aus, künstliche Nervosität liegt in der Luft (also etwas zutiefst Brendel-Artiges). Kein Wunder, dass während der Solo-Exposition in beinah jedem Takt das Konzerthausorchester passender, besser, gelungener spielt (wie frisch und reich klingt das 2. Thema!). 

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Kritik Rattle Berliner Philharmoniker: Bruckner Sinfonie 8 Simon Holt Surcos

06 Samstag Mai 2017

Posted by Schlatz in Simon Holt, Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Brucknersinfonien zählen zu den Kronjuwelen des Repertoires.

Doch warum muss man Bruckner partout mit Mozartkonzerten umhegen? (Herr Barenboim??) Besser ist, Zeitgenössisches voranzustellen.

Surcos („Furchen“) des Briten Simon Holt ist ein kurzes, einsätziges und interessantes Stück. In ihm schlägt ein mürber, asymmetrischer Grundpuls (Blech, Harfe). Erst nach einer Weile kommt es zu polyphonen Gefechten glühend Weiterlesen →

Kritik Tosca Berliner Philharmoniker Rattle: Kristine Opolais Álvarez

18 Dienstag Apr 2017

Posted by Schlatz in Kristine Opolais, Marcelo Álvarez, Marco Vratogna, Peter Rose, Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Die Berliner Philharmoniker machen Oper. Wie jedes Jahr in Baden-Baden zur schönen Osterzeit.

Heuer ist es Tosca, Puccinis Diven-, Künstler- und Sadistendrama.

Man kann diskutieren, ob die Welt eine Tosca von den Berlinern braucht. Vermutlich brauchte die Welt 2013 auch keine Zauberflöte von den Berlinern. Aber gut. Chefdirigententräume sind womöglich dazu da, erfüllt zu werden. Zumal Rattle in dieser Saison mit konzertanten Opernaufführungen von Ligeti und Bartók auch schon sperrige Opernware in die heimischen Abokonzerte bugsierte.

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Staatsoper Wien Parsifal Kritik: Alvis Hermanis inszeniert

16 Sonntag Apr 2017

Posted by Schlatz in Caroline Wenborne, Christopher Ventris, Gerald Finley, Ileana Tonca, Jochen Schmeckenbecher, Kent Nagano, Margaret Plummer, Nina Stemme, Olga Bezsmertna, René Pape, Semyon Bychkov, Thomas Ebenstein, Zoryana Kushpler

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Staatsoper Wien, Wiener Philharmoniker

Der Parsifal als echt wienerisches Anstaltsweihefestspiel. Das hat es noch nicht gegeben. Jetzt ist es an der Wiener Staatsoper zu erleben.

Nun hat also auch Wien seinen Alvis Hermanis.

Hermanis denkt sich Folgendes: Die Gralsburg ist eine Psycho-Anstalt, wie sie im Wiener Jugendstil-Architekturführer steht. Darin herrscht Gurnemanz als weißbekittelter Oberarzt. Klingsor ist auch Arzt, hat sein Zimmer gleich nebenan, wirkt aber als fieser Pathologe. Und, oh höchstes Wunder, der Gralskelch ist ein Hirn. Die Zeit: um 1900. Die Sezession lässt herzlich grüßen.

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Kritik Berliner Philharmoniker Baden-Baden: Rattle Batiashvili Dvořák Bartók

14 Freitag Apr 2017

Posted by Schlatz in Lisa Batiashvili, Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Das fünfte Jahr in Folge verbringen die Philharmoniker Ostern in Baden-Baden.

Rattle und die Seinen genießen frühlingshafte Temperaturen an der freundlich plätschernden Oos. Und machen nebenher Musik.

Das heutige Programm – Hauptwerke von Dvořák und Bartók – strahlt Osterfestkonzertgediegenheit aus, die Spielstätte Festspielhaus und der vor fünf Jahren von der Salzach entführte Marketing-Rahmen „Osterfestspiele“ verpflichten. Weiterlesen →

Kritik Festtage Staatskapelle Barenboim: Beethoven Violinkonzert Anne-Sophie Mutter, und anderes

12 Mittwoch Apr 2017

Posted by Schlatz in Alban Berg, Anne-Sophie Mutter, Claude Debussy, Daniel Barenboim, La Mer, Orchesterstücke

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Staatskapelle Berlin

Anne Sophie Mutter Beethoven Violinkonzert Philharmonie Berlin

Gottogott!

Ein Festtagekonzert der Schwergewichtsklasse, was Länge und Niveau der Stücke angeht. Das ist das Programm: Takemitsus immerhin mittelkurzes Nostalghia, Beethovens Violinkonzert (48 Minuten!), Debussys magistrales Meta-Stück La Mer, Bergs epochale Drei Orchesterstücke.

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Kritik Premiere Frau ohne Schatten Staatsoper Berlin Claus Guth

10 Montag Apr 2017

Posted by Schlatz in Alfredo Daza, Anja Schlosser, Burkhard Fritz, Camilla Nylund, Claus Guth, Evelin Novak, Grigory Shkarupa, Iréne Theorin, Michaela Schuster, Narine Yeghiyan, Richard Strauss, Roman Trekel, Wolfgang Koch, Zubin Mehta

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Frau ohne Schatten Staatoper Berlin Premiere Camilla Nylund
Die Frau ohne Schatten: Camilla Nylund singt die Kaiserin / Foto: Hans Jörg Michel

Die Frau ohne Schatten ist das sperrigste Opernkind aus der Künstlerehe Strauss-Hofmannsthal.

Hier Kritik der Vorstellung vom September 2018 mit Simone Young lesen!

Was ist die Frau ohne Schatten nicht alles? Die Fruchtbarkeitsfestoper schlechthin. Saure Eheüberhöhungsoper. Hehres Paartherapieweihfestspiel.

Ja, die Frau ohne Schatten (Uraufführung 1919) ist von allegorischem Humbug überladen, die Handlung zäh wie kalter Honig.

Und doch liegt falsch, wer diese oft geschmähte, selten geliebte Opernzumutung nicht liebt. Vom Duo Strauss-Hofmannsthal selbst stets als Haupt- und Lieblingswerk angesehen, steht dieser Eheglücksmumpitz doch mit beiden Beinen fest in der europäischen Operntradition (Zauberflöte!) – und zuallererst auch in Strauss‘ eigener: in der „Frosch“ rumoren Rosenkavalier und Elektra, Alpensymphonie und Till Eulenspiegel.

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Festtage 2017 Parsifal Barenboim: Andreas Schager, Anna Larsson Kundry, René Pape Gurnemanz

09 Sonntag Apr 2017

Posted by Schlatz in Andreas Schager, Anja Schlosser, Anna Larsson, Dominic Barberi, Lauri Vasar, Michael Smallwood, Narine Yeghiyan, René Pape, Sónia Grané

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Staatskapelle Berlin

Außer Rand und Band: kleine Gralsritterschlägerei im dritten Akt / Fotos: Ruth Walz / staatsoper-berlin.de

Außer Rand und Band: kleine Gralsritterschlägerei im dritten Akt / Fotos: Ruth Walz / staatsoper-berlin.de

Parsifal ist das Meta-Werk par excellence. Es hat so viele doppelte Böden, dass man vor lauter Böden schier die Noten nicht mehr hört.

Und Barenboim ist der Parsifal-Dirigent par excellence.

Und René Pape ist der Gurnemanz par excellence, spielfaul wie eh und je (selbst, dass er Kundry am Ende erdolcht, bekommt nur der mit, der es vorher schon weiß), doch in dieser Rolle ist Pape stellenweise unendlich bezwingend. Die von Pape in orgelnder Stimmpracht exponierten Vollhöhen sind zwar die auffälligsten Pluspunkte, vollauf überzeugend Weiterlesen →

Madama Butterfly Staatsoper: Oksana Dyka Teodor Ilincăi Alfredo Daza

24 Freitag Mär 2017

Posted by Schlatz in Alfredo Daza, Arttu Kataja, David Oštrek, Eun Sun Kim, Michael Smallwood, Oksana Dyka, Teodor Ilincai

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Michael Smallwood, Natalia Skrycka, Katharina Kammerloher, Alfredo Daza, Oksana Dyka, Teodor Ilincăi
Michael Smallwood, Natalia Skrycka, Katharina Kammerloher, Alfredo Daza, Oksana Dyka, Teodor Ilincăi, Eun Sun Kim

Diese Madama Butterfly ist anders.

Oksana Dyka ist groß und knochig. Dyka überragt den Pinkerton ebenso wie ihren (einzigen) Freund, den Konsul. Diese Madama Butterfly ist keine Farfalletta, kein süßer Schmetterling. In einem Ehestreit trüge nicht sie, sondern der US-Boy die blauen Flecken davon.

Oksana Dyka, das ist ein Sopran wie ein Traktor. Eine Butterfly mit dem Herz einer Tosca. Unmöglich, dass eine Madama Butterfly mit dieser Stimme noch Jungfrau ist.

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