Elektra, Staatsoper: Mette Ejsing, Silvana Dussmann, Reiner Goldberg und Deborah Polaskis Phonstärken

Die Elektra enttäuschte. Die Leitung von Michael Boder hörte sich unidiomatisch, fantasielos und hart – kurz: wie der Motor eines zehnjährigen Opels – an. Es fehlte eine gewisse Spritzigkeit, eine Biegsamkeit, etwas von „Und Kinder wachsen auf mit tiefen Augen…“ Deborah Polaski ließ ihre Phonstärken in die gleiche Kerbe prasseln, wenn man das mal mit einem schiefen Bild anmerken darf. Polaksis leicht uninteressanter, zwischentonloser, unflexibler, tremolierender Sopran wirkte durch bleiernes und bierernstes Pathos.

Man muss Hofmannsthals Antike nicht ernster nehmen, als es Strauss sowieso schon tat. Klytämnestra sang die gewohnt souveräne Mette Ejsing, Silvana Dussmann (Chrysothemis) artikulierte mit dem Ausdruck herzlicher Sorge (statt Anne Schwanewilms). Reiner Goldberg gelang ein nicht so kometenhaftes, in jede Ritze der Rolle schlüpfendes Porträt wie als Herodes in der Salome wenige Wochen zuvor.

Dieter Dorn (hier Kritik der Elektra-Premiere 2016 lesen!) fügte dem eine Inszenierung hinzu, die alle Klischees einer das Individuelle zwischen ihren fetten Kiefern zerkrümelnden Antike bedient, aber keine erlöst: eine monströse Hinterhaxe baumelt am Fleischerhaken vom Bühnenhimmel, Mägde tummeln sich in Untermenschenmanier. Die vorherrschende Farbe ist Schiefergrau. Opernkritik Elektra Berlin Staatsoper: Richard Strauss‘ Härte stach nicht.

Daniel Barenboim parsifalisiert Berlin II – noch mal zu Barenboims Parsifal an der Staatsoper mit René Pape Gurnemanz, Michaela Schuster, Burkhard Fritz

Daniel Barenboim Bernd Eichinger René Pape Michaela Schuster Burkhard Fritz Roman Trekel Christof Fischesser

Opernkritik Parsifal Staatsoper Berlin. Die Februar- und März-Aufführungen waren das A, die zwei Juni-Vorführungen waren das O der zweiten Saisonhälfte. Es ist ein Glück, Barenboim im Orchestergraben nach dem Taschentücherl greifen, vom Hocker sich erheben, ins Orchester hineinwedeln zu sehen. Die Verwandlungsmusiken, die Vorspiele schluckt man wie Hostien. Der Berliner Parsifal (siehe auch) ist nicht ausverkauft, was auf Hitze, oder auf Desinteresse, oder auf die Länge des Stücks oder auf die Beliebtheit von Strandbars in Berlin schließen lässt. Michaela Schuster kann viel, doch sie wird es noch konzentrierter können. Ihr Spiel scheint etwas zu ausufernd, ihre Stimme etwas unruhig. Pape und Barenboim verstehen sich nicht blind wie Barenboim und Waltraud Meier, sondern scheinen eher genauestens auf die Musik zu hören – nur jeder macht’s etwas anders. Pape hat was Jugendliches in der Stimme. Weiterlesen

Staatsoper Berlin: Reiner Goldbergs Herodes, Nadja Michaels Salome. Philippe Jordan dirigiert

Hier Kritik der Salome 2013 mit Mehta, Nylund, Remmert, Siegel und Dohmen lesen.

Diese Salome gefiel. Die Leitung von Philippe Jordan hatte Elan, Farbe, Rhythmus. Dazu kam eine ganz hörenswerte Präzision der Orchesterstimmen. Es fehlten Rausch, Lyrik, Biegsamkeit. Reiner Goldberg schlüpfte in die Rolle des Herodes, als sei er Herodes und nicht Goldberg. Goldbergs Herodes liegt zwischen Perversion und Leiden, Goldberg beherrscht die Anforderungen an Stimme und Bühnenpräsenz geradezu locker, dazu kommt noch die helle, jedoch nicht scharfe, wie ein Spülgummihandschuh dehnbare Stimme von großer Energie und weißem Klangcharakter. Das war wohl so etwas wie Weltklasse.

Harry Kupfers Regie wirkt noch frisch und plausibel. Nadja Michael war körperlich eine ausgesprochen salomeisierende Salome, stimmlich auch (Wärme, Intelligenz, Biegsamkeit, Engagement), allerdings bis auf die (auch im Ausdruck) dünnen Stimmhöhepunkte, die ihre Kraft zu übersteigen schienen.

Staatsoper Rosenkavalier: Angela Denoke Marschallin, Katharina Kammerloher, Margareta Klobucar

Heinz Fricke Nicolas Brieger Angela Denoke Katharina Kammerloher Margareta Klobucar

Opernkritik Rosenkavalier Staatsoper Berlin. Der Rosenkavalier, naja, war halt ein Rosenkavalier. Die Partitur läuft ja quasi selbstantreibend (wie auch bei Figaros Hochzeit), von daher war die auszeichnungslose Leitung von Heinz Fricke nur ein kleiner Schaden. Aber dennoch war der Rosenkavalier partiturenweit entfernt von einem saftigen, oder subtilen oder auch nur sehr guten Abend. Angela Denoke sang schön und rein. Weiterlesen

Mozart, Figaro, Berlin: Anne Schwanewilms, Roman Trekel, Hanno Müller-Brachmann

Dan Ettinger Thomas Langhoff Hanno Müller-Brachmann Anne Schwanewilms Roman Trekel Katharina Kammerloher Adrienne Queiroz

Da fällt die Besprechung schwer. Von den nicht ganz wenigen Figaros, die man im Laufe der Zeit so sieht, war dies einer der mäßigen, um nicht zu sagen einer jener Figaros, dies sich überall mäßigen, nur nicht in der Mäßigkeit. Vielleicht lag es an der Inszenierung von Thomas Langhoff, die ansehnlich war, einen gewissen Pfiff besaß, ohne es mit dem Pfiff zu übertreiben, und die reizende, durchseelte Plauderhaftigkeit vermissen ließ, die den Figaro zuweilen so umwerfend macht. Vielleicht lag es am Dirigat Dan Ettingers, der genug Routine besitzt um Mozart auf Linie zu halten, doch Mozarts Figaro nicht so anhaucht, dass die Figuren zu schweben beginnen. Vielleicht lag es auch daran, dass der Mai 2007 mit Claudio Abbados Abstecher nach Berlin (Brahms, Bach und Kurt Weill), mit Martha Argerichs Ravel, dem Alban Berg Quartett und Mariss Jansons (Mahler) einfach zu viel war für einen Figaro von Ettinger und Langhoff. Dabei sangen Hanno Müller-Brachmann (ein ruppiger Figaro) und Anne Schwanewilms (eine Gräfin mit dem gewissen Extra), Katharina Kammerloher (ein langgewachsener Cherubino) und Roman Trekel (ein robuster Graf) sowie Adriane Queiroz (eine in zweierlei Hinsicht voluminöse Susanna) hübsch, prächtig. Berlin ist keine Mozartstadt. Also, Kiel oder Oldenburg zum Beispiel ja auch nicht, aber so ein bissl Mozartstadt wäre schon gut. Für Berlin meine ich, und natürlich für mich. Ich gehe nicht wieder rein. Opernkritik Figaro Berlin Staatsoper: anstrengend, fahrig, ergebnislos.

Staatsoper: Macbeth mit Michael Gielen, Sylvie Valayre, Valeri Alexeev und Andrew Richards

Michael Gielen Peter Mussbach Alexeev Sylvie Valayre Hanno Müller-Brachmann Andrew Richards

Eine von Mussbachs leidenschaftlich kühlen Inszenierungstaten an der Lindenoper. Ich bin Mussbach-Fan. Dies nur zwischendurch. Diese Bühneninterpretation für Giuseppe Verdis Macbeth ist energisch, stark, schnickschnacklos, sie konzentriert sich auf die Geschichte, hat eine Zuneigung zum Skalpell, eine Abneigung gegen das Einschmalzen und ist unbedingt sehenswert. Unter Michael Gielen klang das Orchester selbstbewusst zurückhaltend, immer zur Stelle, präzise, sängerfreundlich. Gielen leitete auf einer kontrollierten Mittellage. Wenige Tage vorher war Gielen gleichfalls mit der Staatskapelle Berlin in der Philharmonie mit einer in den Binnensätzen sehr überzeugenden Fünften Sinfonie von Bruckner zu Gast. Weiterlesen

Barenboim parsifalisiert Berlin: René Pape, Michelle DeYoung, Hanno Müller-Brachmann, Josef Schmeckenbecher

Daniel Barenboim Bernd Eichinger René Pape Michelle DeYoung Hanno Müller-Brachmann Josef Schmeckenbecher

Opernkritik Parsifal Staatsoper Berlin. Parsifal – wie es so kommt ohne die angekündigten Plácido Domingo und Waltraud Meier. Was Daniel Barenboim hinlegt, ist fesselnd vom ersten Takt an. Wer im Rang sitzt, kann von oben zusehen, wie er auf seinem Hocker sitzt und schuftet und schwitzt. Jedes dynamische Gefälle, jede Aufrauung wirft frühere Parsifalerlebnisse über den Haufen, Barenboim häutet Wagners Parsifal, schafft Nachklang- und Ineinanderklangwunder. Bei Barenboim ist alles Atem, Spannung, Geste, die unterschiedlichen Formteile hängen zusammen in einem endlosen Ab- und Anschwingen, die Intensität der Aufmerksamkeit wird bis in das abphrasierende Pianissimo der Streicher getragen. Weiterlesen

René Jacobs, Staatsoper Berlin

René Jacobs Akademie für Alte Musik Berlin Vocalconsort Berlin Kosky Sunhae Im Stephane Degout Chappuis Lee Foresti

Lebendig und farbig realisiert von René Jacobs‘ Akademie für Alte Musik Berlin, dem Concerto Vocale und dem Vocalconsort Berlin. Monteverdis Partitur ist scharfzüngiger und explosiver als Strauss‘ Salome. Musiker und Chormitglieder stehen auf einer steil ansteigenden, bühnenfüllenden Treppe. Die Sänger steigen die engen Stufen zwischen den Musikern hindurch hinan und hinab. So ist die Musik ständig auf der Bühne gegenwärtig. Dies ist nicht nur inszenatorisches Konstrukt, es gibt der Musik mehr Raum, mehr Luft, Komplexität, Spiegelung, urwüchsige Kraft, Allegorik, melancholischen Glanz. Wenn man dies Prinzip der Inszenierung auch nicht auf andere Inszenierungen ausgeweitet sehen möchte. Barrie Kosky inszeniert. Kritik: Experiment geglückt.

Hilf, Verdi. Aida Staatsoper Berlin. Andrew Richards, Waltraud Meier, Norma Fantini, Dan Ettinger

Tenor Andrew Richards in cooler Umgebung // Foto: k.A. / tenorrichards.com

Das Schicksal dieser Aida an der Staatsoper Berlin heißt Pet Halmen. Er inszenierte und besorgte das Bühnenbild. Es ist eine Inszenierung, die man nicht vergisst, auch wenn man es wollte. Noch meine Weihnachtsgans hat einen Beigeschmack von Pet Halmen. Den Kostümen sieht man vom hintersten Hörerplatz an, dass sie irgendwann einmal im Kostümlager landen werden. Es gibt neben der Norma keine Inszenierung an der Lindenoper, der die Biederkeit in solchem Maß aus den Ohren quillt. Mussbach sollte sich an einem Wochenende eine Notinszenierung auf die Beine stellen, die ohne viel Zusatzkosten den betulichen Muff des hanebüchenen Bühnenbildes ummodelt. Ehrlich gesagt, habe ich wenig von der Inszenierung behalten. Diese Aida spielt im ägyptologischen Museum und alles ist ziemlich blau – zwei Dinge, die sonst

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Barenboims Tristan: Waltraud Meier, Clifton Forbis, Reiner Goldberg, Kwangchoul Youn, Hanno Müller-Brachmann, Gerd Grochowski

Daniel Barenboim Stefan Brachmann Hanno Müller-Brachmann Waltraud Meier Clifton Forbis Reiner Goldberg Kwangchoul Youn Rosemarie Lang Gerd Grochowski

Opernkritik Tristan und Isolde. Dies ist die bebuhte, kühl kalkulierende Tristan-Inszenierung, deren Bühnenbild von Herzog & de Meuron und deren Inszenierung von Stefan Brachmann stammt. Herzog & de Meuron schließen die Bühnenöffnung mit einer schneeweißen Gummiplane, bei der man nacheinander an Epidermis, Magenwand und Fruchtblase denkt; vorwitzige Kommentatoren nannten dies die Kondomwand. Die Idee, an diese Gummifolie Masten, Rahen und Körper von rückwärts zu drücken, so dass diese wie höhere Geisteszustände aus dem poetischen Jenseits schienen – das hatte was. Sie verhinderte jedoch nicht die massiven Buhs am Vorstellungsende. Die Konstruktion war jedoch technisch nicht ausgereift. Colin Forbis (Tristan) besaß bei einem Riss der Plane die Kaltblütigkeit eines echten Heldentenors und stemmte minutenlang den Fuß auf die angerissene Plane. Vermutlich war dies der Anfang vom Ende des Tristans von Herzog & de Meuron, das dann auch später sang- und klanglos kam.

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Norma weder noch: Zoran Todorovich, Sylvana Dussmann, Christof Fischesser, Carmen Oprisanu

Julien Salemkour Annegret Ritzel Zoran Todorovich Sylvana Dussmann Christof Fischesser Carmen Oprisanu

Opernkritik Norma. Diese Norma ist weder flott, noch anrührend, noch ist sie schön anzuschauen. Letzteres ist das Hauptmanko. Die Inszenierung von Annegret Ritzel ist ein Totschlagmotiv. Es handelt sich um eine der saftlosesten, penibel-fantasielosesten, trockensten, dürrsten, um nicht zu sagen nichtssagendsten Inszenierungen, die einem unterkommen können. Auch wenn man alles tut, um solchen Regiearbeiten aus dem Weg zu gehen, einmal erwischt es einen doch. Weiterlesen

Purcell, Dido and Aeneas, Staatsoper Berlin: Sasha Waltz flutet die Staatsoper

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Dido and Aeneas Staatsoper Berlin Attilo Cremonesi Sasha Waltz Aurora Ugolino Reuben Willcox Deborah York

Dido und Aeneas von Henry Purcell ist gewiss auch eine der ergreifendsten Opern, ihre Musik ist sicherlich mit die schönste, die es geben kann, doch was hier alleine wichtig ist, ist der Umstand, dass diese Berliner Dido und Aeneas das Umwerfendste ist, was es in Berlin zu sehen gibt (Nina Hoss einmal ausgenommen). Die Choreographie ist von Sasha Waltz. Attilo Cremonesi dirigiert die Akademie für Alte Musik Berlin. Sasha Waltz herrscht, ihre Inszenierung herrscht, Henry Purcell herrscht (dieser Mozart von 1680). Integriert wurde auch Musik von anderen Theatermusiken Purcells. Weiterlesen

Barenboim, Tscherniakov und René Pape Boris Godunow, Staatsoper Berlin

Papes eindringlicher Boris und Barenboims engagierter Mussorgski bilden das Rückgrat dieser Aufführung. Es ist tatsächlich ein musikalisches Drama, keine Oper. René Papes Bassbariton ist eine menschliche Alternative zu Paata Burchuladzes schwärzestem (doch weniger durchfühltem) Bass-Schwarz. Papes Boris Godunow ist sinnvolles Porträt und berührendes Psychogramm. Einer mordet den Nachfolger, und wird im Strudel mitgezogen. Die kunstvolle Führung von René Papes Stimme fügt dem Rollenportät des Zaren nicht gehörte Nuancen hinzu. Das Schaffen von Ausdruck beim kontrollierten (gedämpften) Ausströmen der Stimme ist Papes eigenstes Gebiet. Sein Material ist sowieso über jeden Zweifel erhaben. Tscherniakovs Inszenierung ist plausibel, ergreifend, und fast ein großer Wurf. Tscherniakovs Boris scheint eher jelzinesk als putinesk. In der Melancholie der Todesahnung ist Papes Interpretation großartig. Das Datum der Erstfassung, 1869, erstaunt immer wieder. Wagner komponierte in diesen Jahren auch nicht materialbewusster oder scharfsichtiger. Barenboim verkettet die Impulse, überwölbt Details mit großen Schüben von innen heraus.

Knackig wie ein Hertawürstchen: Rolando Villazón in Carmen an der Staatsoper Berlin

Daniel Barenboim Martin Kusej Marina Domashenko Rolando Villazón Christof Fischesser

„Nenn mich nicht noch einmal Wuschelkopf!“ Rolando Villazón in voller Fahrt // Foto: Monika Rittershaus / staatsoper-berlin.de

In dieser Besetzung unüberbietbar. Diese Carmen (gute, sparsame, mit wenigen Handgriffen, die sitzen, ins Zentrum treffende Inszenierung von Martin Kusej) fegt frühere Carmens, die man vielleicht schon hörte, beiseite. Bizets Feueroper brennt wie eine Wunderkerze über atemlose zweieinhalb Stunden hinunter. Sie leuchtet unablässig in nie gehörten musikalischen Schönheiten, bis Carmen tot ist. Barenboim befeuert, Rolando Villazón bewegt sich in den Stratosphären gesanglicher Schönheit. Seine lyrische, abartig hinreißend klingende, hold aufwärts schlenzende Stimme passt zum

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Ditt war ditte: die Saison 2006/2007 der Berliner Philharmoniker

Es ist Sommer, die Türken sind im Freibad, auf dem Landwehrkanal treiben Paddelboote, ich grüble über die vergangene Saison nach.

Mackerras gebührt der Verdienst, am gepflegtesten gelangweilt zu haben, Thielemann die Anerkennung, dies am seriösesten getan zu haben. Für die Enttäuschung auf höchstem Niveau sorgte Jansons. Rattles Vorliebe für Unerhebliches (Jonathan Harveys Madonna of Winter and Spring) wurde durch seine nach wie vor unübertroffen unorthodoxe Intensität bei den Elefanten des Repertoires (Bruckner, Beethoven, Mahler) mehr als wett gemacht. Eindeutiges Exzellenzcluster Rattles bei Strawinsky. Abbado scheint sich einen Altersstil des philosophischen Zauderns und der lyrischen Analytik zugelegt zu haben, der sich mit niemandem messen lassen will und kann. Sein Weill- und Bachdirigat scheint unvergleichbar. Rattle und Abbado sind die besten. Danach kommen Jansons und Barenboim. Bychkov, Boulez, Haitink, Gielen folgen.

Maßstab: Simon Bruckner 4 Binnensätze, Rattle Beethoven Sinfonie Nr. 5 bis auf 2. Satz, Strawinsky Agon. Abbado Kurt Weill, Brahms Sinfonie Nr. 3 Binnensätze, Barenboim Mahler.
Sehr gut: Jansons Mahler, Strawinsky.
Enttäuschung: Mehta Mahler, Thielemann Bruckner (Wiener Philharmoniker).
Gleichgültig lassend: Norringtons trockene, eifrige h-moll-Messe, Haitinks Missa Solemnis (die bessere Interpretation von Nagano Sommer 2006 noch im Ohr).
Geht so: Bychkov Schostakowitsch, Boulez Berg, Bartók, Schönberg, Webern.
Langeweile: Mackerras Mozart, Schostakowitsch.