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Es liegt in der Natur des Menschen, Geburtstage zu feiern, wenn sie fallen. Auch die Komische Oper Berlin ist menschlich und feiert. Premiere Britten Sommernachtstraum.
Der Anfang ist nicht einfach. Weiterlesen
16 Montag Sept 2013
Posted in Annelie Sophie Müller, Nicole Chevalier
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Es liegt in der Natur des Menschen, Geburtstage zu feiern, wenn sie fallen. Auch die Komische Oper Berlin ist menschlich und feiert. Premiere Britten Sommernachtstraum.
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13 Freitag Sept 2013
Posted in Simon Rattle
Die Gerüchtelage verdichtet sich. Simon Rattle könnte nach 2018 das London Symphony Orchestra leiten. The Times erklärt, Rattle tipped to take top job with the LSO und The Guardian erklärt, why Rattle and the LSO would be a perfect match. Die Times nennt „industry sources“ als Quellen. Einige Kommentatoren deuten an, dass ein Beginn Rattles als LSO-Chef auch schon früher erfolgen könnte. Ghergiew hört beim LSO schon 2015 auf. So schnell kann es gehen. Vor 2 Jahren meinte der Telegraph noch, „Sir Simon Rattle’s distaste for the London Orchestral scene is well known“.
10 Dienstag Sept 2013
Posted in Esa-Pekka Salonen, Matthias Goerne, Witold Lutosławski
Musikfest, Nr. 6.
Lutosławski 3. Sinfonie.
Lutosławskis Dritte hat Simon Rattle im Vorjahr bekannt gemacht. Heute geht der Blick von der klaren Dramaturgie, dem Vier-Schläge-Motiv und der reichen Textur auf Details, als da wären aggressive oder floatende Mini-Motiv-Strukturen, je nachdem, Holzbläser-Wölkchen auf flexibel fließenden Streicherklängen und unverblümte Kraftakte. Dabei sorgt eine übergeordnete Klarheit für stets gespannte Aufmerksamkeit bei mir. Ja, sie sind britisch, diese Musiker. Die Gewalt des Fortissimo-Blechs hat viel Rooney und wenig Özil. Weiterlesen
08 Sonntag Sept 2013
Musikfest, Nr. 5
Lutosławskis Zweite ist gut. Sie klingt, sie ist kurz, sie hört sich an, als hätte sich Lutosławski bei der Komposition etwas gedacht. Das ist der Grundeindruck. Im Folgenden die Details. Die trickreiche Gliederung des 1. Satzes halte ich für extrem gelungen, obwohl ich kein Experte für polnische Musik der späten Sechziger Jahre bin. Es ist mir keine Sekunde langweilig.
Weiterlesen07 Samstag Sept 2013
Musikfest Nr. 4
Das Musikfest bislang: ein fesches Heldenleben von Honeck. Dann ein mühevoller Abend mit dem Mahler Chamber Orchestra. Dann das Concertgebouworkest, das unter dem soften Gatti Perfektion auf Berliner Niveau liefert. Heute Mariss Jansons mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.
Weiterlesen05 Donnerstag Sept 2013
Posted in Daniele Gatti, Witold Lutosławski, Yefim Bronfman
Musikfest Nr. 3.
Lutosławskis Trauermusik für Orchester. Der Typ von den Geigen mit dem phänomenalen blonden Haar saß vor zwei Jahren noch bei den Philharmonikern als Orchesterakademiker.
Béla Bartók, 3. Klavierkonzert. Yefim Bronfman im Finale herb und schnörkellos, Gatti weich konturiert. Bronfman im 2. Satz klar und konsequent, Gatti farbig und diszipliniert. Bronfmans Schnörkellosigkeit lebt ohne äußerlichen Effekt, ohne Pathos, ohne Schneidigkeit. Aber durchaus mit scheuer Lust. Weiterlesen
03 Dienstag Sept 2013
Posted in Angela Denoke
Musikfest Nr. 2.
Ich bin wegen Phaedra und Angela Denoke da.
Brittens Phaedra ist eine Verbeugung vor der englischen (Purcell) und französischen (Racine) klassischen Tradition. Die Verwendung eines kleinen Orchesters führt zu eher repräsentativem, stellvertretermäßig wirkendem Klang. Weiterlesen
02 Montag Sept 2013
Wieder im hässlichen Berlin (jaja, Wannsee is schön, Savignyplatz is schön. Aber was ist das gegen Sanary sur Mer?) höre ich die Übertragung des Eröffnungskonzerts des Musikfests 2013 in der Digital Concert Hall.
Das Pittsburgh Symphony Orchestra ist ein tendenziell sehr gutes Orchester.
Weiterlesen03 Samstag Aug 2013
Selbst der Sommer schwitzt.
3sat, zeitversetzt aus Salzburg. In Salzburg 33°C um 20 Uhr.
Vorspiel 1. Akt. Die Wiener Philharmoniker schrammeln wie verliebte Hans Sachse. Es schimmert.
Weiterlesen31 Mittwoch Jul 2013
Bayreuther Götterdämmerung, BR, Live-Übertragung.
Meine Schwiegermutter heißt Kriemhilde. Sie wohnt in der Richard-Wagner-Straße. Ich habe quasi gute natürliche Voraussetzungen für das Verständnis der Götterdämmerung. Schade aber, dass sie weder in Bayreuth noch in Triebschen wohnt. Ich muss noch mal mit ihr reden.
Es besteht kein Zweifel, dass Lance Ryan kein sehr guter Siegfried ist. Dazu gibt es zu viele meckernde E’s. Dazu siegfriedelt Lance Ryans Stimme zu wenig. Sie beckmesserlt eher. Enttäuschend sind die vollkommen spannungslosen Töne. Siehe auch: Lance Ryan im Herbst 2012 in Berlin. Optisch ist der 2013er-Siegfried ein fotogener Augenschmaus in Lederkluft.
Alejandro Marco-Buhrmester (Gunther) bringt soignierte Männersangesleistung. Gunther ist auch nett zum Angucken.
Martin Winkler (Alberich) hält das Niveau, das er an den vorangegangenen Abenden zeigte.
27 Samstag Jul 2013
Mein Mitgefühl gilt den vor Ort Anwesenden. Google sagt: Bayreuth Temperatur = 37°C.
Der erste Akt ist langweilig. Jemand erklärte mir einmal, Botha sei der beste Wagnertenor. Johan Botha singt einen harmloseren Siegmund als Peter Seiffert beim Barenoim-Ring in diesem Frühjahr. Weiterlesen
27 Samstag Jul 2013
Die Bayreuther Fanfare bläst.
Rheingold-Premiere, BR, live.
Kirill Petrenko dirigiert. Es singt ein sehr gutes, wenn auch nicht überragendes Ensemble. Frank Castorf Regie.
Das Vorgeplänkel bestreitet das Rheintöchter-Geschwader, bestehend aus den üppigen Blondinen Mirella Hagen (Woglinde), Julia Rutigliano (Wellgunde), Okka von der Damerau (Floßhilde).
Weiterlesen25 Donnerstag Jul 2013
Blauer Juli-Himmel über Berlin.
Die Philharmoniker sind schon seit Wochen spurlos im philharmonischen Sommerloch verschwunden.
Die Staatskapelle geht bei den Proms fensterln.
BR eingeschaltet: Fliegender Holländer, live aus Bayreuth, Thielemann dirigiert.
Jan Philipp Glogers Inszenierung wurde 2012 ungnädig aufgenommen. Doch sie ist sehr gut. Norwegenfoklore kommt nicht vor. Gloger stellt die Frage nach Eigenart und Bedingungen der Wagnerschen Idee der Erlösung neu. Bilder und Personen sind neu und ungesehen.
Ouvertüre: Flotter als der Bayreuth-Holländer 2012, aber immer noch nicht ganz mein Ding. Bukolische Bläser: pointierte Fröhlichkeit beim Non-Legato. Die Bläserpakete werden vom Festspielorchester mit Freude rausgehauen. Es dominiert ein sonntäglich gerundeter Klang. Die aufgeräumten Tutti besitzen einen Einschlag von sonniger Behäbigkeit. Wenig Kantenschärfe. So wie wenn früher Helmut Kohl Witze gemacht hat. Weiterlesen
27 Donnerstag Jun 2013
Yannick Nézet-Séguin ist ein kurzhaariger, drahtiger, kleingewachsener Mann, der Manschettenknöpfe trägt und dirigiert.
Schostakowitsch, Szymanowski, Mozart.
Das Konzert mit der Staatskapelle hatte eine gute, eine halbgute und eine schlechte Seite.
Weiterlesen24 Montag Jun 2013
Posted in Calixto Bieito, Georg Nigl, Toshio Hosokawa

Auch gut. Toshio Hosokawas Kammperoper Hanjo (komponiert 2003/04, Premiere: 2004) dauert nur 1:16 Minuten. Das ist schön, wenn vorm Opernhaus Sommer ist, hinter mir eine ganze Saison liegt und nebenan der Biergarten mit Berliner Weiße lockt.
Toshio Hosokawa komponierte eine kammermusikalisch durchsichtige Musik, die zur einen Hälfte aus Glissandi der Solostimmen des Orchesters besteht und zur anderen Hälfte aus – Psssssssst! – Pianissmi. Alles sehr apart und beklemmend.
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