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Opern- & Konzertkritik Berlin

~ Klassik-Blog für Konzertberichte und Opernkritiken aus Berlin

Opern- & Konzertkritik Berlin

Archiv des Autors: Schlatz

Barenboim, Staatskapelle, Szymanowski, Tschaikowsky, Rossini

18 Mittwoch Apr 2018

Posted by Schlatz in Daniel Barenboim, Karol Szymanowski, Lisa Batiashvili, Peter Tschaikowsky

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Staatskapelle Berlin

Die Staatskapelle Berlin spielt in der Staatsoper ein Programm abseits ausgetretener Repertoirepfade. Das Programm ist hochinteressant, ohne sich gleich spektakulärer Verschrobenheit zu verschreiben. Stattdessen öffnet es kluge Seitenpfade, liebäugelt mit Rarem bewährter Großmeister (Rossini, Tschaikowsky) und wagt sich auf halbwegs unerprobtes Konzertterrain (Szymanowski).

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Katharina Kammerloher singt Schumann, Schönberg, Berg

17 Dienstag Apr 2018

Posted by Schlatz in Adriane Queiroz, Alban Berg, Johannes Brahms, Katharina Kammerloher, Liederabend

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Liedrecital von Katharina Kammerloher im Apollosaal der Berliner Staatsoper.

Sängerisch intelligent angepackt und auf einem Spannungsbogen entfaltet erklingt jedes der zwölf Lieder Robert Schumanns aus dem Liederkreis nach Eichendorff op. 39. Da wird Mondnacht weitgespannt entwickelt

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Wim Wenders‘ Perlenfischer

16 Montag Apr 2018

Posted by Schlatz in Alfredo Daza, Francesco Demuro, Georges Bizet, Olga Peretyatko, Wolfgang Schöne

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Dem Operngott sei Dank.

Wim Wenders hat nicht den Bayreuther Ring inszeniert. Es wäre eine tranige Sache geworden, die sich hingezogen hätte. So inszenierte der Filmemacher stattdessen in Berlin Les Pêcheurs de Perles, Bizets kaum bekannte Fischer- und Brahmanenoper Die Perlenfischer.

Es war Wenders erste Opernregie. Sie wurde einigermaßen einhellig zerrissen: blutleer, dilettantisch, Anfängerfehler. Eine Ausnahme:

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Bei den Philharmonikern: Kirill Petrenko und Yuja Wang

13 Freitag Apr 2018

Posted by Schlatz in Kirill Petrenko, Yuja Wang

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Schlagwörter

Berliner Philharmoniker

Der Designierte ist da.

Kirill Petrenko dirigiert Dukas, Prokofjew, Franz Schmidt.

Vom feinen, selten zu hörenden Paul Dukas erklingt La Péri, diese flüchtige, glühende, so intelligente Ballettmusik, die die Berliner Philharmoniker zeichnerisch fein und rhythmisch geschmeidig spielen. Der Gesamtduktus ist flüssig, agil, biegsam. Weiterlesen →

Livre pour quatuor: Das Arditti Quartet spielt Boulez – und Manoury

11 Mittwoch Apr 2018

Posted by Schlatz in Pierre Boulez

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Das Arditti Quartet spielt Livre pour quatuor von Pierre Boulez.

Arditti Quartet Berlin Boulez Livre pour quatuorKurz die Eckdaten: Boulez‘ einziges Streichquartett entsteht im Wesentlichen 1948/49. Satz I und II werden 1955 in Donaueschingen uraufgeführt. 1968 entsteht eine Version dieser beiden Sätze für Orchester (Livre pour cordes). Weiterlesen →

Simon Rattles konzertanter Parsifal in der Philharmonie Berlin

09 Montag Apr 2018

Posted by Schlatz in Evgeny Nikitin, Franz-Josef Selig, Gerald Finley, Nina Stemme, Reinhard Hagen, Rundfunkchor Berlin, Simon Rattle, Stuart Skelton

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Berliner Philharmoniker

Simon Rattle biegt als Philharmoniker-Chef auf die Zielgerade ein.

Ein kurzer Überblick über Rattles Zielgerade: Nach dem sakral überwölbten Parsifal folgt Schumanns sanftes Oratorium Das Paradies und die Peri, sodann ein Kombi-Abend mit Bernstein, Korngold und zeitgenössischem Kleingemüse sowie Mahlers 6., nebst zweier als Vorbereitung zur letzten Tour dazwischengeschobenen Weiterlesen →

Mark Padmore & Allison Cook singen Schumann, Ryan Wigglesworth und Janáček

05 Donnerstag Apr 2018

Posted by Schlatz in Leoš Janáček, Liederabend

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Mark Padmore singt im Kammermusiksaal Schumann, Wigglesworth und Janáček. Padmore wird begleitet von Ryan Wigglesworth und unterstützt von der Mezzosopranistin Allison Cook.

Kammermusiksaal Berliner Phiharmonie, Ryan Wigglesworth, Allison Cook, Mark Padmore
Ryan Wigglesworth, Allison Cook, Mark Padmore

In den Ton Padmores muss man sich hineinfinden.

In Schumanns Liederkreis op. 39 führt allein schon die helle, knabenhaft-schmale Tenorstimme zu einer ungewöhnlichen Interpretation. Padmores Klang ist unsinnlich, spröde, auch kehlig. Kaum je hört man die mit Vollkraft ausgesungene Bruststimme. Das bedeutet zugleich eine (selbstverordnete) Ausdrucksbeschränkung. Dazu kommt der Vortragsstil des Londoners, Engländers und Briten.

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Barenboims Parsifal Festtage 2018: René Pape, Nina Stemme, Andreas Schager

31 Samstag Mär 2018

Posted by Schlatz in Andreas Schager, Anja Schlosser, Daniel Barenboim, Dominic Barberi, Elsa Dreisig, Falk Struckmann, Lauri Vasar, Linard Vrielink, Nina Stemme, Reinhard Hagen, Sónia Grané

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Festtage an der Staatsoper Berlin. Unter der Leitung von Daniel Barenboim spielt die Staatskapelle Berlin den Tscherniakow-Parsifal in einer hörenswerten Besetzung.

Nach Tscherniakows Tristan und Isolde (Premiere 2018) nun also dessen Parsifal (Premiere 2015). Gemeinsamkeiten fallen auf. Rückblenden führen in entbehrungsreiche Kindheiten. Die Heldin kleidet sich in urbanem Mainstream-Chic. Der Mythos ist verblasst und die Gegenwart zeichnet sich Weiterlesen →

Michael Wendeberg Boulez Werke für Klavier solo: Douze Notations, Sonaten 1-3, Incises

27 Dienstag Mär 2018

Posted by Schlatz in Michael Wendeberg

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Das gesamte Werk für Soloklavier von Pierre Boulez lässt sich in einem einzigen Klavierabend unterbringen. Genau dies tut der Pianist und Dirigent Michael Wendeberg im Pierre Boulez Saal.

Das ausschließlich Boulez gewidmete Klavierrecital gibt einen Überblick über wichtige Stationen der Vierziger und Fünfziger Jahre, und Incises erlaubt einen Ausblick in das siebte Lebensjahrzehnt des Komponisten. Weiterlesen →

Kritik Premiere Staatsoper Berlin Falstaff: Michael Volle

26 Montag Mär 2018

Posted by Schlatz in Barbara Frittoli, Daniel Barenboim, Daniela Barcellona, Francesco Demuro, Michael Volle, Nadine Sierra

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Die Staatsoper Berlin bringt einen neuen Falstaff. Regie führt Mario Martone. Die musikalische Leitung hat Daniel Barenboim.

HIER KRITIK VON FALSTAFF 2020 MIT ZUBIN MEHTA LESEN!

HIER DIE BESPRECHUNG VON FALSTAFF DEZEMBER 2018 LESEN!

Falstaff Premiere Berlin Unter den Linden
Barbara Frittoli und Katharina Kammerloher bei der Liebesbrieflektüre / Foto: Matthias Baus

Martone lässt die Zuschauer wenigstens lachen.

Martone, Italiener, u.a. an der Scala aktiv, setzt die Glanzlichter mit gekonnter Hand. Wir sehen einen herrlich verlotterten, männlichen Falstaff. Wir sehen vier quietschvergnügte, unternehmungslustige Damen. Wir sehen eine prickelnd frische Pool- und Planschszene (2. Bild, 1. Akt). Danach und davor

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Kritik Festtage: Wiener Philharmoniker Barenboim Mahler 7.

25 Sonntag Mär 2018

Posted by Schlatz in Daniel Barenboim

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Wiener Philharmoniker

Die Wiener Philharmoniker sind in Berlin. Sie eröffnen die Festtage der Staatsoper Unter den Linden. Im Gepäck haben sie Mahlers Sinfonie Nr. 7.

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Kritik Wunder der Heliane Deutsche Oper

23 Freitag Mär 2018

Posted by Schlatz in Brian Jagde, Christof Loy, Das Wunder der Heliane, Erich Wolfgang Korngold, Okka von der Damerau, Sara Jakubiak

≈ 13 Kommentare

Schlagwörter

Deutsche Oper Berlin

Die Neuinszenierung von Das Wunder der Heliane weitet den Blick auf die Oper neben Wozzeck, Turandot, spätem Strauss, Weill, Strawinsky, auf die vergessenen Nebenströmungen des Musiktheaters der 1920-Jahre, die einst Hauptströmungen waren. Die Deutsche Oper Berlin bietet dazu das Anschauungsmaterial.

Das Wunder der Heliane Deutsche Oper Berlin Premiere Sara Jakubiak
Sara Jakubiak in gefährlicher Schräglage / Foto: Monika Rittershaus

Korngolds „Heliane“ hat das Zeug zum Publikumsrenner. Die Musik schillert wagemutig bunt, im Zentrum steht eine Liebesgeschichte, die berührt und schockiert. Selbst die Story wirkt vor Ort, also bei neugierig hörendem Nachvollzug, gar nicht mehr so haarsträubend hanebüchen. Besonders das unglücklich einander zugewandte königliche Paar gewinnt im Laufe der drei langen, zuletzt auch ereignisreichen Akte tragische Größe.  

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Liederabend Marina Prudenskaya

21 Mittwoch Mär 2018

Posted by Schlatz in Liederabend, Marina Prudenskaya

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Marina Prudenskaya, Ensemblemitglied der Staatsoper Berlin, singt im Apollosaal   Lieder von Rimski-Korsakow, Berlioz, Strauss und Mussorgsky. Darunter sind mit Berlioz‘ Nuits d’Été und Mussorgskys Liedern und Tänzen des Todes zwei kühne Gipfelwerke der Liedkunst des 19. Jahrhunderts.

Marina Prudenskaya Recital Berlin 2018

Am Beginn des Recitals stehen aparte Lieder Rimsky-Korsakows nach Gedichten von Puschkin, A. Tolstoi und Lermontow. Die Lieder pendeln zwischen elegischer Liebesmelancholie und hitzigem Gefühlsausbruch. Prudenskaya, gebürtig aus St. Petersburg, verbindet gekonnt beide Ausdruckssphären. In Oh, könntest du nur (О если б ты могла хоть на единый миг) löst sie die von Schmerz erfüllte

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Kammerkonzert DSO: Streichquintette in der Villa Elisabeth

17 Samstag Mär 2018

Posted by Schlatz in Annemarie Moorcroft, DSO, Mischa Meyer

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Kammerkonzert des DSO in der Villa Elisabeth mit Streichquintetten von Martin und Schubert.

Seit die Staatsoper Frank Martins Tristan-und-Isolde-Oratorium Le Vin herbé aufgeführt hat (mit der famosen Anna Prohaska als Isolde), halte ich den in Genf geborenen  Komponisten Frank Martin für unterschätzt. Wie Le Vin herbé ist auch die in der Villa Elisabeth erklingende Pavane Couleur du temps“ in einer Sphäre Weiterlesen →

Das Amaryllis Quartett im Konzerthaus: Lutosławski, Brahms, Haydn

16 Freitag Mär 2018

Posted by Schlatz in Witold Lutosławski

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Das Amaryllis Quartett spielt im Konzerthaus Berlin Haydn, Lutosławski und Brahms.

Es sind samt und sonders Werke höchster Dignität.

Amaryllis QuartettIm Zentrum steht das Streichquartett von Lutosławski, das durch  Konzentration und Kraft der Machart unmittelbare Aufmerksamkeit erzwingt. Trotz kleinteiliger Gliederung in 51 Abschnitte oder Sektionen vermittelt das Werk großen Atem und logische Kraft. Weiterlesen →

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