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Opern- & Konzertkritik Berlin

~ Klassik-Blog für Konzertberichte und Opernkritiken aus Berlin

Opern- & Konzertkritik Berlin

Archiv des Autors: Schlatz

Trio Catch: Dai Fujikura

20 Donnerstag Feb 2020

Posted by Schlatz in Dai Fujikura, Trio Catch

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Das umtriebige Trio Catch gastiert mit seinem „Ohrknacker“-Format erneut im Radialsystem. Im Gepäck: das neue Werk Hop des Wahl-Londoners Dai Fujikura.

Das Stück bringt gerade einmal elfeinhalb Minuten Laufzeit auf die Uhr, balanciert dafür aber gekonnt zwischen kreativen Energieschüben in Zickzack-Form und Weiterlesen →

Komische Oper: Rigoletto Barrie Kosky

18 Dienstag Feb 2020

Posted by Schlatz in Leonardo Capalbo, Maria Fiselier

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Schlagwörter

Komische Oper

Aber hallo. Barrie Kosky tobt sich in Rigoletto so richtig aus. Aber er tut es auf seine Art. Minimalistisch. Präzise. Böse.

Er gibt den Zuschauer Saures, zeigt heftige Bilder. Lokalisiert seine Figuren zwischen hart und apart.

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Boulez Ensemble: Crumb, Bartók, Schönberg

14 Freitag Feb 2020

Posted by Schlatz in Béla Bartók, George Crumb, Mojca Erdmann, Zubin Mehta

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Das Boulez Ensemble bündelt im Pierre Boulez Saal Werke von Crumb, Bartók und Schönberg

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Elsa Dreisig: Duparc, Rachmaninow, Strauss

13 Donnerstag Feb 2020

Posted by Schlatz in Elsa Dreisig, Liederabend

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Mit lyrischer, klarer, fein abgemischter Sopranstimme singt Elsa Dreisig in der hiesigen Staatsoper mélodies, песни und Lieder von Duparc, Rachmaninow und Strauss.
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Kritik Premiere Staatsoper Berlin: Rosenkavalier André Heller

10 Montag Feb 2020

Posted by Schlatz in Camilla Nylund, Erik Rosenius, Günther Groissböck, Nadine Sierra, Richard Strauss, Roman Trekel, Zubin Mehta

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Der Wiener André Heller inszeniert in Berlin Der Rosenkavalier des Bayern Richard Strauss. Schön und prachtvoll schaut’s aus in der Staatsoper Unter den Linden.

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Konzerthaus: Vogler Quartett mit Beethoven

09 Sonntag Feb 2020

Posted by Schlatz in Abdellah Lasri

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Im Rahmen ihres Beethovenzyklus im Kleinen Saal des Konzerthauses Berlin spielt das Vogler Quartett die Streichquartette op. 95, op. 18 Nr. 2 und op. 127. Die Möglichkeiten, Beethovens Streichquartette untereinander zu kombinieren, sind bei einer zyklischen Präsentation fast grenzenlos. Für jede Kombination mag es gute Gründe geben. Heute Abend markieren insbesondere das asketisch verknappte Opus 95 und das tändelnde zweite Quartett aus Opus 18 Maximalpositionen in Beethovens Streichquartettschaffen. 

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Kritik Meyerbeer: Die Hugenotten an der Deutschen Oper

03 Montag Feb 2020

Posted by Schlatz in Alexei Botnarciuc, Anton Rositskiy, Giacomo Meyerbeer, Irene Roberts, Jörg Schörner, Liv Redpath, Olesya Golovneva

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Die Deutsche Oper Berlin spielt über fünf Wochen hinweg insgesamt sieben Aufführungen jenes Berliner Komponisten namens Meyerbeer, der auszog, um in Paris sein jahrhunderterschütterndes Opern-Glück zu machen – und damit der herausragende Vertreter der grand opéra wurde, jenes Ungetüms aus faszinierender Überlänge, Bühnenspektakel und reich ausgepinselten historischen Tableaus. Les Huguenots sind die zweite von Meyerbeers Pariser Opern. In ihr entladen sich Massenfanatismus, Hass und Glaubensinbrunst, und in verblüffender Folge wechseln sich Hofszenen, dunkle Chorwucht und atemberaubend lang ausgesponnene Solonummern ab.

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Falstaff mit Mehta

30 Donnerstag Jan 2020

Posted by Schlatz in Daniela Barcellona, Francesco Demuro, Lucio Gallo, Slávka Zámečníková, Zubin Mehta

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Überraschung. Zubin Mehta und nicht Barenboim steht am Pult, wenn es Unter den Linden in Falstaff um Ehre und Diebe, um Wänste und Liebe geht. Mehta lässt Verdis Lebensendwerk in entspannter Spannung leuchten, fügt rhythmische Lockerheit hinzu, lässt Tutti-Biss und sinnliche Schönheit einfließen – und bleibt gemach im Tempo. Es ist ein sehr ausgewogenes, Brio und cantabilità geschmeidig vereinendes Dirigat. Mehta muss sich nichts mehr beweisen. Der Applaus vor und nach dem dritten Akt ist groß.

Lucio Gallo bringt aus Italien eine feste

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Gedenkkonzert 75 Jahre Befreiung Auschwitz

28 Dienstag Jan 2020

Posted by Schlatz in Daniel Barenboim, Thomas Quasthoff

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Schlagwörter

Staatskapelle Berlin

Einige Notizen zum gestrigen Konzert.

Dass die Grußworte von Mateusz Morawiecki und Angela Merkel in die jeweils andere Sprache übersetzt werden, ist wichtig, dass dies bei der Rede von Herrn Morawiecki durch eine Österreicherin mit mittelmäßiger Aussprache und etlichen eingestreuten „Äh“s geschieht, dürfte eher nicht im Sinne des Erfinders von Gedenkkonzerten sein. Habe ich richtig verstanden und gesehen, so nimmt im Großen Saal der Staatsoper die Auschwitz-Überlebende Anita Lasker-Wallfisch bei Merkel Platz.

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Deutsche Oper: Jenůfa

26 Sonntag Jan 2020

Posted by Schlatz in Christof Loy, Evelyn Herlitzius, Jenůfa, Ladislav Elgr, Leoš Janáček, Meechot Marrero, Philipp Jekal, Rachel Harnisch, Renate Behle

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Schlagwörter

Deutsche Oper Berlin

Die schnörkellose, einen strahlend weißen Einheitsraum durch einen auffahrbaren Horizont erweiternde Inszenierung, in der sich Modernität und Folklore durchdringen, wurde schon genug gelobt. In Leoš Janáčeks Jenůfa komprimiert Christof Loy die mährische Bauernhandlung um Eifersucht und Liebe zu einem Theaterabend von zeitloser Vitalität.

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Berliner Philharmoniker Petrenko: Mahler 6. Sinfonie

24 Freitag Jan 2020

Posted by Schlatz in Kirill Petrenko

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Zu Saisonbeginn gab es die Neunte von Beethoven. Jetzt traut sich Petrenko an die Sechste von Mahler. Auf Utopie und Jubel folgt nun also Schicksal und Menschenweh. Und man kann sagen: Nach einem hochinteressanten Abend in der Philharmonie ist Kirill Petrenko wieder ein Stückchen mehr in Berlin angekommen.

Denn noch läuft die Phase gegenseitigen Beschnupperns. Was macht er? Wie ist er? Wer ist er? Den neuen Chef gibt es ja bislang nur häppchenweise – der Russe und Wahlösterreicher dirigiert gern und oft an der Bayerischen Staatsoper, und das bis 2021. Schwankte das Suk-Beethoven-Programm vor zwei Wochen noch zwischen apart und Routine, so ist die Sinfonie Nr. 6, die es jetzt in der Philharmonie zu hören gibt, jedenfalls alles andere als ein Häppchen. Und Petrenkos Zugriff gehört ganz Petrenko. Das ist gut. Wenn auch noch längst nicht alles rund läuft. 

Denn das Maß an (preußisch?) blankgeschliffenem Drill ist enorm. Vorbei sind die schönen Mahler-Tage, da Rattle den Berlinern eine Art sinnlicher (Wahl-)Freiheit ließ.

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Ultraschall Berlin 2020 III: Verunelli, Ratkje, Guerrero, Lévy

20 Montag Jan 2020

Posted by Schlatz in Clara Iannotta, DSO, Francesca Verunelli, Johannes Kalitzke, RSB, Vito Žuraj

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Schluss. Aus. Vorbei. Ultraschall Berlin 2020 ist Geschichte.

Zuvor gibt es jedoch an den Spielstätten des finalen Ultraschalltags noch jede Menge Neues und Neuestes. Wie fällt das Tagesfazit aus? Zwiespältig. Macht aber nichts. Die zeitgenössische Musiklandschaft mitsamt ihren unterschiedlichen Musikkonzeptionen ist eben unendlich vielfältig.

Ultraschall Abgesang partitur
Ultraschall 2020
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Ultraschall II: Minguet Quartett, Golem, Mirela Ivičević

19 Sonntag Jan 2020

Posted by Schlatz in Clara Iannotta, Dai Fujikura, Jörg Widmann, Mirela Ivičević, Sara Glojnarić, Sarah Nemtsov

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Ultraschall Berlin läuft auf Hochtouren. Ultraschall-Etappe Nr. 4 verschlägt es ins Radialsystem V – der Festival-Tag ist vollgepackt mit vier Konzerten. Neue-Musik-Fans können froh sein, bis kurz vor Mitternacht gibt es Festivalprogramm satt an diesem januarsonnigen Berliner Wintertag.

Ultraschall Nemtsov
Vier Notenständer, Minguet Quartett, Sarah Nemtsov
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Ultraschall Berlin I: Nemtsov, Widmann, Clara Iannotta, Trio Accanto

17 Freitag Jan 2020

Posted by Schlatz in Carolin Widmann, Clara Iannotta, Georges Aperghis, Jörg Widmann, Johannes Kalitzke, Johannes Schöllhorn, Sarah Nemtsov

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Ultraschall Berlin zieht an Tag 2 in den Südostteil der Stadt und macht im Heimathafen Neukölln Halt. Das Programm bringt ein Komponistinnenporträt und einen Trio-Abend.

Im heimeligen Stucksaal des Heimathafens präsentiert das JACK Quartet vier Streichquartette der in Berlin lebenden Italienerin Clara Iannotta. Die vier Werke ähneln dank eines ausgeprägten Personalstils einander stark. Sie tönen leise, arbeiten mit präparierten Instrumenten und klingen, als lausche man einer tektonischen Plattenverschiebung. Von allen geht die Faszination des Fremden aus. Beim Hören werden allerdings auch Unterschiede deutlich. Dead wasps in the jam jar (iii) beschreibt rätselhafte Vorgänge, von denen man als Hörer gleichsam nur entfernte Schatten bemerkt. Die für Iannotta konstituierenden, unheimlich körperlichen Reibprozesse schaffen dabei äußerste Ferne und verstörende Gegenwart.

Carla Iannotta Ultraschall Berlin 2020
Clara Iannotta: Die Komponistin stürmt die Bühne

Doch im folgenden A failed Entertainment wirken die Spielfiguren plötzlich plastischer, die Aktionen schärfer gefasst, ist der Klang gläserner, die Faktur lockerer. Die so entstehenden Gebilde scheinen von mikroskopisch ausdifferenzierter Plastizität und Haptik. Das JACK Quartet agiert vorbildlich konzentriert.

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Staatskapelle: Pinchas Zukerman mit Elgar

15 Mittwoch Jan 2020

Posted by Schlatz in Lahav Shani

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Schlagwörter

Staatskapelle Berlin

Über 70 ist der Geiger Pinchas Zukerman.

Wenn Zukerman Unter den Linden das Violinkonzert des Briten Edward Elgar spielt, dann ist der Unterschied zur jüngeren Geigengeneration schon mit dem Einsetzen des so elgarisch weitläufigen, freundlich gelösten Themas in der Solostimme mit Händen und Ohren greifbar. Zukermans Klang ist voll. Dunkel singend, insistierend und elegisch zugleich der Ton. Gelassen tönt das Portamento. Zukerman klingt plötzlich wie von einem anderen Stern. Weit weg ist da die mathematische Klarheit der Damen Hahn und Fischer, das gewollt Rabiate bei Kopatschinskaja oder das Auktoriale bei Zimmermann.  Weiterlesen →

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