Simon Rattle, Berliner Philharmoniker: Rheingold

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AKTUELL: RATTLE DIRIGIERT RHEINGOLD AN DER DEUTSCHEN OPER

Richard Wagners Rheingold: Das Orchester schien souverän, dafür jedoch nicht engagiert, oder besser gesagt, verstrickt, oder noch besser, verfallen genug, um einen großen Abend zu gewährleisten. Es soll ja Leute geben, die hören gerne Opern konzertang. Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich den Philharmonikern, Simon Rattle oder Richard Wagner zuhören sollte. Die Stimmen der Sänger hingen irgendwo zwischen Akustiksegeln und Blech. Dieses Rheingold hatte einen leichten Stallgeruch, nämlich den von Pflichtübung. Warum macht Rattle nicht zu jedem Saisonschluss einen ganzen Parsifal konzertant – wenn konzertant schon sein muss? Die Leute würden ihm die Bude einrennen. Oder meinetwegen Verdi? Man denke sich Fliegender Holländer oder Otello von Rattle. Ende der Saison 2007/2008 gibt es einen Akt Siegfried. EINEN Akt? Was soll ich mit einem Akt anfangen? Willard W. White Wotan, Lilli Paasikivi Fricka, Detlef Roth Donner, Robert Gambill Loge, Dale Duesing Alberich, Burkhard Ulrich Mime.

Kritik Simon Rattle Berliner Philharmoniker: Geht so

DSO und Kent Nagano: Beethoven Missa Solemnis

Eine brennende, sehr genaue, die Härte des Architektonischen betonende, doch nicht übertreibende Interpretation von Kent Nagano, dessen letztes Konzert als Chefdirigent des Deutschen Sinfonie Orchesters dies war. Leider wechselt Nagano an die Bayerische Staatsoper nach München. Wieso hat sich die Deutsche Oper Berlin Nagano nicht geangelt? Es war strukturelles Feuer, eine wohltätige Trockenheit, aber auch Bereitschaft zum Aushalten der Kontraste in dieser Wiedergabe. Es war fordernd für Zuhörende und Orchester. Bei der Missa Solemnis geht es für erstere ums Über-, nicht ums Verstehen. Der Herr an der Pauke leistete Übermenschliches. Anne Schwanewilms sang den Sopranpart.

Berliner Philharmoniker, Claudio Abbado: Schumann Manfred & Anne Sofie von Otter

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Berliner Philharmoniker Wagner Wesendonck-Lieder Schumann Manfred

Abbado dirigierte nach den zwei Mahlersinfonien der Jahre 2004 und 2005 Schumanns Manfred. Schumanns wen? fragte nach ersten Mutmaßungen der gesamte Block A, in dem bekanntermaßen die ausgewiesenen Liebhaber der Frühlingssinfonie sitzen. „Ach nee, also…“, sagte der Herr, der neben mir nach dem Konzert auf an der Garderobe auf seinen Mantel wartete. Genau so war es. Doch das Problem hieß nicht eigentlich Manfred, sondern Melodram. Die Stellen bewunderungswürdiger, feiner Musik wiegen die Unzulänglichkeit des Konzeptes nicht auf. Abbado dirigierte die Philharmoniker rückhaltlos in leisester Versenkung. Bruno Ganz rezitierte im Ton eines Staatsdichters. Zwischendurch blitzten Partien auf, die atemberaubend leicht und überschwänglich klar klangen. In diesem Manfred ist keine Spur von schlechtem Geschmack, wie Debussy einmal an anderer Stelle monierte – und das schadet ihm eher als dass es ihm nützt. Der Versuch einer halbwegs szenischen Aufführung ging baden. Das Misslingen des Abends auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Mitte des 19. Jahrhunderts umständlicher als heute dachte und fühlte, trifft nicht den Kern der Sache. Anne Sofie von Otter sang Wagner.

Alfred Brendel in der Berliner Philharmonie mit Mozart, Haydn, Schubert

Alfred Brendel ist ein alter Mann. Er schlurft aufs Podium. Während des Spiels zittern Hände und Kopf. Vornübergebeugter Gang. Brendel spielt zwei Sonaten von Haydn, die G-Dur-Sonate von Schubert und die c-Moll-Fantasie sowie das Rondo a-Moll von Mozart. Der Höhepunkt war Franz Schuberts G-Dur-Sonate D894. Ruhig, lebendig in sich, von reicher Länge, sich selbst die Gesetze gebend. Bewusst einfache Artikulation, und doch reich im Ton. Der Mozart (Fantasie c-Moll, Rondo a-Moll) klang ziemlich unruhig, heftig und launisch und etwas wackelig: kleine Päuschen, rasch aufsteigende Aufschwünge, plötzliches Schweigen, donnerndes Moll. Die beiden Haydnsonaten (D-Dur, Nr. 42 und C-Dur, Nr. 50) liefen rasch ab. Manchmal zu rasch. Es war ein wunderbar leichtsitzender Haydn, flüssig, gedämpft perkussiv, verhangen heiter. Etwas zu intim etwas zu privat.

Kritik Alfred Brendel: einiges war sehr gut, anderes nicht

Simon Rattle: Holst, Turnage, Matthews, Kaaja Saariaho und die Philharmoniker

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Kaaja Saariaho Brett Dean Matthias Pintscher Mark-Anthony Turnage Colin Matthews. Holst Die Planeten

Kritik Berliner Philharmoniker. Es bestanden eigentlich keine ernsthaften Zweifel an der Integrität der Programmauswahl, falls diese jemals bestanden hatten. Sie waren auch nach dem Konzert nicht ausgeräumt. Simon Rattle zeigt bei Holst die harten Tatsachen: pompöses, akkordisch strahlendes Blech, elastische Streicher, ein Tutti wie ein Knockout. Die Berliner Philharmoniker setzen in fröhlichen Formationen über Takte und Kadenzen. Andere als die harten Tatsachen gibt es wenige bei Holst. Ein kantiger, funkelnder, sich zu den zu klug massierten Höhepunkten saugender Sound. Gut getroffen und zugeschnitten sind die bekannten Themen, die die Planeten Holsts bekannt, aber nur wenig besser machen. Colin Matthews‘ Pluto und Mark Anthony Turnages Stück waren weniger schnittig, förderten indes Orchesterkunde und Instrumentenkenntnis. Kaaja Saariahos Stück machte mit subtilem Piano den Anfang.

Così fan tutte – Dan Ettinger Doris Dörrie (Anna Samuil, Daniela Sindram, Jeremy Ovenden)

Anna Samuil Daniela Sindram Adriane Queiroz Hanno Müller-Brachmann Jeremy Ovenden Roman Trekel

Hörenswert vor allem wegen Anna Samuil als Fior-, Fior- Fior di Diavolo. Anna Samuils schwerer, üppiger, durchschlagender, heftig vibrierender Bernstein-Sopran zauberte vieles. Farbtiefe, Tonkonzentration, Kraft und Vitalität (man riecht quasi den dampfenden Borschtsch) ergaben schlussendlich den Samuil-Ton. Technische Hürden wie Tonsprünge und Koloraturen werden mit eloquenter, wenn auch nicht finessenreicher

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L’Italiana in Algeri – Ottavio Dantone Nigel Lowery (Vesselina Kasarova, Antonino Siragusa)

Nigel Lowery Vesselina Kasarova Antonino Siragusa Adrienne Queiroz Regazzo Schröder Murga Kataja

Vesselina Kasarova ist ein Besuch wert (und womöglich auch eine Messe). Kasarovas schauspielerische Leistung ist mit die beste der letzten Monate. Ihr Auftritt hat etwas Osteuropäisch-Herzliches. Die Gestik hat was Altmeisterliches, sehr genau Studiertes. Sie verbindet beispielhaft Charme und Professionalität. Kasarovas Auftritt ist eine gedankliche und gefühlsmäßige Einheit. Kurzum, Frau Kasarova war eine Augenweide. Exquisit die Linie des vorgeschobenen Kinns, exquisit der Schmelz des slawischen Wangenkontur, exquisit der spöttische Kontrapost, der kokette Augenaufschlag, überhaupt das prächtige Weiterlesen

Staatsopern-Saison 2008/2009: Asher Fisch, Alexander Vitlin und Daniel Barenboim dirigieren überlegen

So geht’s auch:

Das perfekte Duett: Sylvia Schwartz/Magdalena Kozena (Rosenkavalier, 2. Akt)
Die emphatischste Rollenerfüllung: Plácido Domingo (Parsifal)/Magdalena Kozena (Octavian)
Sympathische Perfektion: Vesselina Kasarova (L’Italiana)
Unüberbietbar: Waltraud Meier (Kundry)
Die leichte Enttäuschung: Dorothea Röschmann (Elsa, 3. Akt)
Charakterdarstellung par excellence: Stefania Toczyska (Babulenka)
Lyrisches Mitgerissensein: Rolando Villazón (Lenski)
Der Imposanteste: Matti Salminen (Gurnemanz)
Bester Liederabend: Christine Schäfer
Die Tenor-Überraschung: Misha Didyk (Alexej)
Bestes Dirigat: Barenboim (Tristan & Isolde)
Schlechtestes Dirigat: Julien Salemkour (Macbeth)
Überraschendstes Dirigat: Alexander Vitlin (Der Spieler)/Asher Fisch (Rosenkavalier)

Plácido Domingo, Rolando Villazón, Magdalena Kozena, Vesselina Kasarova, Christine Schäfer: die Saison 2008/2009 der Staatsoper Berlin

Die Premieren gelangen. Achim Freyers ästhetisch paranoider Eugen Onegin, Stefan Herheims hartnäckiger Lohengrin, Michael Thalheimers exemplarisch klare Entführung sind zeitgemäßes Musiktheater. Sasha Waltz‘ Dido und Aeneas ist nach wie vor ein Juwel. Weder Freyers noch Herheims Inszenierungen werden Barenboim gefallen haben, doch was soll’s, solange Barenboim dirigiert, wie er dirigiert. Die Reibungen, die durch das Ineinander von Barenboims expansiver Kraft und der – mal virtuosen (Herheim), mal imperativen (Freyers) – Freiheit gelungenen Regietheaters entstehen, waren faszinierendes Charakteristikum dieser Spielzeit. Musikalisch gelangen die drei hypnotischen Tristans sowie die zwei Parsifals von Weiterlesen

Die bestmögliche Entführung aus dem Serail: Staatsoper Berlin, Christine Schäfer, Pavol Breslik, Anna Prohaska

Christine Schäfer Pavol Breslik Anna Prohaska Stephan Rügamer Maurizio Muraro Florian Hoffmann

Die Entführung aus dem Serail scheint die erste moderne Oper zu sein: Menschen, nicht Götter, Handlung, nicht Schema, Gefühl, nicht Affekt. Abgesehen von Hinweisen auf die Zauberflöte sind in der Entführung schon Spuren des Freischütz und der Meistersinger vorhanden. Pavol Breslik ist vielleicht der führende Mozarttenor dieser Jahre. Christine Schäfer ist vielleicht die beste Constanze dieser Jahre. Anna Prohaska sicherlich eine der besten jüngeren deutschen Stimmen. Maurizio Muraro (Osmin) ist sängerisches Schwergewicht. Mit Michael Thalheimer (Regie) und Sven Lehmann (Bassa Selim) lieh das Deutsche Theater an der Schumannstraße gleich zwei Schwergewichte nach Unter den Linden aus. Die Inszenierung ist schlackenlos und gewissenhaft, üppig in der Kargheit ihrer Bilder und messerscharf in der Aussage über die handelnden Personen. Wie Mussbach zeigt Thalheimer bei Mozart die misslungene Liebe. Die Leere der Bühne blickt den Zuschauer wie ein trostloses Auge an. Sehr gut. Ohne Pause. Jordan fehlerfrei und mit tadellosem Niveau.

Kritik Entführung Staatsoper: ein Vergnüngen von vorne bis hinten und von oben bis unten und nie besser gesehen und gehört

Der Maskenball mit Catherine Naglestad und Petr Beczala

Christine Naglestad Piotr Beczala Alfredo Daza Sylvia Schwartz/ Anna Prohaska

Spritzige Routine, nicht mehr. Die Verschwörer wandeln im Schlafanzug. Oscar (Sylvia Schwartz/Anna Prohaska) rollt ein Teufelsschwänzchen aus einem eigens dafür vorgesehenen Hosentäschchen. Ort der Handlung ist ein Kasino, Rundtische und eine Theke dienen als Mobiliar. Mehr Fahrt nimmt dieser Maskenball nicht auf. Alfredo Daza (Renato): nobler, deklamatorisch warmer Vortrag eines basso cantante. Für die Arie im dritten Akt fehlt oben herum die vokale Energie – Daza ist voll und ganz bei Donizett-, Rossin- und Bellini zu Hause. Die Rollenidentifikation – das andauernde Tremolo der Rechten – bewegt sich im dritten Akt am Rande des Statthaften. Petr Beczala besitzt eine helle, vollkommen intakte und mühelos geführte Tenorstimme, die über scheinbar endlose Kraftreserven verfügt. Einige Schluchzer. In Mezzoforte-Passagen des dritten Akts von betörender Schönheit und Stimmführung. Wäre die Stimme wärmer, Beczala wäre auf Augenhöhe mit Villazón. Catherine Naglestad: Glorioser Tonschwall der schweren Stimme. Höchste und leise Töne mit deutlichem Schleier. Ihr Merkmal sind die souverän-intimen Höhepunkte. Schönes Piano. Ziergesang ist ihr ein Graus, und durch die gebundenen Abphrasierungen von „Morrò, ma prima in grazia“ schlittert sie wie eine beleibte Dame auf Glatteis. Das war im dritten Akt ein Augenschmaus: Auf dem Klappsesselchen neben Riccardo erinnert Catherine Naglestad im schulterfreien Schwarzen an eine schmelzende Eistüte. Unvergleichlich besser stand ihr das transparente Schleier-Top zur legeren Freizeithose im zweiten Akt; das Dekolleté hierbei war imposant.

Rundum glücklich machte der Oscar Anna Prohaskas bzw. Sylvia Schwartz‘ mit jeweils exquisiten Sopranspitzen. Prohaska hat die klarere, Schwartz die wärmere Stimme. Eine denkwürdige Interpretation von Philippe Jordan steht noch aus. Diese war rundum gelungen, doch bewundernswert nur in den seltsam weichen, elegant und leicht-schwer vorgetragenen Streicherfiguren des elegischen Motivs der Vorspiele zum ersten und dritten Akt. Vitlins Prokofiev-Dirigat Der Spieler war deutlich trockener und erregender, Asher Fischs Rosenkavalier hörbar griffiger und expansiver. Jordan kontrollierte, formte, schärfte, aber er trieb nicht an.

Christine Schäfer singt

Liederabend. Christine Schäfer springt für Thomas Hampson ein – daher längst nicht ausverkauft. Äh, nicht weil Hampson nicht singt und Schäfer singt, sondern weil Karten für Hampson zurückgegeben wurden und Christine Schäfer kurzfristig einsprang. Ich sitze in der Staatsoper. Strauss perfekt, Purcell fast, Crumb ebenso fast. Der beste Liederabend in diesem Jahr, deutlich interessanter als die von Quasthoff, Isokoski oder Heppner, dessen Italo-Liederabend mit abschließendem „Winterstürme…“ wie ein fideles, aber zugegebenermaßen unvergessliches Privatissimum vor Familie und Freunden wirkte. Christine Schäfer: Sprachliche Artikulation und außerordentliche Musikalität verschmolzen. Den Liederabend zwei Tage darauf mit Edita Gruberova wie erwartet aufgrund des in tölpelhafter Manier auf 18 Uhr gelegten Konzertbeginns verpasst. Haben Sie jemals erfolgreich einen Liederabend besucht, der um 18 Uhr begann?

Verdis Macbeth: Sylvie Valaire, Christof Fischesser, Wladimir Stoyanov

Wladimir Stoyanov Sylvie Valayre Christof Fischesser Stephan Rügamer

Kaum mit Ernst anzuhörendes Spiel des an mehreren Pulten zweitrangig besetzten Orchesters. Warum bin ich nicht zu Hause geblieben und habe Fußball geschaut? Julien Salemkour machte aus dem Verfügbaren zudem nicht das Beste. Die Besetzung war gut, doch nicht sehr gut. Stoyanovs Macbeth beeindruckte mit tiefschwarzer, das Pathos ohne schnurstracks und ohne Umwege beschwörender Baritonstimme. Sylvie Valayre meisterte das kräftezehrende „La Luce langue“ vorbildlich und bekam nicht den Applaus, den sie verdient hätte. Die Klatschlust des Publikums ist unter der Woche schwächer als am Wochenende. Valayres Spitzentöne blieben in Erinnerung. Sie flackerten in fantastischen Farben, die an Stahl und Messing erinnerten.

Gustavo Dudamel dirigiert Don Giovanni an der Staatsoper Berlin

Aga Mikolaj Anna Samuil Sylvia Schwartz Andrea Concetti Hanno Müller-Brachmann Tomislav Muzek Arttu Kataja

Mussbachs Don Giovanni hielt, was die Premiere, vor gut einem Jahr, versprach. Die ständig sich verschiebenden Bühnenmauern öffnen den Raum über das Reale hinaus. Die szenische Kargheit fördert die Aufmerksamkeit des Zuschauers. So ist Raum für die die rührende Impulsivität Aga Mikolajs, für das Pathos Anna Samuils, für die darstellerische Süße Sylvia Schwartz‘. Zerlinas Versöhnungskavatine („Vedrai, carino“, Sylvia Schwartz) schließt mit dem Schmerz des Misslingens der Liebe. Für den Abgang Giovannis („A cenar teco“) findet Mussbach nur Wolken von Bühnennebel. Die Besetzung: René Pape war weg, Pavol Breslik war weg, Annette Dasch war weg. Wahrscheinlich trank Andrea Concetti in der Champagnerarie beim abschließenden „bevi“ mehr Luft, als dass er Noten sang, Weiterlesen

Barenboims Berliner Parsifal mit Plácido Domingo und Waltraud Meier

Daniel Barenboim Bernd Eichinger Matti Salminen Waltraud Meier Christof Fischesser Hanno Müller-Brachmann Plácido Domingo

Es ist nicht leicht, Prokofiews Fünfte mit den Berliner Philharmonikern unter Gustavo Dudamel zu hören, und 18 Stunden später Barenboims Parsifal. Ich trage es mit Fassung und lese auf dem Besetzungszettel, dass René Pape ausfällt. Matti Salminen springt ein. Nun gut. Bernd Eichingers Inszenierung ist nach wie vor aufgrund ihrer bleiernen Gedankenlosigkeit ein Ärgernis. Insbesondere während der tölpelhaften Filmsequenzen empfiehlt sich über ganze Partiturseiten hinweg das geschlossene Auge. Bernd Eichinger mag mittelmäßige Filme drehen können. Für mittelmäßige Inszenierungen reicht das nicht. Die Schwarzmarktpreise erreichten Weiterlesen