Christine Schäfer singt

Liederabend. Christine Schäfer springt für Thomas Hampson ein – daher längst nicht ausverkauft. Äh, nicht weil Hampson nicht singt und Schäfer singt, sondern weil Karten für Hampson zurückgegeben wurden und Christine Schäfer kurzfristig einsprang. Ich sitze in der Staatsoper. Strauss perfekt, Purcell fast, Crumb ebenso fast. Der beste Liederabend in diesem Jahr, deutlich interessanter als die von Quasthoff, Isokoski oder Heppner, dessen Italo-Liederabend mit abschließendem „Winterstürme…“ wie ein fideles, aber zugegebenermaßen unvergessliches Privatissimum vor Familie und Freunden wirkte. Christine Schäfer: Sprachliche Artikulation und außerordentliche Musikalität verschmolzen. Den Liederabend zwei Tage darauf mit Edita Gruberova wie erwartet aufgrund des in tölpelhafter Manier auf 18 Uhr gelegten Konzertbeginns verpasst. Haben Sie jemals erfolgreich einen Liederabend besucht, der um 18 Uhr begann?

Verdis Macbeth: Sylvie Valaire, Christof Fischesser, Wladimir Stoyanov

Wladimir Stoyanov Sylvie Valayre Christof Fischesser Stephan Rügamer

Kaum mit Ernst anzuhörendes Spiel des an mehreren Pulten zweitrangig besetzten Orchesters. Warum bin ich nicht zu Hause geblieben und habe Fußball geschaut? Julien Salemkour machte aus dem Verfügbaren zudem nicht das Beste. Die Besetzung war gut, doch nicht sehr gut. Stoyanovs Macbeth beeindruckte mit tiefschwarzer, das Pathos ohne schnurstracks und ohne Umwege beschwörender Baritonstimme. Sylvie Valayre meisterte das kräftezehrende „La Luce langue“ vorbildlich und bekam nicht den Applaus, den sie verdient hätte. Die Klatschlust des Publikums ist unter der Woche schwächer als am Wochenende. Valayres Spitzentöne blieben in Erinnerung. Sie flackerten in fantastischen Farben, die an Stahl und Messing erinnerten.

Gustavo Dudamel dirigiert Don Giovanni an der Staatsoper Berlin

Aga Mikolaj Anna Samuil Sylvia Schwartz Andrea Concetti Hanno Müller-Brachmann Tomislav Muzek Arttu Kataja

Mussbachs Don Giovanni hielt, was die Premiere, vor gut einem Jahr, versprach. Die ständig sich verschiebenden Bühnenmauern öffnen den Raum über das Reale hinaus. Die szenische Kargheit fördert die Aufmerksamkeit des Zuschauers. So ist Raum für die die rührende Impulsivität Aga Mikolajs, für das Pathos Anna Samuils, für die darstellerische Süße Sylvia Schwartz‘. Zerlinas Versöhnungskavatine („Vedrai, carino“, Sylvia Schwartz) schließt mit dem Schmerz des Misslingens der Liebe. Für den Abgang Giovannis („A cenar teco“) findet Mussbach nur Wolken von Bühnennebel. Die Besetzung: René Pape war weg, Pavol Breslik war weg, Annette Dasch war weg. Wahrscheinlich trank Andrea Concetti in der Champagnerarie beim abschließenden „bevi“ mehr Luft, als dass er Noten sang, Weiterlesen

Barenboims Berliner Parsifal mit Plácido Domingo und Waltraud Meier

Daniel Barenboim Bernd Eichinger Matti Salminen Waltraud Meier Christof Fischesser Hanno Müller-Brachmann Plácido Domingo

Es ist nicht leicht, Prokofiews Fünfte mit den Berliner Philharmonikern unter Gustavo Dudamel zu hören, und 18 Stunden später Barenboims Parsifal. Ich trage es mit Fassung und lese auf dem Besetzungszettel, dass René Pape ausfällt. Matti Salminen springt ein. Nun gut. Bernd Eichingers Inszenierung ist nach wie vor aufgrund ihrer bleiernen Gedankenlosigkeit ein Ärgernis. Insbesondere während der tölpelhaften Filmsequenzen empfiehlt sich über ganze Partiturseiten hinweg das geschlossene Auge. Bernd Eichinger mag mittelmäßige Filme drehen können. Für mittelmäßige Inszenierungen reicht das nicht. Die Schwarzmarktpreise erreichten Weiterlesen

Der Rosenkavalier an der Staatsoper mit Magdalena Kozena, Angela Denoke, Sylvia Schwartz und Asher Fisch

Magdalena Kozena Angela Denoke Sylvia Schwartz Rose O’Neill

Ein zufriedenstellender Opernabend. Das Rollendebüt Magdalena Kozenas zog viele Neugierige an. Asher Fisch dirigierte erfreulich lebhaft. Mit unbändigem Schwung, vorwärts treibend, doch ohne verwischte Akzente, gerade mit so viel Robustheit wie lebhafter Nuancierung, gelang das Vorspiel zum ersten Akt (Hörner, Streicher), ebenso das kurze zum zweiten Akt. Sehr schöne Solo-Klarinette im ersten Vorspiel. Schöne Hörner. Die Klasse Fischs war nicht nach den zwei Takten, doch nach den ersten Weiterlesen

Vesselina Kasarova in L’Italiana in Algeri. Dazu Antonino Siragusa & Ottavio Dantone

Rossini ist zu Weihnachten besonders empfehlenswert. Die Kürze einer Rossinioper macht die Länge der Liste der alljährlichen weihnachtlichen Verpflichtungen erträglich. Dies ist also die letzte von vier Italianas in Algeri mit Vesselina Kasarova in dieser Saison. Ein hübsches Klarinettensolo entzückte in der Ouvertüre. Vesselina Kasarova bekam nach Ai caprici ein Wagnertuben-schweres Buh entgegengebrüllt (etwa aus der Richtung des ersten Ranges rechts vorne). Weiterlesen

Così fan tutte – Julien Salemkour Doris Dörrie (Anna Samuil, Katharina Kammerloher, Jeremy Ovenden)

Anna Samuil Katharina Kammerloher Adrienne Queiroz Hanno Müller-Brachmann Jeremy Ovenden

Der glatzköpfige Julien Salemkour dirigierte wendig, farbreich, animierend (weite Armbewegungen beim Abphrasieren, Zweifel sind angebracht, ob sie wirklich etwas bewirken). Spaß machten besonders die Tempovariationen und die Bläser. Ich muss sagen, dass ich, inspiriert vom Brahms-Zyklus der Philharmoniker unter Rattle, jeden Schlenzer von Klarinette oder Bratschen begeistert aufnehme, und sei das Orchester noch so mittelmäßig unterwegs. Dieser Zustand hielt übrigens ca. sechs Wochen an. Von daher machte es mir nichts aus, dass Salemkour manchmal so laut dirigierte, als wollte er den Weihnachtsmarkt vorm Operncafé mitbeschallen. Die Gliederung der Ensembleszenen hätte kaltblütige Übersicht vertragen. Doch unter Julien Salemkour war es hübsch, der Staatskapelle zuzuhören. Es gab keinen Leerlauf, wie man so schön sagt. Wenn’s doch alle so wie Salemkour machen würden. Anna Samuil: orgelhafter Sopran.

Uraufführung Hölderlin Peter Ruzicka

Torsten Fischer Stephan Rügamer Anna Prohaska Carola Höhn Florian Hoffmann etc.

Die Frage vor der Vorstellung ist, ob der Hölderlin Ruzickas noch der Mussbachs ist. Mussbach zufolge nicht mehr, denn dieser ließ sich vor der Uraufführung als Librettist streichen. Doch von Unter den Linden von der Friedrichstraße her kommend sah man Mussbachs Name noch als Teil eines meterhohen Lichtwurfs auf der Seitenfassade der Staatsoper prangen, um im aktuelleren Textheft den Namen des Ex-Intendanten vergeblich zu suchen. Da ist es schon erfreulicher, Wolfgang Rihms rätselhaftes Olympiergrinsen am Eingang des Apollosaals zu erblicken und wenig später Helmut Lachenmann sein gewohnt unfarbiges Jackett glatt streichen zu sehen. Einmal im Jahr sieht man Wolfgang Rihm in der Staatsoper, und zwar zur herbstlichen Uraufführung. Die Damen mit den Heftchen in den Foyers lächeln noch evchenhafter als sonst. Die Toiletten riechen in verzeihlicher Geschichtsseligkeit nach DDR-Plastik wie nie. In einer Ecke hallt noch Villazóns Lenski-Arie nach. Die Uraufführung von Peter Ruzickas Hölderlin ist kein Zuckerschlecken für den Hörer, doch auch kein dorniges Sperrgebiet, das nur Avantgardekenner meistern.

Über die vollständigen Begebenheiten, die die zweistündige Oper füllen, können nur das Textheft und Mussbach Auskunft geben. Doch eine der Lieblingsideen Ruzickas und Mussbachs scheint zu sein, dass der Mensch an sich zwar ein Lump, aber zum Guten bestimmt ist. Denn der vierte Akt lächelt. Der vierte Akt heißt mit vollem Namen „Die Jahreszeiten/Nächstens mehr/Contact with Space“. Nicht umsonst heißt der volle Titel der Oper in versierter Pathosnähe „Hölderlin. Eine Expedition“. Das Zitieren von Beckett („Jeder ist unterwegs. Ins Ungewisse…“), Rilke („Der Tod ist groß/Wir sind die Seinen/Lachenden Mundes“) und Mussbach („Wir haben offensichtlich hier…/Nun sagen Sie doch!/Alle gelebt…/Nun sagen Sie bloß…“) neben Ausschnitten aus Hölderlins Dichtungen verstärkt die collagehafte Komponente. Eine etwas angedrehte Avanciertheit des Entwurfs (auch der Musik) fiel auf. Stellenweise schlugen die Wogen der Bedeutung hoch, doch es waren immerhin Wogen. Die Musik? Das Orchester agiert tendenziell mit parsifalesker Dezenz, die Streicher der Staatskapelle formulieren tristaneske Kantilenen. Während des Einspielens intoniert ein Hornist eine Formel aus dem Rosenkavaliervorspiel. Manche Schlagzeugaktionen sind von radieschenhafter Schärfe. Die Atmosphäre ist minimalistisch-existenziell. Man vermisste Souveränität. Nicht jede Oper braucht deutsche Weltgefühle. Das Wort steht an diesem Abend mit gleichem Gewicht neben dem Gesang. Der Regie führende Thorsten Fischer verdoppelt das dreizehnköpfige Gesangspersonal durch ebenso viele Schauspieler, die die Aufgabe haben, die Texte Hölderlins auf professionellem Niveau zu rezitieren. Mein linker Sitznachbar fand den vierten Akt von großer Schönheit. Man könnte ihm zustimmen.

Anna Prohaska, Carola Höhn sangen hinreißend. Der Herr rechts neben mir stellte den zweiten Akt über die anderen und langweilte sich im vierten zusehends. Die Reaktion des Publikums umfasste defensiv vorgetragene Buhs und maßvolle Bravos. Die Stimmung sachlicher, wenn auch nicht unfreundlicher Kenntnisnahme überwog. Daran mochte das Publikum gut getan haben. Ruzickas Hölderlin ist sorgfältig gearbeitet, bietet einige wenige mitreißende Stellen, etwas Mischmasch und eine nicht immer überzeugende Tour de Ländle durch Hölderlins blendende Höhenlandschaften. Mag sein, dass Fischers Regie teilweise unklarer war als nötig. „Hölderlin. Eine Expedition“ hatte den Geruch einer Pflichtübung, deren herber Ernst im Missverhältnis zum künstlerischen Ertrag steht.

Sasha Waltz Staatsoper Berlin: Dido and Aeneas

Aurora Ugolino Reuben Willcox York

Die erneute Begegnung mit der Purcell-Oper in Sasha Waltz‚ Bühnenfassung nach gut zwei Jahren ist ein heißer Sonnenstrahl im klimatisch trüben Berliner Herbst. Es fängt mit der Musik Purcells an. Diese Musik ist klar wie Bergwasser, durchsichtig bis auf den Grund der Dinge wie das Weltall und von jener Abgeklärtheit, die wenige Musiktheaterwerke neben Le Nozze di Figaro auszeichnet. Nebenbei vermag hier eine knappe Weiterlesen

Rolando Villazón Berlin – die Villazón-Kritik

Kritik Eugen Onegin Daniel Barenboim Achim Freyer Anna Samuil Rolando Villazón Gortsevskaya Katharina Kammerloher Nekrasova Christof Fischesser

Achim Freyer besorgte eine unromantische Inszenierung, von der gesagt werden kann, dass jeder Schritt auf der Bühne ein Einsatzbefehl war und jede Wendung des Kopfes ein generalstabsmäßig durchgeführtes Manöver. Wie bei einem Konzert Evgenji Kissins sind viele Russen in der Oper. Wäre man melancholisch, entdeckte man Nabokov in der hintersten Reihe des zweiten Ranges. Die Inszenierung hat Nachteile, doch auch Vorzüge. Dass es sich hierbei um eine Regietheaterinszenierung Typ choreographische Oper strengster Observanz handelt, bei der kein Pieps eines melodramatischen Schluchzers erlaubt ist, wird niemand abstreiten. Das Ethnologische hat sich in Chagall-Reminiszenzen geflüchtet. Auch kein Tschechow, Weiterlesen

Il Barbiere di Siviglia – Julien Salemkour Ruth Berghaus (Elena Belfiore, Lawrence Brownlee, Renato Girolami)

Elena Belfiore Lawrence Brownlee Renato Girolami Alexandr Vinogradov

Bericht Staatsoper Berlin. Die Inszenierung von Ruth Berghaus ist meisterhaft. Abgesehen von den von zahllosen Sängerhänden speckig gewordenen Vorhangsäumen ist dieser Barbiere so frisch wie am Premierentag und ein Wunder an regielicher Treffsicherheit und gestischer Leichtigkeit. Die Regisseurin zeigt ein Minimum an Evokationsmaterial, dafür bringt sie Fingerhakeleien und Fußtritte in den fantasievollsten Variationen unter. Es triumphiert die Stilisierung der Komödie. Die Regiearbeit wirkt klar, nüchtern, unendlich pointiert und ist ein stilistisches Weiterlesen

Tristan und Isolde – Daniel Barenboim Harry Kupfer (Deborah Polaski, Robert Gambill, Gerd Grochowski)

Deborah Polaski Robert Gambill Michelle DeYoung Gerd Grochowski Reiner Goldberg

Kritik Tristan und Isolde Staatsoper Berlin. Barenboim, Berlin, Tristan… aber fangen wir mit Deborah Polaski an. Katarina Dalayman ist nach der ersten Vorstellung krank geworden. Deborah Polaski… verfügt über eine laute, stabile Sopranstimme. Man kann ihren Sopran auch als stählern bezeichnen. Die Amplitude des Vibratos umfasst die Spreebiegung von der Fischerinsel bis zum Bodemuseum. Nun ist es so, dass Polaskis Lautstärke zu einer bewundernswerten Durchsetzungskraft gegenüber Barenboims, gelinde gesagt, engagierter Staatskapelle, führt. Es gibt kein Tumult des Orchesters, aus dem sie nicht herauszuhören wäre. Es wäre dennoch besser, sie sänge „Doch es rächte sich/der verscheuchte Tag“ anstatt „Dochesrächtesichderverscheuchtetag“. Es ist auch nicht so, dass ihr Sopran ein prophylaktischer Rundumschlag

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Tristan Barenboim Harry Kupfer (Deborah Polaski Robert Gambill, Michelle DeYoung)

Kritik Tristan und Isolde Staatsoper Berlin. Oh Mann, was für ein Brocken. Die Vorstellung am 21. 9. 2008 befriedigte viele Wünsche. Mittags sang Thomas Quasthoff „Die Schöne Müllerin“, Daniel Barenboim begleitete. Am Abend zeigte Barenboim, dass zwischen Schubert und Wagner nicht Schumann, Berlioz und Bellini liegen, sondern nur vier Stunden. Dieses Mal sang Polaski „stürbe“, Gambill blieb allerdings bei „starb“. Folgte eine weitere Vorstellung, Gambill würde nun auch „stürbe“ singen. Es gab ein sehr schönes „Ich bin’s, ich bin’s/süßester Freund“ von Deborah Polaski und mitreißendes simultanes Singen von Polaski und Gambill. Gambill sang zudem nuanchenreicher als zuvor. Michelle DeYoung fand differenzierte, geradezu berückende Farben. Ihr „Einsam wachend“ klang betörend, das verhaltene Strömen des Melos und die Stuktur ihrer Stimme waren exquisit verwoben. Entzückend lodernd kam vieles aus dem ersten Auftritt Weiterlesen

Staatsoper Berlin. Der Spieler. Daniel Barenboim Alexander Vitlin Kristine Opolais, Misha Didyk, Stefania Toczyska

Kristine Opolais Wladimir Ognovenko Didyk Stefania Toczyska Stephan Rügamer

Wot nastojachtchij Schwung! Prokofjews Spieler ist ein ganz eigener Fall von einer Oper. Sie klingt, als hätte Prokofjew alle rhythmischen Ideen, die er jemals hatte, in einen Mixer gesteckt, auf den Knopf gedrückt, fünf Minuten gemixt und das Ergebnis über zweieinhalb Stunden Musik ausgeschüttet. Die Sänger haben Verständnis für das, was sie singen. Etwas besseres gibt es nicht. Tscherniakov inszeniert mit Leichtigkeit in der Personenführung und mit Kühle im Optischen und lässt durch das Kuddelmuddel von Prokofjews Orchester den Ingrimm Dostojewskis wie ein Gewitterleuchten durchscheinen. Psychopathen, Musikfanatiker und Spielsüchtige werden ihre helle Freude an Prokofjews Spieler finden, letztere insbesonderen, weil Alexej alles gewinnt, was man in einer Spielbank überhaupt gewinnen kann. Misha Didyk (Alexej) singt mit angemessener Stimmspannung und nie endender Deklamationslust, Kristine Opolais (Polina) mit weiß schneidendem, Kühle und Leidenschaft in schmalen, grandiosen Höhepunkten freilegendem Sopran, Wladimir Ognovenko ist der tragisch vertrottelte General, der immer mehr verliert, je länger Prokofjews Spieler dauert, nur nicht stimmlich.

Stefania Toczyska (Babulenka) trägt Pelz, verspielt ihre und des Generals Erbschaft und hat ihre Diener mit napoleonischer Nonchalance im Griff. Toczyska verfügt über eine in allen Registern sehr farbreiche, energische Stimme. Alexander Vitlin dirigierte zugleich kalt- und heißblütig und zudem sehr erfahren. Er machte seine Sache sehr gut. Aufmerksame, feurige Staatskapelle. Vitlin sehr gut. Viel Arbeit gab es für die Tuba. Das Schlagzeug macht ritsch-ratsch. Nur: wie es ausgeht, habe ich nicht kapiert. Es geht um die letzten 30 Sekunden. Ist Polina sauer? Spielt Alexej doch noch weiter? Die Inhaltsangabe auf staatsoper-berlin.de hilft auch nicht weiter: „Polina fühlt sich beleidigt, provoziert Alexej erneut und erfüllt sich endlich ihren Wunsch, das Geld jemandem ins Gesicht zu werfen – nur dass es nun nicht den Marquis, sondern den erschütterten Alexej trifft.“ Ja, aber was heißt das? Nu, wce rawno, ochen priwlekatelnaja opera.