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Opern- & Konzertkritik Berlin

~ Klassik-Blog für Konzertberichte und Opernkritiken aus Berlin

Opern- & Konzertkritik Berlin

Archiv des Autors: Schlatz

Jonas Kaufmann Kritik – Konzert Berlin: Barenboim, Liszt

13 Donnerstag Okt 2011

Posted by Schlatz in Jonas Kaufmann

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Staatskapelle Berlin

Liszt Der 13. Psalm/Listz Faust-Sinfonie
Sachte, sachte.

Zuerst geht es um Liszt. Das Ereignis war der Liszt. Barenboim kümmert sich seit zwei Jahren um Liszt. Zwei Mal beide Lisztkonzerte in Frühjahr, mehrmals Klavier solo (noch in der alten Staatsoper), heuer im Herbst einige der Orchesterwerke mit der Staatskapelle. Die Philharmoniker halten sich Liszt-mäßig zurück. Die Staatskapelle schlappt auf die Bühne. Weiterlesen →

Kritik Juraj Valcuha, Berliner Philharmoniker, Nikolaj Znaider, Tschaikowsky

10 Montag Okt 2011

Posted by Schlatz in Christian Thielemann, Juraj Valcuha, Peter Tschaikowsky

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Berliner Philharmoniker

Was für ein komisches Konzert. Komisch war es wegen Jurai Valcuha und wegen Tschaikowsky.

Juraj Valcuha? Es war interessant, Valcuha zuzuschauen. Manchmal kringelte man sich vor Kichern – in Gedanken natürlich. Valcuhas Dirigierstil war DAS Pausengespräch. Sein Stil hat was von Anno 1890, schätze ich.

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Haitink krank, Juraj Valcuha dirigiert

30 Freitag Sept 2011

Posted by Schlatz in Bernard Haitink, Juraj Valcuha

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Berliner Philharmoniker

Bernard Haitink erkrankt. Ihm wünscht man alles Gute. Juraj Valcuha, der aussieht, als würde er jeweils zwei Mal pro Woche Duca und Rodolfo singen, dirigiert für Haitink die Berliner Philharmoniker. Keine Beethoven-Dritte, sondern die Erste von Tschaikowsky, vulgo Winterträume, und die Euryanthe-Ouvertüre. Mit etwas gutem Mut freue ich mich auf Valcuha in genau dem gleichen Maße, wie ich den Ausfall von Haitink bedauere. Die entspannte Haltung Haitinks! Die schwebende Rechte! Das leichte, angedeutete Vornüberbeugen Haitinks! Weiterlesen →

Maurizio Pollini, Mozart, Daniel Barenboim und ein Haufen Noten

23 Freitag Sept 2011

Posted by Schlatz in Daniel Barenboim, Maurizio Pollini

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Musikfest Berlin 2011: Daniel Barenboim Staatskapelle Berlin Maurizio Pollini

Am Himmel rote Lachsstreifen und blaue Soße. Der Fernsehturm hängt zwischen Jägerstraße und Französischer Straße und scheint höher als sonst. Langsam ist man froh, dass das Musikfest zu Ende geht. Es war anstrengend. Pollini ist da, und das Berliner Wetter strengt sich weiterhin an, so schön zu sein, wie man das selten von ihm kennt. Die Sonne scheint von der Spree bis an die Panke, ja sogar von der Pregnitz bis an die Oder und bis weit nach Polen und Neukölln hinein.

Ist das Pollini, der nach der Pause zwischen zwei jung gebliebenen schwarzhaarigen Damen im ersten Rang sitzt? Blauer Anzug, rote Krawatte? Ist er es? Ist er es nicht? Kurt Sanderling starb. Ein Porträt mit Trauerschleife steht links vorne auf einer Staffelei. Barenboim bittet um eine Schweigeminute. Barenboim lässt das Genitiv-S Kurt Sanderlings unter den Tisch fallen. Möge Barenboims S mit Sanderling ruhen. Weiterlesen →

Simon Rattle Berliner Philharmoniker Kritik Mahler Achte: Johan Botha, Lilli Paasikivi, Erika Sunnegardh

16 Freitag Sept 2011

Posted by Schlatz in Anna Prohaska, Johan Botha, Lilli Paasikivi

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Musikfest 2011: Berliner Philharmoniker Simon Rattle  Tallis Motette Lotti Crucifixus Mahler Achte Sinfonie
Johan Botha Erika Sunnegardh Nathalie Stutzmann Anna Prohaska etc. Rundfunkchor Berlin MDR Rundfunkchor Leipzig etc.

Achte – find ick jut. Die Achte habe ich noch nie vorher gehört, aber sie hat Spaß gemacht. Wie die Sinfonia Domestica hat die Achte völlig ungerechtfertigterweise einen schlechten Ruf. Das ist unverständlich. Genau betrachtet, läuft Mahler bei der Achten zur Hochform auf.

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Christian Thielemann Kritik: Sächsische Staatskapelle

16 Freitag Sept 2011

Posted by Schlatz in Christian Thielemann

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Musikfest Berlin 2011. Es waren viele Musiker unter den Zuhörern, und zwar solche, die es werden wollen, und solche, die es schon sind. Man erkennt sie am wachen, aber durchlässigen Blick, an der zurückhaltenden, dunklen Kleidung, die meisten sind schlank und ein praktischer Zug umgibt sie. Außerdem waren viele Musikliebhaber da. Diese erkennt man am stechenden oder vergnügten Blick, je nachdem ob es sich um einen jüngeren oder älteren Musikliebhaber handelt.
Ich war da, weil ich die Sächsische Staatskapelle hören wollte. Da die Dresdner Musiker mit Christian Thielemann anreisten, wollte ich auch Christian Thielemann hören. Am fesselndsten gelang das Nocturne Symphonique Ferrucio Busonis von 1914. Diese Musik klingt genauso, wie der Titel verspricht, und ist dennoch ein äußerst interessantes Stück. Thielemann ließ es zwei Mal spielen, was ein Segen für alle Zuhörer war, die Ohren hatten, ein Fluch aber für jene, die schon beim ersten Mal ratlos im Programmheft blätterten. Weiterlesen →

Andris Nelsons Berliner Philharmoniker: Heinrich Kaminski Dorische Musik

16 Freitag Sept 2011

Posted by Schlatz in Andris Nelsons

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Musikfest Berlin 2011: Berliner Philharmoniker Andris Nelsons – Pfitzner Kaminski Rihm Strauss

Das philharmonische Sommerloch ist gestopft. Die Berliner Philharmoniker spielen wieder. Seit Herbst letzten Jahres, als Andris Nelsons Schostakowitschs Achte dirigierte, gehe ich zu Nelsons-Konzerten. Die Deutschdominanz des Programms, das Konzert ist Teil des Musikfests – in Festival-Deutsch „musikfest“ geschrieben –, erwies sich als durchaus durchtrieben. Der entschlossenen Anti-Moderne Pfitzners sowie Kaminskis subtiler Archaik waren nach der Pause Rihms expressiver Stilpluralismus und Strauss‘ Rosenkavaliersuite zugeordnet. Weiterlesen →

Anne-Sophie Mutter Kritik: Berliner Philharmoniker, Simon Rattle

16 Freitag Sept 2011

Posted by Schlatz in Anne-Sophie Mutter, Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker – Simon Rattle: ANNE-SOPHIE MUTTER Fauré Pelléas et Mélisande Dvorak Violinkonzert Schumann Sinfonie Nr. 2

Kurz vor den Konzerten des Musikfests hier noch ein Bericht über den Abend von Rattle & Anne-Sophie Mutter. Am Dienstag Morgen zwitschern zum ersten Mal in diesem Jahr die Vögel. Am Mittwoch gibt Anne-Sophie Mutter das erste von drei Konzerten mit den Berliner Philharmonikern.
Die Absage des kranken Seji Ozawa ist zu bedauern. Anne-Sophie Mutter widmete Ozawa das zugegebene Solostück. Ist zu bedauern, wenngleich ich nicht begierig auf die Vierte von Tschaikowsky, von Ozawa dirigiert, war. Simon Rattle übernimmt Ozawas Konzerte; er wird dank dieser drei zusätzlichen Konzerte sowie der anschließenden Konzerte einer Konzertreise die sowieso schon beeindruckende Zahl der geleiteten Abende Weiterlesen →

Christian Thielemann ersäuft Brahms

13 Dienstag Sept 2011

Posted by Schlatz in Christian Thielemann, Hans Pfitzner, Johannes Brahms

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Kurzkritik zum Musikfest Berlin 2011.

Montag Abend:  Christian Thielemann ist mit der Staatskapelle Dresden in der Philharmonie. Busonis symphonisches Nocturne klang ausnehmend schön und wurde von den Dresdnern jessasmäßig gespielt. Thielemann lässt es zwei Mal spielen – sehr gut. Pfitzners Klavierkonzert hatte sehr schöne Stellen, machte im Ganzen aber einen ästhetisch hoffnungslos verlorenen Eindruck. Hervorragendes Hornsolo. Tzimon Barto spielt wie die preußische Artillerie. Die Erste von Brahms klang nur die ersten 20 Takte interessant, als ich dachte, ah, schöne Linien, gute Dramaturgie. Der Rest waren unsensible Lautstärke, eine Leider Gottes selbstgefällige Phrasierung. Morgen früh mehr davon.

Wolfgang Rihm sitzt erneut inklusive Begleitung in Block A. Guck an, da hat die Intendanz des Musikfests ihm eine Dauerkarte spendiert.

Wenigstens scheint die Sonne in Berlin. Ich warte auf Simon Rattle, der mit Tallis, Lotti und Mahler Achte ab Donnerstag zu hören ist.

Wiener Philharmoniker Christian Thielemann Beethovenzyklus Kritik

09 Freitag Sept 2011

Posted by Schlatz in Christian Thielemann

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Berliner Philharmoniker, Wiener Philharmoniker

Bevor die Saison in Berlin richtig losgeht, hier noch mal eine Retroperspektive des letztsaisonalen, viertägigen Gastspiels der Wiener Philharmoniker in Berlin.

Was ist aus den Berlinern Wintern geworden? Bis vor kurzem war der Berliner Winter in ganz Europa für seine Milde und Schneefreiheit bekannt und belächelt. Das ist jetzt anders. Eis und Schnee sowie ein haarsträubend vereister Potsdamer Platz erschweren den Besuch von Konzerten in der Philharmonie und an anderen Orten der Hauptstadt. Man fragt sich, wie die Musiker die Instrumente in die Philharmonie transportieren, ohne dass Geigen, Oboen und Trompeten sich in der Kälte verziehen.

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Musikfest Berlin: Pierre-Laurent Aimard Kritik

06 Dienstag Sept 2011

Posted by Schlatz in Pierre-Laurent Aimard

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Musikfest, mmmh. Rechtzeitig klart der Himmel auf. Septembersonne bescheint die Blechwipfel der Philharmonie. Der Tiergarten ist schon kühl. Im Foyer lauter Musikverständige. Sogar die Touristen sehen musikverständig aus.

Was nicht ist, kann ja noch kommen. Das letzte Mal, als ich Pierre-Laurent Aimard hörte, löste Aimard eine seltsame Mischung aus aufrichtiger Achtung und seriöser Langweile in mir aus. Wenn das mal nicht zu snobistisch war. Kaum saß ich an diesem Montagabend auf meinem Platz, kaum startete Aimard die lugubre Gondel, dachte ich, ich höre nicht recht. Glockenklare Töne. Klar umrissene Resonanzen. Kraft, Ernsthaftigkeit, Präzision, Wille. Etwas Debussy-haftes bei Liszt. Klar ist der Kammermusiksaal lauschiger als die Philharmonie. Von den guten Blöcken aus schaut man direkt in den geöffneten Rachen des Flügels und kann in den Pausen Aimards Profil studieren. Pollini ist in der Philharmonie immer ganz schön weit weg.

Das Konzert ist keine drei Minuten alt. Ein Handy klingelt, Aimard erhebt sich abrupt und verschwindet. Beifall des Publikums. Liszts traurige Gondel ist ins Nirvana der Vergangenheit entglitten. Ich erwarte, dass der Handybesitzer sich mit einer Ansprache ans Publikum entschuldigt, aber Pustekuchen. Eineinhalb Minuten später kommt Aimard wieder raus.

Ein sensationelles Programm in Rondostruktur. Liszt = Ritornelle. Dazwischen spielt Aimard Wagner, Berg, Skrijabin. Zumindest Wagner und Skrijabin waren ja Liszt-Liebhaber. Berg wohl nicht. Dass Pierre-Laurent Aimard beim Spiel auch den Hintern anlupfen kann und sein Schopf in alle Richtungen fliegen lässt, war mir bislang unbekannt. Sachlichkeit, aber auch echte Größe, so in den Sekundabgängen, mit denen die h-Moll-Sonate losgeht. Gerade fällt mir ein, dass ich mich an kein einziges Rubato erinnere. Natürlich gab es welche (aber von Rubato-Präsenzen in Kissin-schem Ausmaß ist Aimard weit entfernt). Spitzentöne haben eine gletscherähnliche Härte. Jeder Spitzenton klingt anders, ohne jede Spur von Pathos, wenn auch aufs Äußerste in die Tasten gestochen. Ingenieursethos, gedankliche Schärfe von Brückenbauern. Und doch Leidenschaft eines Künstlers.

Linie? Nee, ist Aimad nicht wichtig. Aimard denkt vom einzelnen Ton aus. Jeder Anschlag ein Kosmos. Haarsträubendes Akkord- und Skalengewusel in der h-Moll-Sonate, aber stets durchdacht, scharf, frisch und klar wie Gletscherwasser. Der Beginn war – noch mal gesagt – ausnehmend schön. Eine Reihe vor mir sitzt ein blutjunger Klavierspieler. Ich erkenne solche Leute auf den ersten Blick. Zurückhaltende Kleidung, weiche Gesichtszüge, Alban-Berg-Blick. Vier Plätze links von mir saß jemand, der bei der h-Moll-Sonate heftig mit dem Kopf wippte.

Salvatore Licitra ist gestorben. Ein Gruß ins Jenseits.

Aimard verbeugt sich jeweils drei Mal. Jedes Mal dreht er sich um genau 120°. Zugabe gibt’s nicht.

Pierre-Laurent Aimard Kritik: sehr gut.

Es regnet

01 Donnerstag Sept 2011

Posted by Schlatz in Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Es regnet. Ich kann Ihnen sagen, in Berlin regnet es, was das Zeug hält. Es regnet so, wie es in Opern nie regnen würde. Selbst im Parsifal an der Staatsoper regnet es nicht so viel Gold vom Bühnenhimmel, wie in Berlin Regen vom Himmel. Man kann auch sagen, der Regen habe „Richard Wagnerische ‚Breite’“, um Richard Strauss zu zitieren. Die Luft ist so feucht, dass sich das Saisonheft der Staatsoper, das auf dem Tisch liegt, wellt. Weiterlesen →

Die besten Konzerte der Berliner Philharmoniker und andere Kleinigkeiten aus der Berliner Philharmonie

01 Donnerstag Sept 2011

Posted by Schlatz in Christian Thielemann, Gidon Kremer

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Berliner Philharmoniker

Saison zu Ende, Stress vorbei. Einmal geht’s noch in die Staatsoper, um Hosokawas Matzukaze hören, und eventuell Henzes Phaedra. Weiterlesen →

Staatsoper Berlin: Plácido Domingo sagt Ja, ick komme

01 Donnerstag Sept 2011

Posted by Schlatz in Anna Netrebko, Anne-Sophie Mutter

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Barenboim und Flimm geben verstärkten Anlass, die Staatsoper zu lieben. Nicht dass man es gegenüber der Staatsoper – vom Generalmusikdirektoren bis hin zu den Türöffnern – an Zuneigung fehlen lassen würde. Doch ich hatte vor, meine Zuneigung während der Spielzeiten im Schillertheater platonisch werden zu lassen, um sofort nach der Rückkehr Unter den Linden wieder mit der praktischen Zuneigung weiterzumachen.

Ich sagte mir: Nee, das machste nicht mit. Oper im Schillertheater? Nee. Die Eliminierung der untersten drei Preiskategorien nach dem Umzug ins Schillertheater? Schlimm. Der weite Anreiseweg ins ferne Charlottenburg? Indiskutabel. Ich sagte: Ich warte drei Jahre. Barenboim macht Walküre? Hör ich mir dann in der renovierten Staatsoper Unter den Linden an. Unter den Linden höre ich vom Rang von der Staatskapelle doppelt so viel wie im holzvertäfelten Parkett des Schillertheaters. Gehe ich halt öfters, sag ich mir, zu den Philharmonikern, und zwar nicht nur, wenn Rattle dirigiert, sondern auch wenn Haitink, ja, und sogar, wenn Thielemann dirigiert. Aber es kommt ja erstens immer anders und zweitens als man denkt.

Dann hat der Flimm mit dem Barenboim noch dieses gertenschlanke, aufregende Festival für Musiktheater der Gegenwart mit Namen Infektion auf die Beine gestellt. Nicht schlecht. Vor kurzem hörte ich Hosokawas Matzukaze und Henzes gloriose Phaedra.

Jaja, der Flimm.

Auch das Programmheft hat was. Das Saisonheft der DOB ist im Vergleich ein, optisch gesehen und banausenhaft formuliert, ranziger Schinken. Und die Berliner Philharmoniker schwören in ihrem 2011/2012er-Hefterl auf biedere Langeweile.

Der Spielplan scheint mit Bedacht ausgedünnt. Dafür steigern Flimm und Barenboim den Öchsle-Grad, was die Promis angeht.

Zuerst die Dirigenten. Einfach zum Zungeschnalzen. Es fehlt nur noch, dass Barenboim den Thielemann an die Staatsoper lotst. Also…

Barenboim dirigiert endlich einmal wieder den Figaro. Jipieeh. Ich träume schon von der Ouvertüre. Rattle, der Treueste der Treuen, dirigiert Aus einem Totenhaus. Great. Rattle dirigiert L’Etoile. Ein Freude! Metzmacher dirigiert Al Gran Sole Carico d’Amore. Sehr gut. Metzmacher dirigiert Dionysos (Rihm). Jawoll. Andris Nelsons dirigiert Madama Butterfly. Ja. Barenboim übernimmt von Gustavo Dudamel wieder den Don Giovanni. Sehr schön.

Und dann… Was soll man zu den Besetzungen sagen?

"Wer besser singt als ich, möge sich unverzüglich erheben" - Plácido Domingo an der Staatsoper Berlin // Foto: Monika Rittershaus / staatsoper-berlin.de

Plácido Domingo, den alten Herzensbrecher, höre ich immer gerne (Simone Boccanegra). Anna Netrebko, die Diva mit einem Anflug von Molligkeit, ebenso (Donna Anna). Rolando Villazón ebenso (Nemorino). Anja Harteros ist immer willkommen (Simone Boccanegra). Dorothea Röschmann, eine unvergleichliche Eva in Barenboims Meistersingern, singt Gräfin und Donna Elvira, sehr schön. Edita Gruberova singt Norma. Christine Schäfer singt Violetta, Cherubino (mmhhh…), Konstanze (mmmhhhhhh…). Magdalena Kozena singt das Liedchen Je suis Lazuli (L’Etoile). René Pape singt Wotan (Rheingold, Walküre). Vesselina Kasarova und Pavol Breslik singen Graun (Montezuma). Jonas Kaufmann, der Mann mit dem Gesicht eines Apoll und der Stimme eines Gigolos, singt Liszt (mit der Staatskapelle). Anne-Sophie Mutter geigt, Hilary Hahn auch (Staatskapelle), Pollini konzertiert vier Mal bei der Staatsoper. Schade, dass Sylvia Schwartz nicht mehr zum Ensemble zählt. Sie ist jetzt in Wien. Sylvia Schwartz‘ Sophie wie sie zusammen mit Magdalena Kozenas Octavian den zweiten Rosenkavalierakt singt, sind unvergesslich.

Bei einer solchen Anhäufung von Prominenz und Renomée würde es nicht verwundern, wenn Lang Lang die Seccorezitative im Don Giovanni begleiten würde.

Festtage Berlin: Dorothea Röschmann hüpft, Katharina Kammerloher auch, Barenboim dirigiert

01 Donnerstag Sept 2011

Posted by Schlatz in Burkhard Fritz, Daniel Barenboim, Dorothea Röschmann, Hanno Müller-Brachmann, Roman Trekel

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Festtage 2008 MEISTERSINGER Daniel Barenboim Harry Kupfer René Pape Dorothea Röschmann James Morris Katharina Kammerloher Roman Trekel Paul O’Neill Burkhard Fritz Hanno Müller-Brachmann Florian Hoffmann

Meistersinger Montag, 24. 3. 2008. Und noch ein drittes Mal. Am Tag danach wünscht man sich Streicher, Hörner, Posaunen, Piano, Forte, Blumen und Bänder, Röschmann und Trekel, alle zurück. Man will Hanno Müller-Brachmann sehen, wie er, ganz Kothner, Tintenfass, Karaffe und Wasserglas auf seinem Tisch stets aufs Neue mit mathematischer Genauigkeit anordnet, wie er die Brille abnimmt, wie er sich mit einer Bewegung tiefsten Tadels umdreht, wie er vom Stuhl fliegt, als Burkhard Fritz sein „Fanget an“ herausposaunt. Und Dorothea Röschmann, die im Gleichtakt mit Katharina Kammerloher (Beginn 1. Akt) unvergleichlich zum nächstgelegenen Kirchenpfeiler hüpft, als sie einen engen Schuh vorschützt. Und Dorothea Röschmann (sang heute etwas leiser als in den vorangegangenen Aufführungen), die auf der Festwiese auf dem Thron sitzt wie die Königin von Saba bei Tiepolo. Weiterlesen →

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