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Opern- & Konzertkritik Berlin

~ Klassik-Blog für Konzertberichte und Opernkritiken aus Berlin

Opern- & Konzertkritik Berlin

Schlagwort-Archiv: Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker: Simon Rattle dirigiert Mahler 4. Sinfonie und Strawinsky Apollon

24 Sonntag Jul 2011

Posted by Schlatz in Apollon musagète, Christine Schäfer, Igor Strawinsky, Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker – Simon Rattle: CHRISTINE SCHÄFER Strawinsky Apollon Musagete Mahler Sinfonie Nr. 4

Es ist schlimm. Man muss einfach hin, wenn Rattle und die Berliner Mahler machen. Auch wenn ich lieber Fußball geschaut hätte, Arsenal gegen Barcelona, mal wieder Lionel Messi zuschauen. Aber man muss, wie gesagt. Das Programm ist eine harte Nuss. Im Apollon Musagete übertrifft Strawinsky sich – und andere natürlich vierfach – an Understatement. Die Person, dessen Lieblingsstück der Apollon Musagete ist, erhebe sich bitte. Jede Wette, dass Strawinsky wenig Spaß beim Komponieren dieses Stücks hatte. Ich hatte nicht allzu viel Spaß beim Hören. Die Philharmoniker spielen quasi von selbst. Rattle gibt eine Prise Salz hinzu, aber nur eine Prise.

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Simon Rattle: Konzertbericht Berliner Philharmoniker, Mahler 3. Sinfonie

24 Sonntag Jul 2011

Posted by Schlatz in Johannes Brahms, Nathalie Stutzmann, Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker – Simon Rattle: ANKE HERRMANN NATHALIE STUTZMANN DAMEN DES RUNDFUNKCHORS BERLIN KNABEN DES STAATS- UND DOMCHORES BERLIN Brahms Es tönt ein voller Harfenklang Hugo Wolf Elfenlied Mahler Sinfonie Nr. 3

Und schwupps, schon ist man bei der Dritten. Es ist warm wie im März, obwohl es erst seit kurzem Februar ist. In der Dritten macht Mahler alles das, was er nicht hätte tun dürfen. Er kennt keine Grenzen bei der Überlänge, er ist noch kindischer als in der Zweiten. Aber das Gefühl für Abläufe ist wahrscheinlich untrüglich geworden, so weit ich das beurteilen kann. Die Form pfeift auf die Konvention, das ist das Befreiende. Die Zeit belebt sich von selbst, fast ohne Sonatenhauptsatzform. Die ganz freien Kombinationen von Klängen, die Mahler einsetzt ist, sind atemberaubend. Die Phase, in der ich Radek Baborák nachtrauerte, ist vorbei. Stefan Dohr spielt halt anders. Heute habe ich mit höchster Zufriedenheit Stefan Dohr zugehört. Baborák hatte Eleganz, Stefan Dohr hat Wärme. Beginn mit acht Hörnern.

Im Gegensatz zur Zweiten, bei der Wackler des Blechs häufig waren, lief es in der Dritten wie am Schnürchen. Dann kommt die Soloposaune. Der erste Satz ist fast ein Posaunenkonzert. Die Posaune klingt wie von Ennio Morricone. Dann kommt der Trommelwirbel. Stille, nur der Trommelwirbel, dann die acht Hörner – Reprise? Wieder Posaunensolo, diesmal mit dieser Steine erweichenden hohen Stelle. Mit welcher Sorgfalt zwei Schlagzeuger damit bemüht sind, die Becken lautlos abzulegen.

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Jessas, die Berliner Philharmoniker bloggen

24 Sonntag Jul 2011

Posted by Schlatz in Kent Nagano

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Berliner Philharmoniker

Die Berliner Philharmoniker sind in Australien, fahren Segelboot, Weiterlesen →

Simon Rattle, Berliner Philharmoniker: Mahler Sinfonie Nr. 1

24 Sonntag Jul 2011

Posted by Schlatz in Sergej Rachmaninow, Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker – Simon Rattle: Rachmaninow Symphonische Tänze Mahler Sinfonie Nr. 1

Rachmaninows Symphonische Tänze gehören zu jenen Stücken der Nicht-Schönberg-Nachfolge, die das Glück hatten, uraufgeführt zu werden, nachdem Adorno das Interesse daran verloren hatte, das musikalische Tagesgeschäft kritisch zu begleiten. So blieb den Symphonischen Tänzen ein Dolchstoß erspart, der zumindest im deutschsprachigen Raum eine fünfzigjährige Quarantäne bedeutet hätte. Dennoch muss man sagen, dass die Tänze gewonnen hätten, wenn Strawinsky vor Drucklegung der Partitur redigierend eingegriffen hätte. Strawinsky hätte gestrafft, geschärft, gelichtet. Was auch gesagt werden muss: Mahlers Erste hätte gewonnen, wenn nicht Rachmaninow zuvor auf dem Programm gestanden hätte, sondern, sagen wir, nochmals Schönberg, wie vor fünf Tagen. Das wäre kohärent gewesen.

Er war ein verkorkster Abend. Es muss an mir gelegen haben, am Programm und natürlich an dem Platz, auf dem ich saß. Ich saß da, wo ich noch nie saß, in Block E rechts. Prompt klangen die Philharmoniker so was von anders als sonst. Ich war so nah dran, ich hätte dem Solobassisten die Haare kraulen können. Außerdem saßen heute (wie schon eine Woche zuvor bei Mahlers Zweiter) die Bratschen links, die Celli in der Mitte. Die Harfe stand heute vor den Bässen. Auch das ist gewöhnungsbedürftig. Emmanuel Pahud war wieder nicht da.

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Simon Rattle und der Mahler-Zyklus der Berliner Philharmoniker: Sinfonie Nr. 2 und Schönberg

24 Sonntag Jul 2011

Posted by Schlatz in Ein Überlebender aus Warschau, Kate Royal, Magdalena Kozena, Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker – Simon Rattle: MAGDALENA KOZENA KATE ROYAL RUNDFUNKCHOR BERLIN Schönberg Überlebender aus Warschau Mahler Sinfonie Nr. 2

Verglichen mit der Zweiten Sinfonie von Mahler ist Strauss‘ Sinfonia Domestica ein schlankes Beserl. Meine Affinität zur zweiten Sinfonie ist gering. Im dritten Satz klingt es hier und da nach Grieg, zwischendurch nach Bruckner. Die Posaunen im letzten Satz klingen nach Parsifal, sind bei Wagner aber zehnmal besser gesetzt. Einige Harmoniewechsel haben etwas Ungeschicktes. Es sind definitiv etwas zu viel Fanfarenmotive in der Zweiten. Der Chor hat was vom Pilgerchor aus Tannhäuser. Aber es ist trotz allem große Musik. Aber es gibt in Mahlers Erster auch Stellen, da versucht man herauszufinden, ob das nun Angela Merkel in der ersten Reihe ist oder nicht. Mahlers Erste hörend, fange ich an zu bedauern, dass Brahms, perfektionistischer Hanseat, der er war, es nicht über sich brachte, eine mitreißende, schwungvolle, vor Unerfahrenheit strotzende Jugendsinfonie zu schreiben, etwa im Stile seines Opus 8 – bis er 35 war, hätte das wohl noch geklappt. Stattdessen wartet Brahms mit der Ersten, bis er über sinfonische Gediegenheit verfügt.

Zu Beginn spielen sie der Überlebende aus Warschau, quasi als nullten Satz der Mahlersinfonie.

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Andris Nelsons, Berliner Philharmoniker: Berg hopp, Schostakowitsch topp. Baiba Skride geigt

24 Sonntag Jul 2011

Posted by Schlatz in Andris Nelsons, Baiba Skride, Dmitri Schostakowitsch, György Kurtág, Iannis Xenakis, Luciano Berio, Peter Eötvös

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker ANDRIS NELSONS BAIBA SKRIDE Berg Violinkonzert Schostakowitsch Sinfonie Nr. 8

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Was die Berliner Philharmoniker in der Philharmonie so trieben

24 Sonntag Jul 2011

Posted by Schlatz in Claudio Abbado, Jonas Kaufmann

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Berliner Philharmoniker

SAISON 2009 / 2010 PHILHARMONIE BERLIN

Es ist Hochsommer, der Landwehrkanal stinkt, es sind Ferien und der kleine Pavillon der Türken im Nachbarhof ist verwaist. Gerade lese ich, dass Annette Dasch die Elsa in Bayreuth singt. Die war doch schon als Donna Elvira an der Staatsoper schlechter als die Donna Anna von Anna Samuil. Tja, Bayreuth…

Saisons haben die unangenehme Eigenschaft, dass sie irgendwann zu Ende gehen. So auch die  Saison 2009/10. Was bleibt? Ich lasse die Akteure noch einmal Revue passieren. Zuerst jedoch die Stücke. Die interessantesten waren Schostakowitschs wilde Vierte und Sibelius‘ erschütternde Vierte sowie vielleicht Sibelius‘ Sechste (alles Simon Rattle). Schostakowitschs Zwölfte (Dudamel) und Dreizehnte (Staatskapelle, Barenboim) fand ich, na, fand ich zu episch. Das zweite Violinkonzert von Schostakowitsch (Barenboim, Kremer, Staatskapelle) ist ein Stück, das Schostakowitschs erstem (Bychkov, Guy Braunstein) um eine Nasenlänge voraus ist. Der reine Brahmsabend (Haitink/Lupu) wäre nicht nötig gewesen – sowohl Klavierkonzert als auch Vierte gabs von Rattle herzlicher und eindringlicher. Ligetis Athmospères und seine Mysteries of the Macabre (Hannigan) waren Höhepunkte und hielten sowohl konzeptionell als auch substantiell, was der Name Ligeti versprach. Rattle kombinierte Ligeti mit Sibelius, Kurtag und Beethoven. Auf den leidenschaftlichen Sibelius-Zyklus der Berliner Philharmoniker freute ich mich mit rätselhafter Schadenfreude. Schlussendlich befreite der Zyklus den Finnen aus Adornos giftiger Obhut und den Zuhörer aus mancher Unwissenheit (alles Simon Rattle). Beethoven (Klavierkonzerte, Rattle, Uchida) wirkt stets wieder seltsam unvertraut. Weiterlesen →

Die Saison röchelt, die Sonne brennt, Rattle swingt. Und Wynton Marsalis war auch dabei

24 Sonntag Jul 2011

Posted by Schlatz in Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker – Simon Rattle/Wynton Marsalis Strawinsky Petruschka Marsalis Swing Symphony

Die Saison röchelt, sie hat ein Alter erreicht, in dem alles möglich ist. Die Sonne brennt, die Philharmonie glüht. Der Schweiß hängt in den Socken, das Hemd klebt an der Lehne.

Petruschka in der 1947er-Fassung wirkt genau wie von 1947. Der expressionistische Jugendstil der Vorkriegsfassung wirkt wie mit Webernschem Glas überzogen. Daher die Schärfe und Kontur dieser Aufführung. Wenn ich mich recht erinnere, ist Rattles hartschattiger, hochkonzentrierter Petruschka dem Mariss Jansons‘ von – na wann war das wohl? – 2007 vorzuziehen. Dieser legte mehr Wert auf raffinierte Folklore und raffinierten Impressionismus, jener – der Rattles – wirkte integraler, verschlossener wie auch ergiebiger im Detail. Weiterlesen →

Simon Rattles Siblius-Zyklus in der Berliner Philharmonie, letzter Teil

24 Sonntag Jul 2011

Posted by Schlatz in Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker – Simon Rattle: Sibelius Sinfonien Nr. 5, 6 und 7

Es fiel mir schwer, aber ich habe aufgrund von Rattles Premiere zu L’Etoile (Sonntag) in der Staatsoper auf einen Besuch der Konzerte von Claudio Abbado (Freitag bis Sonntag) verzichtet. Die Anpassung der Gehörs nach einem Konzert der Berliner Philharmoniker innerhalb von 24 Stunden klappt in der Vergangenheit nie zufriedenstellend. Uff, wie schwierig war es, La Bohème von der Staatskapelle unter Dudamel und mit Jonas Kaufmann zu hören, nachdem am Vorabend Rattle Beethovens Sechste und Achte zu hören war. Kein Abbado also diese Saison, sondern vier Mal Rattle in einer Woche. Ich war zwei Mal im letzten Konzert der diesjährigen Sibelius-Serie, die meinem Gefühl nicht unbedingt substantieller geriet als die Brahmssinfonien vor eineinhalb Jahren, jedoch auf eine leichter verständliche Weise gelungen. Weiterlesen →

Trau nie dem Saisonheft, es sei denn es ist das von letztem Jahr

24 Sonntag Jul 2011

Posted by Schlatz in Christian Thielemann, Mariss Jansons

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Berliner Philharmoniker

Das Saisonheft 2010/11 ist da. Sieht schon besser aus, wenn keine Werbeagentur die Orchestermusiker ins Bild bringt, sondern der gestandene Fotograf Jim Rakete. Aha, das Gruppenbild. Solène Kermarrec guckt, als hätte sie die halbe Nacht im Berghain verbracht. Wenzel Fuchs sieht aus, als wäre er nach dem Berghain noch ins Lido gegangen, um dann in der Maria am Ostbahnhof den neuen Tag zu begrüßen. Andere haben es scheinbar gar nicht mehr zum Termin geschafft oder waren noch weniger vorzeigbar, denn sie sehen aus, als wären sie mit Photoshop nachträglich reinmontiert worden. Ein Mahlerzyklus ist nun nichts Originelles. Wenn schon einen Zyklus, dann Prokofjew, Henze oder Birtwistle. Oder Händel, da hat Rattle doch bestimmt auch einen Draht zu. Naja, aber natürlich wird Mahler unter Rattle hochinteressant. Seit der in jeder Hinsicht erinnerungswürdigen Neunten im Herbst 2007, die Rattle in der Manier eines erregten, panisch die Details ordnenden und fordernden Orchesterleiters, kurz gesagt: in der Manier eines Oliver Kahn in Bestform hingelegt hatte, habe ich so gut wie keine Mahlersinfonie mehr gehört, abgesehen von einer etwas losen, lockeren, etüdenhaften Sechsten von Boulez mit der Staatskapelle. Mein Gefühl sagt mir, dass Rattles Mahler-Vierte und die -Sechste am besten werden. Weiterlesen →

Simon Rattle dirigiert Beethoven, Ligeti, Sibelius. Mit Mitsuko Uchida. Und Radek Baborák ist weg.

22 Freitag Jul 2011

Posted by Schlatz in György Ligeti, Jean Sibelius, Mitsuko Uchida, Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker Simon Rattle: Mitsuko Uchida Ligeti San Francisco Polyphony Beethoven Klavierkonzert Nr. 4 Sibelius Sinfonie Nr. 2

Ach du ganz große Scheiße. Wo ist Radek Baborák? Er ist weg. Sie suchen einen neuen Ersten Hornisten. Kein Wunder, dass ich ihn nicht mehr gesehen habe. Das ist eine schlechte Nachricht. Hätte man ihn nicht mit allen Mitteln halten können? Etwa, indem man Tschechisch zur Hauptsprache unter den Musikern gemacht hätte? Oder jedes Philharmoniker-Konzert mit einem Hornkonzert begonnen hätte? Oder ihm ein Dirigat pro Saison versprochen hätte? Langweiliger wie András Schiff kann er unmöglich dirigieren.

Ligetis San Francisco Polyphony könnte etwas spannender sein. Man hat den Eindruck, Ligeti wollte schildern, was einem Mann durch den Kopf geht, der nach einer durchfeierten Nacht auf der Terrasse eines Hauses in San Francisco den anbrechenden Morgen beobachtet und sich nebenbei auch noch allerlei Gedanken über sein Leben macht. Also gewissermaßen in der Art der Stücke, in denen Richard Strauss Szenen aus dem eigenen Leben in Musik setzte.

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Mann, diese Berliner Philharmoniker! Rattle Sibelius, Mitsuko Uchida Beethoven

22 Freitag Jul 2011

Posted by Schlatz in György Kurtág, Jean Sibelius, Mitsuko Uchida, Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker – Simon Rattle: Kurtág Grabstein für Stephan Sibelius Sinfonie Nr. 4 Beethoven Klavierkonzert Nr. 5 (Mitsuko Uchida)

Am Freitag spielten die Wiener Philharmoniker. Maazel dirigierte. Ich mochte schon Christian Thielemanns Bruckner 8. nicht, die die Wiener vor drei Jahren in der Philharmonie spielten. Und jetzt Beethoven 6. unter dem Maazel. Klanglich sind die Wiener ein Phänomen, aber Maazel ist ein grimassierendes Kuriosum, dessen Musikverständnis die Langeweile auf die Spitze treibt. Diese Sechste klang wie das Foyer des Hotel Adlon aussieht.

Absagen treffen mich mit Härte. Ozawa ist krank, er wird seine Konzerte im Juni nicht leiten können. Plácido Domingo ist krank. Er wird den Simone Boccanegra im März nicht singen. Mit einem Prost auf Rattles fantastische Gesundheit komme ich zum heutigen Konzert.

Kurtág scheint hier begabt, doch nicht außerordentlich. Gegen die Bewegtheit und mitreißende Präzision der Ligeti-Stücke macht Kurtág keinen Stich. Außer dem jeweils achtfach besetzten Blech und Schlagzeug nur Kammerbesetzung: 3 Celli, 3 Bratschen, 1 Bass, 3 Holzbläser, 1 Gitarre (ich hoffe, das stimmt so). Drei aufeinander folgende, vom Blech getragene, scharf abgetrennte Tutti-Blöcke von schreiender Lautstärke bilden das Zentrum. Zu Beginn und gegen Schluss viel Leisheit, die von den Philharmonikern glänzend rübergebracht wurde. Simon Rattle verbot dem Publikum quasi das Husten. Kurtágs Grabstein für Stephan war das, was man ein interessantes Stück nennt.

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Simon Rattles Sibelius-Zyklus II: Monochromie! Tundra!!

22 Freitag Jul 2011

Posted by Schlatz in Mitsuko Uchida, Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker – Simon Rattle: Beethoven Klavierkonzerte Nr. 2 & 3 (Mitsuko Uchida) Sibelius Sinfonie Nr. 3

Eine Frage bewegt einen. Warum angeln sich die Weiterlesen →

Sibelius-Zyklus Simon Rattle

22 Freitag Jul 2011

Posted by Schlatz in Barbara Hannigan, Mitsuko Uchida, Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker – Simon Rattle: Mitsuko Uchida Barbara Hannigan Ligeti Athmospères Beethoven Klavierkonzert Nr. 1 Ligeti Mysteries of the Macabre Sibelius Sinfonie Nr. 1

Im Berlin, das in Schnee und Eis versinkt, weisen Pfützen in LKW-Größe an jeder Straßenecke auf den nahenden Frühling hin. Die Philharmoniker tun ihr Bestes, um den Winter zu vertreiben, indem sie kecke Erstlingswerke von Beethoven und Sibelius, dem zeitweise meistgehassten Musiker Europas, spielen.

Das Orchester ist bester Laune. Rattle beginnt sofort nach dem Konzertschluss auf das Lebhafteste mit Uchida zu reden. Dabei sieht Uchida einmal so freudig überrascht aus, als hätte Rattle ihr gerade vorgeschlagen, AUSNAHMSWEISE und NUR DIESES EINE MAL bei Sibelius mitspielen zu dürfen – weil sie es sei. Albrecht Mayer, Emmanuel Pahud, Wenzel Fuchs, Stefan Schweigert, das waren die ersten Solisten der Bläser. Daishin Kashimoto Konzertmeister (musste ich nachschlagen), Stabrawa neben ihm. McDonald ragt an den Bässen auf. Pahud sieht dem Nachbarn Mayer aus nächster Nähe beim Solo zu. Nickt dann ausdrucksvoll. Nickt auch nach Einsätzen anderer. Schweigert guckt einmal zum zweiten Fagottisten, Pahud dreht sich um, guckt auch hin. Hat er was falsch gemacht? So was hört man nicht. Bei Beethoven Leichtigkeit und magere Sehnenhaftigkeit, bei Ligeti höchste Reaktionsfähigkeit des Orchesters. Ligetis Mysteries of the Macabre ist große, herrlich vitale Musik. Rattle nutzt die Kraft und Fantasie dieser Musik, um aus sich herauszugehen, und hat sein Coming-Out als fuchtelnder Orchesterleiter, der Orchester und Publikum zur Schnecke macht (‚What the hell are you playing there?‘, ‚Don’t smile at me‘). Weiterlesen →

Berliner Philharmoniker, Frank Peter Zimmermann und Bernard Haitink: Oberarm im Einsatz, millimetergenaues Hüpfen

22 Freitag Jul 2011

Posted by Schlatz in Bernard Haitink, Frank Peter Zimmermann

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker Bernard Haitink Frank Peter Zimmermann Kurtág Stele Brahms Violinkonzert Bartók Konzert für Orchester

Haitink, wie er leibt und lebt: rosiges Gesicht, ein lichter weißer Haarkranz. Tränensäcke. Wie stets mit Fliege und im Frack, in dem das Einstecktuch sitzt (Rattle wechselt zwischen Frack und Kittel). Er stützt sich beim Abgang auf das Geländer, geht etwas schief, doch mit freundlicher Grandezza, die die eigene Größe heiter nimmt und sich für die Langsamkeit lächelnd zu entschuldigen scheint. Die stabhaltende Rechte geht in einer Art krakeliger Handschrift auf und nieder, mit kurvigen Schwüngen nach links und rechts. Doch die Stabspitze bewegt sich präzise, sie hüpft millimetergenau auf, nur aus Handgelenk und Ellbogen bewegt. Die großen Hände wirken stets etwas unbeholfen, wenn sie ruhen. Selten kommt der Oberarm zum Einsatz. Die Linke liegt manches Mal unbewegt an der Seite. Bernard Haitink scheint immer auf eine innere Partitur zu hören, auf den Widerhall unzähliger vergangener, doch im Konzert wieder gegenwärtiger Dirigate. Er strahlt eine kindliche Zufriedenheit aus, als würde er ein zutiefst befriedigendes Spiel spielen. Weiterlesen →

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