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Opern- & Konzertkritik Berlin

~ Klassik-Blog für Konzertberichte und Opernkritiken aus Berlin

Opern- & Konzertkritik Berlin

Kategorien-Archiv: Simon Rattle

Simon Rattles Siblius-Zyklus in der Berliner Philharmonie, letzter Teil

24 Sonntag Jul 2011

Posted by Schlatz in Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker – Simon Rattle: Sibelius Sinfonien Nr. 5, 6 und 7

Es fiel mir schwer, aber ich habe aufgrund von Rattles Premiere zu L’Etoile (Sonntag) in der Staatsoper auf einen Besuch der Konzerte von Claudio Abbado (Freitag bis Sonntag) verzichtet. Die Anpassung der Gehörs nach einem Konzert der Berliner Philharmoniker innerhalb von 24 Stunden klappt in der Vergangenheit nie zufriedenstellend. Uff, wie schwierig war es, La Bohème von der Staatskapelle unter Dudamel und mit Jonas Kaufmann zu hören, nachdem am Vorabend Rattle Beethovens Sechste und Achte zu hören war. Kein Abbado also diese Saison, sondern vier Mal Rattle in einer Woche. Ich war zwei Mal im letzten Konzert der diesjährigen Sibelius-Serie, die meinem Gefühl nicht unbedingt substantieller geriet als die Brahmssinfonien vor eineinhalb Jahren, jedoch auf eine leichter verständliche Weise gelungen. Weiterlesen →

Simon Rattle dirigiert Beethoven, Ligeti, Sibelius. Mit Mitsuko Uchida. Und Radek Baborák ist weg.

22 Freitag Jul 2011

Posted by Schlatz in György Ligeti, Jean Sibelius, Mitsuko Uchida, Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker Simon Rattle: Mitsuko Uchida Ligeti San Francisco Polyphony Beethoven Klavierkonzert Nr. 4 Sibelius Sinfonie Nr. 2

Ach du ganz große Scheiße. Wo ist Radek Baborák? Er ist weg. Sie suchen einen neuen Ersten Hornisten. Kein Wunder, dass ich ihn nicht mehr gesehen habe. Das ist eine schlechte Nachricht. Hätte man ihn nicht mit allen Mitteln halten können? Etwa, indem man Tschechisch zur Hauptsprache unter den Musikern gemacht hätte? Oder jedes Philharmoniker-Konzert mit einem Hornkonzert begonnen hätte? Oder ihm ein Dirigat pro Saison versprochen hätte? Langweiliger wie András Schiff kann er unmöglich dirigieren.

Ligetis San Francisco Polyphony könnte etwas spannender sein. Man hat den Eindruck, Ligeti wollte schildern, was einem Mann durch den Kopf geht, der nach einer durchfeierten Nacht auf der Terrasse eines Hauses in San Francisco den anbrechenden Morgen beobachtet und sich nebenbei auch noch allerlei Gedanken über sein Leben macht. Also gewissermaßen in der Art der Stücke, in denen Richard Strauss Szenen aus dem eigenen Leben in Musik setzte.

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Mann, diese Berliner Philharmoniker! Rattle Sibelius, Mitsuko Uchida Beethoven

22 Freitag Jul 2011

Posted by Schlatz in György Kurtág, Jean Sibelius, Mitsuko Uchida, Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker – Simon Rattle: Kurtág Grabstein für Stephan Sibelius Sinfonie Nr. 4 Beethoven Klavierkonzert Nr. 5 (Mitsuko Uchida)

Am Freitag spielten die Wiener Philharmoniker. Maazel dirigierte. Ich mochte schon Christian Thielemanns Bruckner 8. nicht, die die Wiener vor drei Jahren in der Philharmonie spielten. Und jetzt Beethoven 6. unter dem Maazel. Klanglich sind die Wiener ein Phänomen, aber Maazel ist ein grimassierendes Kuriosum, dessen Musikverständnis die Langeweile auf die Spitze treibt. Diese Sechste klang wie das Foyer des Hotel Adlon aussieht.

Absagen treffen mich mit Härte. Ozawa ist krank, er wird seine Konzerte im Juni nicht leiten können. Plácido Domingo ist krank. Er wird den Simone Boccanegra im März nicht singen. Mit einem Prost auf Rattles fantastische Gesundheit komme ich zum heutigen Konzert.

Kurtág scheint hier begabt, doch nicht außerordentlich. Gegen die Bewegtheit und mitreißende Präzision der Ligeti-Stücke macht Kurtág keinen Stich. Außer dem jeweils achtfach besetzten Blech und Schlagzeug nur Kammerbesetzung: 3 Celli, 3 Bratschen, 1 Bass, 3 Holzbläser, 1 Gitarre (ich hoffe, das stimmt so). Drei aufeinander folgende, vom Blech getragene, scharf abgetrennte Tutti-Blöcke von schreiender Lautstärke bilden das Zentrum. Zu Beginn und gegen Schluss viel Leisheit, die von den Philharmonikern glänzend rübergebracht wurde. Simon Rattle verbot dem Publikum quasi das Husten. Kurtágs Grabstein für Stephan war das, was man ein interessantes Stück nennt.

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Simon Rattles Sibelius-Zyklus II: Monochromie! Tundra!!

22 Freitag Jul 2011

Posted by Schlatz in Mitsuko Uchida, Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker – Simon Rattle: Beethoven Klavierkonzerte Nr. 2 & 3 (Mitsuko Uchida) Sibelius Sinfonie Nr. 3

Eine Frage bewegt einen. Warum angeln sich die Weiterlesen →

Sibelius-Zyklus Simon Rattle

22 Freitag Jul 2011

Posted by Schlatz in Barbara Hannigan, Mitsuko Uchida, Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker – Simon Rattle: Mitsuko Uchida Barbara Hannigan Ligeti Athmospères Beethoven Klavierkonzert Nr. 1 Ligeti Mysteries of the Macabre Sibelius Sinfonie Nr. 1

Im Berlin, das in Schnee und Eis versinkt, weisen Pfützen in LKW-Größe an jeder Straßenecke auf den nahenden Frühling hin. Die Philharmoniker tun ihr Bestes, um den Winter zu vertreiben, indem sie kecke Erstlingswerke von Beethoven und Sibelius, dem zeitweise meistgehassten Musiker Europas, spielen.

Das Orchester ist bester Laune. Rattle beginnt sofort nach dem Konzertschluss auf das Lebhafteste mit Uchida zu reden. Dabei sieht Uchida einmal so freudig überrascht aus, als hätte Rattle ihr gerade vorgeschlagen, AUSNAHMSWEISE und NUR DIESES EINE MAL bei Sibelius mitspielen zu dürfen – weil sie es sei. Albrecht Mayer, Emmanuel Pahud, Wenzel Fuchs, Stefan Schweigert, das waren die ersten Solisten der Bläser. Daishin Kashimoto Konzertmeister (musste ich nachschlagen), Stabrawa neben ihm. McDonald ragt an den Bässen auf. Pahud sieht dem Nachbarn Mayer aus nächster Nähe beim Solo zu. Nickt dann ausdrucksvoll. Nickt auch nach Einsätzen anderer. Schweigert guckt einmal zum zweiten Fagottisten, Pahud dreht sich um, guckt auch hin. Hat er was falsch gemacht? So was hört man nicht. Bei Beethoven Leichtigkeit und magere Sehnenhaftigkeit, bei Ligeti höchste Reaktionsfähigkeit des Orchesters. Ligetis Mysteries of the Macabre ist große, herrlich vitale Musik. Rattle nutzt die Kraft und Fantasie dieser Musik, um aus sich herauszugehen, und hat sein Coming-Out als fuchtelnder Orchesterleiter, der Orchester und Publikum zur Schnecke macht (‚What the hell are you playing there?‘, ‚Don’t smile at me‘). Weiterlesen →

Berliner Philharmoniker – Simon Rattle: Schönberg/Brahms Klavierquartett Nr. 1

22 Freitag Jul 2011

Posted by Schlatz in Evelyn Herlitzius, Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Ein denkwürdiges Programmmenü, das im ersten Teil die Snobs und im zweiten die Gourmets befriedigte. Schönbergs Erwartung entpuppte sich als ein Werk, das mit Leichtigkeit übers Weltniveau hoppelt. Ich bin mir sicher, Weiterlesen →

Simon Rattle und Beethovens Neunte: Chaos & Klecks

22 Freitag Jul 2011

Posted by Schlatz in Camilla Nylund, Gerald Finley, Magdalena Kozena, Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker – Simon Rattle: Beethoven-Zyklus Sinfonie Nr. 9 Webern Passacaglia op. 1

Konzertbericht Simon Rattle Berliner Philharmoniker. Beethovens 9. Sinfonie unter Rattle: nach der Pause kommt die erste Folge der Quinten wie aus blauem Himmel, das erste Fortissimo-Hauptthema erwischt einen auf dem falschen Fuß, nie fühlt man sich im Allegro ma non troppo auf einer Höhe mit Beethovens Partitur. Der Eindruck ist der eines einerseits übermenschlich großen, andererseits eines übermenschlich reinen Sonatenhauptsatzes. Voll ausgespielte Nebenstimmen. Kein Fraktionszwang der Angehörigen aller Stimmgruppen. Stattdessen dem Gewissen unterworfen.

Die Musiker wie um ihr Leben spielend. Deutliches Decrescendo am Phrasenende. Diese typische Mischung von ausgewogener Präsenz aller Stimmgruppen und einer vabanque spielenden Dynamisierung der einzelnen Akzente, die sich einer nivellierenden Einreihung entziehen (letzteres ist der kleine, gigantische Unterschied zu Thielemann, Ozawa, Mehta). Also Konzentration und Chaos. Mikroskop und Kleks. Der erste Satz mit erstaunlich mächtigem Maestoso.

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Kritik Berliner Philharmoniker – Simon Rattle: Beethoven-Zyklus, Sinfonien Nr. 1 & 7

22 Freitag Jul 2011

Posted by Schlatz in Anton von Webern, Orchesterstücke, Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Beethoven Sinfonien Nr. 1 & 7 Webern Orchesterstücke op. 6

Konzertkritik Simon Rattle Berliner Philharmoniker. All diese Beethoven-Sinfonien, die man kennt und doch nicht kennt. Man kennt sie dann doch nicht, wenn Rattle dirigiert. Das Scherzo der 7. Sinfonie Beethoven stellte Rattle unter den Scheffel. Es lief, aber ab und nicht zu großer Form auf. Kurz, es war nicht hinreißend. Das Trio (Assai meno Presto) hatte ein volltönendes, komplexes Fortissimo (zum Zungeschnalzen). Das Allegretto prunkte mit der sensiblen (dynamischen) Präzision, die Rattle pflegt. Die Ecksätze brachten den erwarteten und skeptisch ersehnten dynamischen Sturm. Erfindet Rattle Beethoven neu?

Das Großartige ist, dass Beethovens Sinfonien im Glücksfall unter Rattles Stab beim Hören zerfallen. Rattles Beethoven ist der, den man erst in der Zukunft zu Ende hören kann. Schwupps ist das Konzert aus, man ist zu Hause, schon geht es los. Man fragt sich, WIE Rattle das und das und das dirigiert habe. Kritik hat es hier schwer. Das Allegro con brio (ein Viertel, zwei Sechzehntel, ein Viertel, Generalpause) und das Vivace (Flöte, punktiertes Viertel, punktiertes Achtel, Sechzehntel, Achtel) kommen bedacht und detailverschmelzend vom Podium.

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Berliner Philharmoniker: Simon Rattle macht eine geniale Eroica

22 Freitag Jul 2011

Posted by Schlatz in Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker – Simon Rattle: Beethoven-Zyklus Sinfonien Nr. 2 & 3 Anton Webern Variationen für Orchester op. 30

Kritik Berliner Philharmoniker. Die dritte Sinfonie Beethovens hörte sich perfekt an, die zweite Sinfonie zuvor zu etwas federnd, von zu viel Flottheit und Metrik eher behindert als gefördert. Beethovens 3. Sinfonie gelang komplex, gespannt, in aller Länge und Überschichtung, in den fortwährenden Abspaltungsprozessen, in der thematischen Verspannung und der klanglichen und dynamischen Ereignisdichte vorzüglich dargestellt. Beethovens Dritte hinterließ nach der Neunten von Mahler im Oktober 2007 den zweitstärksten Eindruck in der bisherigen Saison. Anton Weberns Variationen für Orchester op. 30 taten nach der etwas unbefriedigenden Zweiten gut. Bei der Zweiten schienen einerseits Ruhe, andererseits elektrische Energie zu fehlen. Es klang, als hielten Rattle und die Berliner Philharmoniker Beethovens 2. Sinfonie mit hektischem In-die-Gänge-Treten am Laufen, anstatt nach einem konzentrierten Griff zum Bier die Dinge energisch in die Hand zu nehmen. Die Philharmoniker verlassen nach der Dritten rasch das Podium. Wie sagte Thomas Bernhard doch? Was an Werbern zu wenig ist, ist an Beethoven zu viel. Einem Österreicher sei dieser Ausspruch gestattet.

Kritik Simon Rattle Berliner Philharmoniker: gute Beethoven-Interpretation

Simon Rattle mit Beethoven: Sinfonie Nr. 8 & 6 mit den Berliner Philharmonikern

22 Freitag Jul 2011

Posted by Schlatz in Anna Prohaska, Anton von Webern, Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker – Simon Rattle: Anna Prohaska Beethoven-Zyklus Sinfonien Nr. 8 & 6

Konzertkritik Berliner Philharmoniker. Verlängertes Wochenende mit viel Musik: Am 15. 2. 2008 dirigiert Simon Rattle die Beethoven Sinfonien Nr. 8 & 6. Die Beethoven Achte hübsch, die Sechste übergenau und beglückend endlos. Dazwischen sang Anna Prohaska (die krispe Giannetta aus dem Elisir D’Amore an der Staatsoper) Lieder von Webern gleich zwei Mal hintereinander sehr schön. Wahnsinniges Kleid. Dann am 16. 2. die von, wie mir scheint, künstlichem Vortrubel zu eminenter Bedeutung hochstilisierte La Bohème an der Staatsoper mit dem leicht unidiomatischen Tenor Jonas Kaufmanns und einem halb sensationellen, halb nach dem Druckkochtopfprinzip dirigierenden Gustavo Dudamel am Pult. Danach dann am Montag das letzte Berliner Konzert des in den eigenen Ruhm verbissenen Alban Berg Quartetts. Simon Rattle war am interessantesten.

Simon Rattle, Berliner Philharmoniker: Das Lied der Erde. Ben Heppner, Thomas Quasthoff

22 Freitag Jul 2011

Posted by Schlatz in Simon Rattle, Thomas Quasthoff

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker – Simon Rattle: Ben Heppner Thomas Quasthoff Mahler Lied der Erde

Bericht Simon Rattle Berliner Philharmoniker. Nach Rattles koloassaler Mahler 9. hatte es Thomas Adès‘ Tévot schwer, bei mir, beim Publikum und bei den Philharmonikern. Vielleicht begegnet man Tévot, Ergebnis eines Kompositionsauftrages der Berliner Philharmoniker, bei einer für alle Seiten günstigeren Gelegenheit erneut. Gustav Mahlers Das Lied von der Erde sangen Ben Heppner und Thomas Quasthoff. Etwas abgeschwächt galt das von der Neunten Sinfonie bereits Gesagte. Die folgenden Konzerte von Sakari Oramo (Also sprach Zarathustra, Taras Bulba), Nicola Luisotti (Dvořak Requiem), Yuri Temirkanov (Prokofjew Violinkonzert, Schostakowitsch Sinfonie Nr. 7), William Christie (Messias) und Simon Rattle (Borodin & Mussorgsky) interessierten nach Mahlers Sinfonie Nr. 9 nicht so recht.

Simon Rattle: Mahler Sinfonie Nr. 9, Lindberg Seht die Sonne

22 Freitag Jul 2011

Posted by Schlatz in Magnus Lindberg, Simon Rattle

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Berliner Philharmoniker – Simon Rattle: Lindberg Seht die Sonne Mahler Sinfonie Nr. 9

Kritik Berliner Philharmoniker & Konzertbericht. Simon Rattle dirigierte drei Mal vor ausverkauftem Haus Mahlers Erzstück. Es war das Beste von Rattle bislang in Berlin Gehörte. Das waren die Leitlinien: ins Extreme gedrehte Genauigkeit. Keine Trennung zwischen thematischer Wichtigkeit und der Ausführung jeder noch so unthematischen Aktion. Üppigste Konzentration. Einebnung der Tradition durch Härte der Haltung und Folgerichtigkeit der Musik. Etwas lyrischer ausgedrückt: Rattle verließ sich nicht auf die Schlagwörter der Mahlerinterpreta- und rezeption („Komm in den totgesagten Park…“). Rattles Mahler klingt aufregend neu, nicht frisch, doch ohrenverdrehend neu. In der warmleuchtenden Philharmonie zogen keine Mahlererinnerungen durch die Luft.

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Staatsoper: Simon Rattle dirigiert Pelléas et Mélisande III

21 Donnerstag Jul 2011

Posted by Schlatz in Magdalena Kozena, Simon Rattle

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Simon Rattle Ruth Berghaus Magdalena Kozena Robert Lloyd Hanno Müller-Brachmann William Burden

Da liegt sie! Magdalena Kozena (Mélisande) vor gelber, getreppter Wand // Foto: Monika Rittershaus / .staatsoper-berlin.de

Staatsoper Berlin. Am Mittwoch Abend saß Daniel Barenboim im Sommeranzug in der Seitenloge. Simon Rattle dirigierte unverstellt und mit alle Kritik sinnlos machender Angemessenheit. Nach vier Vorstellungen des Pelléas kennt man Debussys sensible Flunder doch bis in die Fragmentierung der Subthemen hinunter. Klarheit des Klanges, Sinn schaffende Abstufung der Dynamik, kontrollierende Führung jedes Pianissimo, Stufung innerhalb des Klanges, keine Leerstellen. Sehr gut das alles. Wirklich sehr gut. Rattle muss sich ganz schön anstrengen, um Berghaus‚ schiefe Ebenen zu überwinden, wenn er zum Schlussapplaus auf die Bühne kommt. Opernkritik: atemnehmende Operation an Debussys offenem Herzen.

Debussys Pelléas et Mélisande, Staatsoper Berlin: Verliebe dich nie in ein Mädchen, das du im Wald triffst, und sei es auch noch so schön

21 Donnerstag Jul 2011

Posted by Schlatz in Magdalena Kozena, Simon Rattle

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Simon Rattle Ruth Berghaus Magdalena Kozena Robert Lloyd Hanno Müller-Brachmann William Burden

Und ein zweites Mal Pelléas et Mélisande. Simon Rattle im schwarzen Kittel. Zwei, drei Stichflammen des Orchesters. Dazwischen die überpräzise Motivik Debussys, die an einen Orientteppich, wenn nicht an Johann Sebastian Bach erinnert (das hat Debussy ansonsten aber von Wagner, ich schwöre es). Die Oper könnte auch heißen „Verliebe dich nie in ein Mädchen, das du im Wald triffst, und sei es auch noch so schön.“ Die Streicher machen die Sache so gut, dass man mehr auf sie als auf Debussy hört, was gar nicht leicht ist. Die Harfe tönt. Sie soll nicht vergessen sein. Die Sänger sind so gut, weil jeder weiß, was er singt. Zuletzt hört man, wie bei jeder erstklassigen Aufführung, nur noch den Klang. Warum dirigiert Simon Rattle nächste Saison nicht Macbeth, oder Traviata, oder Rosenkavalier? Dann würde ich in den Rosenkavalier auch wieder reingehen. Man kann sich ungefähr zusammenbasteln, wie das klingen würde, doch live hören ist aufregender.

Simon Rattle dirigiert Pelléas et Mélisande I

21 Donnerstag Jul 2011

Posted by Schlatz in Magdalena Kozena, Simon Rattle

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Simon Rattle Ruth Berghaus Magdalena Kozena Robert Lloyd Hanno Müller-Brachmann William Burden

Simon Rattle Pelléas et Mélisande (die Kritik zur Aufführung der Berliner Philharmoniker 2015 unter Rattle lesen sie hier). Es ist eine Oper im Bereich unglaublicher Perfektion. Debussy packt auch Hochdramatisches rein. Einige Stellen hören sich so an, als hätte Wagner den Parsifal mit 25 und nicht mit 75 komponiert. Sehr schöne Tristan- und Parsifal-Reminiszenzen. Anderes klingt nach dem Finale aus Madame Butterfly. Aber Hut ab vor der allergrößten der nach dem Parsifal geschriebenen Opern. Dagegen klingt Strauss wie Operette, na ja, Rosenkavalier ausgenommen. Magdalena Kozena ist schwanger und schafft eine urphänomenhafte Anrufung der Heiligen, fabelhaft entgeisterte Blicke und eine wagemutige Purzelrolle abwärts. Hanno Müller-Brachmann ist Golaud (autoritär tragisch, Klischees meidend wie der Teufel das Weihwasser). Robert Lloyd ist Arkel (sehr schön, menschlich-einsam vom Alter ausgehöhlt). William Burden ist Pelléas (wenig französisch, ein Don José ins Symbolistische versetzt). Weiterlesen →

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