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Opern- & Konzertkritik Berlin

~ Klassik-Blog für Konzertberichte und Opernkritiken aus Berlin

Opern- & Konzertkritik Berlin

Kategorien-Archiv: Mariss Jansons

Berliner Philharmoniker: Mariss Jansons macht Schostakowitsch, Elina Garanca singt Folk Songs

22 Freitag Jul 2011

Posted by Schlatz in Elīna Garanča, Mariss Jansons

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker Mariss Jansons Elina Garanca Schostakowitsch Sinfonie Nr. 6 Ravel La Valse Luciano Berio Folk Songs

Konzertkritik. Mariss Jansons dirigierte eine zügige, vorzüglich knallende, sehr konzentrierte, in der Artikulation sehr genaue sechste Sinfonie von Schostakowitsch. Jansons‘ Dirigierstil zielt auf die fassliche Darstellung, die Interpretation entzündet sich an den Fakten, weniger am verborgenen Potenzial einer Partitur. Man spürt es am harten Glanz des Blechs, das Holz piepst sarkastisch und volkstümlich, die Streicher peitschen durch Sequenzsteigerungen. Die hellsichtige Geradlinigkeit der Interpretation bestach, man vermisst eine Prise Abgründigkeit. Solides Tempo, sehr gute dynamische Stufungen, sensationelle weiträumige Steigerungen. Bei Jansons ist eine viel auktorialere Souveränität des Dirigierens als bei Rattle. Dafür stört etwas zu viel Klangpositivismus, etwas zu viel Beflissenheit, wenn man will. Das alles galt auch für La Valse von Ravel. Elina Garanca sang die hübschen Folks Songs von Berio, die aus Carmen zu stammen schienen, aber gut klangen. Elina Garanca, letztes Jahr Sesto an der Staatsoper Berlin, verfügt über eine schöne, tragende, leicht kühle Höhe. Wenn sie etwas älter ist, dürfte die psychologische Kraft der Stimme noch zulegen.

Ditt war ditte: die Saison 2006/2007 der Berliner Philharmoniker

21 Donnerstag Jul 2011

Posted by Schlatz in Claudio Abbado, Mariss Jansons

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Es ist Sommer, die Türken sind im Freibad, auf dem Landwehrkanal treiben Paddelboote, ich grüble über die vergangene Saison nach.

Mackerras gebührt der Verdienst, am gepflegtesten gelangweilt zu haben, Thielemann die Anerkennung, dies am seriösesten getan zu haben. Für die Enttäuschung auf höchstem Niveau sorgte Jansons. Rattles Vorliebe für Unerhebliches (Jonathan Harveys Madonna of Winter and Spring) wurde durch seine nach wie vor unübertroffen unorthodoxe Intensität bei den Elefanten des Repertoires (Bruckner, Beethoven, Mahler) mehr als wett gemacht. Eindeutiges Exzellenzcluster Rattles bei Strawinsky. Abbado scheint sich einen Altersstil des philosophischen Zauderns und der lyrischen Analytik zugelegt zu haben, der sich mit niemandem messen lassen will und kann. Sein Weill- und Bachdirigat scheint unvergleichbar. Rattle und Abbado sind die besten. Danach kommen Jansons und Barenboim. Bychkov, Boulez, Haitink, Gielen folgen.

Maßstab: Simon Bruckner 4 Binnensätze, Rattle Beethoven Sinfonie Nr. 5 bis auf 2. Satz, Strawinsky Agon. Abbado Kurt Weill, Brahms Sinfonie Nr. 3 Binnensätze, Barenboim Mahler.
Sehr gut: Jansons Mahler, Strawinsky.
Enttäuschung: Mehta Mahler, Thielemann Bruckner (Wiener Philharmoniker).
Gleichgültig lassend: Norringtons trockene, eifrige h-moll-Messe, Haitinks Missa Solemnis (die bessere Interpretation von Nagano Sommer 2006 noch im Ohr).
Geht so: Bychkov Schostakowitsch, Boulez Berg, Bartók, Schönberg, Webern.
Langeweile: Mackerras Mozart, Schostakowitsch.

Berliner Philharmoniker Mariss Jansons: Mahler 1. Sinfonie und ein bissl Strawinsky

21 Donnerstag Jul 2011

Posted by Schlatz in Igor Strawinsky, Mariss Jansons, Petruschka

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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker Mariss Jansons Strawinsky Petruschka Mahler 1. Sinfonie

Eines der Konzerte, die mit vollkommener Zufriedenheit beginnen, vor der Pause die ersten Zweifel säen, überragend in die zweite Konzerthälfte starten und zum Schluss für Desorientierung sorgen. Jansons ist ein vitaler, kontrollierter Taktschläger, seiner Arbeit kann man zusehen, ohne dass der Zuhörer jemals auch nur einen Zehntel Takt vom Weg abkäme. Petruschka wirkt als überragende Partitur, nicht als überragendes Dirigat: gut durchleuchtet und sicher zusammengefasst. Doch es kommt die Stelle, an der man denkt: etwas zu sportlich, etwas zu zackig. Die Crescendi strahlend, hinreißendes Knattern im ff. Doch man spürt den Ausgang, bevor er kommt, man kennt die dritte Explosion, weil sie der zweiten gleicht. Während es bei der ersten noch Staunen gab.

Bei Mahlers 1. Sinfonie dann Ähnliches. Grandiose Führung des Orchesters. Jansons sorgt für eine geradezu königliche Übersichtlichkeit (in München würde man ‚kaiserliche‘ sagen, obwohl der Kaiser in Berlin, und der König in Bayern war). Doch irgendwann stellte sich die kleine, süße Frage: wozu? Das Finale war blendend im expansiven Klang, doch problematisch im technisch virtuosen Abrollen. Barenboims größer gefühlte Mahler-Neunte war noch im Ohr. Das zu extremer Klarheit geschärfte Klangbild verblüffte und versöhnte. Fazit: beeindruckender klanglicher Positivismus, Mariss Jansons mehr Regisseur als Deuter.
Nächstes Jahr kommt Jansons mit Schostakowitschs 6. Sinfonie und Ravels Valse.

Kritik Mariss Jansons: sehr gut

Die Saison 2008/2009 in der Berliner Philharmonie

18 Montag Jul 2011

Posted by Schlatz in Anne-Sophie Mutter, Lang Lang, Mariss Jansons

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Berliner Philharmoniker

Es ist Sommer, die Hitze drückt. Ich krame Erinnerungen hervor. Dies war die Saison:

Das beglückendste Konzert: Claudio Abbado Mahler Schubert
Exemplarische Komplexität: Simon Rattle Brahms/Bruckner
Die souveränste Langeweile: Mariss Jansons Bruckner (CGO)
Streicher-Perfektion: Mariss Jansons Poulenc (CGO)
Das schnittigste Tempo: Daniel Harding Bruckner (LSO)
Der Unergründlichste: Maurizio Pollini Chopin
Durchdachte Musikalität in Perfektion: Anne-Sophie Mutter Mendelssohn-Bartholdy
Der Eilende: Lang Lang Mendelssohn-Bartholdy
Die uninteressanteste Langeweile: Trevor Pinnock Mozart

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