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Opern- & Konzertkritik Berlin

~ Klassik-Blog für Konzertberichte und Opernkritiken aus Berlin

Opern- & Konzertkritik Berlin

Monatsarchiv: Juni 2017

Kritik Perlenfischer Premiere Staatsoper Berlin: Wim Wenders Barenboim Peretyatko Demuro

25 Sonntag Jun 2017

Posted by Schlatz in Daniel Barenboim, Francesco Demuro, Georges Bizet, Gyula Orendt, Olga Peretyatko, Wolfgang Schöne

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Es ist eine alte Opern-Geschichte, doch bleibt sie immer neu.

Besser mit Bizet gesagt: Es ist eine alte Dreiecksgesichte, nur geht’s hier um edlen Triebverzicht und ewige Männerfreundschaft. Das Libretto von Les pêcheurs de perles erzählt von sanften Seelen. Die Liebe lässt die singenden Personen – laut Textbuch wohnhaft in Sri Lanka – wie Espenlaub erzittern. Nadir, der Fischer, und Zurga, der Clan-Chef, lieben die selbe Priesterin. Bizet gab in seiner ersten großen Oper alles: Das Melos der Liebenden erhebt sich in betörende Höhen. Dank dem vielgeschmähten Libretto (Carré & Cormon) sind die Perlenfischer eine herrlich simple Orient-Schmonzette, die sich sinnreich aus dem alten Opern-Konflikt von Religion und Liebe speist.

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Kritik Ludovic Morlot Berliner Philharmoniker: Joyce DiDonato La Mort de Cléopâtre

17 Samstag Jun 2017

Posted by Schlatz in Joyce DiDonato, Ludovic Morlot, Yannick Nézet-Séguin

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Schlagwörter

Berliner Philharmoniker

Yannick Nézet-Séguin sagt ab. Er ist krank. C’est dommage, c’est dommage.

Aber Ludovic Morlot, der Programm und Solistin übernimmt, ist auch nicht ganz schlecht.

Berlioz, das musikalische Master Mind der französischen Romantik, hatte es selten leicht im Leben. Schon gar nicht am Anfang seiner Karriere. Die Kantate La Mort de Cléopâtre war Berlioz‘ dritter und immerhin vorletzter Versuch, den begehrten Rompreis zu gewinnen. Gounod gewann 1839, Bizet 1857, Massenet 1863, Debussy 1884. Und Ravel gewann gar nicht. Zurück zu Berlioz. In der „Scène lyrique“, dieser in heutigen Konzertsälen hochspeziellen Kuriosität, überzuckert Berlioz klassisches Pathos mit romantischer Glut. Wenn Joyce DiDonato sodann ihren Luxus-Mezzo für Berlioz‘ spektakuläres Frühwerk ins Feld führt, dann singt die US-Amerikanerin mit metallischem, reichem, brillantem Timbre, innig leuchtender Höhe, ausgeglichenen Registern und schier unendlich reicher Farbe. Da ist dann alles in bester Mezzo-Butter. Weiterlesen →

Kritik Katja Kabanowa Staatsoper Berlin Simon Rattle

15 Donnerstag Jun 2017

Posted by Schlatz in Adriane Queiroz, Andrea Breth, Anna Lapkovskaja, Arttu Kataja, Eva-Maria Westbroek, Florian Hoffmann, Katja Kabanova, Leoš Janáček, Pavlo Hunka, Simon O'Neill, Simon Rattle, Stephan Rügamer

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War da nicht was?

Die Oper Katja Kabanowa nach Alexander Ostrowskis Drama Gewitter, komponiert vom 65-jährigen Leoš Janáček, ist ein Fanal gegen provinzielle Hartherzigkeit.

Auch und besonders an der Staatsoper Berlin.

Dafür sorgt schon die Regie in Person von Andrea Breth, die um die „Katja“ eine schiefergraue Tristesse baut, die kaum zu toppen ist. Plätschernder Dauerregen, Echtwasserrinnsale und postsozialistischer Matratzenmüll schaffen beklemmend detailreiche Trostlosigkeit. Willkommen im symbolisch verdichteten Bühnen-Realismus. Nur wenn die Kabanicha es sich und Dikoj besorgt, wird’s bissig drastisch.

Katja Kabanowa Eva-Maria Westbroek Berlin Staatsoper
Der Sopran, der aus dem Kühlschrank kam: Eva-Maria Westbroek als Katja Kabanowa / Foto: Matthias Baus

Wie das zu dem feinverwobenen Motiv-Staccato passt, das sich kleinteilig und eindringlich, aber auch in Ausdrucks-Aufschwüngen gipfelnd durch dieses Präzisions-Uhrwerk von einer Partitur zieht?

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Kritik Komische Oper: Jahrmarkt von Sorotschinzi

11 Sonntag Jun 2017

Posted by Schlatz in Henrik Nánási, Jens Larsen, Mirka Wagner

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Schlagwörter

Komische Oper

Jahrmarkt von Sorotschinzi_Mussorgski_Komische Oper Berlin

Schwein gehabt: Mussorgskis Jahrmarkt von Sorotschinzi / Foto: Monika Rittershaus

Barrie Kosky inszeniert Mussorgskis unvollendeten Dreiakter Jahrmarkt von Sorotschinzi als farbenfrohe Säuferoper.

Das Werk ist angefüllt mit den Archetypen des ländlichen Lebens. Es gibt den Säufer, die rachsüchtige Frau, die unschuldige Dorfschönheit. Und den Teufel.

Das Paar des Abend besteht aus Saufkopf Tscherewik (Jens Larsen raumfüllend und charakterstark) und dessen explosiver Gattin Chiwrja (Agnes Zwierko).

Selten so einen minimalistischen Plot gesehen: Ein Paar will heiraten, die Mutter erlaubt’s nicht, der Vater schon. Dank Teufel klappt’s dann aber doch.  Weiterlesen →

Kritik Berliner Philharmoniker Dudamel: John Adams City Noir Dvořák Sinfonie 9

10 Samstag Jun 2017

Posted by Schlatz in Gustavo Dudamel, John Adams

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Schlagwörter

Berliner Philharmoniker

Inzwischen bin ich der Meinung, dass die Bewertung der Qualität von Stücken von John Adams entscheidend von der jeweiligen Laune des Hörers abhängt. Heute Abend gefällt mir Adams‘ City Noir (2009, Uraufführungsdirigent: Dudamel) ausnehmend gut.

Das jazz- und filmfixierte City Noir ist zuerst einmal eine gut halbstündige, dreiteilige Hommage an Los Angeles. Auf zu neuen Jazz- und Hollywood-Ufern also in der Philharmonie Berlin? So einfach ist es nicht.

Obwohl, zunächst einmal schon. Denn Mister Minimalism frickelte viel luxurierende Streichereleganz unter opalisierendem Bläser-Goldstaub in seine Partitur. Es leben die Westküsten-Clichés! Ich höre suggestiven Schwung, rhythmische Exuberanz, Eleganz und Komplexität. Und doch, bei allen atmosphärischen Anleihen ans Kino-Los Angeles der Vierziger ist City Noir womöglich nicht nostalgischer als Brahms kontrapunktische Vierte. Weiterlesen →

Kritik Deutsche Oper Nabucco

09 Freitag Jun 2017

Posted by Schlatz in Alexei Botnarciuc, Attilio Glaser, Dalibor Jenis, Ievgen Orlov, Jörg Schörner, Judit Kutasi, Liudmila Monastyrska, Paolo Arrivabeni, Seyoung Park

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Deutsche Oper Berlin

Nabucco Berlin Deutsche Oper Judit Kutasi Liudmyla Monastyrska
Expeditionen ins frühe Verdi-Œuvre sind so spannend wie selten. Italien kennt seinen Risorgimento-Verdi. Aber Berlin? Zumindest den prominenten Nabucco hat man so ungefähr im Ohr.

Verdis drittes Bühnenwerk hat alles, was Italiener in den frühen 1840ern von der Oper verlangten: eine gefährlich missgünstige Nebenbuhlerin (hier: eine feurige Assyrerin), ein Dignität verbürgendes historisches Milieu (hier: die Juden im babylonischen Exil), musikalische Magie („Va, pensiero!“) und ein Happy End. Da vergisst man rasch das grotesk gestraffte Libretto. Weiterlesen →

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