Siegfried Bayreuth: Vogt, Konieczny, Young, Foster

Nach der schlechten Walküre (Bericht folgt) ein teilweise gar nicht so übler Siegfried.

Ich höre auf BR Klassik.

Der Siegfried von Klaus Florian Vogt ist leicht und liedhaft. Wie ein zarter Tarzan schwingt er sich von Phrase zu Phrase. Vogt ist weder Rabauke noch Recke – ein Vergnügen. Nur ein Vogt schafft es, die hässlichen Stellen in Anführungszeichen zu singen (Deinen Sudel sauf allein / Beim Genick möcht ich den Nicker packen, den Garaus geben dem garst’gen Zwicker / Heraus damit, räudiger Kerl / Vermagst du’s nicht, so halte dein Maul). In den zwei Waldvogelszenen ist Vogt unbelievably passend. Erstaunlich gut gelingt das Finale, auch wenn die Leidenschaft weniger per Stimme, eher via Text beglaubigt wird.

Fotos: Enrico Nawrath

Den Mime verkörpert quirlig und hyperpräsent Ya-Chung Huang. Das ist wunderbar silbenprägnant. Minus: Der Vortrag wirkt auf Dauer zu clean.

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Rheingold Bayreuth: Young, Konieczny, Sigurdarson, Behle

Auch 2025 startet in Bayreuth der Ring des Nibelungen, inszeniert von Valentin Schwarz, dirigiert von Simone Young.

Die Regie hat das plätschrig dramatisiert und als laue Clan-Story in die Gegenwart gebracht. Andrea Cozzi lässt den Göttermythos in Innenräumen spielen, die so klinisch wie pompös wirken.

Die Wiederaufnahme höre ich über BR Klassik.

Wobei Clanchef Wotan (Tomasz Konieczny, köstlich in Shorts) klingt, als presse er ein Dauerknurren durch das Stahlrohr seiner Kehle. Konieczny gebietet über eine eindrückliche Altmänner-Autorität, er singt sehr textverständlich und imponierend verlässlich. Freilich wird das bisschen Legato durch beißende Akzente zerrissen. Abendlich strahlt zählt nicht zu den Höhepunkten des Abends, der trübe Monolog Wie doch Bangen mich bindetMit bösem Zoll aber sehr wohl. Christa Mayer im Gucci-Look (Fricka) hat Mezzo-Aplomb und Persönlichkeit und wiederholt ihre astreine Leistung aus dem Vorjahr.

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Deutsche Oper: Werther Tetelman

Relativ ausverkauftes Saisonfinale an der Deutschen Oper mit Werther, der genialen, in Deutschland gerne mal unter Kitsch-Verdacht stehenden Goethe-Vertonung von Jules Massenet. Konzertant und attraktiv besetzt.

Der Werther von Jonathan Tetelman klingt wie im Armani-Anzug: heroisch, italienisch, dunkel. Die Stimme ist eine der schönsten derzeit. Metallisch fest, markant timbriert, mit betörender Halbstimme, das Vibrato eng und brillant. Für Pourquoi me réveiller im dritten Akt hat Tetelman Stahl und Samt, die Intensität der Stimme ist aufregend.

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Schlamassel mit Ansage: Staatsoper Berlin Schweigsame Frau Premiere

Diese Premiere ist anders.

Diese Oper kennt man nicht. Man weiß im ersten Akt nicht, ob das Werk überhaupt funktioniert. Im zweiten auch nicht, wenn man ehrlich ist. Erst im dritten denkt man: Das klappt. Mit dem lieto fine, mit dem dünnhäutigen Bass-Griesgram, der Lebensfreude und Lachen wiederfindet, und mit Richard Strauss.

Strauss komponiert Die schweigsame Frau ab Februar 1933. Uraufführung ist im Juni 1935 in Dresden. Das Libretto schrieb kein geringerer als Stefan Zweig, was Strauss‘ einzige Komische Oper doppelt attraktiv macht. Nur hier und da zu viel 30er-Humorharmlosigkeit.

Wobei das Personal bestens Buffa-tauglich ist. Da ist ein pensionierter Flottenadmiral Seiner Majestät des Königs, extrem lärmempfindlich, sehr reich, mit Namen Morosus. Dem sein Physiotherapeut (im Libretto: sein Barbier, Bariton) den Floh ins Ohr setzt, zu heiraten. Ein totgeglaubter Neffe, Tenor, kehrt frisch aus Italien zurück, und mit ihm eine famose, lärmende Operntruppe. Darunter befindet sich die Frau des Neffen, Aminta, ein Soprano leggero, der zum quirligen Dreh- und Angelpunkt einer fix anberaumten Hochzeit wird, in der Gefühl und Fake nicht mehr zu unterscheiden sind. Das sind Buffa-Typen wie aus dem Opern-Lehrbuch. Aber von Zweig werden sie mit Charakter angefüllt, mit Menschlichkeit versehen. Die Handlung in Kurzform: ein Schlamassel mit Ansage.

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La Traviata: de Bique, Volkov, Petean, Rhorer

Mal wieder La Traviata im Großen Saal der Staatsoper.

In der Titelrolle diesmal: Jeanine de Bique. Alfredo ist Volkov, Germont Petean.

Jeanine de Bique liefert Licht und Schatten. de Biques Violetta wirkt aufregend kühl. Wenn sie leidet, dann selbstbestimmt. Die Silhouette ist schmal, der Sopranklang reich und intensiv. Die Stimme gurrt dunkel, und in den Tiefen der Kehle glüht ein Bronzekern. de Bique ist gut in den Ausbrüchen von Morrò und È tardi, bei den Leidensakzenten von Addio al passato. Allerdings ist da viel vokale und eher wenig verbale Erregung. Weil Frau Bique einen Einheitsvokal irgendwo zwischen A und O draufhat und die Textverständlichkeit bei 45% liegt. Dazu kommen gesäuselte Piani. È strano ist langweilig, Sempre libera gerät zu muskulös. Fazit: Ihre Interpretation ist unausgeglichen. Aber nie konventionell.

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Staatskapelle: Liszt, Morley, Strauss, Tasso, Thielemann

Thielemann und Staatskapelle pflegen Strauss und raren Liszt.

Von den beiden Erstlingswerken unter Liszts immerhin 12 Symphonischen Dichtungen tönt das seltene Ce qu’on entend sur la montagne (Was man auf dem Berge hört, Berg-Symphonie) heute frischer als der bekanntere Tasso. Die Berg-Symphonie wirkt zu Hause auf mp3 sperrig und viel zu lang. Klauwell bemängelte schon 1910 „völlige Formlosigkeit“ und „endlose Wiederkehr der Motive“. Aber im Großen Saal der Staatsoper geht die Exposition runter wie Öl. Die Reprise haut mit genialer Redundanz um. Da türmen sich Themen wie 20 Jahre später bei einer Apotheose vom Bruckner. So ist es: Eine Symphonische Dichtung ist keine Symphonie und funktioniert fundamental anders. So klingt Neues: unberechenbar, bewusst frappierend. Der Verklärungsschluss fordert das Publikum. So applaudiert es leicht ratlos.

Für Liszt hat die Staatskapelle Klangpracht und Eloquenz.

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Roméo et Juliette: Juan Diego Flórez an der Staatsoper

Kurz vor Saisonende hebt sich noch einmal der Vorhang für Roméo et Juliette. Gounods 1867 uraufgeführte Shakespeare-Adaptation feierte im Herbst Premiere, in der alles in allem brauchbaren Inszenierung von Mariame Clément.

Heute, gekoppelt mit einer Neuauflage von „Staatsoper für alle“ auf dem bewährt noblen Bebelplatz, verkörpert Juan Diego Flórez den Knall auf Fall sich verliebenden Roméo. Der peruanische Tenor gehört zu jenen Sängern, die es eigentlich nicht gibt: Deren Stimme – sofern Fach-konform eingesetzt – keine Schwächen kennt. Einzig die letzten paar Zeilen der Sterbeszene werden etwas vermümmelt.

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Kiss me, Fate: Cédric Tiberghien mit Bartók beim RSB

Ein heftiges Konzert mit bekannten und unbekannten Filetstücken.

Zu den unbekannten zählt Twill by Twilight vom großen Toru Takemitsu (1988). Das fließt entspannt, elfeinhalb Minuten ständiges Losgehen und Ankommen, wurde von Takemitsu in hellwaches Gewebe („twill“) gesetzt, überrascht als vieldeutige Reise durch die Dämmerung („twilight“). Das Stück ist besser als jede 24-Stunden-Pflege.

Matthias Pintscher dirigiert das RSB.

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Ordre et beauté: Elīna Garanča im Großen Saal der Staatsoper

Die Lettin Elīna Garanča singt an einem sonnigen Montagabend Lieder von Strauss, von Duparc und Rachmaninow.

Und, komponiert von Jāzeps Mediņš, Jānis Mediņš, Alfrēds Kalniņš und Jāzeps Vītols, Lieder aus Lettland, die allesamt um die Themen Nacht, Traum und verlorenes Glück kreisen. Meist ernst gestimmt und ruhig gehalten, geben sie beste Einblicke in die Musikkultur Lettlands in den Jahrzehnten um 1900.

Die Programmdramaturgie der präsentierten Strauss-Lieder wiederum folgt dem bestens bewährten Schema ruhig-lebhaft-ruhig-lebhaft. Dafür hört man heute den bunten Strauß dieser Welt-Lied-Erfolge ohne die Brillanz eines Soprans, doch mit dem inständigen Ernst eines Mezzosoprans. Die Lieder werden kühl instrumental interpretiert. Zueignung, ungewohnt an den Beginn gestellt, wird so in objektivierende Distanz gerückt. Die leichte Tempo-Drosselung verschiebt Zueignung vollends in den Bereich einer Meditation, das berühmte Habe Dank erhält durchaus eine ungewohnt (nordisch?) bedrohliche Nuance.

Doch halt! Sowohl Zueignung als auch das raffiniert konventionelle Schön sind, doch kalt die Himmelssterne leiden an einer gewissen Schwerzüngigkeit. Da liegt der gewohnt auratische Edel-Klang der Garanča dann plötzlich wie Blei auf dem Fin-de-siècle-Textlaut dieser allseits bekannten Lieder. Auch der Schwung im ersten Teil von Heimliche Aufforderung wird von üppig schwerer Artikulation erstickt. Den hymnischen Ton in der Trennungstragödie Befreit (Gedicht: Dehmel) hingegen lässt die Lettin opernhaft aufschwingen, ohne dabei ins Sentimentalisierungs-Fettnäpfchen zu treten. Immer ein Vergnügen: die Bernstein-dunkle Stimm-Timbrierung. Wer wollte, könnte hie und da eine ungelenke Phrasierung beanstanden.

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Der fast himmlische Yunchan Lim beim RSB: Vierte, Zweites, Egmont

Brahms, Chopin, Beethoven. Mehr 19. Jahrhundert ist nur möglich, wenn man Draeseke oder Goldmark spielt (was z.B. das RSB im September macht).

Im 2. Klavierkonzert von Chopin spielt der Pianist Yunchan Lim das himmlische 2. Thema fast zu feinsinnig. Der Einstieg in die Durchführung wird fast zu leicht genommen (tolles Fagott btw). Das Orchester bei Chopin steht im Verruf von Beiwerk. Beim RSB ordnet sich der Südkoreaner in den vom Orchester gegebenen Rahmen ein. Der Anschlag macht unendlich Spaß. Und das hingeglitzterte Figurenwerk ist ein Traum. Aber immer eine Spur zu zaghaft. Als wär Chopin ein Spiel. Die Agogik: feinsinnig. Die tollkühnen Modulationen: atemnehmend. Aber immer eine Spur zu zaghaft. Noch fehlt Lims Interpretation das Zwingende.

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Im Cabaletten-Dickicht: Il Trovatore Netrebko

Endlich einmal wieder Mal reggendo, Tacea la notte, Ah sì, ben mio, Il balen und D’amor sull‘ ali hören.

Berliner Staatsoper.

Anna Netrebkos Leonora hat Präzision, Power und Readiness. Der Höhepunkt ist D’amor sull’ali rosee, eine der magischsten Verdiarien überhaupt. Die Sopranstimme ist rund und fest und wird gut geführt, der Ton ist suggestiv, der Klang groß, die Gefühlslinie leuchtet fein-üppig, die Energiereserven scheinen endlos. Das Timbre: inzwischen mehr Matrone als Backfisch. Der Saal ist aus dem Häuschen. Die Brusttöne, eine ihrer Markenzeichen, tönen kraftvoll, doch nie harsch.

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Holländer: Merbeth, Schager, Rutherford, Maqungo

Unter den Linden sehe ich Philipp Stölzls Fliegenden Holländer.

Die Inszenierung bietet wenig Regie- und viel Erzähl- und Fabuliertheater. Und kein Video. Dafür arbeitet Stölzl mit zwei Erzählebenen, die sich erstaunlich geschmeidig in Wagners Wortlaut lösen, Dalands trüber Realität und Sentas hochfliegendem Traum.

Senta singt Ricarda Merbeth. Die verströmt mit kraftvollem Sopran hochromantische, zum Fieberwahn neigende Gefährlichkeit. So tönt das Johohohe zu Beginn der Ballade als leise Evokation, hat die Attacke sopranpräzisen Biss, eröffnet sie jede der drei Strophen, wenn ohne Sicherheitsnetz gesungen wird, gestochen scharf, überdies rhythmisch passgenau. Die Stimme hat unten in den letzten Jahren etwas verloren, aber nicht Klarheit, Kontrolle. Die Sopranspitzen sind Eisen- und Stahl-bewehrt. Ist sie nicht die beste Elektra? Klang, jetzt mit Merbeth im Ohr, Grigorians Bayreuther Senta nicht unbedarft, angelernt? Die Schauspielerin der Senta stellt ja eine Mischung aus kindlich Verträumtem und verlümmelt Görenhaftem dar.

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Witten: Tage für Neue Kammermusik 2025

Es ist ein Festival der großen Konzeptunterschiede. Bei den Tagen für neue Kammermusik in Witten an der Ruhr stehen Performance- bzw. Impro-Formate von Kreidler, Glojnarić, Tarozzi oder Samawatie im Fokus. Daneben kommen aber auch die „traditionelleren“ Neue-Musik-Styles, wie sie Kishino, Tsao oder Holliger repräsentieren, zum verdienten Zug. Porträtkomponistin ist die kanadische Komponistin Cassandra Miller.

Ich höre über WDR3.

Freitag: Musikfabrik, Ensemble Modern Akademie, Silvia Tarozzi

Das Konzert der Musikfabrik – Motto „Filter“ – versammelt einige Trendsetter der jüngsten Generation. Es tendiert zur hedonistischen Collage, immer fast, immer furious, und meist multiperspektivisch angelegt. Los geht’s mit Scrunchy Touch Sweetly to Fall von Alex Paxton, das klingt super überdreht, immer gut gelaunt, très minimal-music, verstörend nur das infantil enthemmte Aussingen sowie eingestreute Frauenschreie (2023). Das ist witzig und aberwitzig. Ohne rechten Ort bleibt von Lucia Kilger die mild funkelnde UA shavryon (2025), wenn das Ganze auch Ensemble-musikalisch fein abgestimmt wird, hier noisiges Chillen, dort Elektro-Feinripp. Clemens K. Thomas macht in take me to Funkytown Gräueltaten mexikanischer Asshole-Krimineller ästhetisch konsumierbar (2025). Ehrlich, das ist widerlich. Mehr Musikgewinn verspricht Jessie Marino mit no salt auf der Grundlage von Bartóks Violinduo Nr. 23. Per Verlangsamung und Massierung entsteht ein Musikstrom, statisch-träge, aber durchaus geheimnisvoll (2025). Terminally online aliens von Nicolas Berge – auch dies ein Knapp-15-Minutenstück – holt den Holzhammer raus und endet als wilde Sampling-Orgie. Klar ist das absolutely terrific, aber auch etwas öde. Geschmacksache ist und bleibt das einhausende Framen des gesamten Konzerts durch einen kontinuierlichen Sound-Teppich. Friederike Scheunchen leitet das Kölner Ensemble Musikfabrik.

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Tosca: Kurzak, Fabiano, Gallo, Luisotti

Eine unterhaltsame Tosca mit Kurzak, dem Scarpia von Gallo und Tenor Fabiano. Je älter die blässliche Inszenierung von Alvis Hermanis wird, umso mehr schätzt man, dass Arien und Duette im vorderen Drittel der Bühne, also im Saal bestens verständlich gesungen werden.

Jede Tosca singt anders, jede Tosca spielt anders. Aleksandra Kurzak agiert äußerst lebhaft. Jeder im Saal sieht, welcher Gedanke von Tosca Besitz ergreift, als ihr Blick auf Scarpias Messer fällt. Sie singt Vissi d’arte (das Erstaunen darüber, dass das gute, gelebte Leben in den Schrecken führt) klangschön, mit seelenvoller Empfindung. Leicht dünn das Spitzen-B (Si-gnor), das As dann wieder wunderschön (a-a-a-ah), bevor die Arie ausklingt, wie sie begann, in kostbarem Piano. Kurzaks Ding sind die enthusiastisch intimen Bekenntnisse des ersten Duetts, das Stimmvolumen ist mittel, die Stimmkontrolle superb, das Declamato im zweiten Duett (Trionfal di nuova speme, l’anima freme, 3. Akt) wiegt eher leicht. Sehr gut: Kurzak sticht mit Gusto zu.

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Krächz, Wumms: DSO, Beethoven, Mayer, Emelyanychew

Ein wenig ergiebiges Konzert mit Emelyanychew beim DSO.

Energisch, ohne Streicher-Vibrato ertönt Beethovens Sinfonie Nr. 2. Dazu kommt in der Philharmonie eine schneidige Kammerorchester-Attitüde, man setzt auf ausgedünnte Orchestergruppen und pfeilschnelles Tempo. Viel Orchesterschläge, wenig organisches Fließen – und alles Taktstock-los. Will heißen: Ruppigkeit ohne Wenn und Aber. Dumm nur, die Orchesterschläge tönen unangenehm belehrend. Ihr kernhaft festes Krachen ist im Sekundentakt zu hören. Krächz-Schrappel-Wumms. Krächz-Schrappel-Wumms.

Dabei geht bei op. 36 so ziemlich jede Fähigkeit zu weiträumigem Spannungs-Fluktuieren verloren. Ist halt blöd, wenn die Musiker bereits in der Exposition pausenlos zum Thrill-Maximum gedroschen werden. Und wenige Minuten später die markanten Motivgestalten in Durchführung und Reprise in mechanistischem Dauer-Hecheln eingeebnet werden. Das ergibt null gestufte Zeitgestaltung, das ist verblüffend unsensibel gegen die individuelle thematische Prägung.

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