Zwei Stunden Happy Hour beim RSB unter Chef Jurowski.
Mit dem Violinkonzert von Alban Berg ist es wie mit Prousts Suche nach der verlorenen Zeit. Die Verehrung ist groß, aber sich damit beschäftigen ist was anderes. Sperrig, ach was, missmutig mutet das Konzert an, egal wo mans hört. Und das, obwohl es mit Walzern und Jodlern aufwartet. Und mit dem Untertitel des Jahrhunderts, Dem Andenken eines Engels. Zweisätzig wie Bartóks frühes Violinkonzert, erhält es wie dieses seine spezifische Färbung durch einen emotionalen Background. Dort 1907 Stefi Geyer, hier 1935 Manon Gropius.
Michail Jurowski dirigiert ohne Nachlassen zupackend, symphonisch. Christian Tetzlaff packt seinen Berg wild an. Tetzlaffs Ton ist ernst bis zum Harschen.
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