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Opern- & Konzertkritik Berlin

~ Klassik-Blog für Konzertberichte und Opernkritiken aus Berlin

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Kategorien-Archiv: Gil Shaham

DSO: Shaham spielt Prokofjew, Ollikainen kann bei Larcher auch nichts retten

28 Montag Sept 2026

Posted by Schlatz in Eva Ollikainen, Gil Shaham

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Shaham spielt ein außerordentliches 2. Violinkonzert von Sergeji Prokofjew. Die Klassizität des Konzerts kann formelhaft wirken – Dreisätzigkeit, Themenkontrast wie Mozart, Spielepisoden wie Mendelssohn. Aber der Solist bleibt stets fantastisch hörbar (falls man nicht in Block K sitzt). In der Philharmonie weiß der Israeli und US-Amerikaner Shaham dies wunderbar zu nutzen. So viel spielerische Noblesse, gestalterische Klugheit, Nuancen (viel mehr als bei der frühen Aufnahme aus den 90ern, Previn, LSO), gepaart mit selbstbewusstem Instinkt, hört man selten.

Dann sind da noch die unruhige Linie, das plötzliche Zurücknehmen der Dynamik, was aber nicht so weit geht, dass bei Gil Shaham irgendetwas showy wirkte, ganz im Gegenteil, die Verhaltenheit der Artikulation entzückt, fast noch mehr die Raffinesse beim Abphrasieren. Es ist ja ein Vergnügen, wie Prokofjew es schafft, auf jeden Neoklassizismus zu verzichten. Nur die Banalität des ersten, des „spanischen“ Themas im Finale stört, doch entschädigt dafür stets das umwerfende zweite.

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Einmal Frühlingspfanne und zurück: Berliner Philharmoniker Popelka Shaham

09 Freitag Jan 2026

Posted by Schlatz in Gil Shaham

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Während Berlin wegen ein paar Zentimetern angekündigten Neuschnees in Hysterie verfällt, debütiert Petr Popelka bei den Philharmonikern. Er ist gut bei Berg und Dvořák, aber die Frühlingssinfonie klingt pauschal.

Ob die Waldtaube (tschechisch Holoubek, uraufgeführt 1898 durch Janáček) hierzulande ins Repertoire findet, bleibt unklar. So lebhaft wie von Popelka dirigiert, tönt die Tondichtung Dvořáks überzeugend frisch, doch die Geschichte – den Mann vergiftet, einen anderen geheiratet, dann doch ins Wasser gegangen – wird umständlich erzählt, trotz zyklischer Themen und todverkündendem Gurren der titelgebenden Taube. Uvidíme. Ich hätte Lust auf die frühen Symphonischen Dichtungen von Smetana, Hakon Jarl, Richard III. Das Violinkonzert von Alban Berg spielen die Berliner und Gil Shaham weich, fließend, stellenweise überragend. Und Shaham spielt unendlich souverän, doch mit feinstem Instinkt. Nie sentimental, selbst in den Walzerfragmenten des Schlusses.

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RSB Marek Janowski Kritik: Brahms 1. Sinfonie, Berg Violinkonzert Gil Shaham

15 Mittwoch Jan 2014

Posted by Schlatz in Alban Berg, Gil Shaham, Johannes Brahms, Marek Janowski, RSB

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Brahms‘ 1. Sinfonie hat eine lange Vorgeschichte.

Bei Janowski ist sie ziemlich kurz. Nicht die Vorgeschichte, die Sinfonie. Marek Janowski ist auf Strenge und Fortgang bedacht. Janowski unterstreicht das Tempo. Das Tempo gewinnt unter seinen Händen belebende Kraft.

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Berliner Philharmoniker – David Zinman: Elgar Violinkonzert Bartók Konzert für Orchester (Gil Shaham)

18 Montag Jul 2011

Posted by Schlatz in David Zinman, Gil Shaham

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Schlagwörter

Berliner Philharmoniker

Bericht Berliner Philharmoniker. Ordentlicher Dirigent, guter Solist, hübsche Werke. Das Konzert war aufschlussreich, befriedigend und genussreich. Es war vor allem aufschlussreich, da man den Philharmonikern bei der Arbeit zuhören und -sehen konnte. Edward Elgar, der auf dem abgebildeten Foto des Programmhefts wie ein Flugpionier aus englischem Uradel aussieht, schrieb sein Violinkonzert im besten Alter, also mit Anfang 50. Elgars Violinkonzert h-moll wäre ein Wunder an Abstufungen, bestünde es mehr als aus Schattierungen und Stufen. Zu der Leistung der Interpreten ist zu sagen: Alles ist immer um ein Quäntchen am Hervorragend vorbei und der Abend weder in hohem Maße befriedigend noch ein grenzenloser Genuss. David Zinman dirigiert werkdienlich souverän. Gil Shaham füllt den Violinpart bewundernswert genau aus, ohne geradezu aufregend zu sein. Bela Bartóks Konzert für Orchester wurde zum Schillern gebracht, doch man hätte sich mehr Überschuss an Präzision oder Leidenschaft gewünscht.

Kommentar

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