Ein Konzert mit Daniel Barenboim und Martha Argerich.
In der Philharmonie vertrauen Dirigent und Solistin vertrautem Gelände, Beethovens erstem Klavierkonzert und Brahms‘ letzter Sinfonie.
Wie Martha Argerich das C-Dur-Konzert spielt: tollkühn akzentuierte Zielnoten und herausgestellte Vorschläge, sprudelnd sorglose Skalen, ernste Nachsatzverschattungen, charmant gewaltsame Temporückungen. So macht das keine und keiner. Ihr Ton ist doch einzigartig: Die leisen Noten klingen voll, rund, immer etwas aufgerauht und dunkel, und tragen ihre Gehalte problemlos in den Riesenraum. Der erste Satz, in dem die Solostimme bekanntlich nicht ein einziges Mal mit dem Hauptthema zu hören ist (ähnlich wie das Solo in der Durchführung kein einziges der Themen spielt), bleibt bei Argerich burschikos und klar, aber stellenweise geheimnislos. Und früher entledigte sich Barenboim der Durchführung am Flügel schwebender, packender.








