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Opern- & Konzertkritik Berlin

~ Klassik-Blog für Konzertberichte und Opernkritiken aus Berlin

Opern- & Konzertkritik Berlin

Archiv des Autors: Schlatz

Tosca? Pérez, Grigolo, Burdenko, Mentuccia

17 Freitag Jan 2025

Posted by Schlatz in Vittorio Grigolo

≈ 5 Kommentare

Eine gute Tosca in der Staatsoper.

Das todgeweihte Paar sieht hinreißend aus und singt hinreißend, Vittorio Grigolo italienisch herzbetont, Aylin Pérez immer emphatisch.

Die Stimme des Tenors ist nicht groß, die Spitzenhöhe nicht außerordentlich, aber die Tonschönheit ist immer da und wird nie markiert. Dafür singt Grigolo heute fast manieriert, ständig wird an Klang, Tempo, Dynamik geschraubt. Das klingt eben – manieriert. Und verblüffend spontan und individuell. Grigolo ist in guter Form, macht, was Cavaradossi ist, überdeutlich, Quale occhio al mondo klingt 1:1 nach erfülltem sogno mio d’amore. Nach Álvarez und Calleja endlich mal ein Cavaradossi von Format, der nicht indisponiert ist.

Der erste Akt ist überhaupt außerordentlich. Aylin Pérez interpretiert lebhaft und vokal superfein, bringt die hinreißende follia der Tosca, ihre pazzia ganz (da spielt auch Grigolo voller Verve, fast überdreht). Im Herbst wirkte der Cavaradossi von Michael Fabiano ja seltsam neutral neben der statuesken, aber vokal kolossalen Lise Davidsen. Heute ist das wie ein Schaulaufen eines Teils der schönsten Musik, die geschrieben wurde.

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Konzerte im BKA-Theater: Aus die Rinne

14 Dienstag Jan 2025

Posted by Schlatz in Clara Iannotta, Francesca Verunelli

≈ 6 Kommentare

Und hier sind drei Berichte zu UNERHÖRTER MUSIK im Kreuzberger BKA-Theater – zwei Berichte sind älter, der hier ist neu: Die Duo-Formation Susanne Stock (Akkordeon) und Georg Wettin (Klarinetten) widmet sich Stücken von J. Klein, Schlünz, Schweitzer, Cardew und S. Streich.

Warmlaufen tut sich das Duo Stock/Wettin mit Kanten, Konturen von Benjamin Schweitzer (2018). Kanten/Konturen formuliert abgeklärte Ereignisabläufe von erzählerisch schildernder Eigenart, wagt aber auch expressive Akzente bis hin zu Stellen gestischer Verrätselung. Also fließende Klanglandschaften mit kleinen, aber feinen Aufregern. Alles in allem unaufgeregt gute Musik. Statischer erscheint von Juliane Klein Aus der Wand die Rinne Nr. 4 für Akkordeon solo (1998), so da atomistisch Aktionen ohne Bewegungskern aneinanderreiht werden, selbst der mit der schnarrenden Toncharakteristik des Akkordeons spielende Humor macht die Komposition nicht unterhaltsamer.

Duo Stock/Wettin

Das ist bei dem Solostück Hortensien von Annette Schlünz anders (2002, Georg Wettin an den Klarinetten). Hier wird, umflossen von einer Geräusch-Folie aus dem Computer, mehr Fantasie-Raum gewagt, wenn die Musik quasi gestisch assoziativ sich dem Stücknamen Hortensien annähert. Noch eine Schippe drauf legt Solo with Accompaniment von Cornelius Cardew (1964), das mit massiven Akkordeon-Layern beginnt und der Duo-Konstellation rohe, aber immer wieder auch organisiert-differenzierte Klänge entlockt. Danach werden in Clouds 8 von Stefan Streich (2016) Sparsamkeit der Artikulation und Länge des Stücks spannungsvoll aufeinander bezogen – was plötzlich wie unablässig wechselnde Hintergründe wirkt, die sich in Vordergrund verwandeln und wieder zurück. Entspannt aufregend.

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Philharmoniker, Nelsons, Bruckner, 8.

14 Samstag Dez 2024

Posted by Schlatz in Andris Nelsons

≈ Ein Kommentar

Das nächste Brucknerjahr ist erst 2046.

Jetzt leitet Andris Nelsons die Achte. Es ist ein getrübtes Vergnügen.

Auch wenn die Berliner Philharmoniker Streicher aufbieten, die mit weicher Delikatesse ganz entspannt gelöst spielen. Es will was heißen, wenn im ersten Satz die Durchführung nicht pathetisch, sondern in wunderlicher Sattheit losgeht. Dazu tönen die Einwürfe der Bläser gelockert bis zum Anekdotischen. Nelsons, der lettische Dirigent, will uns sagen: Diese Einwürfe sind keine trockenen Motivabspaltungen, sondern lebensvolle Gesten aus dem Herzens-Hier und Jetzt.

Das dritte Thema schmettert. Der Klang ist weich, das Stimmengewebe stretchy wie gepolstertes Spaghetti-Top. Doch hat man die Sinfonie Nr. 8 selten so souverän, so aus einem gelungenen Augenblick heraus gespielt gehört.

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RSB mit Tetzlaff

11 Mittwoch Dez 2024

Posted by Schlatz in Christian Tetzlaff

≈ 4 Kommentare

Im Konzerthaus spielt Tetzlaff Bartóks 2. Violinkonzert von 1939. Rein äußerlich ist das Konzert beruhigend konventionell: also dreisätzig, das erste Allegro hat Sonatenform (und das zweite doch auch?), das zweite Thema ist jeweils lyrisch. Elektrisierend (und zugleich fast mendelssohnisch) wirkt der Gegensatz von virtuosen Spielepisoden und luftklaren Bartók-Tuttis. Und dazwischen ein Variationen-Andante.

Christian Tetzlaff klingt bei Béla Bartók spitzenmäßig. Und Bartók bei Tetzlaff. Dabei ist dessen Geigenspiel nicht leicht zu beschreiben. Klar, die Attacke ist zupackend und der Ton energisch, plastisch, anti-säuselnd. Aber auch biegsam. Früher klang Tetzlaff bisweilen in allem Furor sehr direkt. Heute ist da auch konzentrierte Verinnerlichung. Zum Hysterischen neigende Gestik, wie bei Kopatschinskaja oder Jansen zu hören, fehlt vollständig, was gar nicht schlecht ist.

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RSB, Jurowski, Uchida: Schönberg, Beethoven, Brahms

02 Montag Dez 2024

Posted by Schlatz in RSB

≈ 12 Kommentare

Hörenswert in der Philharmonie: das RSB mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll.

Mitsuko Uchida spielt ungewohnt fehlerhaft (stets an den einfachen Stellen), aber mit außerordentlichem Gespür. Ihr Spiel atmet und drängt, ist gewichtig und frisch, ihr Beethoven einleuchtend und unberechenbar.

Für das c-Moll-Konzert, das noch das Ungestüm der früheren und schon das symphonische Gewicht der späteren Konzerte Beethovens besitzt – erstmals in einer Soloexposition bei Beethoven ist es der Solist, der mit dem Seitenthema einsetzt -, ist das ein Gamechanger.

Die Pianistin wagt ein Rubato bis zum Bedeutungsvollen. Charakteristisch für sie fand ich schon immer die lebhaften Beschleunigungen innerhalb einer Phrase. Dazu kommt natürlich der Anschlag, in den Allegros genau wie in Stich, der immer eine Wildheit bewahrt. Dabei bringt Uchida so viele Anschlags- und letztlich Musikdarstellungs-Nuancen rein: So repräsentiert ihr Spiel die subjektive Seite der Konzert-Medaille, das des Orchesters die objektive. Untrüglich Uchidas musikalischer Instinkt bei den megagelungenen Trillern. Die Kadenz ist lang. Uchidas Ton ist leicht geschärft. Unnachahmlich, wie da Struktur aus Klang kommt, und Klang aus Struktur. Ich erinnere mich noch relativ gut an ihre Beethovenkonzerte 2011 unter Rattle.

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Wes Pferd dies auch sei: 1. Akt Walküre

27 Mittwoch Nov 2024

Posted by Schlatz in René Pape

≈ 2 Kommentare

Anja Kampe, René Pape und Andreas Schager singen den ersten Akt von Die Walküre in der Staatsoper. Man hört wortverständlichen Wagnergesang ohne künstliche Exaltationen.

Anja Kampe ist heute Unter den Linden eine ideale Sieglinde, selbstbewusst beseelt, gewinnend und warm. In der Tiefe hat sie Wagnerischen Ernst, in der Höhe den weichen Thrill, das intensive Vibrieren, die Emphase für die Wagnerischen Gefühle. Den Ehemann trägt René Pape mit gerundeter Wucht vor, ohne finsteres Metall, hier und da nah am Sprechen, nicht als Präfiguration Hagens, sondern mit einem ins Objektive gesteigerten Missmut König Markes.

Verschämt leise beginnt Schager die Winterstürme und findet nicht den Ton für das Parlando der ersten Szene, ist aber ein aufregender Siegmund. Ein starkes Jagen wird zur mitreißenden Erzählung, fernab von jenem globalisierten Heldentenorjargon, der so oft für Verdruss sorgt. Es ist unendlich cool, Ein Schwert verhieß ohne jede Überanstrengung zu hören. Und Schager singt den Schluss spielerisch und eindringlich, mit jenem Überschuss an Tenorkraft, der ihn auszeichnet, und mit einem Lächeln.

Es ist eine Tatsache, dass seit Bayreuther Ewigkeiten jene Wagnertenöre, die Siegmund können, eben nicht den Siegmund singen, sondern Siegfried. Die 2010er waren diesbezüglich kein gutes Jahrzehnt, wenn auch O’Neill, Botha, Smith, Ventris oder Gould als Siegmund mehr oder minder ihre Meriten hatte. Nur Seiffert stach heraus.

Die Staatskapelle muss aufgrund von Krankheit von Barenboim umsatteln. Der in Zürich geborene Philippe Jordan zäumt nun als reisige Maid das Orchesterross. Sein Wagner klingt genau und hart. Vor der Pause spielt man Tristanvorspiel und Liebestod, ersteres passabel.

Staatsoper Berlin: Roméo et Juliette

11 Montag Nov 2024

Posted by Schlatz in Elsa Dreisig

≈ 20 Kommentare

Die Inszenierung hat einen Vorteil: Sie wird besser.

Denn zu Beginn der Premiere verbreiten Ideenarmut und dünne Personenregie gepflegte Inszenier-Öde. Prompt schallt nach dem ersten Akt das erste Buh. Je näher der Doppelselbstmord in der Capulet-Gruft allerdings rückt, umso überzeugender wird der Abend. Sage und schreibe vier Liebesduette werden gesungen. Gounods drame lyrique Roméo et Juliette ist in Deutschland eher unbekannt, das Libretto verarbeitet Shakespeares Romeo und Julia. Opernfans kennen Juliettes irren Walzer Je veux vivre, Nadine Sierra, Diana Damrau oder Callas-Caballé singen oder sangen das. Auf melodischen Ausdruck ausgerichtet, konzentriert sich Gounods Roméo ganz auf die beiden Liebenden.

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RSB, Konzerthaus

10 Sonntag Nov 2024

Posted by Schlatz in Adam Fischer

≈ Ein Kommentar

Ein Abend mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin im Konzerthaus.

Die f-Moll-Sinfonie von Haydn hört man jetzt öfters. Bei Ádám Fischer spielen 2. Geigen und Bratschen in Streichquartettformation. Und alle Streicher vibratolos. Ist der langsame Satz, der bei Haydn hier an erster Stelle steht, deshalb so lang? Doch das Allegro witzelt stürmisch durch die f-Moll-Wildheiten. Nach dem Menuett (ein Problemstück, es ist nicht nur zeremoniell und behäbig, sondern auch hintergründig) sprudelt das Allegro-Finale mit seinem tollen Thema (siehe Foto) rastlos-selbstbewusst zum beklatschten Ende.

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Licht überm See, Amme, wachst du?

03 Sonntag Nov 2024

Posted by Schlatz in Elena Pankratova

≈ 13 Kommentare

Die Frau ohne Schatten ist ja eine klassische Doppelpaar-Oper, was schon bei Così fan tutte, Zauberflöte und Lohengrin funktionierte. Und die Amme ist eine der gewitztesten Intrigantinnen überhaupt. Hieße die Oper allerdings Die Amme oder Die Kaiserin, wäre dies Kinderkriegen-Image nicht so ein Problem. Claus Guth zeigt die Frau in einer von Dämonen und Geistermenschen bevölkerten k.-u.-k.-Zeit (Wiener-Werkstätten-Kleider à la Emilie Flöge). Ein verknöchert leidender Patriarch (Keikobad) steht gegen zwei sich zur Willensfreiheit ertüchtigende Frauen. Das wird stringent erzählt. Mit sparsamen Mitteln. Nur im 2. Akt wird die Handlung unklar. Daran ist Hofmannsthal schuld. Aber das Libretto ist auch ein Wunder.

Schagers Tenor ist ein Geschütz aus Schall und Schwermetall, frisch und frank singt der Österreicher den Kaiser. Denn in Amme, wachst du ist er – wenn auch zu lautstark in der Spitze – ein Märchengatte aus Fleisch (Pathos) und Blut (Herzton), und bei Das sind die Nichtgebornenen singt ein Mensch, kein gekünstelter Schmalspurtenor.

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Argerich, Barenboim in der Phiharmonie

27 Sonntag Okt 2024

Posted by Schlatz in Daniel Barenboim

≈ 8 Kommentare

Ein Konzert mit Daniel Barenboim und Martha Argerich.

In der Philharmonie vertrauen Dirigent und Solistin vertrautem Gelände, Beethovens erstem Klavierkonzert und Brahms‘ letzter Sinfonie.

Wie Martha Argerich das C-Dur-Konzert spielt: tollkühn akzentuierte Zielnoten und herausgestellte Vorschläge, sprudelnd sorglose Skalen, ernste Nachsatzverschattungen, charmant gewaltsame Temporückungen. So macht das keine und keiner. Ihr Ton ist doch einzigartig: Die leisen Noten klingen voll, rund, immer etwas aufgerauht und dunkel, und tragen ihre Gehalte problemlos in den Riesenraum. Der erste Satz, in dem die Solostimme bekanntlich nicht ein einziges Mal mit dem Hauptthema zu hören ist (ähnlich wie das Solo in der Durchführung kein einziges der Themen spielt), bleibt bei Argerich burschikos und klar, aber stellenweise geheimnislos. Und früher entledigte sich Barenboim der Durchführung am Flügel schwebender, packender.

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Gar nicht lustig: Musiktage Donaueschingen 2024

24 Donnerstag Okt 2024

Posted by Schlatz in Simon Steen-Andersen

≈ 3 Kommentare

Während die Donauquelle quillt und das SWR-Orchester zwischen Putin-Fan Currentzis und Penis-Freund Roth in den Seilen hängt, laufen die Donaueschinger Musiktage 2024.

Die erste Uraufführung kommt von Simon Steen-Andersen, grosso für Quartett (Yarn Wire, 2 Pianisten, 2 Schlagzeuger) und Orchester (37′). Getragen wird das unausgeglichene Stück von weich gerundeten, vom Klicken und Klacken der unterschiedlichen Objekte gefüllten Geräuschfelder. Wozu die Schwerkraft des Wummerns die Sättigungsbeilage liefert. Das ist dann so eine Art Am Kamin 4.0 in Neue-Musik-Sprech. Interessanter wird es, als sich das Orchester mit lustvoll platzenden Fanfaren und Brucknerchorälen zwischen die Ready-Made-Friemelei schiebt. Dazwischen reizt Steen-Andersen mit einer Hammondorgel das Nostalgiepotenzial zwischen schön pittoresk und schal banal aus. Aber stellenweise klingt das so durchgedreht wie die besten Steen-Andersen-Klassiker.

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Janowski, Philharmoniker: Hadelichs Mendelssohn, Brucknerlandschaft ohne Unendlichkeit

13 Sonntag Okt 2024

Posted by Schlatz in Marek Janowski

≈ 6 Kommentare

Da ist Augustin Hadelich mit Mendelssohn.

Hadlich legt heute seine spielerische Flamboyanz, die man erwartete, ab. Der Ton im Violinkonzert ist bestechend schlank, bestens kultiviert. Keine Unklarheiten. So behält der Deutsch-Amerikaner schönlinig die Kontrolle über die Gefühle. Kommt dies vom Respekt vor Janowski, der mit jedem Zoll die Aura des deutschen Kapellmeisters verkörpert? Phrasierung, Vibrato, Portamenti bei Hadelich sind dezent, und die Vorschläge in den letzten Takten des Andante supersauber. Janowski gibt eine Art Maschinentempo vor. Die Beziehung zwischen Solisten und Orchester scheint aufs Neutrale runtergedimmt. Im Finale chipt Hadelich dann aber Doppelgriffkaskade nach Doppelgriffkaskade vom Griffbrett.

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Staatskapelle Berlin: Thielemann + Levit finden den Herzrhythmus

08 Dienstag Okt 2024

Posted by Schlatz in Igor Levit

≈ 11 Kommentare

Es ist das erste reguläre Konzert des neuen Generalmusikdirektoren der Staatsoper Berlin Unter den Linden. Ein solches Antrittskonzert gab es zuletzt Anfang der 90er.

Vorab gibts als easy konsumierbares Häppchen Elysium des Kanadiers Samy Moussa, der Klang kommt maximal von Elektra (oder von John Adams), der wummernde Inhalt von Götterdämmerung. Im Zentrum steht Mendelssohns Klavierkonzert Nr. 2, das Igor Levit mit Ausdruck und leidenschaftlicher Genauigkeit anpackt – und mit hörbarer Gefühlsabdunklung. Danae Dörken spielte das Werk, das weder Virtuosenfutter noch Symphonie mit Soloinstrument sein will, vor Kurzem beim DSO eher trocken. Heute, mit Levit, klingt das zweite Thema zuerst streng wie Beethoven, dann schwärmerisch wie Schumann, doch zeigt sich Levits Spiel nie nur-expressiv, sondern stets auch Hirn-kontrolliert.

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Die Polinnen kommen: RSB und Gardolińska

08 Dienstag Okt 2024

Posted by Schlatz in Marta Gardolińska

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Uwaga! Achtung, die Polinnen kommen. Zwischen Netrebko Unter den Linden vorgestern und Thielemann Staatskapelle übermorgen spielt das RSB im Konzerthaus.

Die erste Polin ist Grażyna Bacewicz (1909-1969). Ihre Ouvertüre von 1945 hat Schmiss, sechs Minuten kurz ist das, und es fängt an wie Die verkaufte Braut und hört auf wie Elektra. Die andere Polin ist die Dirigentin Marta Gardolińska, die sich energisch und empathiebereit an der Arbeit zeigt und beim 1. Violinkonzert op 35 von Szymanowski ganz klar ausschaut, als kennte sie das Stück aus- und inwendig. Während das Szymanowskikonzert so frisch und glühend wirkt, als wär die Uraufführung 1922 erst ein paar Wochen her.

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Lahav Shani

07 Montag Okt 2024

Posted by Schlatz in Lahav Shani

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Hatikva, Orchesterfassung, Text: Naphtali Herz Imber, 1878. Israel Philharmonic.

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