Zwei Toscas pro Saison gehen immer. Heuer singen Kurzak-Bernheim und im Januar Buratto-Sartori. Soddy leitet Unter den Linden.
Aleksandra Kurzak ist eine leidenschaftliche, lyrisch drängende, wundervoll präsente Tosca. Ihre Höhen klingen triumphaler als neulich. Dafür ist die bezaubernde Feinheit des Vortrags, die man an ihrer Tosca in den letzten Jahren bewunderte, weniger hörbar. Die Stimme tönt heute dunkler, aber auch breiter, hat mehr Klang und weniger Text. Deshalb fehlt Vissi d’arte, der Klage über das Ende des Glücks, ein wenig die Genauigkeit, was vielleicht auch Folge der Anstrengung von fünf Mal Un bel dì als Butterfly ist.
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