Simon Rattle dirigiert die Sinfonie Nr. 2 von Gustav Mahler bei der Berliner Staatskapelle.
Rattle-typisch intensiv gerät der Zugriff, zwingend umgesetzt die schier unendlichen Spannungsfluktuationen in den zyklopisch (über)dehnten Ecksätzen, entgrenzend die Kolossalstellen bis zum weißglühend aufgegrellten Totalklang des Finales. Tadellos das c-Moll-Scherzo mit den wunderschönen Ausflügen nach D- und E-Dur.
Die Solistinnen sind Christiane Karg, hervorragende Micaëla und Rusalka hier am Haus, und Karen Cargill mit großem Mezzosopran. Eindrucksvoll der Staatsopernchor.
Auf einmal steht da Thielemann. Umarmungen, drei Reden, alles kurz aber sehr herzlich, und schwupps ist Simon Rattle Ehrendirigent der Staatskapelle. Was Temperament und Dirigierstil angeht, dürfte es kaum weiter entfernte Persönlichkeiten geben als CT und SR.

Seitdem ich in Berlin bin, habe ich die Auferstehungssinfonie nun drei Mal gehört, stets mit Rattle, hier zum Beispiel. Das Werk saugt einen emotional komplett leer. Mir reicht es jetzt wieder bis vermutlich 2035, wenn Rattle sie mit Philharmonikern oder Staatskapelle erneut machen wird.
Weitere Kritik des Rattle-Mahlerkonzerts: „Ganz, ganz ernst“ (Andreas Göbel)
Spyres ist der Allessänger, nicht nur Ottavio oder Prologo, nein auch noch Tristan singt er mit völlig außerfachlicher Kraft. Davidsen so kalt wie hier. Wie gut, dass wir dort weg sind..
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Am 18. April um 12 Uhr mittags startet der Vorverkauf für dreimal Tristan mit Thielemann, in der alten Kupfer-Inszenierung. Ausserdem gibts nochmal Thielemann und Radiomusik, diesmal auch aus Wien.
Gerhaher singt Lieder eines fahrenden Gesellen, nicht die 4 letzten. Da geh ich hin.
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aber von Mahler jenseits der ersten versteh ich nichts und will ich auch nichts
just let it be
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Warum schreibt das klassische-Musik-Magazin Van über den Rummel um Berlinale-Chefin Tricia Tuttle („Viel Lärm um wenig Fakten“)??? Ich kann den Artikel wegen der Wall sowieso nicht lesen, aber wahrscheinlich will man klickmäßig so a ganz kleines bisserl von der Empörung der antijüdischen Woke-Bubble profitieren. Allah sei Dank, dass es assi-Typen wie den Abdallah-Dingsbums im Klassik-Bereich eher nicht gibt.
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Wenn man doch weiß, wie glücklich SR die Philharmoniker verlassen hat, die CT auch nicht wollten…
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